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Wissenschaftlicher Hintergrund

Risiko- und Schutzfaktoren – die wissenschaftliche Basis von CTC.

Das Modell der Sozialen Entwicklung von Hawkins und Catalano, das Konzept der Risiko- und Schutzfaktoren und die Matrix problematischer Entwicklungsverläufe – die Basis, auf der Communities That Care seine Methodik aufbaut.

Inhaltsverzeichnis
  1. 01Der theoretische Hintergrund von Communities That Care (CTC)
  2. 02Der theoretische Hintergrund von Communities That Care (CTC)
  3. 03Das Konzept der Risiko- und Schutzfaktoren
  4. 04Das Modell der Sozialen Entwicklung (Social Development Model – SDM)
  5. 05Die Rolle der Partizipation
  6. 06Die Risikofaktorenmatrix: Zusammenhänge auf einen Blick
  7. 07Von der Theorie zur Praxis
  8. 08Informiert bleiben

Der theoretische Hintergrund von Communities That Care (CTC)

Der theoretische Hintergrund von Communities That Care (CTC)

Communities That Care (CTC) ist mehr als nur eine Sammlung von Maßnahmen; es ist ein systematischer, wissenschaftlich fundierter Ansatz, der auf etablierten Theorien der Entwicklungspsychologie und Präventionsforschung basiert. Dieses theoretische Fundament ist entscheidend, um zu verstehen, warum und wie CTC wirkt und warum die aktive Beteiligung der Gemeinschaft dabei eine so zentrale Rolle spielt.

Das Konzept der Risiko- und Schutzfaktoren

Ein zentraler Baustein von CTC ist das Konzept der Risiko- und Schutzfaktoren. Die Forschung zeigt eindeutig, dass bestimmte Bedingungen und Einflüsse im Leben junger Menschen die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Problemverhalten (wie Substanzkonsum, Gewalt, Delinquenz oder Schulabbruch) erhöhen (Risikofaktoren), während andere Faktoren diese Wahrscheinlichkeit verringern und eine positive Entwicklung fördern (Schutzfaktoren).

Diese Faktoren finden sich in allen wichtigen Lebensbereichen:

  • Individuum/Peers: Persönliche Einstellungen (z.B. Risikobereitschaft, Haltung zu Problemverhalten), Umgang mit Freunden, frühe Verhaltensmuster.
  • Familie: Erziehungsstil (z.B. Elterliche Überwachung, klare Regeln), familiärer Zusammenhalt, Konflikte, elterliche Haltung zu Problemverhalten.
  • Schule: Bindung zur Schule, Schulerfolg, Schulklima, Gelegenheiten zur Beteiligung.
  • Kommune/Nachbarschaft: Soziale Bindungen im Umfeld, Verfügbarkeit von Drogen oder Waffen, gemeinschaftliche Normen, Engagementmöglichkeiten.

Das Besondere: Viele dieser Faktoren wirken unspezifisch, das heißt, sie beeinflussen nicht nur ein einzelnes Problemverhalten, sondern eine ganze Bandbreite davon. Ein hoher Risikofaktor (z.B. fehlende Bindung zur Schule) kann das Risiko für mehrere Probleme (z.B. Drogenkonsum und Delinquenz) erhöhen. Umgekehrt kann ein starker Schutzfaktor (z.B. starker familiärer Zusammenhalt) vor verschiedenen Problemen schützen.

CTC nutzt dieses Wissen, indem es Kommunen hilft, die spezifischen Risiko- und Schutzfaktoren durch lokale Daten (insbesondere den CTC-Jugendsurvey) zu identifizieren, die bei ihren Kindern und Jugendlichen besonders ausgeprägt sind. Dies ermöglicht eine passgenaue und ressourceneffiziente Präventionsplanung.

Das Modell der Sozialen Entwicklung (Social Development Model – SDM)

Die entwicklungstheoretische Basis für das Verständnis, wie Risiko- und Schutzfaktoren wirken und wie positive Entwicklung gefördert werden kann, liefert das Modell der Sozialen Entwicklung (entwickelt von Hawkins & Catalano).

Das SDM beschreibt, wie junge Menschen soziale Verhaltensweisen lernen – sowohl prosoziale (erwünschte) als auch problematische. Der Kern des Modells ist die Bindung (Bonding) an soziale Einheiten, die prosoziales Verhalten fördern: Familie, Schule, positive Peer-Gruppen und die Gemeinschaft. Eine starke Bindung fungiert als wichtiger Schutzfaktor.

