Communities That Care ist eine Abfolge, kein Programm. Fünf Phasen führen eine Kommune vom ersten Gespräch zu einem schriftlichen Aktionsplan und weiter zu messbaren Ergebnissen. Jede Phase hat festgelegte Rollen, konkrete Aufgaben und Meilensteine, die sagen, wann sie abgeschlossen ist. Diese Seite beschreibt die Arbeit so, wie sie tatsächlich geleistet wird.
Phasen in fester Reihenfolge
5
Monate bis zum beschlossenen Aktionsplan
12–18
Jahre bis zur nächsten Befragung
2
Fünf Phasen, ein KreislaufPhase 1 · Bereitschaft klärenPhase 2 · OrganisierenPhase 3 · Gebietsprofil erstellenPhase 4 · Aktionsplan erstellenPhase 5 · Umsetzen und auswerten
Wie lange die Phasen dauern.
Phase 3 ist die längste, Phase 5 endet nicht, und die Befragung führt alle zwei Jahre dorthin zurück. Die Rauten zeigen, wo die Schlüsselpersonen gefragt sind.
Zeitleiste des Zyklus: Dauer der fünf Phasen, Entscheidungspunkte der Schlüsselpersonen und die Rückschleife zur nächsten Befragung
Leiste seitlich verschiebbar.
Die fünf Phasen: Dauer und Entscheidungspunkte der Schlüsselpersonen
Phase
Dauer
Schlüsselpersonen gefragt
Phase 1: Bereitschaft klären
2 bis 4 Monate
Zusage (Schritt 4)
Phase 2: Organisieren
2 bis 3 Monate
nein
Phase 3: Gebietsprofil erstellen
4 bis 6 Monate
Prioritäten (Schritt 4)
Phase 4: Aktionsplan erstellen
3 bis 4 Monate
Plan (Schritt 5)
Phase 5: Umsetzen und auswerten
ohne festes Ende
Jahresbericht (Schritt 5)
12–18 Monate bis zum beschlossenen Aktionsplan. Nach Phase 5 führt die Jugendbefragung alle 2 Jahre zurück zu Phase 3; der Zyklus schließt sich.
Rollen
Wer die Arbeit macht.
CTC trennt zwei Dinge, die Kommunen oft vermischen: die Menschen, die entscheiden und bezahlen können, und die Menschen, die analysieren und planen. Beide Gruppen treffen sich an festgelegten Punkten, und eine Person hält den Prozess zwischen ihnen in Gang.
Wer ist im Raum
Fünf Rollen, fünf Phasen: wer führt, wer beteiligt ist, wer nicht dabei ist.
Wer ist im Raum: die fünf Rollen und ihre Beteiligung in den fünf Phasen. Gefüllter Punkt: die Rolle führt. Ring: beteiligt. Kleiner Punkt: nicht dabei.
Bürgermeisterin oder Bürgermeister beziehungsweise Landrätin oder Landrat, die Leitungen von Schulen, Jugendamt, Polizei, Gesundheitswesen und den großen Wohlfahrtsverbänden sowie die Menschen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie nehmen nicht an jeder Sitzung teil. Sie verpflichten sich zu Beginn öffentlich, erhalten das Gebietsprofil und den Aktionsplan, billigen die Prioritäten und öffnen Türen und Fördertöpfe. Ohne ihre formelle Zusage übersteht ein Prozess selten sein zweites Jahr.
Das GebietsteamBeschreibung
Eine Koalition von zwanzig bis vierzig Personen aus allen Bereichen, die mit Kindern und Familien zu tun haben: Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitswesen, Polizei, Sport und Kultur, Religionsgemeinschaften, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wo bereits ein geeignetes Bündnis besteht, übernimmt es die Rolle, statt dass ein neues Gremium gegründet wird. Dem Gebietsteam gehören die Daten; es setzt die Prioritäten und schreibt den Plan.
Das Gebietsteam, Phase 1: nicht dabei
Die CTC-KoordinationBeschreibung
Eine Person mit mindestens einer halben Stelle, angestellt bei einer Trägerorganisation in der Kommune. Die Koordination bereitet die Sitzungen des Gebietsteams vor, leitet die Arbeitsgruppen, organisiert die Befragung mit den Schulen, hält Zeitplan und Dokumentation aktuell und ist die Ansprechperson für die Transferstelle. In der Praxis ist diese Stelle das verlässlichste einzelne Anzeichen dafür, ob ein Prozess bis zum Ende geführt wird.
ArbeitsgruppenBeschreibung
Kleine Gruppen aus Mitgliedern des Gebietsteams mit einer festgelegten Aufgabe und einer Frist: Eine wertet die Daten aus und bereitet die Prioritäten vor, eine erfasst die bestehenden Angebote, eine kümmert sich um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, eine beteiligt Jugendliche, und später je eine für die Finanzierung und für die Begleitung der Programme. Die Arbeitsgruppen machen die Arbeit; das gesamte Gebietsteam entscheidet.
Arbeitsgruppen, Phase 1: nicht dabei
Die CTC-TransferstelleBeschreibung
Die Organisation, die CTC in einem Land unterstützt, ein Präventionsrat, ein Forschungsinstitut oder ein gemeinnütziger Verein: Sie schult die Koordination und das Gebietsteam, führt die Jugendbefragung durch oder unterstützt sie, stellt die Vergleichsdaten und das Register wirksamkeitsgeprüfter Programme bereit und bringt Kommunen zusammen. Den lokalen Prozess führt sie nicht; das macht die Kommune.
