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Konferenzbeitrag · 2022 · Deutsch

Datenbank Grüne Liste Prävention – Was steckt drin? Systematische Charakterisierung der Programme in der Grünen Liste Prävention

Brender, R., Bremer, K., Groeger-Roth, F., & Walter, U.

Zusammenfassung

Die Datenbank Grüne Liste Prävention (seit 2011, Initiative des Landespräventionsrates Niedersachsen mit der Medizinischen Hochschule Hannover) ermöglicht eine effiziente Suche nach bundesweit verfügbaren, evaluierten Präventionsprogrammen für Kinder, Jugendliche und Familien mit Schwerpunkt psychosoziale Gesundheit; die Programme sind in drei Evidenzgrade eingestuft. Der Beitrag stellt die Weiterentwicklung der Verschlagwortung vor. In einem iterativen Verfahren wurden induktiv und deduktiv 16 Ober- und 33 Unterkategorien mit 217 Merkmalsausprägungen abgeleitet; die Erfassung erfolgte durch eine Person, kontrolliert durch eine zweite. Gelistet sind 98 Programme (Stand März 2022): 30 mit Evidenzgrad 1, 36 mit Grad 2, 30 mit Grad 3. Überwiegend stammen sie aus den Feldern Sucht (n=44) und Gewalt inkl. Mobbing (n=62); charakteristisch sind Sozial- und Lebenskompetenzprogramme (n=57), während Ernährung (n=3) und Bewegung (n=2) kaum vertreten sind. Meist handelt es sich um verhaltenspräventive Programme (n=91) in den Settings Familie (n=40), Kita (n=23) und Schule (n=60). Fazit: Die neue Verschlagwortung verbessert die Auffindbarkeit; die Datenbank kann künftig um Ernährung, Bewegung und Verhältnisprävention erweitert werden.

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