Eine solche starke Bindung entsteht und wird gefestigt, wenn drei zentrale Bedingungen erfüllt sind:

  • Gelegenheiten: Kinder und Jugendliche benötigen Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung und sinnvollen Teilhabe in Familie, Schule und Gemeinde. Sie müssen die Chance haben, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und positive Beiträge zu leisten.
  • Fähigkeiten: Sie müssen über die notwendigen sozialen, emotionalen und kognitiven Kompetenzen verfügen, um diese Gelegenheiten erfolgreich wahrzunehmen und Herausforderungen zu meistern. Dazu gehören Kommunikationsfähigkeit, Problemlösekompetenz und Selbstregulation.
  • Anerkennung: Ihr Engagement, ihre Bemühungen und ihr prosoziales Verhalten müssen wahrgenommen, positiv rückgemeldet und wertgeschätzt werden. Diese Anerkennung bestärkt sie in ihrem Tun und stärkt die Bindung.

Wenn diese drei Bedingungen gegeben sind, entwickeln junge Menschen eine starke emotionale Bindung an diese prosozialen Einheiten. Diese Bindung führt dazu, dass sie die Werte, Normen und Überzeugungen dieser Gruppen übernehmen. Sie entwickeln gesunde Überzeugungen und klare Standards für ihr eigenes Verhalten.

Das Ergebnis: Junge Menschen mit starken prosozialen Bindungen zeigen mit höherer Wahrscheinlichkeit selbst prosoziales Verhalten, engagieren sich positiv in ihrer Gemeinschaft und sind widerstandsfähiger (resilienter) gegenüber negativen Einflüssen und Problemverhalten. Umgekehrt führt eine schwache Bindung an prosoziale Einheiten und/oder eine starke Bindung an antisoziale Einflüsse (z.B. delinquente Peers) zur Übernahme problematischer Normen und Verhaltensweisen.

Die Rolle der Partizipation

Das Modell der Sozialen Entwicklung macht deutlich, dass Partizipation ein integraler Bestandteil erfolgreicher Prävention und Gesundheitsförderung ist. Echte Teilhabe schafft die notwendigen „Gelegenheiten“ für junge Menschen, sich zu engagieren und Bindungen aufzubauen.

Darüber hinaus ist Partizipation auch auf der Ebene der kommunalen Akteure entscheidend für den Erfolg von CTC. Der gesamte CTC-Prozess ist darauf ausgelegt, die Gemeinschaft zu befähigen (Empowerment):

  • Gemeinsame Analyse: Die lokale CTC-Koalition, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Sektoren und idealerweise auch Bürgerinnen und Bürgern, analysiert gemeinsam die lokalen Daten.
  • Geteilte Entscheidungsfindung: Die Koalition legt gemeinsam Prioritäten fest und entscheidet, welche evidenzbasierten Programme implementiert werden sollen.
  • Lokale Eigenverantwortung: Durch die aktive Beteiligung entsteht ein Gefühl der Eigenverantwortung („Ownership“) für die Präventionsstrategie. Die Maßnahmen werden nicht von außen „verordnet“, sondern von der Gemeinschaft selbst getragen und gestaltet.

Diese partizipative Arbeitsweise ist nicht nur ein Prinzip der Gesundheitsförderung, sondern auch ein nachgewiesener Faktor für die Nachhaltigkeit und Wirksamkeit von kommunalen Präventionsbemühungen. Sie stärkt die „Community Capacity“ – das Leistungsvermögen der Kommune, Gesundheitsförderung erfolgreich umzusetzen.

Die Risikofaktorenmatrix: Zusammenhänge auf einen Blick

Die langjährige Forschung hat die Zusammenhänge zwischen spezifischen Risikofaktoren und verschiedenen Formen von Problemverhalten detailliert untersucht. Die folgende Matrix visualisiert eine Auswahl dieser Erkenntnisse und zeigt auf, welche Risikofaktoren sich in wissenschaftlichen Studien als besonders relevant für bestimmte Problembereiche erwiesen haben.

Von der Theorie zur Praxis

CTC übersetzt diese theoretischen Grundlagen konsequent in die praktische Arbeit vor Ort:

