Communities That Care ist eine Abfolge, kein Programm. Fünf Phasen führen eine Kommune vom ersten Gespräch zu einem schriftlichen Aktionsplan und weiter zu messbaren Ergebnissen. Jede Phase hat festgelegte Rollen, konkrete Aufgaben und Meilensteine, die sagen, wann sie abgeschlossen ist. Diese Seite beschreibt die Arbeit so, wie sie tatsächlich geleistet wird.
Phasen in fester Reihenfolge
5
Monate bis zum beschlossenen Aktionsplan
12–18
Jahre bis zur nächsten Befragung
2
Fünf Phasen, ein KreislaufPhase 1 · Bereitschaft klärenPhase 2 · OrganisierenPhase 3 · Gebietsprofil erstellenPhase 4 · Aktionsplan erstellenPhase 5 · Umsetzen und auswerten
Wie lange die Phasen dauern.
Phase 3 ist die längste, Phase 5 endet nicht, und die Befragung führt alle zwei Jahre dorthin zurück. Die Rauten zeigen, wo die Schlüsselpersonen gefragt sind.
Zeitleiste des Zyklus: Dauer der fünf Phasen, Entscheidungspunkte der Schlüsselpersonen und die Rückschleife zur nächsten Befragung
Leiste seitlich verschiebbar.
Die fünf Phasen: Dauer und Entscheidungspunkte der Schlüsselpersonen
Phase
Dauer
Schlüsselpersonen gefragt
Phase 1: Bereitschaft klären
2 bis 4 Monate
Zusage (Schritt 4)
Phase 2: Organisieren
2 bis 3 Monate
nein
Phase 3: Gebietsprofil erstellen
4 bis 6 Monate
Prioritäten (Schritt 4)
Phase 4: Aktionsplan erstellen
3 bis 4 Monate
Plan (Schritt 5)
Phase 5: Umsetzen und auswerten
ohne festes Ende
Jahresbericht (Schritt 5)
12–18 Monate bis zum beschlossenen Aktionsplan. Nach Phase 5 führt die Jugendbefragung alle 2 Jahre zurück zu Phase 3; der Zyklus schließt sich.
Rollen
Wer die Arbeit macht.
CTC trennt zwei Dinge, die Kommunen oft vermischen: die Menschen, die entscheiden und bezahlen können, und die Menschen, die analysieren und planen. Beide Gruppen treffen sich an festgelegten Punkten, und eine Person hält den Prozess zwischen ihnen in Gang.
Wer ist im Raum
Fünf Rollen, fünf Phasen: wer führt, wer beteiligt ist, wer nicht dabei ist.
Wer ist im Raum: die fünf Rollen und ihre Beteiligung in den fünf Phasen. Gefüllter Punkt: die Rolle führt. Ring: beteiligt. Kleiner Punkt: nicht dabei.
Bürgermeisterin oder Bürgermeister beziehungsweise Landrätin oder Landrat, die Leitungen von Schulen, Jugendamt, Polizei, Gesundheitswesen und den großen Wohlfahrtsverbänden sowie die Menschen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie nehmen nicht an jeder Sitzung teil. Sie verpflichten sich zu Beginn öffentlich, erhalten das Gebietsprofil und den Aktionsplan, billigen die Prioritäten und öffnen Türen und Fördertöpfe. Ohne ihre formelle Zusage übersteht ein Prozess selten sein zweites Jahr.
Das GebietsteamBeschreibung
Eine Koalition von zwanzig bis vierzig Personen aus allen Bereichen, die mit Kindern und Familien zu tun haben: Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitswesen, Polizei, Sport und Kultur, Religionsgemeinschaften, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wo bereits ein geeignetes Bündnis besteht, übernimmt es die Rolle, statt dass ein neues Gremium gegründet wird. Dem Gebietsteam gehören die Daten; es setzt die Prioritäten und schreibt den Plan.
Das Gebietsteam, Phase 1: nicht dabei
Die CTC-KoordinationBeschreibung
Eine Person mit mindestens einer halben Stelle, angestellt bei einer Trägerorganisation in der Kommune. Die Koordination bereitet die Sitzungen des Gebietsteams vor, leitet die Arbeitsgruppen, organisiert die Befragung mit den Schulen, hält Zeitplan und Dokumentation aktuell und ist die Ansprechperson für die Transferstelle. In der Praxis ist diese Stelle das verlässlichste einzelne Anzeichen dafür, ob ein Prozess bis zum Ende geführt wird.
ArbeitsgruppenBeschreibung
Kleine Gruppen aus Mitgliedern des Gebietsteams mit einer festgelegten Aufgabe und einer Frist: Eine wertet die Daten aus und bereitet die Prioritäten vor, eine erfasst die bestehenden Angebote, eine kümmert sich um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, eine beteiligt Jugendliche, und später je eine für die Finanzierung und für die Begleitung der Programme. Die Arbeitsgruppen machen die Arbeit; das gesamte Gebietsteam entscheidet.
Arbeitsgruppen, Phase 1: nicht dabei
Die CTC-TransferstelleBeschreibung
Die Organisation, die CTC in einem Land unterstützt, ein Präventionsrat, ein Forschungsinstitut oder ein gemeinnütziger Verein: Sie schult die Koordination und das Gebietsteam, führt die Jugendbefragung durch oder unterstützt sie, stellt die Vergleichsdaten und das Register wirksamkeitsgeprüfter Programme bereit und bringt Kommunen zusammen. Den lokalen Prozess führt sie nicht; das macht die Kommune.
SchlüsselpersonenBeschreibung
Bürgermeisterin oder Bürgermeister beziehungsweise Landrätin oder Landrat, die Leitungen von Schulen, Jugendamt, Polizei, Gesundheitswesen und den großen Wohlfahrtsverbänden sowie die Menschen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie nehmen nicht an jeder Sitzung teil. Sie verpflichten sich zu Beginn öffentlich, erhalten das Gebietsprofil und den Aktionsplan, billigen die Prioritäten und öffnen Türen und Fördertöpfe. Ohne ihre formelle Zusage übersteht ein Prozess selten sein zweites Jahr.
