Familie
Geschichte des Problemverhaltens, Familiendynamik, Erziehungspraktiken – das nächste Umfeld der Heranwachsenden.
Mit der CTC-Kinder- und Jugendbefragung erhalten Kommunen ein wissenschaftlich validiertes Instrument, um Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder und Jugendliche im eigenen Sozialraum zu erfassen – anonym, vergleichbar und wiederholbar.
Keine Identifikation einzelner Schüler – die Befragung ist vollständig anonym.
Wissenschaftlich überprüft (Reder et al. 2024) und für den deutschen Kontext angepasst.
Der Fragebogen ist ein wissenschaftlich entwickeltes Instrument – er wird nicht öffentlich publiziert.
Die Befragung deckt die vier Bereiche ab, in denen sich Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder und Jugendliche typischerweise zeigen.
Geschichte des Problemverhaltens, Familiendynamik, Erziehungspraktiken – das nächste Umfeld der Heranwachsenden.
Schulisches Engagement, schulisches Versagen, frühes und anhaltendes antisoziales Verhalten in der Schule.
Zugehörigkeit zu Cliquen, individuelle Werte, Risikobereitschaft – das innere Umfeld der Jugendlichen.
Verfügbarkeit von Substanzen, Nachbarschaftsstrukturen, kommunale Bindungen – der Sozialraum.
Communities That Care (CTC) ist eine bewährte Strategie, die Kommunen weltweit dabei unterstützt, ein Umfeld zu schaffen, in dem junge Menschen gesund, sicher und erfolgreich aufwachsen können. Ein Kernstück dieser Strategie ist die CTC-Befragung. Sie ist wie ein Kompass, der uns hilft, die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen zu verstehen – ihre Stärken, aber auch ihre Herausforderungen. Vor allem aber ist sie ein wichtiges Werkzeug, um jungen Menschen eine Stimme zu geben und ihre Teilhabe an der Gestaltung ihres eigenen Lebensumfelds zu ermöglichen. Nur mit diesem Wissen, das direkt von den Heranwachsenden selbst kommt, können wir gemeinsam passgenaue und wirksame Maßnahmen entwickeln.
Die CTC-Jugendbefragung ist kein neues Experiment, sondern ein in Deutschland seit 2009 bewährtes Instrument. Ihre wissenschaftliche Fundierung und kontinuierliche Weiterentwicklung wird durch Forschung, wie die der Universität Hildesheim, sichergestellt (Reder et al., 2024; Schwendenmann et al., 2018; Soellner et al., 2013). Bereits über 50 Kommunen und Landkreise sowie mehr als 100 Schulen in ganz Deutschland setzen auf die CTC-Jugendbefragung, beispielsweise im Rahmen von Programmen wie Schools That Care und Weitblick. Diese breite und langjährige Anwendung unterstreicht das Vertrauen in die Methode und ihren nachhaltigen Nutzen für die Präventionsarbeit vor Ort. Die Durchführung erfolgt dabei stets in enger Abstimmung und mit Genehmigung der zuständigen Behörden, wodurch die Einhaltung aller rechtlichen Voraussetzungen, insbesondere der geltenden Datenschutzgesetze (wie der DSGVO), im Vorfeld sichergestellt wird. Für die technische Durchführung und sichere Auswertung der Daten arbeiten wir mit renommierten Partnern wie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zusammen, das höchste Standards bei der Datenverarbeitung gewährleistet.
Die CTC-Jugendbefragung richtet sich an Schülerinnen und Schüler meist der 6. bis 11. Klassen. Sie erfasst sogenannte Risiko- und Schutzfaktoren. Stellen Sie sich Risikofaktoren wie Stolpersteine auf dem Lebensweg vor – sie können die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche oder soziale Schwierigkeiten erhöhen. Schutzfaktoren hingegen sind wie Geländer oder helfende Hände – sie stärken junge Menschen und helfen ihnen, Herausforderungen besser zu meistern.
Vier Lebensbereiche, vier Perspektiven. Ein Auszug aus dem tatsächlichen Fragebogen, jeweils mit kurzer Erklärung, was die Frage misst.
Wie sehen die Beziehungen zu Gleichaltrigen aus? Welche Einstellungen haben junge Menschen selbst zu bestimmten Themen?
Ich probiere gerne aus, wie weit ich gehen kann.