  1. Datengestützte Bedarfsanalyse: Mit dem CTC-Jugendsurvey erheben Kommunen systematisch Daten zu den relevanten Risiko- und Schutzfaktoren bei ihren Schülerinnen und Schülern.
  2. Partizipative Priorisierung: Basierend auf den lokalen Daten identifiziert die kommunale CTC-Koalition in einem gemeinsamen Prozess die dringendsten Handlungsbedarfe – also die am stärksten ausgeprägten Risikofaktoren und die schwächsten Schutzfaktoren.
  3. Gemeinsame Auswahl evidenzbasierter Programme: Mithilfe der „Grünen Liste Prävention“ wählt die Koalition gezielt Programme aus, deren Wirksamkeit bei der Beeinflussung der priorisierten Faktoren wissenschaftlich nachgewiesen ist.
  4. Zielgerichtete Intervention: Die ausgewählten Programme werden implementiert, um Risikofaktoren zu reduzieren, Schutzfaktoren zu stärken und Gelegenheiten für positive Entwicklung und Beteiligung zu schaffen.
  5. Gemeinsame Evaluation: Durch wiederholte Befragungen und die Analyse lokaler Daten wird überprüft, ob die Interventionen die gewünschten Effekte auf die Risiko- und Schutzfaktoren sowie auf das Problemverhalten haben. Der Prozess wird bei Bedarf angepasst.

Indem CTC konsequent auf diesem theoretischen Fundament aufbaut, einen datengesteuerten, evidenzbasierten Prozess verfolgt und Partizipation auf allen Ebenen fördert, maximiert es die Wahrscheinlichkeit, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen nachhaltig und gemeinschaftlich zu fördern.

Informiert bleiben

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Das Modell der sozialen Entwicklung nach Hawkins und Catalano (1996): vier kausal verkettete Stufen – Voraussetzungen, Beteiligung, Bindung und Norm-Internalisierung – die zu gesundem Verhalten von Kindern und Jugendlichen führen.
Hawkins & Catalano · 1996 Abb. 1

Die soziale Entwicklungs­strategie.

Wie drei Voraussetzungen über Bindung und Überzeugungen zu gesundem Verhalten führen – eine kausale Kette in vier Schritten.

Modell erkunden Ausklappen Einklappen
  1. Voraussetzungen

    Drei Dinge, die die Gemeinschaft bereitstellen muss.

    Damit ein junger Mensch eine tragfähige Bindung zu einer Gruppe aufbauen kann, braucht es zuerst diese drei Bedingungen – gemeinsam, nicht einzeln.

    • a
      Gelegenheiten Partizipation und Mitwirkung
    • b
      Kompetenzen Fertigkeiten und Fähigkeiten
    • c
      Anerkennung Wertschätzung und Lob
  2. Bindung

    Zugehörigkeit und Vertrauen entstehen.

    Aus dieser Mischung wächst eine tragfähige Bindung an die Gruppe oder Gemeinschaft – das Kind fühlt sich zugehörig und entwickelt Vertrauen.

  3. Gesunde Überzeugungen

    Bindung plus klare Standards werden zu eigenen Werten.

    Wo die Gruppe, an die sich ein Kind bindet, klare gesunde Standards lebt, übernimmt das Kind diese Standards als innere Haltung und Überzeugung.

  4. Ergebnis

    Gesundes, prosoziales Verhalten.

    Aus den eigenen Werten folgt gesundes, prosoziales und gesundheits­förderliches Handeln – das Ziel des gesamten Prozesses.

Abb. 1 Die soziale Entwicklungsstrategie nach Hawkins & Catalano (1996) – editorialisierte CTC-Visualisierung.
Wissenschaftliche Matrix

Risikofaktoren-Matrix.

Die Matrix zeigt, welche Risikofaktoren laut mindestens zwei wissenschaftlichen Längsschnittstudien mit den fünf Problem­verhaltens­weisen Jugendlicher in Zusammenhang stehen. Klicken Sie auf das i-Zeichen direkt neben einem Faktor, um die ausführliche Erläuterung zu öffnen – ohne den Überblick zu verlieren.