Das GebietsteamBeschreibung
Eine Koalition von zwanzig bis vierzig Personen aus allen Bereichen, die mit Kindern und Familien zu tun haben: Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitswesen, Polizei, Sport und Kultur, Religionsgemeinschaften, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wo bereits ein geeignetes Bündnis besteht, übernimmt es die Rolle, statt dass ein neues Gremium gegründet wird. Dem Gebietsteam gehören die Daten; es setzt die Prioritäten und schreibt den Plan.
1Phase 1: nicht dabei
Die CTC-KoordinationBeschreibung
Eine Person mit mindestens einer halben Stelle, angestellt bei einer Trägerorganisation in der Kommune. Die Koordination bereitet die Sitzungen des Gebietsteams vor, leitet die Arbeitsgruppen, organisiert die Befragung mit den Schulen, hält Zeitplan und Dokumentation aktuell und ist die Ansprechperson für die Transferstelle. In der Praxis ist diese Stelle das verlässlichste einzelne Anzeichen dafür, ob ein Prozess bis zum Ende geführt wird.
ArbeitsgruppenBeschreibung
Kleine Gruppen aus Mitgliedern des Gebietsteams mit einer festgelegten Aufgabe und einer Frist: Eine wertet die Daten aus und bereitet die Prioritäten vor, eine erfasst die bestehenden Angebote, eine kümmert sich um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, eine beteiligt Jugendliche, und später je eine für die Finanzierung und für die Begleitung der Programme. Die Arbeitsgruppen machen die Arbeit; das gesamte Gebietsteam entscheidet.
1Phase 1: nicht dabei
Die CTC-TransferstelleBeschreibung
Die Organisation, die CTC in einem Land unterstützt, ein Präventionsrat, ein Forschungsinstitut oder ein gemeinnütziger Verein: Sie schult die Koordination und das Gebietsteam, führt die Jugendbefragung durch oder unterstützt sie, stellt die Vergleichsdaten und das Register wirksamkeitsgeprüfter Programme bereit und bringt Kommunen zusammen. Den lokalen Prozess führt sie nicht; das macht die Kommune.
führtbeteiligtnicht dabeiEin Chip öffnet den Satz dazu.
führtbeteiligtnicht dabeiEin Punkt öffnet den Satz dazu.
Schlüsselpersonen · Phase 1führt
Nehmen an der halbtägigen Einführung teil und sagen formell zu: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum Gebietsteam.
Die CTC-Koordination · Phase 1beteiligt
Wird in dieser Phase gewonnen; einmal im Amt, entwirft sie den Arbeitsplan für Phase 2.
Die CTC-Transferstelle · Phase 1beteiligt
Führt die Einführung für die Schlüsselpersonen durch und berät zur Bereitschaft.
Schlüsselpersonen · Phase 2beteiligt
Gewinnen die Mitglieder des Gebietsteams und erhalten das Leitbild.
Das Gebietsteam · Phase 2führt
Wird gebildet, in zwei Arbeitstagen geschult und legt Struktur und Regeln fest.
Die CTC-Koordination · Phase 2führt
Bereitet das Gebietsteam vor und leitet es, bildet die ersten Arbeitsgruppen, entwirft den Arbeitsplan.
Arbeitsgruppen · Phase 2beteiligt
Die ersten Arbeitsgruppen entstehen, jede mit einem schriftlichen Auftrag.
Die CTC-Transferstelle · Phase 2beteiligt
Schult das Gebietsteam in den Forschungsgrundlagen und den fünf Phasen.
Schlüsselpersonen · Phase 3beteiligt
Erhalten das Gebietsprofil und billigen die zwei bis fünf vorrangigen Faktoren.
Das Gebietsteam · Phase 3führt
Liest den Befragungsbericht und wählt die vorrangigen Faktoren.
Die CTC-Koordination · Phase 3führt
Organisiert die Befragung mit den Schulen und bereitet den Bericht für das Gebietsteam auf.
Arbeitsgruppen · Phase 3führt
Die Auswertungsgruppe liest die Daten, die Ressourcengruppe erfasst, was es schon gibt.
Die CTC-Transferstelle · Phase 3führt
Führt die Jugendbefragung durch und liefert die Vergleichswerte.
Schlüsselpersonen · Phase 4beteiligt
Billigen den Aktionsplan und öffnen Türen und Haushaltsmittel dafür.
Das Gebietsteam · Phase 4führt
Plant in einer Klausur: Ziele auf drei Ebenen und geprüfte Programme für jede Priorität.
Die CTC-Koordination · Phase 4führt
Bereitet die Planungsklausur vor und schreibt den Aktionsplan.
Arbeitsgruppen · Phase 4beteiligt
Durchsuchen die Register und arbeiten Umsetzende, Ziele und Budgets je Programm aus.
Die CTC-Transferstelle · Phase 4beteiligt
Stellt das Register geprüfter Programme bereit und berät bei der Auswahl.
Schlüsselpersonen · Phase 5beteiligt
Erhalten mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse und halten die Koordinationsstelle finanziert.
Das Gebietsteam · Phase 5führt
Trifft sich mindestens vierteljährlich, prüft jährlich seine Meilensteine und schreibt den Plan fort.
Die CTC-Koordination · Phase 5führt
Hält Umsetzung, Evaluation und Finanzierung auf Kurs und berichtet an alle.
Arbeitsgruppen · Phase 5führt
Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung leisten die Arbeit über das Jahr.
Die CTC-Transferstelle · Phase 5beteiligt
Führt alle zwei Jahre die Folgebefragung durch und unterstützt die Programmtreue.
Schlüsselpersonen in den fünf Phasen
Bürgermeisterin oder Bürgermeister beziehungsweise Landrätin oder Landrat, die Leitungen von Schulen, Jugendamt, Polizei, Gesundheitswesen und den großen Wohlfahrtsverbänden sowie die Menschen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie nehmen nicht an jeder Sitzung teil. Sie verpflichten sich zu Beginn öffentlich, erhalten das Gebietsprofil und den Aktionsplan, billigen die Prioritäten und öffnen Türen und Fördertöpfe. Ohne ihre formelle Zusage übersteht ein Prozess selten sein zweites Jahr.
beteiligt · Erhalten mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse und halten die Koordinationsstelle finanziert.
