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Konferenzbeitrag · 2022 · Deutsch

Communities That Care – Ein Ansatz zur Translation präventionswissenschaftlicher Grundlagen in die Praxis kommunaler Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche

Walter, U., Groeger-Roth, F., & Röding, D.

Zusammenfassung

Für die Primärprävention und Gesundheitsförderung (PGF) liegen umfassende Verfahren der Qualitätssicherung vor, doch wird in Deutschland keines flächendeckend eingesetzt – Handlungsbedarf besteht besonders im Setting Kommune. Auf Basis selektiver Literaturrecherche stellt der Beitrag einen international verbreiteten Ansatz vor, der in Deutschland bislang fast ausschließlich von der Kriminalprävention rezipiert wird. Communities That Care (CTC) wurde in den 1990er-Jahren in den USA zur kommunalen Prävention jugendlichen Problemverhaltens (Substanzkonsum, Gewalt, Delinquenz) entwickelt; „Community“ meint dabei Kleinstadt oder Stadtteil. Der Ansatz verläuft in fünf Phasen: Phase 1 fördert Community Readiness und Team Functioning, Phase 2 erhebt epidemiologische Daten, Phase 3 priorisiert Risiko-/Schutzfaktoren und Lücken, Phase 4 wählt evidenzbasierte Maßnahmen und einen Aktionsplan, Phase 5 setzt diesen um und evaluiert ihn; der Zyklus wird zweijährlich wiederholt. Studien aus den USA und Australien belegen die Effektivität; die Effekte werden zu 96 % über die Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention mediiert. Fazit: CTC hat sich als Ansatz zur Qualitätsentwicklung bewährt und sollte auf weitere Altersgruppen und Handlungsfelder (z. B. Ernährung, Bewegung) ausgeweitet werden.

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