Faktoren
19
Bereiche
4
Verhalten
5
Zusammenhang belegt kein nachgewiesener Zusammenhang
Risikofaktoren für Problemverhalten von Jugendlichen, gegliedert nach Lebensbereichen (Familie, Schule, Kinder und Jugendliche, Nachbarschaft) und ihrer Wirkung auf fünf Problemverhaltensweisen.
Risikofaktor Gewalt Delinquenz Alkohol und Drogenmissbrauch Schul­abbruch Depression & Angst
FAMILIE 4 Faktoren
Geschichte des Problemverhaltens in der Familie
Wenn Kinder in einer Familie aufwachsen, in der ein Elternteil oder ein Geschwisterteil alkohol- oder drogenabhängig ist oder war, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch sie später Alkohol- oder Drogenprobleme bekommen. Wenn Kinder in einer Familie mit krimineller Vergangenheit geboren werden und aufwachsen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie selbst kriminelles Verhalten entwickeln.
Probleme mit dem Familienmanagement
Der Risikofaktor Probleme mit dem Familienmanagement schließt ein, dass Eltern kein klares Bild von dem Verhalten haben, das sie sich von ihren Kindern wünschen, dass Eltern ihre Kinder ungenügend beaufsichtigen und betreuen (nicht wissen, wo ihre Kinder sind und mit wem).
Konflikte in der Familie
Ständige und große Konflikte zwischen den Eltern untereinander oder zwischen den Eltern und ihren Kindern erhöhen das Risiko von Problemen für die Kinder. So erhöht die Erfahrung von häuslicher Gewalt bei Kindern die Wahrscheinlichkeit, dass diese zukünftig selber gewalttätiges Verhalten entwickeln können.
Zustimmende Haltungen der Eltern zu Problemverhalten
Die Einstellung und das Verhalten von Eltern in Bezug auf Drogen, Kriminalität und Gewalt beeinflussen die Einstellung und das Verhalten ihrer Kinder. Kinder von Eltern, die Gesetzesübertretungen gutheißen oder verharmlosen, sind stärker gefährdet Probleme mit Jugendkriminalität zu bekommen.
SCHULE 3 Faktoren
Frühes und anhaltendes unsoziales Verhalten
Vor allem Kinder zwischen 5 und 8 Jahren, die sich in der Schule aggressiv verhalten oder Probleme haben, ihre Impulse unter Kontrolle zu halten, sind später stärker gefährdet, Drogen zu konsumieren und kriminell oder gewalttätig zu werden.
Lernrückstände beginnend in der Grundschule
Schlechte Schulleistungen ab den letzten Jahren der Grundschule weisen auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Problemverhaltens hin. Kinder können aus verschiedenen Gründen schlechte Leistungen erbringen, aber ungeachtet der Ursache ist die Erfahrung des Versagens bestimmend für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Problemverhaltens.
Fehlende Bindung zur Schule
Fehlende Bindung zur Schule bedeutet, dass die Schule keinen zentralen Stellenwert im Leben eines Kindes mehr einnimmt. Jugendliche, die diesen Bezugspunkt verloren haben, sind stärker gefährdet, ein Problemverhalten zu entwickeln.
KINDER UND JUGENDLICHE 5 Faktoren
Entfremdung und Auflehnung
Jugendliche, die nicht das Gefühl haben, ein Teil der Gesellschaft zu sein, sich nicht an gängige Regeln halten, nicht versuchen, verantwortungsvoll und erfolgreich zu sein oder die eine aktiv auflehnende Haltung gegenüber der Gesellschaft einnehmen, sind stärker gefährdet die Problemverhaltensweisen Drogenkonsum, Kriminalität und Schulabbruch zu entwickeln.
Umgang mit Freunden, die Problemverhalten zeigen
Jugendliche, die Umgang mit Altersgenossen pflegen, die ein Problemverhalten zeigen, sind stärker gefährdet, dieselben Probleme zu entwickeln. Dies ist einer der konstantesten in Studien nachgewiesenen Risikofaktoren.
Haltungen, die Problemverhalten fördern
In der Grundschule sind Kinder oft gegen Drogen und Kriminalität und können sie sich nicht gut vorstellen, warum Menschen Drogen konsumieren, straffällig werden oder die Schule abbrechen. Mit den Jahren kann sich ihre Einstellung ändern.
Früher Beginn des Problemverhaltens
Je früher Jugendliche das Interesse an der Schule verlieren, Drogen konsumieren, Straftaten begehen und sexuell aktiv werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie später Probleme mit diesem Verhalten bekommen.
Anlagebedingte Faktoren
Angeborene Abweichungen sind Faktoren, die einen biologischen oder physiologischen Ursprung haben. Diese Faktoren kommen häufig bei Jugendlichen vor, die Sensationen suchen, Gefahren nicht aus dem Weg gehen und ihre Impulse schlecht unter Kontrolle halten können.
NACHBARSCHAFT / GEBIET 7 Faktoren
Verfügbarkeit von Drogen
Je mehr Drogen und Alkohol innerhalb eines Gebiets verfügbar sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Gebiet Drogen konsumiert werden. Wenn bekannt ist, dass Drogen erhältlich sind, ist dies auch ein Risikofaktor.
Verfügbarkeit von Waffen
Die bundesdeutsche Gesetzgebung reguliert den Besitz von Schusswaffen im Vergleich zu den USA stark. Deshalb sind der Besitz und die Verfügbarkeit von Schusswaffen in Deutschland deutlich geringer. In Deutschland geht es bei diesem Risikofaktor deshalb vor allem um den Besitz und das Tragen von Waffen wie Messern.
Normen, die Problemverhalten fördern
Über Normen innerhalb eines Gebiets, bestehende Haltungen und Politik gegenüber Drogen, Gewalt und Kriminalität wird sehr unterschiedlich kommuniziert: durch Gesetze und Veröffentlichungen, durch informelle soziale Interaktion und durch eine Erwartungshaltung, die Eltern und andere Bewohner eines Gebiets gegenüber Jugendlichen einnehmen.
Gewalt in den Medien
Die Wirkung von Gewalt in den Medien auf das Verhalten der (vor allem jungen) Zuschauer ist schon seit langem Gegenstand von Diskussionen. Es gibt Hinweise darauf, dass Gewalt in den Medien einen Einfluss auf die Akzeptanz und Verwendung von Gewalt haben kann.
Fluktuation und Mobilität/ Häufiges Umziehen
Bewohner von Gebieten, die ein hohes Maß an Fluktuation und Mobilität aufweisen, sind stärker gefährdet, Drogen- oder Kriminalitätsprobleme zu entwickeln. Je mehr Menschen innerhalb eines Gebiets umziehen, desto größer ist statistisch die Kriminalitäts- und Drogenrate.
Wenig Bindung in der Nachbarschaft und Desorganisation in einem Gebiet
Gebiete, deren Bewohner sich ihrer Nachbarschaft nicht verbunden fühlen, die hohe Raten an Vandalismus aufweisen und wo öffentliche Orte wenig überwacht werden, haben oft mehr Probleme mit Drogen, Drogenhandel, Kriminalität und Gewalt.
Hochgradige soziale und räumliche Ausgrenzung
Kinder, die in Gebieten aufwachsen, in denen Armut, schlechte Lebensbedingungen und hohe Arbeitslosigkeit herrschen, sind in ihrer Pubertät und im späteren Erwachsenenalter stärker gefährdet, Probleme zu entwickeln.