Das Gebietsteam in den fünf Phasen
Eine Koalition von zwanzig bis vierzig Personen aus allen Bereichen, die mit Kindern und Familien zu tun haben: Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitswesen, Polizei, Sport und Kultur, Religionsgemeinschaften, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wo bereits ein geeignetes Bündnis besteht, übernimmt es die Rolle, statt dass ein neues Gremium gegründet wird. Dem Gebietsteam gehören die Daten; es setzt die Prioritäten und schreibt den Plan.
führt · Trifft sich mindestens vierteljährlich, prüft jährlich seine Meilensteine und schreibt den Plan fort.
Die CTC-Koordination in den fünf Phasen
Eine Person mit mindestens einer halben Stelle, angestellt bei einer Trägerorganisation in der Kommune. Die Koordination bereitet die Sitzungen des Gebietsteams vor, leitet die Arbeitsgruppen, organisiert die Befragung mit den Schulen, hält Zeitplan und Dokumentation aktuell und ist die Ansprechperson für die Transferstelle. In der Praxis ist diese Stelle das verlässlichste einzelne Anzeichen dafür, ob ein Prozess bis zum Ende geführt wird.
führt · Hält Umsetzung, Evaluation und Finanzierung auf Kurs und berichtet an alle.
Arbeitsgruppen in den fünf Phasen
Kleine Gruppen aus Mitgliedern des Gebietsteams mit einer festgelegten Aufgabe und einer Frist: Eine wertet die Daten aus und bereitet die Prioritäten vor, eine erfasst die bestehenden Angebote, eine kümmert sich um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, eine beteiligt Jugendliche, und später je eine für die Finanzierung und für die Begleitung der Programme. Die Arbeitsgruppen machen die Arbeit; das gesamte Gebietsteam entscheidet.
führt · Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung leisten die Arbeit über das Jahr.
Die CTC-Transferstelle in den fünf Phasen
Die Organisation, die CTC in einem Land unterstützt, ein Präventionsrat, ein Forschungsinstitut oder ein gemeinnütziger Verein: Sie schult die Koordination und das Gebietsteam, führt die Jugendbefragung durch oder unterstützt sie, stellt die Vergleichsdaten und das Register wirksamkeitsgeprüfter Programme bereit und bringt Kommunen zusammen. Den lokalen Prozess führt sie nicht; das macht die Kommune.
beteiligt · Führt alle zwei Jahre die Folgebefragung durch und unterstützt die Programmtreue.
Die fünf Phasen
Die fünf Phasen im Einzelnen.
Je Phase das Ziel, die Beteiligten, die Schritte und die Meilensteine, an denen sie abgeschlossen ist. Die Leiste bleibt beim Lesen sichtbar; die Meilensteine lassen sich abhaken.
Ihre vier Termine
Sie müssen nicht in jeder Sitzung sein. An diesen Punkten hängt der Prozess an Ihrer Entscheidung:
1Zusage – Nehmen an der halbtägigen Einführung teil und sagen formell zu: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum Gebietsteam.
3Prioritäten – Erhalten das Gebietsprofil und billigen die zwei bis fünf vorrangigen Faktoren.
4Plan – Billigen den Aktionsplan und öffnen Türen und Haushaltsmittel dafür.
5Jahresbericht – Erhalten mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse und halten die Koordinationsstelle finanziert.
Wo Ihre Rolle führt
Hier führt das Gebietsteam; in den übrigen Phasen ist es beteiligt oder nicht dabei:
2führt – Wird gebildet, in zwei Arbeitstagen geschult und legt Struktur und Regeln fest.
3führt – Liest den Befragungsbericht und wählt die vorrangigen Faktoren.
4führt – Plant in einer Klausur: Ziele auf drei Ebenen und geprüfte Programme für jede Priorität.
5führt – Trifft sich mindestens vierteljährlich, prüft jährlich seine Meilensteine und schreibt den Plan fort.
Ihre Phasen
Alles – und diese Stellen zuerst. Die Koordination hält den Prozess in jeder Phase in Gang; hier führt sie:
2führt – Bereitet das Gebietsteam vor und leitet es, bildet die ersten Arbeitsgruppen, entwirft den Arbeitsplan.
3führt – Organisiert die Befragung mit den Schulen und bereitet den Bericht für das Gebietsteam auf.
4führt – Bereitet die Planungsklausur vor und schreibt den Aktionsplan.
5führt – Hält Umsetzung, Evaluation und Finanzierung auf Kurs und berichtet an alle.
Wo Ihre Rolle führt
Hier führt eine Arbeitsgruppe; in den übrigen Phasen ist sie beteiligt oder nicht dabei:
3führt – Die Auswertungsgruppe liest die Daten, die Ressourcengruppe erfasst, was es schon gibt.
5führt – Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung leisten die Arbeit über das Jahr.
Wo Ihre Rolle führt
Hier führt die Transferstelle; in den übrigen Phasen ist sie beteiligt oder nicht dabei:
3führt – Führt die Jugendbefragung durch und liefert die Vergleichswerte.
0 von 26 Meilensteinen abgehakt·Stand nur auf diesem Gerät
1
Phase 1
Bereitschaft klären
Dauer: 2–4 Monate
0 / 5
Auf einen Blick
Ziel
Auf Grundlage eines ehrlichen Blicks auf die Kommune entscheiden, ob CTC das richtige Instrument ist, und die Menschen und Mittel für den Start sichern.
Wer beteiligt ist
Eine Person, die die Idee einbringt, eine angesehene Fürsprecherin oder ein angesehener Fürsprecher vor Ort, eine Trägerorganisation, die künftige Koordination und die .
Zwei bis vier Monate. Länger, wenn die Finanzierung der Koordination erst gefunden werden muss.
1Das Gebiet festlegen, das organisiert werden soll: eine Stadt, ein Stadtteil, ein Schuleinzugsgebiet. Klein genug, um es zu kennen, groß genug, damit es zählt.
2Erfassen, was schon da ist: Bündnisse, Präventionspläne, Programme, frühere Initiativen und die Gründe, warum sie endeten.