Hilft zu verstehen, ob eine Neigung besteht, Grenzen auszutesten – in bestimmten Kontexten ein Risikofaktor.
Wie findest du es, wenn jemand in deinem Alter Drogen nimmt?
Erfasst die Akzeptanz von Alkohol- oder anderem Drogenkonsum im Freundeskreis.
Welchen Rückhalt bietet die Familie? Wie wird mit Konflikten umgegangen? Hier geht es ausdrücklich auch um Stärken und positive Aspekte des Familienlebens.
Meine Eltern fragen mich nach meiner Meinung, wenn etwas entschieden werden muss, was mich betrifft.
Erfasst, ob Jugendliche sich einbezogen und wertgeschätzt fühlen – ein zentraler Schutzfaktor.
Verstehst du dich gut mit deiner Mutter/deinem Vater?
Zielt auf die Qualität der Beziehungen ab und ist positiv formuliert. Auch Fragen zu Problemverhalten in der Familie sind notwendig, um Risiken zu erkennen – immer anonym und aggregiert ausgewertet.
Wie wohl fühlen sich Jugendliche in der Schule? Erleben sie schulischen Druck oder Erfolge?
Es kostet mich Überwindung, zur Schule zu gehen.
Kann auf Schwierigkeiten im schulischen Umfeld hinweisen – Anschluss, Motivation, Leistungsdruck.
Wie sicher und unterstützend wird das eigene Wohnumfeld wahrgenommen?
Wenn du es wolltest, wie schwer oder leicht wäre es für dich, in deiner Wohngegend an Drogen zu kommen?
Eine hohe wahrgenommene Verfügbarkeit kann ein Risiko darstellen.
Auszug aus dem Gesamtkatalog: Die CTC-Kinder- und Jugendbefragung umfasst insgesamt 28 Skalen (15 Risiko-, 13 Schutzfaktoren) mit 138 Einzelfragen. Unten eine Beispielskala pro Lebensbereich – so sehen Kommunen und Schulen im CTC-Ergebnisbericht ihre Werte neben dem niedersächsischen Landeswert. Das Beispiel-Item daneben dient nur zur Veranschaulichung, wie eine Frage aus dieser Skala klingt – im Bericht selbst erscheinen keine Einzelfragen, nur der aggregierte Skalenwert.
Wie prosozial ist das engste Umfeld der Jugendlichen? Freundschaften, die teilen, schlichten oder sich engagieren, sind ein robuster Schutzfaktor.
Wie viele deiner vier besten Freundinnen und Freunde haben in den letzten zwölf Monaten versucht, einen Streit zwischen anderen zu schlichten?
Der Balken zeigt den Skalenwert IP4 (aggregiert aus 5 Items): Anteil der Jugendlichen mit ausgeprägt prosozialem Freundeskreis. Landesschnitt Niedersachsen 41 % (Soellner et al. 2023); der Beispielstandort liegt mit 48 % darüber.
Wie eng ist die Bindung zur Familie? Ein hoher Wert ist ein starker Schutzfaktor – die Grundlage, auf der viele weitere Präventionsmaßnahmen aufsetzen.
Verstehst du dich gut mit deiner Mutter/deinem Vater?
Der Balken zeigt den Skalenwert FP1 (aggregiert aus 6 Items): Anteil der Jugendlichen mit engem Familienzusammenhalt. Landesschnitt Niedersachsen 49 % (Soellner et al. 2023); der Beispielstandort liegt mit 55 % leicht darüber.
Wie stark ist die Bindung an die Schule – und wie verändert sie sich zwischen 7. und 10. Klasse? Der Jahrgangsverlauf zeigt, wo Interventionen priorisiert werden sollten.
Ich gehe sehr gern zur Schule.
Die Balken zeigen den Skalenwert SR2 (aggregiert aus 7 Items, invertierte Antworten): Anteil der Jugendlichen mit geringer Schulbindung pro Klassenstufe. Landesschnitt Niedersachsen 44 % (Soellner et al. 2023, gestrichelte Linie).
Wie sicher und gepflegt nehmen Jugendliche ihr Quartier wahr? Sichtbare Verwahrlosung und wahrgenommene Kriminalität sind ein klassischer Risikofaktor für problematisches Verhalten.
