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Konferenzbeitrag · 2022 · Deutsch

Systemveränderung als Outcome kommunaler Gesundheitsförderung – Eine Validierungsstudie

Birgel, V., Röding, D., Groeger-Roth, F., Decker, L., & Walter, U.

Zusammenfassung

Effekte kommunaler Gesundheitsförderung lassen sich auf Zielgruppenebene erst nach langer Latenzzeit nachweisen, auf Systemebene jedoch laut internationalen Studien bereits in den ersten Jahren. Für Deutschland fehlten validierte Instrumente. Der Beitrag stellt Ergebnisse zur Konstrukt- und Kriteriumsvalidität verschiedener Maße für Systemveränderungen vor: Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention, Zusammenarbeit in der Prävention, intersektorale Kooperation, Rückhalt für Prävention und finanzielle Unterstützung. Im Rahmen der CTC-EFF-Studie wurde das Community Key Informant Interview (CKI) ins Deutsche übersetzt, angepasst und kognitiv getestet; 2021 wurden 209 Schlüsselpersonen aus 42 Kommunen befragt. Geprüft wurden Konstruktvalidität (konfirmatorische Faktorenanalysen) und Varianzaufklärung zwischen Kommunen (hierarchische lineare Modelle). Cronbachs Alpha lag u. a. bei .869 (Präventionszusammenarbeit) und .899 (intersektorale Kooperation). Im Mittel werden 8,66 % der Varianz über Unterschiede zwischen Kommunen aufgeklärt (Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention 19,43 %). Die Maße korrelieren teils miteinander; Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention korreliert positiv mit intersektoraler Kooperation (r=.606, p=.004).

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