3Die Bereitschaft nüchtern prüfen: Teilen die Bereiche ein Verständnis von Prävention, gibt es eine Gewohnheit der Zusammenarbeit, gibt es Rückhalt für ein datengestütztes Vorgehen, und machen die Schulen bei der Befragung mit?
4Die Schlüsselpersonen zu einer halbtägigen Einführung zusammenbringen und um eine formelle Zusage bitten: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum .Schlüsselpersonen gefragt: Zusage
5Die Punkte benennen, die den Prozess stoppen könnten, und sie klären, bevor es weitergeht – oder festhalten, wie sie geklärt werden.
Abgeschlossen, wenn
Ein festgelegtes Gebiet und ein Rahmen für das Vorhaben
Schlüsselpersonen formell verpflichtet, Fürsprecher und Trägerorganisation benannt
Eine Koordination im Amt, mindestens mit halber Stelle
Hindernisse für die Bereitschaft erkannt und angegangen, oder ein Plan dafür
Ein Arbeitsplan und ein Zeitplan für Phase 2
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
2
Phase 2
Organisieren
Dauer: 2–3 Monate
0 / 5
Auf einen Blick
Ziel
Ein aufbauen, das die Analyse, die Prioritäten, den Plan und seine Umsetzung stemmen kann, und ihm eine Vision geben, die die Kommune teilt.
Wer beteiligt ist
Die gewinnen das Gebietsteam; die Koordination bereitet es vor und leitet es.
Zwei bis drei Monate, überlappend mit der Vorbereitung der Befragung.
1Ein Gebietsteam gewinnen, das die Kommune abbildet und nicht den üblichen Ausschuss: jeder Bereich, jeder Ortsteil und Jugendliche mit echtem Mitspracherecht.
2Das Gebietsteam an zwei Arbeitstagen einführen: die Forschung zu , das , die fünf Phasen sowie die eigene Rolle und die eigenen Regeln.
3Die Struktur vereinbaren: Vorsitz oder Doppelspitze, wie Entscheidungen fallen, wie das Gebietsteam den Schlüsselpersonen berichtet und wie es sich zu bestehenden Bündnissen verhält.
4Die ersten Arbeitsgruppen bilden, jede mit schriftlichem Auftrag, und den Arbeits- und Zeitplan für den gesamten Prozess entwerfen.
5Mit der Kommune eine Vision formulieren, sie veröffentlichen und planen, wie Bevölkerung und Jugendliche beteiligt bleiben.
Abgeschlossen, wenn
Ein Gebietsteam mit klaren Rollen und schriftlichem Arbeitsplan
Mitglieder, die die Forschungsgrundlage und ihre eigenen Aufgaben verstehen
Arbeitsgruppen mit festgelegten Aufträgen
Eine Vision, die mit der Kommune geteilt ist
Ein Plan zur Beteiligung Jugendlicher und ein System für die Dokumentation
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
3
Phase 3
Gebietsprofil erstellen
Dauer: 4–6 Monate
0 / 5
Auf einen Blick
Ziel
Annahmen durch Daten ersetzen: Welche sind erhöht, welche schwach, wo in der Kommune, und was setzt dort bereits an?
Wer beteiligt ist
Die Arbeitsgruppe für die Datenauswertung und die Arbeitsgruppe für die Bestandsaufnahme mit der Koordination; die Transferstelle führt die Befragung durch und liefert die Vergleichswerte.
Vier bis sechs Monate, je nach Schuljahr und Zeitplan der Befragung.
Rollen in dieser Phase
Gefüllt: führt. Umrandet: beteiligt.
Schlüsselpersonen beteiligtGebietsteam führtKoordination führtArbeitsgruppen führtTransferstelle führt
Was passiert
5 Schritte zeigenEinklappen
1Die an den Schulen durchführen, anonym und mit dem Einwilligungsverfahren, das mit der Schulbehörde vereinbart ist, und öffentliche Daten zu denselben Verhaltensweisen hinzuziehen: Polizeistatistik, Schuldaten, Gesundheitsdaten.
2Den Bericht lesen, den die Kommune erhält: für jeden Faktor der Anteil der Jugendlichen mit erhöhtem Risiko oder geringem Schutz und der Vergleich mit dem regionalen oder nationalen Referenzwert.
3Die Gruppen und Gebiete mit hohem Risiko und geringem Schutz erkennen, dann zwei bis fünf vorrangige Faktoren auswählen. Wer an dieser Entscheidung beteiligt ist, wird vereinbart, bevor die Zahlen vorliegen.
4Das Profil den Schlüsselpersonen und der Kommune vorstellen und die Prioritäten von und Schlüsselpersonen billigen lassen.Schlüsselpersonen gefragt: Prioritäten
5Erfassen, was die Kommune zu diesen Prioritäten bereits anbietet: welche Programme, Regelungen und Praktiken es gibt, wen sie erreichen, ob sie geprüft sind und wo die Lücken liegen.
Abgeschlossen, wenn
Kinder- und Jugendbefragung abgeschlossen, öffentliche Daten gesammelt
Zwei bis fünf vorrangige Risiko- und Schutzfaktoren ausgewählt und gebilligt
Ein Gebietsprofil als Bericht verteilt
Eine Bestandsaufnahme der Angebote mit Lückenanalyse
Ein Arbeitsplan für Phase 4
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
4
Phase 4
Aktionsplan erstellen
Dauer: 3–4 Monate
0 / 5
Auf einen Blick
Ziel
Die Prioritäten in einen schriftlichen, finanzierten und beschlossenen Plan geprüfter Programme, Regelungen und Praktiken mit messbaren Zielen überführen.
Wer beteiligt ist
Das gesamte in einer Planungsklausur, dazu die Träger, die die Programme umsetzen würden, Jugendliche und die Schlüsselpersonen, die das Ergebnis bestätigen müssen.
1Ziele auf drei Ebenen setzen: langfristig für das Verhalten der Jugendlichen, mittelfristig für die vorrangigen Risiko- und Schutzfaktoren und kurzfristig für die Teilnehmenden jedes Programms.
