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Konferenzbeitrag · 2024 · Deutsch

Effekte von Communities That Care auf kommunale Präventionsstrukturen – Ergebnisse der quasi-experimentellen CTC-EFF-Studie

Röding, D., Decker, L., & von Holt, I.

Zusammenfassung

Hintergrund: Communities That Care (CTC) ist eine weltweit verbreitete Rahmenstrategie für kommunale Prävention und Gesundheitsförderung bei Jugendlichen mit fünf Kernelementen (Netzwerkaufbau, Schulung, lokale Datenerhebung zu Risikofaktoren, Auswahl evidenzbasierter Maßnahmen, qualitätsgesicherte Umsetzung). Forschung aus den USA und Australien (Community Youth Development Study) zeigt, dass rund 95 % der Effekte von CTC auf jugendliches Problemverhalten darüber zustande kommen, dass CTC die Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventions- und Gesundheitsförderungsansatzes durch die Kommunen befördert. Diese Studie untersucht erstmals in Deutschland die Effekte von CTC auf kommunale Präventionsstrukturen. Methode: Die quasi-experimentelle CTC-EFF-Studie untersuchte 21 Interventions- und Vergleichskommunen in vier Bundesländern (2020–2023). Daten von 79 kommunalen Schlüsselpersonen wurden zu Baseline (2021) und Follow-up (2023) erhoben. Primäres Outcome war die Übernahme evidenzbasierter Präventionsansätze (21-Item-Index); sekundäre Outcomes waren intersektorale Kooperation, Qualität der Zusammenarbeit, kommunale Unterstützung und Budgetallokation für Prävention. Ergebnisse: Beim primären Endpunkt zeigte sich zum Follow-up ein signifikanter Vorteil der Interventionskommunen (30 % vs. 10 %; p=,034); die sekundären Outcomes verbesserten sich deskriptiv, jedoch nicht statistisch signifikant. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse sprechen insgesamt für die Wirksamkeit von CTC im deutschen Kontext, sollten aber angesichts pandemiebedingter Einschränkungen und reduzierter Stichproben zurückhaltend interpretiert werden.

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