Quelle: SAMHSA / NIZW · Der Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Problemverhalten bei Jugendlichen (2008). Jeder Haken bedeutet, dass mindestens zwei wissenschaftliche Längsschnittstudien den Zusammenhang bestätigen.

Alle 19 Erläuterungen als Fließtext anzeigen

Eine lineare Fassung aller Risikofaktoren, gedacht für das Ausdrucken, die Vorlese-Nutzung durch Screenreader und das lineare Lesen ohne Popovers.

  1. FAMILIE

    Geschichte des Problemverhaltens in der Familie

    Wenn Kinder in einer Familie aufwachsen, in der ein Elternteil oder ein Geschwisterteil alkohol- oder drogenabhängig ist oder war, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch sie später Alkohol- oder Drogenprobleme bekommen. Wenn Kinder in einer Familie mit krimineller Vergangenheit geboren werden und aufwachsen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie selbst kriminelles Verhalten entwickeln.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch · Depressionen und Ängste

  2. FAMILIE

    Probleme mit dem Familienmanagement

    Der Risikofaktor Probleme mit dem Familienmanagement schließt ein, dass Eltern kein klares Bild von dem Verhalten haben, das sie sich von ihren Kindern wünschen, dass Eltern ihre Kinder ungenügend beaufsichtigen und betreuen (nicht wissen, wo ihre Kinder sind und mit wem).

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch · Depressionen und Ängste

  3. FAMILIE

    Konflikte in der Familie

    Ständige und große Konflikte zwischen den Eltern untereinander oder zwischen den Eltern und ihren Kindern erhöhen das Risiko von Problemen für die Kinder. So erhöht die Erfahrung von häuslicher Gewalt bei Kindern die Wahrscheinlichkeit, dass diese zukünftig selber gewalttätiges Verhalten entwickeln können.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch · Depressionen und Ängste

  4. FAMILIE

    Zustimmende Haltungen der Eltern zu Problemverhalten

    Die Einstellung und das Verhalten von Eltern in Bezug auf Drogen, Kriminalität und Gewalt beeinflussen die Einstellung und das Verhalten ihrer Kinder. Kinder von Eltern, die Gesetzesübertretungen gutheißen oder verharmlosen, sind stärker gefährdet Probleme mit Jugendkriminalität zu bekommen.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch

  5. SCHULE

    Frühes und anhaltendes unsoziales Verhalten

    Vor allem Kinder zwischen 5 und 8 Jahren, die sich in der Schule aggressiv verhalten oder Probleme haben, ihre Impulse unter Kontrolle zu halten, sind später stärker gefährdet, Drogen zu konsumieren und kriminell oder gewalttätig zu werden.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch · Depressionen und Ängste