In meiner Wohngegend gibt es viele Verbrechen, z. B. Überfälle und Einbrüche.
Der Balken zeigt den Skalenwert CR2 (aggregiert aus 5 Items): Anteil der Jugendlichen, die ihr Wohnumfeld als sozial desorganisiert wahrnehmen. Landesschnitt Niedersachsen 48 % (Soellner et al. 2023); der Beispielstandort liegt mit 52 % leicht darüber.
Die Auswahl der Fragen ist nicht zufällig. Sie basiert auf jahrzehntelanger internationaler Forschung darüber, welche Umstände das Wohlbefinden und Verhalten von Jugendlichen beeinflussen (Reder et al., 2024, S. 2). Die deutsche Version des Fragebogens wurde sorgfältig geprüft und angepasst, um sicherzustellen, dass die Fragen verständlich sind und zuverlässige Ergebnisse liefern (Reder et al., 2024; Soellner et al., 2013).
Eine aktuelle Studie von Reder et al. (2024) hat die Qualität der deutschen CTC-Jugendbefragung erneut bestätigt. Die meisten erfassten Risikofaktoren messen verlässlich das, was sie messen sollen (man spricht hier von Validität), und können helfen, Problembereiche wie Gewaltverhalten und den Konsum von Alkohol oder anderen Drogen besser zu verstehen und vorherzusagen (Reder et al., 2024). Die Forschung zeigt aber auch, dass das Instrument ständig weiterentwickelt wird, um noch präziser zu werden (Reder et al., 2024). Die Anpassung an verschiedene Zielgruppen, wie z.B. Schülerinnen und Schüler an Förderschulen, wird dabei berücksichtigt, um die Verständlichkeit zu optimieren und sicherzustellen, dass auch ihre Perspektiven angemessen erfasst werden (Soellner et al., 2013).
Manchmal fragen sich Eltern vielleicht, warum bestimmte, auch sensible Themen abgefragt werden. Der Grund ist einfach: Um ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten und allen jungen Menschen eine Stimme zu geben. Es geht darum, ihre Perspektiven, ihre Sorgen und ihre Bedürfnisse direkt zu erfahren.
Ein wichtiger „Realitätscheck“ für Erwachsene: Oft haben Erwachsene – seien es Eltern, Lehrkräfte oder Fachleute in der Kommune – bestimmte Vorstellungen davon, wie es Kindern und Jugendlichen geht oder wo die größten Probleme liegen. Die anonymen und ehrlichen Antworten in der CTC-Befragung liefern hier oft ein objektives, datenbasiertes Bild, das manchmal überraschend anders ausfällt als die bisherigen Annahmen. Diese Diskrepanz ist aber eine große Chance! Sie hilft, den Fokus auf die tatsächlich drängendsten Themen zu lenken und Maßnahmen nicht auf Vermutungen, sondern auf Fakten aufzubauen.
Veränderungen sichtbar machen: Die CTC-Befragung ist kein einmaliges Ereignis. Sie wird in der Regel in bestimmten Abständen wiederholt (z.B. alle zwei bis drei Jahre). Das hat einen großen Vorteil: Man kann sehen, wie sich die Situation der jungen Menschen über die Zeit entwickelt. Haben sich bestimmte Risikofaktoren verringert? Sind neue Herausforderungen aufgetaucht? Wirken die eingeleiteten Präventionsmaßnahmen? Diese Längsschnittbetrachtung ist entscheidend, um die Wirksamkeit von Programmen zu bewerten und Strategien flexibel anzupassen.
Nur wenn wir verstehen, wo mögliche Belastungen, aber auch wo Stärken liegen, können wirksame Präventions- und Förderangebote entwickelt werden. Es geht nicht darum, Einzelne zu bewerten, sondern darum, die Lebensbedingungen für alle jungen Menschen in einer Kommune zu verbessern – und das auf Basis ihrer eigenen Aussagen. Diese Befragung ist eine Chance für junge Menschen, aktiv an der Gestaltung ihres Umfelds mitzuwirken, auch für diejenigen, deren Meinungen sonst vielleicht seltener gehört werden.