2In den Registern – in Deutschland der , europaweit Xchange – nach Programmen, Regelungen und Praktiken suchen, die die vorrangigen Faktoren nachweislich verändern, und prüfen, was vor Ort schon läuft und ausgebaut werden könnte.
3Gemeinsam mit denen, die sie umsetzen werden, auswählen: die Altersgruppen und Lebensbereiche, die abgedeckt werden sollen, von Familienprogrammen und früher Kindheit bis Schule und Nachbarschaft, damit jedes Kind in der Kommune erreicht wird, in welchem Alter auch immer.
4Für jedes ausgewählte Programm den Träger der Umsetzung, die zu erreichenden Teilnehmenden, die Umsetzungsziele, einen ersten Zeitplan und ein grobes Budget festlegen.
5Den Aktionsplan schreiben, von Schlüsselpersonen und Gebietsteam bestätigen lassen und in der Kommune veröffentlichen.Schlüsselpersonen gefragt: Plan
Abgeschlossen, wenn
Messbare Ziele auf allen drei Ebenen
Geprüfte Programme, Regelungen und Praktiken für jede Priorität ausgewählt
Umsetzende verpflichtet, Wirkungs- und Umsetzungsziele je Programm
Ein schriftlicher kommunaler Aktionsplan, bestätigt und verteilt
Ein Arbeitsplan für Phase 5
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
5
Phase 5
Umsetzen und auswerten
Dauer: Ohne festes Ende
0 / 6
Auf einen Blick
Ziel
Die Programme wie vorgesehen durchführen, messen, was sich verändert, und Gebietsteam und Finanzierung lange genug am Leben halten, bis die Wirkungen sichtbar werden.
Wer beteiligt ist
Die umsetzenden Organisationen, die Koordination, Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung sowie das , das jetzt mindestens vierteljährlich tagt.
Ohne festes Ende. Programme laufen über Jahre; messbare Veränderung in der Kommune folgt auf die zweite oder dritte Befragung.
1Klären, wer in der Umsetzung was tut, Vereinbarungen mit den umsetzenden Organisationen schließen und neue Mitglieder für das Gebietsteam gewinnen, die lieber machen als planen.
2Jedes Programm im Detail planen: Schulung der Fachkräfte, die Elemente der , die nicht verändert werden dürfen, Ressourcen und die Art, wie Jugendliche beteiligt werden.
3Die Evaluation planen: Teilnahme- und Umsetzungsdaten für jedes Programm mindestens jährlich, und die Jugendbefragung mindestens alle zwei Jahre wiederholen, um die vorrangigen Faktoren zu verfolgen.
4Die Finanzierung für Programme, Evaluation und Koordination sichern und die Veränderungen in lokalen Strukturen und Regeln bestimmen, die der Plan braucht, um Bestand zu haben.
5Programmsitzungen beobachten, den Umsetzenden regelmäßig Rückmeldung geben, Ergebnisse mindestens einmal im Jahr mit Schlüsselpersonen und Kommune teilen und feiern, was sich verbessert hat.Schlüsselpersonen gefragt: Jahresbericht
Abgeschlossen, wenn
Rollen und Vereinbarungen für die Umsetzung
Ein Umsetzungsplan und ein Evaluationsplan für jedes Programm
Eine Finanzierungsstrategie und benannte Veränderungen in den Strukturen
Programme programmtreu umgesetzt, begleitet und jährlich berichtet
Das Gebietsteam aktiv, mit jährlicher Überprüfung seiner Meilensteine
Eine Wiederholungsbefragung mindestens alle zwei Jahre und ein Aktionsplan, der nach ihren Ergebnissen überarbeitet wird
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
Was es kostet und woran es scheitert.
Der Prozess braucht eine bezahlte Koordination, eine Transferstelle, die die Befragung durchführen kann, und , die über eine Kommunalwahl hinweg dabeibleiben. Er scheitert, wo das ein Ausschuss aus Amtsträgern ohne Bürgerinnen und Bürger ist, wo die Prioritäten feststehen, bevor die Daten da sind, wo Programme nach Verfügbarkeit statt nach Evidenz ausgewählt werden oder wo die Koordinationsstelle mit der ersten Förderung endet. Die europäischen Evaluationen, positive wie negative, verweisen auf dieselben Bedingungen.
Der Zyklus schließt sich mit der nächsten Befragung
Phase 5 ist kein Endzustand. Die wiederholte zeigt, ob sich die vorrangigen Faktoren bewegt haben, die Bestandsaufnahme zeigt, ob die Programme noch erreichen, wen sie erreichen sollen, und das überarbeitet den Aktionsplan auf dieser Grundlage. Eine Kommune, die den ganzen Zyklus einmal durchlaufen hat, muss nicht wieder bei Phase 1 beginnen; sie muss Gebietsteam, Koordination und Befragung erhalten. Das ist gemeint, wenn im Abschnitt zur Wirkung von Nachhaltigkeit die Rede ist.
Jede Aufgabe in den fünf Phasen dient einer Wirkungstheorie: Jugendliche, die Gelegenheiten bekommen, etwas beizutragen, die Fähigkeiten, sie zu nutzen, und Anerkennung dafür, binden sich an die Menschen und Institutionen um sie herum, übernehmen deren Normen und verhalten sich entsprechend. Die Befragung misst, wo diese Kette schwach ist; die Programme stärken die Glieder. Das Modell dahinter beschreibt die Seite zu den theoretischen Grundlagen.
Die Evaluationen, auf die Phase 5 zielt – im Literaturverzeichnis.
Zum Literaturverzeichnis
Begriff
Beweiskraft
Wie sicher eine Aussage über die Wirkung ist – nicht, wie groß die Wirkung ausfällt. Das GRADE-System fasst darunter das Vertrauen in die Schätzung eines Effekts und stuft es danach ab, wie wahrscheinlich weitere Forschung dieses Vertrauen verändern würde. Die Grüne Liste Prävention beurteilt die Beweiskraft eigenständig neben dem Studiendesign und macht sie von Gruppengrößen, der Zahl der Studien und dem Vorliegen deutschsprachiger Befunde abhängig.