  6. SCHULE

    Lernrückstände beginnend in der Grundschule

    Schlechte Schulleistungen ab den letzten Jahren der Grundschule weisen auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Problemverhaltens hin. Kinder können aus verschiedenen Gründen schlechte Leistungen erbringen, aber ungeachtet der Ursache ist die Erfahrung des Versagens bestimmend für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Problemverhaltens.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch · Depressionen und Ängste

  7. SCHULE

    Fehlende Bindung zur Schule

    Fehlende Bindung zur Schule bedeutet, dass die Schule keinen zentralen Stellenwert im Leben eines Kindes mehr einnimmt. Jugendliche, die diesen Bezugspunkt verloren haben, sind stärker gefährdet, ein Problemverhalten zu entwickeln.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch

  8. KINDER UND JUGENDLICHE

    Entfremdung und Auflehnung

    Jugendliche, die nicht das Gefühl haben, ein Teil der Gesellschaft zu sein, sich nicht an gängige Regeln halten, nicht versuchen, verantwortungsvoll und erfolgreich zu sein oder die eine aktiv auflehnende Haltung gegenüber der Gesellschaft einnehmen, sind stärker gefährdet die Problemverhaltensweisen Drogenkonsum, Kriminalität und Schulabbruch zu entwickeln.

    Wirkt auf: Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch

  9. KINDER UND JUGENDLICHE

    Umgang mit Freunden, die Problemverhalten zeigen

    Jugendliche, die Umgang mit Altersgenossen pflegen, die ein Problemverhalten zeigen, sind stärker gefährdet, dieselben Probleme zu entwickeln. Dies ist einer der konstantesten in Studien nachgewiesenen Risikofaktoren.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch

  10. KINDER UND JUGENDLICHE

    Haltungen, die Problemverhalten fördern

    In der Grundschule sind Kinder oft gegen Drogen und Kriminalität und können sie sich nicht gut vorstellen, warum Menschen Drogen konsumieren, straffällig werden oder die Schule abbrechen. Mit den Jahren kann sich ihre Einstellung ändern.

    Wirkt auf: Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch

  11. KINDER UND JUGENDLICHE

    Früher Beginn des Problemverhaltens

    Je früher Jugendliche das Interesse an der Schule verlieren, Drogen konsumieren, Straftaten begehen und sexuell aktiv werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie später Probleme mit diesem Verhalten bekommen.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch

  12. KINDER UND JUGENDLICHE

    Anlagebedingte Faktoren

    Angeborene Abweichungen sind Faktoren, die einen biologischen oder physiologischen Ursprung haben. Diese Faktoren kommen häufig bei Jugendlichen vor, die Sensationen suchen, Gefahren nicht aus dem Weg gehen und ihre Impulse schlecht unter Kontrolle halten können.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Depressionen und Ängste

  13. NACHBARSCHAFT / GEBIET

    Verfügbarkeit von Drogen

    Je mehr Drogen und Alkohol innerhalb eines Gebiets verfügbar sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Gebiet Drogen konsumiert werden. Wenn bekannt ist, dass Drogen erhältlich sind, ist dies auch ein Risikofaktor.

    Wirkt auf: Gewalt · Alkohol und Drogenmissbrauch

  14. NACHBARSCHAFT / GEBIET

    Verfügbarkeit von Waffen

    Die bundesdeutsche Gesetzgebung reguliert den Besitz von Schusswaffen im Vergleich zu den USA stark. Deshalb sind der Besitz und die Verfügbarkeit von Schusswaffen in Deutschland deutlich geringer. In Deutschland geht es bei diesem Risikofaktor deshalb vor allem um den Besitz und das Tragen von Waffen wie Messern.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz

  15. NACHBARSCHAFT / GEBIET

    Normen, die Problemverhalten fördern

    Über Normen innerhalb eines Gebiets, bestehende Haltungen und Politik gegenüber Drogen, Gewalt und Kriminalität wird sehr unterschiedlich kommuniziert: durch Gesetze und Veröffentlichungen, durch informelle soziale Interaktion und durch eine Erwartungshaltung, die Eltern und andere Bewohner eines Gebiets gegenüber Jugendlichen einnehmen.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch

  16. NACHBARSCHAFT / GEBIET

    Gewalt in den Medien

    Die Wirkung von Gewalt in den Medien auf das Verhalten der (vor allem jungen) Zuschauer ist schon seit langem Gegenstand von Diskussionen. Es gibt Hinweise darauf, dass Gewalt in den Medien einen Einfluss auf die Akzeptanz und Verwendung von Gewalt haben kann.