Die Ergebnisse der Befragung helfen:
Die CTC-Befragung ist ein mächtiges Werkzeug, um das Aufwachsen junger Menschen positiv zu gestalten, indem sie ihnen eine Plattform bietet, ihre Erfahrungen und Bedürfnisse mitzuteilen. Durch die freiwillige Teilnahme Ihres Kindes und Ihre Unterstützung als Elternteil oder Lehrkraft tragen Sie entscheidend dazu bei, dass wir gemeinsam die Weichen für eine gesunde und chancenreiche Zukunft stellen können. Die Stimme Ihres Kindes hilft, unseren gemeinsamen Kompass auszurichten und stellt sicher, dass die Maßnahmen auch wirklich bei denen ankommen, um die es geht.
Reder, M., Runge, R. A., Schlüter, H., & Soellner, R. (2024). The German Communities That Care Youth Survey: dimensionality and validity of risk factors. Frontiers in Public Health, 12, 1472347. https://doi.org/10.3389/fpubh.2024.1472347
Schwendemann, H.E., Frisch, J.U., Reder, M. et al. The Communities That Care (CTC) Family Attachment Scale: Measurement Invariance Across Family Structures. J Child Fam Stud 27, 1440–1448 (2018). https://doi.org/10.1007/s10826-017-1009-9
Soellner, R., Benit, N., & Kiefer, C. (2013). Communities that care – Analyse des eingesetzten Erhebungsinstrumentes. Universität Hildesheim.
Soellner, R., Reder, M. & Frisch, J. U. (2018). Communities That Care: Schülerbefragung in Niedersachsen 2017. Hildesheim: Universitätsverlag. http://dx.doi.org/10.18442/802
Was Eltern, Lehrkräfte und Jugendliche am häufigsten zur CTC-Kinder- und Jugendbefragung wissen möchten – offen und transparent beantwortet.
Solche Jugendbefragungen sind ein Standardinstrument in der Sozialforschung. Ihre Zuverlässigkeit (Reliabilität) und Gültigkeit (Validität) werden streng wissenschaftlich überprüft.
Nein. Das Ziel der CTC-Befragung ist ausschließlich Prävention – also das Vorbeugen von Problemen in der Zukunft. Es geht nicht darum, vergangenes Verhalten zu bestrafen oder Sanktionen gegen Einzelne oder Familien einzuleiten.
Geschlossene Fragen (Ankreuz-Fragen): Alle Antworten auf die standardisierten Fragen sind strikt anonym und werden ausschließlich aggregiert ausgewertet. Einzelne Antworten können nicht zurückverfolgt werden – auch nicht bei Angaben zu schwierigen Themen oder möglicherweise strafbarem Verhalten. Die Ergebnisse dienen allein dazu, auf einer übergeordneten Ebene zu verstehen, welche Unterstützungs- und Präventionsangebote in der Gemeinschaft gebraucht werden.
Freitextantworten – wichtige Ausnahme: Am Ende des Fragebogens gibt es ein optionales Freitextfeld. Auf dieses Feld wird unmittelbar darüber hingewiesen: Wenn Ihr Kind dort Namen, Orte oder andere identifizierbare Details nennt und dabei Hinweise auf eine Gefährdung gibt (zum Beispiel Selbstverletzung, sexualisierte oder häusliche Gewalt), kann und muss die Schule im Rahmen ihrer gesetzlichen Kinderschutzpflicht reagieren – nicht um zu sanktionieren, sondern um zu helfen. Ihr Kind wird vor dem Ausfüllen ausdrücklich darauf hingewiesen und kann entscheiden, ob es Namen nennt oder anonym bleibt. Es wird außerdem aktiv gefragt, ob es sich eine Reaktion wünscht oder sich nur etwas von der Seele schreiben wollte.
Außerhalb dieser eng umrissenen Kinderschutz-Ausnahme haben keine Angaben Ihres Kindes persönliche Konsequenzen für es oder Ihre Familie.
Es ist wichtig, dass die Fragen gut verständlich sind. Deshalb wird der Fragebogen immer wieder überprüft und angepasst (Soellner et al., 2013, S. 73). Falls Ihr Kind während der Befragung dennoch eine Frage unklar findet, gibt es zwei Möglichkeiten:
Um ein ehrliches Bild der Lebenssituation junger Menschen zu bekommen und die vielfältigen Erfahrungen zu verstehen, müssen auch sensible Bereiche wie persönliche Gefühle, Erfahrungen in der Familie oder mit Alkohol oder anderen Drogen thematisiert werden. Nur so können die tatsächlichen Bedarfe erkannt und verstanden werden, welche Faktoren junge Menschen beeinflussen.