Evidenzregister des Institute of Behavioral Science an der University of Colorado Boulder, das Präventions- und Förderprogramme nach vier Kriterien prüft: Klarheit der Beschreibung, Qualität der Evaluation, nachgewiesene Wirkung und Verbreitungsreife. Es vergibt drei Stufen – „Promising“ ab einer hochwertigen randomisiert-kontrollierten Studie oder zwei quasi-experimentellen Untersuchungen, „Model“ ab zwei starken Studien mit mindestens zwölf Monaten anhaltender Wirkung und „Model Plus“ zusätzlich bei unabhängiger Replikation. Für den deutschsprachigen Raum ist die Grüne Liste Prävention das Gegenstück.
Gesetz zur Stärkung eines aktiven Kinderschutzes (BKiSchG), in Kraft seit 1. Januar 2012. Stärkt Prävention, Frühe Hilfen und die Vernetzung im Kinderschutz – ein förderlicher Rahmen für kommunale Präventionsansätze wie CTC.
Randomisierte kontrollierte Studie zur Wirksamkeit von CTC (24 US-Kommunen in sieben Bundesstaaten, 4.407 Jugendliche). Sie belegt anhaltende Reduktionen von Substanzkonsum, antisozialem Verhalten und Gewalt bis ins junge Erwachsenenalter.
Anonyme Schülerbefragung, mit der eine Kommune in Phase 3 misst, wie verbreitet Risiko- und Schutzfaktoren sowie Problemverhalten unter den Jugendlichen im Gebiet sind. Eine für Deutschland angepasste Fassung ist seit 2008 im Einsatz; an 1.911 Jugendlichen der Klassen 6 bis 11 in Niedersachsen erwiesen sich die 23 Risikofaktorskalen als weitgehend eindimensional und gültig. Wiederholt alle zwei Jahre, zeigt sie, ob sich die vorrangigen Faktoren bewegt haben.
Maßzahl für die Größe eines Unterschieds, unabhängig vom Umfang der Stichprobe. In der Prävention üblich ist Cohen's d: die Differenz der Mittelwerte, geteilt durch die Streuung. Anders als der p-Wert sagt die Effektstärke etwas über das Ausmaß der Wirkung aus und macht Studien untereinander vergleichbar; die Grüne Liste Prävention verlangt sie deshalb für Studien mit Kontrollgruppe.
Vier Stufen statt der Zweiteilung in wirksam und unwirksam: Ein Programm ist zunächst nur beschrieben, dann theoretisch begründet, dann liegen erste Hinweise aus der Praxis vor, zuletzt kausale Belege. Je niedriger die Stufe, desto freier lässt sich der Evaluationsentwurf wählen; für eine kausale Aussage kommen nur Entwürfe in Betracht, die eine solche zulassen. Das Bewertungsschema der Grünen Liste Prävention folgt diesem Modell.
Erneute Messung nach Abschluss eines Programms. Sie zeigt, ob eine Wirkung anhält oder nur während der Maßnahme sichtbar war. Die Standards der Society for Prevention Research verlangen mindestens eine Langzeitmessung in angemessenem Abstand zum Ende der Intervention und halten sechs Monate für das sinnvolle Mindestmaß; die Grüne Liste Prävention setzt denselben Abstand an und erwartet, dass bis dahin mindestens ein positiver Effekt fortbesteht.
Lokale und regionale Unterstützungssysteme mit aufeinander abgestimmten Angeboten ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren, mit Schwerpunkt auf den null- bis dreijährigen Kindern. Sie verbinden ein Angebot für alle Familien mit gezielter Hilfe bei Belastungen und setzen auf die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Jugendhilfe und bürgerschaftlichem Engagement. Die Begriffsbestimmung stammt vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen.
Operatives Gremium im CTC-Prozess: In ihm sollen die wichtigsten örtlichen Einrichtungen und Fachkräfte – Jugendhilfe, Schule, Gesundheit, Polizei, Zivilgesellschaft – vertreten sein. Es analysiert die lokalen Daten und entscheidet über Prioritäten und Maßnahmen.
Klassisches Arbeitsprinzip und Fachkonzept der Sozialen Arbeit (englisch: Community Organizing): aktivierend, beteiligungs- und ressourcenorientiert, bereichsübergreifend am Sozialraum ansetzend. Disziplinäre Heimat kommunaler, koalitionsbasierter Präventionsansätze wie CTC.
Freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“ (Art. 2 Abs. 1 GG) „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG)
Staatsziel Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere, ausdrücklich auch in Verantwortung für künftige Generationen.
„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“ (Art. 20a GG)
Gleichheit vor dem Gesetz, Gleichberechtigung von Frauen und Männern und das Verbot, jemanden wegen bestimmter Merkmale zu benachteiligen.
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ (Art. 3 Abs. 1 GG) „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Art. 3 Abs. 3 GG)
Meinungsfreiheit: das Recht, die eigene Meinung zu äußern und sich frei zu informieren.
„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“ (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG)
Vom Landespräventionsrat Niedersachsen gepflegtes Online-Register wirksam evaluierter Präventionsprogramme, dokumentiert mit den jeweils adressierten Risiko- und Schutzfaktoren. CTC-Kommunen wählen daraus passende, geprüfte Programme aus.
Beschluss der Kultusministerkonferenz „Demokratie als Ziel, Gegenstand und Praxis historisch-politischer Bildung und Erziehung in der Schule“ vom 06.03.2009 in der Fassung vom 11.10.2018. Kein Gesetz, aber die gemeinsame Leitlinie der Länder für die Schulen.
„In einer Schule als Ort gelebter Demokratie werden die Würde des jeweils anderen großgeschrieben, Toleranz und Respekt gegenüber anderen Menschen und Meinungen geübt, Zivilcourage gestärkt, demokratische Verfahren und Regeln eingehalten und Konflikte gewaltfrei gelöst.“ (Abschnitt 2)
Beobachtende Anlage: Eine Gruppe wird über die Zeit verfolgt und danach unterschieden, ob sie das Programm erhalten hat oder nicht; zugeteilt wird nicht. Prospektiv beginnt die Beobachtung in der Gegenwart und läuft in die Zukunft, retrospektiv wird ein bereits abgeschlossener Verlauf ausgewertet. Weil sich die Gruppen von vornherein unterscheiden können, bleibt die Gefahr verdeckter Störgrößen größer als im Zufallsversuch.