    Wirkt auf: Gewalt

  17. NACHBARSCHAFT / GEBIET

    Fluktuation und Mobilität/ Häufiges Umziehen

    Bewohner von Gebieten, die ein hohes Maß an Fluktuation und Mobilität aufweisen, sind stärker gefährdet, Drogen- oder Kriminalitätsprobleme zu entwickeln. Je mehr Menschen innerhalb eines Gebiets umziehen, desto größer ist statistisch die Kriminalitäts- und Drogenrate.

    Wirkt auf: Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch · Depressionen und Ängste

  18. NACHBARSCHAFT / GEBIET

    Wenig Bindung in der Nachbarschaft und Desorganisation in einem Gebiet

    Gebiete, deren Bewohner sich ihrer Nachbarschaft nicht verbunden fühlen, die hohe Raten an Vandalismus aufweisen und wo öffentliche Orte wenig überwacht werden, haben oft mehr Probleme mit Drogen, Drogenhandel, Kriminalität und Gewalt.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch

  19. NACHBARSCHAFT / GEBIET

    Hochgradige soziale und räumliche Ausgrenzung

    Kinder, die in Gebieten aufwachsen, in denen Armut, schlechte Lebensbedingungen und hohe Arbeitslosigkeit herrschen, sind in ihrer Pubertät und im späteren Erwachsenenalter stärker gefährdet, Probleme zu entwickeln.

    Wirkt auf: Gewalt · Delinquenz · Alkohol und Drogenmissbrauch · Schulabbruch

FAMILIE

Geschichte des Problemverhaltens in der Familie

Wenn Kinder in einer Familie aufwachsen, in der ein Elternteil oder ein Geschwisterteil alkohol- oder drogenabhängig ist oder war, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch sie später Alkohol- oder Drogenprobleme bekommen. Wenn Kinder in einer Familie mit krimineller Vergangenheit geboren werden und aufwachsen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie selbst kriminelles Verhalten entwickeln.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
FAMILIE

Probleme mit dem Familienmanagement

Der Risikofaktor Probleme mit dem Familienmanagement schließt ein, dass Eltern kein klares Bild von dem Verhalten haben, das sie sich von ihren Kindern wünschen, dass Eltern ihre Kinder ungenügend beaufsichtigen und betreuen (nicht wissen, wo ihre Kinder sind und mit wem).

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
FAMILIE

Konflikte in der Familie

Ständige und große Konflikte zwischen den Eltern untereinander oder zwischen den Eltern und ihren Kindern erhöhen das Risiko von Problemen für die Kinder. So erhöht die Erfahrung von häuslicher Gewalt bei Kindern die Wahrscheinlichkeit, dass diese zukünftig selber gewalttätiges Verhalten entwickeln können.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
FAMILIE

Zustimmende Haltungen der Eltern zu Problemverhalten

Die Einstellung und das Verhalten von Eltern in Bezug auf Drogen, Kriminalität und Gewalt beeinflussen die Einstellung und das Verhalten ihrer Kinder. Kinder von Eltern, die Gesetzesübertretungen gutheißen oder verharmlosen, sind stärker gefährdet Probleme mit Jugendkriminalität zu bekommen.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
SCHULE

Frühes und anhaltendes unsoziales Verhalten

Vor allem Kinder zwischen 5 und 8 Jahren, die sich in der Schule aggressiv verhalten oder Probleme haben, ihre Impulse unter Kontrolle zu halten, sind später stärker gefährdet, Drogen zu konsumieren und kriminell oder gewalttätig zu werden.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
SCHULE

Lernrückstände beginnend in der Grundschule

Schlechte Schulleistungen ab den letzten Jahren der Grundschule weisen auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Problemverhaltens hin. Kinder können aus verschiedenen Gründen schlechte Leistungen erbringen, aber ungeachtet der Ursache ist die Erfahrung des Versagens bestimmend für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Problemverhaltens.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
SCHULE

Fehlende Bindung zur Schule

Fehlende Bindung zur Schule bedeutet, dass die Schule keinen zentralen Stellenwert im Leben eines Kindes mehr einnimmt. Jugendliche, die diesen Bezugspunkt verloren haben, sind stärker gefährdet, ein Problemverhalten zu entwickeln.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
KINDER UND JUGENDLICHE

Entfremdung und Auflehnung

Jugendliche, die nicht das Gefühl haben, ein Teil der Gesellschaft zu sein, sich nicht an gängige Regeln halten, nicht versuchen, verantwortungsvoll und erfolgreich zu sein oder die eine aktiv auflehnende Haltung gegenüber der Gesellschaft einnehmen, sind stärker gefährdet die Problemverhaltensweisen Drogenkonsum, Kriminalität und Schulabbruch zu entwickeln.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
KINDER UND JUGENDLICHE

