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Konferenzbeitrag · 2024 · Deutsch

Implementation des kommunalen Präventionssystems Communities That Care: Eine Analyse von Gelingensbedingungen

Ünlü, S., von Holt, I., & Röding, D.

Zusammenfassung

Hintergrund: Communities That Care (CTC) ist eine weltweit genutzte, bedarfsorientierte Rahmenstrategie zur Planung und Steuerung kommunaler Prävention und Gesundheitsförderung mit dem Ziel, Problemverhalten Heranwachsender vorzubeugen oder zu reduzieren. Während die Wirksamkeit in den USA und Australien belegt ist, wird sie nun erstmals in Deutschland untersucht. Die Implementation dauert 24 bis 30 Monate und erfolgt in fünf Phasen (Aufbau lokaler Netzwerke; Schulung und technische Unterstützung; kommunales Profil mit Risiko- und Schutzfaktoren; bedarfsorientierter Aktionsplan mit evidenzbasierten Programmen; Umsetzung und Evaluation). Der Beitrag zeigt den Stand der Implementation und deren Gelingensbedingungen zum Studienende. Methode: Die BMBF-geförderte CTC-EFF-Studie (2020–2023) ist eine nicht-randomisierte, cluster-kontrollierte konzeptuelle Replikationsstudie mit 21 CTC- und 21 Vergleichskommunen aus vier Bundesländern. Zwischen Dezember 2023 und März 2024 nahmen 13 lokale Koordinierende am Milestone-and-Benchmark-Tool und 30 Mitglieder aus sieben Gebietsteams am Coalition-Board-Interview (zehn Gelingensbedingungen) teil; die Analyse erfolgte deskriptiv. Ergebnisse: Der durchschnittliche Implementationsgrad abgeschlossener Phasen variiert zwischen 56 % und 80 % (Gesamtdurchschnitt 64 %). Alle Gebietsteams wiesen zu geringe Fachkenntnisse auf, fünf zu geringen Einfluss in der kommunalen Prävention und zu hohe Implementationshürden; weitere Defizite betrafen Diversität, Fluktuation, Zusammenhalt, Effizienz und Konflikte. Schlussfolgerung: Pandemiebedingt verlief die Implementation verlangsamt. Empfohlen wird, vielfältige Akteure einzubinden und das Fachkenntnisangebot für Teammitglieder zu verbessern.

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