Gruppe, die das Programm nicht erhält und damit zeigt, wie sich die Teilnehmenden ohne das Programm vermutlich entwickelt hätten. Dieser Vergleichsmaßstab lässt sich nie beobachten, sondern nur schätzen; der Effekt ist die Differenz zwischen dem, was geschah, und dem, was ohne die Maßnahme geschehen wäre. Ohne Vergleichsgruppe bleibt offen, ob eine Veränderung auf das Programm oder auf Reifung, Vorerfahrung und zeitgleiche Einflüsse zurückgeht.
1995 durch Beschluss der Landesregierung eingerichtetes Netzwerk aus rund 270 Mitgliedern – kommunale Präventionsräte, Verbände, Behörden und wissenschaftliche Einrichtungen; die Geschäftsstelle liegt im Niedersächsischen Justizministerium. Der Rat berät Kommunen und Land in Fragen der Gewalt- und Kriminalprävention, fördert Projekte und entwickelt Instrumente. Er hat 2011 die Grüne Liste Prävention aufgelegt und führt Communities That Care in Deutschland ein.
Armuts- und Sozialbegriff, der die Lage eines Menschen nicht am Einkommen allein festmacht, sondern am Zusammenspiel von Wohnen, Ernährung, Gesundheit, Bildung, Arbeit und Teilhabe. Der Blick richtet sich auf die Spielräume, die jemand in diesen Bereichen tatsächlich hat. Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung des Bundes ist nach diesem Verständnis aufgebaut.
Ein Programm ist manualisiert, wenn eine schriftliche Handlungsanleitung festlegt, was wann mit wem geschieht; erst das macht es andernorts wiederholbar und überhaupt überprüfbar. Wie genau die Anleitung eingehalten wird, entscheidet mit über den Erfolg: Eine Auswertung von knapp 500 Studien fand bei sorgfältiger Umsetzung im Mittel mindestens zwei- bis dreimal so große Effekte. Die Grüne Liste Prävention verlangt deshalb verfügbare Manuale, Schulungen und Instrumente zur Qualitätskontrolle.
Statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Frage in einer gemeinsamen Schätzung zusammenfasst. Jede Studie geht mit einem Gewicht ein, das ihrer Genauigkeit entspricht, und die Streuung zwischen den Studien wird eigens ausgewiesen. Eine Meta-Analyse ist nur so gut wie die Untersuchungen, die sie bündelt – veröffentlichte Befunde sind systematisch positiver als unveröffentlichte.
Stärkenorientierter Ansatz (Positive Youth Development), der Kompetenz, Bindung, Selbstwirksamkeit und prosoziale Normen fördert. Aus derselben Forschungstradition wie CTC – Prävention als Förderung gelingender Entwicklung, nicht nur als Problemverhütung.
Anteil der Personen in einer Bevölkerung, auf die ein Merkmal zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum zutrifft – eine Erkrankung, ein Verhalten oder ein Risikofaktor. Zu unterscheiden ist sie von der Inzidenz, die nur die neu hinzukommenden Fälle in einem Zeitraum zählt. Die CTC-Kinder- und Jugendbefragung liefert Prävalenzen für die Jugendlichen im Gebiet und stellt sie einem Vergleichswert gegenüber.
Einteilung nach der Zielgruppe, nicht nach dem Zeitpunkt. Universelle Angebote richten sich an eine ganze Bevölkerungsgruppe, ohne dass ein individuelles Risiko festgestellt wurde; selektive an Teilgruppen, deren Risiko deutlich über dem Durchschnitt liegt; indizierte an einzelne junge Menschen mit ersten Anzeichen, die noch keine Diagnose rechtfertigen. CTC arbeitet universell und selektiv.
Kommunale Strategie, die vorhandene Angebote aus Gesundheit, Bildung, Jugendhilfe und Sozialem so verknüpft, dass Kinder und Familien von der Schwangerschaft bis zum Berufseinstieg ohne Bruch begleitet werden. Bekannt wurde der Begriff durch das 2011 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Bertelsmann Stiftung gestartete Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen!“ mit 18 Kommunen. Anders als Communities That Care setzt der Ansatz an den Übergängen im Lebenslauf an, nicht an gemessenen Risiko- und Schutzfaktoren.
Einteilung nach dem Zeitpunkt des Eingreifens. Primäre Prävention setzt an, bevor eine Störung auftritt, und senkt die Zahl neuer Fälle; sekundäre verkürzt die Dauer bereits begonnener Verläufe durch frühes Erkennen und Behandeln; tertiäre mindert die Beeinträchtigungen, die aus einer Störung zurückbleiben. In die Grüne Liste Prävention kommen nur primär- und sekundärpräventive Programme, weil das der Ausrichtung von CTC entspricht.
Untersuchungsanlage mit Vergleichsgruppe, aber ohne Zufallszuteilung: Wer das Programm erhält, ergibt sich aus der Praxis. Im Feld ist das oft die einzige machbare Variante, verlangt aber zusätzliche Vorkehrungen wie mehrere Messzeitpunkte, statistische Kontrolle oder eine gestufte Einführung, weil sich Programm- und Vergleichsgruppe systematisch unterscheiden können.
Untersuchung, in der die Teilnehmenden per Zufall der Programm- oder der Vergleichsbedingung zugelost werden. Weil der Zufall die Gruppen im Mittel vergleichbar macht, lassen sich Unterschiede am Ende eher auf das Programm zurückführen als auf vorbestehende Unterschiede. Die Standards der Society for Prevention Research verlangen für einen Wirksamkeitsnachweis mindestens zwei methodisch strenge Studien mit übereinstimmend positiven Befunden und mindestens einer signifikanten Langzeitmessung.
Empirisch belegte Bedingungen in Individuum, Familie, Schule und Gemeinwesen, die die Wahrscheinlichkeit späteren Problemverhaltens erhöhen. CTC senkt gezielt jene Risikofaktoren, die in einem Sozialraum erhöht sind – mit erprobten Programmen.