Umgang mit Freunden, die Problemverhalten zeigen

Jugendliche, die Umgang mit Altersgenossen pflegen, die ein Problemverhalten zeigen, sind stärker gefährdet, dieselben Probleme zu entwickeln. Dies ist einer der konstantesten in Studien nachgewiesenen Risikofaktoren.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
KINDER UND JUGENDLICHE

Haltungen, die Problemverhalten fördern

In der Grundschule sind Kinder oft gegen Drogen und Kriminalität und können sie sich nicht gut vorstellen, warum Menschen Drogen konsumieren, straffällig werden oder die Schule abbrechen. Mit den Jahren kann sich ihre Einstellung ändern.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
KINDER UND JUGENDLICHE

Früher Beginn des Problemverhaltens

Je früher Jugendliche das Interesse an der Schule verlieren, Drogen konsumieren, Straftaten begehen und sexuell aktiv werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie später Probleme mit diesem Verhalten bekommen.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
KINDER UND JUGENDLICHE

Anlagebedingte Faktoren

Angeborene Abweichungen sind Faktoren, die einen biologischen oder physiologischen Ursprung haben. Diese Faktoren kommen häufig bei Jugendlichen vor, die Sensationen suchen, Gefahren nicht aus dem Weg gehen und ihre Impulse schlecht unter Kontrolle halten können.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
NACHBARSCHAFT / GEBIET

Verfügbarkeit von Drogen

Je mehr Drogen und Alkohol innerhalb eines Gebiets verfügbar sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Gebiet Drogen konsumiert werden. Wenn bekannt ist, dass Drogen erhältlich sind, ist dies auch ein Risikofaktor.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
NACHBARSCHAFT / GEBIET

Verfügbarkeit von Waffen

Die bundesdeutsche Gesetzgebung reguliert den Besitz von Schusswaffen im Vergleich zu den USA stark. Deshalb sind der Besitz und die Verfügbarkeit von Schusswaffen in Deutschland deutlich geringer. In Deutschland geht es bei diesem Risikofaktor deshalb vor allem um den Besitz und das Tragen von Waffen wie Messern.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
NACHBARSCHAFT / GEBIET

Normen, die Problemverhalten fördern

Über Normen innerhalb eines Gebiets, bestehende Haltungen und Politik gegenüber Drogen, Gewalt und Kriminalität wird sehr unterschiedlich kommuniziert: durch Gesetze und Veröffentlichungen, durch informelle soziale Interaktion und durch eine Erwartungshaltung, die Eltern und andere Bewohner eines Gebiets gegenüber Jugendlichen einnehmen.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
NACHBARSCHAFT / GEBIET

Gewalt in den Medien

Die Wirkung von Gewalt in den Medien auf das Verhalten der (vor allem jungen) Zuschauer ist schon seit langem Gegenstand von Diskussionen. Es gibt Hinweise darauf, dass Gewalt in den Medien einen Einfluss auf die Akzeptanz und Verwendung von Gewalt haben kann.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
NACHBARSCHAFT / GEBIET

Fluktuation und Mobilität/ Häufiges Umziehen

Bewohner von Gebieten, die ein hohes Maß an Fluktuation und Mobilität aufweisen, sind stärker gefährdet, Drogen- oder Kriminalitätsprobleme zu entwickeln. Je mehr Menschen innerhalb eines Gebiets umziehen, desto größer ist statistisch die Kriminalitäts- und Drogenrate.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
NACHBARSCHAFT / GEBIET

Wenig Bindung in der Nachbarschaft und Desorganisation in einem Gebiet

Gebiete, deren Bewohner sich ihrer Nachbarschaft nicht verbunden fühlen, die hohe Raten an Vandalismus aufweisen und wo öffentliche Orte wenig überwacht werden, haben oft mehr Probleme mit Drogen, Drogenhandel, Kriminalität und Gewalt.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste
NACHBARSCHAFT / GEBIET

Hochgradige soziale und räumliche Ausgrenzung

Kinder, die in Gebieten aufwachsen, in denen Armut, schlechte Lebensbedingungen und hohe Arbeitslosigkeit herrschen, sind in ihrer Pubertät und im späteren Erwachsenenalter stärker gefährdet, Probleme zu entwickeln.

Wirkt auf

  • Gewalt
  • Delinquenz
  • Alkohol und Drogenmissbrauch
  • Schulabbruch
  • Depressionen und Ängste