Der CTC-Fragebogen ist ein wissenschaftlich entwickeltes und geschütztes Instrument. Eine vollständige Veröffentlichung hätte mehrere Nachteile: Es könnte die Ergebnisse verfälschen, wenn sich Teilnehmer gezielt auf bestimmte Fragen vorbereiten. Zudem ist der Fragebogen Teil eines umfassenden Systems und die einzelnen Fragen entfalten ihre Aussagekraft erst im Gesamtkontext und durch die wissenschaftliche Auswertung. Die kontinuierliche Forschung und Anpassung bedeutet auch, dass sich Versionen leicht unterscheiden können. Wichtig ist das Vertrauen in den Prozess und die wissenschaftliche Begleitung, die sicherstellt, dass die Stimmen der Jugendlichen korrekt interpretiert werden.
Um Risikofaktoren zu erkennen, müssen wir auch nach möglichen Belastungen oder problematischen Verhaltensweisen fragen. Das Ziel ist nicht, jemanden schlecht zu machen, sondern zu verstehen, wo Unterstützung ansetzen kann, um solche Risiken zu verringern. Genauso wichtig sind aber auch die Fragen nach positiven Dingen und Stärken (Schutzfaktoren), um zu sehen, was bereits gut läuft und gefördert werden sollte.
Ja, die Durchführung solcher wissenschaftlich begleiteten Befragungen erfolgt immer in enger Abstimmung und mit Genehmigung der zuständigen Schulbehörden und/oder Ministerien. Die rechtlichen Voraussetzungen, insbesondere der Datenschutz und die Freiwilligkeit, werden im Vorfeld sorgfältig geprüft und sichergestellt. Die langjährige Praxis seit 2009 in Deutschland und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Schulen und Kommunen zeigen, dass diese Verfahren etabliert und rechtlich abgesichert sind.
Ja, absolut! Anonymität ist das oberste Gebot. Die Befragung erfolgt so, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Es werden keine Namen erfasst. Die Auswertung der Daten erfolgt ausschließlich aggregiert. Das bedeutet, die Antworten vieler Schüler (z.B. einer ganzen Jahrgangsstufe oder aller Jugendlichen einer Stadt) werden zu Gruppenwerten zusammengefasst. In diesen zusammengefassten Ergebnissen sind einzelne Antworten nicht mehr erkennbar oder herausrechenbar. Man sieht also beispielsweise, wie viel Prozent der befragten Jugendlichen einer bestimmten Aussage zustimmen, aber niemals, was eine spezifische Person geantwortet hat. Dies nimmt die Sorge, „ausspioniert“ zu werden, da der Fokus auf dem Gesamtbild liegt, nicht auf dem Individuum. Die Einhaltung aller geltenden Datenschutzgesetze (insbesondere der DSGVO) ist dabei selbstverständlich und wird durch technische und organisatorische Maßnahmen gewährleistet. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgt durch vertrauenswürdige, wissenschaftliche Institutionen wie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die strenge Datenschutzprotokolle befolgen.
Die Teilnahme ist immer doppelt freiwillig. Zuerst werden Sie als Eltern/Erziehungsberechtigte um Ihr schriftliches Einverständnis gebeten. Nur wenn Sie zustimmen, darf Ihr Kind überhaupt zur Teilnahme eingeladen werden. Aber auch dann entscheidet Ihr Kind selbstständig und frei direkt vor Beginn der Befragung, ob es tatsächlich teilnehmen möchte. Es kann die Teilnahme auch dann noch verweigern oder währenddessen einzelne Fragen nicht beantworten, ohne dass daraus Nachteile entstehen (Reder et al., 2024, S. 4). Die Stimme Ihres Kindes ist wertvoll, aber die endgültige Entscheidung zur Teilnahme liegt bei ihm selbst.
Welche Risiko- und Schutzfaktoren die Befragung misst – und warum.
Lesen HintergrundWie aus dem Forschungsansatz von Hawkins und Catalano ein systematisches Präventionsmodell wurde.
Zur Geschichte BeratungSie überlegen, eine CTC-Kinder- und Jugendbefragung in Ihrer Kommune durchzuführen? Wir beraten Sie gerne.
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