Von Aaron Antonovsky geprägtes Konzept, das nach den Entstehungsbedingungen von Gesundheit fragt (statt nur nach Krankheitsursachen). Präventionsansätze wie CTC zielen im salutogenen Sinn auf die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden.
Die Führungsebene, die einen CTC-Prozess mandatiert und finanziert: Bürgermeisterin oder Landrat, die Leitungen von Schulverwaltung, Jugendamt, Polizei und Gesundheitswesen sowie die Personen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie sagen zu Beginn öffentlich zu, berufen das Gebietsteam, nehmen Gebietsprofil und Aktionsplan entgegen und billigen die Prioritäten. Von ihnen zu unterscheiden ist das Gebietsteam, das die Daten auswertet und den Plan schreibt.
Merkmale in Individuum, Familie, Schule und Gemeinwesen, die eine gesunde Entwicklung begünstigen und die Wirkung von Risikofaktoren abpuffern. CTC erhebt und stärkt sie gezielt – nicht nur die Senkung von Risikofaktoren.
Rechtsgrundlage der gesetzlichen Krankenkassen für Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten (Kita, Schule, Kommune, Pflege) – u. a. für den Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen. Eingeführt durch das Präventionsgesetz 2015.
„… mit Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten insbesondere den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen." (§ 20a Abs. 1 SGB V)
Achtes Buch Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe. Regelt Leistungen und Aufgaben der Jugendhilfe; § 1 verankert einen fördernden, präventiven Auftrag. CTC ist an diese Strukturen anschlussfähig.
„Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.“ (§ 1 Abs. 1 SGB VIII)
Förderungsauftrag von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege: Erziehung, Bildung und Betreuung, ausdrücklich einschließlich der Vermittlung von Werten und Regeln.
„Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein.“ (§ 22 Abs. 3 SGB VIII)
Beteiligungsrecht der Kinder- und Jugendhilfe: Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen. Maßstab für die unmittelbare Partizipation junger Menschen – auch in kommunalen Präventionssystemen wie CTC.
„Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen." (§ 8 Abs. 1 SGB VIII)
Ein Befund heißt signifikant, wenn die Daten unter der Annahme, dass es keinen Unterschied gibt, hinreichend unwahrscheinlich wären; üblich ist eine Schwelle von fünf Prozent. Die American Statistical Association hält dazu fest, dass ein p-Wert weder die Größe eines Effekts noch die Bedeutung eines Ergebnisses misst und dass wissenschaftliche wie politische Schlüsse nicht allein davon abhängen sollten, ob er eine Schwelle unterschreitet.
Theoretisches Fundament von CTC, entwickelt von Hawkins & Catalano an der School of Social Work der University of Washington: Die Bindung an prosoziale Bezugspersonen und Institutionen – Familie, Schule, Gleichaltrige, Gemeinwesen – wirkt antisozialem Verhalten entgegen. Bindung entsteht über Gelegenheiten, Kompetenzförderung und Anerkennung.
Die Anwendung des Modells der Sozialen Entwicklung im Alltag: Erwachsene stärken die Bindung von Kindern, indem sie ihnen Gelegenheiten zur Beteiligung geben, die Fähigkeiten vermitteln, diese Gelegenheiten zu nutzen, und ihren Einsatz konkret anerkennen. Aus der Bindung wächst die Bereitschaft, die Normen der Gruppe zu übernehmen. In CTC-Gebieten ist sie Entwicklungsförderung für alle Kinder und ergänzt die Programme für die vorrangigen Risikofaktoren.
Der lebensweltliche, räumliche Kontext (Quartier, Nachbarschaft, Kommune), in dem Menschen aufwachsen. CTC arbeitet sozialraumbezogen: Es analysiert Belastungen und Ressourcen eines Gebiets und setzt dort an – ohne einzelne Kinder zu etikettieren.
Ausformulierte Annahme darüber, wie ein Programm wirkt: welche Schritte von der Maßnahme über Zwischenergebnisse zum angestrebten Ziel führen und welche Bedingungen dabei erfüllt sein müssen. Sie entsteht vor der Umsetzung gemeinsam mit den Beteiligten und legt fest, was später gemessen wird. In der Grünen Liste Prävention zählt eine Theory-of-Change-Studie als Evaluationsniveau von einem Stern: Sie prüft die angenommene Wirkkette, nicht die Wirkung gegen eine Kontrollgruppe.
Die Frage, ob ein anderswo entwickeltes Programm auch hier wirkt. Zwischen Programmtreue und Passung besteht eine Spannung: Eine starre Übernahme geht an der Zielgruppe vorbei, eine freie Anpassung kann gerade die wirksamen Bestandteile entfernen; beides lässt sich nur planvoll und dokumentiert austarieren. Die Grüne Liste Prävention stuft die Übertragbarkeit nach der Zahl deutschsprachiger Studien in vier Grade von gegeben bis unklar ein.
Berücksichtigung des Kindeswillens: Kinder haben das Recht, in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, gehört zu werden.
„Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“ (Art. 12 Abs. 1 UN-KRK)
Diskriminierungsverbot der UN-Kinderrechtskonvention, in Deutschland seit 1992 geltendes Recht.
„Die Vertragsstaaten achten die in diesem Übereinkommen festgelegten Rechte und gewährleisten sie jedem ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Kind ohne jede Diskriminierung unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes, seiner Eltern oder seines Vormunds.“ (Art. 2 Abs. 1 UN-KRK)
Bildungsziele der UN-Kinderrechtskonvention: Achtung der Menschenrechte, Frieden, Toleranz, Gleichberechtigung und Achtung vor der Umwelt.
„Die Vertragsstaaten stimmen darin überein, dass die Bildung des Kindes darauf gerichtet sein muss, […] b) dem Kind Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten und den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätzen zu vermitteln; […] d) das Kind auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung, des Friedens, der Toleranz, der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen sowie zu Ureinwohnern vorzubereiten; e) dem Kind Achtung vor der natürlichen Umwelt zu vermitteln.“ (Art. 29 Abs. 1 UN-KRK)