SchlüsselpersonenBeschreibung
Bürgermeisterin oder Bürgermeister beziehungsweise Landrätin oder Landrat, die Leitungen von Schulen, Jugendamt, Polizei, Gesundheitswesen und den großen Wohlfahrtsverbänden sowie die Menschen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie nehmen nicht an jeder Sitzung teil. Sie verpflichten sich zu Beginn öffentlich, erhalten das Gebietsprofil und den Aktionsplan, billigen die Prioritäten und öffnen Türen und Fördertöpfe. Ohne ihre formelle Zusage übersteht ein Prozess selten sein zweites Jahr.
Das GebietsteamBeschreibung
Eine Koalition von zwanzig bis vierzig Personen aus allen Bereichen, die mit Kindern und Familien zu tun haben: Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitswesen, Polizei, Sport und Kultur, Religionsgemeinschaften, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wo bereits ein geeignetes Bündnis besteht, übernimmt es die Rolle, statt dass ein neues Gremium gegründet wird. Dem Gebietsteam gehören die Daten; es setzt die Prioritäten und schreibt den Plan.
1Phase 1: nicht dabei
Die CTC-KoordinationBeschreibung
Eine Person mit mindestens einer halben Stelle, angestellt bei einer Trägerorganisation in der Kommune. Die Koordination bereitet die Sitzungen des Gebietsteams vor, leitet die Arbeitsgruppen, organisiert die Befragung mit den Schulen, hält Zeitplan und Dokumentation aktuell und ist die Ansprechperson für die Transferstelle. In der Praxis ist diese Stelle das verlässlichste einzelne Anzeichen dafür, ob ein Prozess bis zum Ende geführt wird.
ArbeitsgruppenBeschreibung
Kleine Gruppen aus Mitgliedern des Gebietsteams mit einer festgelegten Aufgabe und einer Frist: Eine wertet die Daten aus und bereitet die Prioritäten vor, eine erfasst die bestehenden Angebote, eine kümmert sich um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, eine beteiligt Jugendliche, und später je eine für die Finanzierung und für die Begleitung der Programme. Die Arbeitsgruppen machen die Arbeit; das gesamte Gebietsteam entscheidet.
1Phase 1: nicht dabei
Die CTC-TransferstelleBeschreibung
Die Organisation, die CTC in einem Land unterstützt, ein Präventionsrat, ein Forschungsinstitut oder ein gemeinnütziger Verein: Sie schult die Koordination und das Gebietsteam, führt die Jugendbefragung durch oder unterstützt sie, stellt die Vergleichsdaten und das Register wirksamkeitsgeprüfter Programme bereit und bringt Kommunen zusammen. Den lokalen Prozess führt sie nicht; das macht die Kommune.
führtbeteiligtnicht dabeiEin Chip öffnet den Satz dazu.
führtbeteiligtnicht dabeiEin Punkt öffnet den Satz dazu.
Schlüsselpersonen · Phase 1führt
Nehmen an der halbtägigen Einführung teil und sagen formell zu: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum Gebietsteam.
Die CTC-Koordination · Phase 1beteiligt
Wird in dieser Phase gewonnen; einmal im Amt, entwirft sie den Arbeitsplan für Phase 2.
Die CTC-Transferstelle · Phase 1beteiligt
Führt die Einführung für die Schlüsselpersonen durch und berät zur Bereitschaft.
Schlüsselpersonen · Phase 2beteiligt
Gewinnen die Mitglieder des Gebietsteams und erhalten das Leitbild.
Das Gebietsteam · Phase 2führt
Wird gebildet, in zwei Arbeitstagen geschult und legt Struktur und Regeln fest.
Die CTC-Koordination · Phase 2führt
Bereitet das Gebietsteam vor und leitet es, bildet die ersten Arbeitsgruppen, entwirft den Arbeitsplan.
Arbeitsgruppen · Phase 2beteiligt
Die ersten Arbeitsgruppen entstehen, jede mit einem schriftlichen Auftrag.
Die CTC-Transferstelle · Phase 2beteiligt
Schult das Gebietsteam in den Forschungsgrundlagen und den fünf Phasen.
Schlüsselpersonen · Phase 3beteiligt
Erhalten das Gebietsprofil und billigen die zwei bis fünf vorrangigen Faktoren.
Das Gebietsteam · Phase 3führt
Liest den Befragungsbericht und wählt die vorrangigen Faktoren.
Die CTC-Koordination · Phase 3führt
Organisiert die Befragung mit den Schulen und bereitet den Bericht für das Gebietsteam auf.
Arbeitsgruppen · Phase 3führt
Die Auswertungsgruppe liest die Daten, die Ressourcengruppe erfasst, was es schon gibt.
Die CTC-Transferstelle · Phase 3führt
Führt die Jugendbefragung durch und liefert die Vergleichswerte.
Schlüsselpersonen · Phase 4beteiligt
Billigen den Aktionsplan und öffnen Türen und Haushaltsmittel dafür.
Das Gebietsteam · Phase 4führt
Plant in einer Klausur: Ziele auf drei Ebenen und geprüfte Programme für jede Priorität.
Die CTC-Koordination · Phase 4führt
Bereitet die Planungsklausur vor und schreibt den Aktionsplan.
Arbeitsgruppen · Phase 4beteiligt
Durchsuchen die Register und arbeiten Umsetzende, Ziele und Budgets je Programm aus.
Die CTC-Transferstelle · Phase 4beteiligt
Stellt das Register geprüfter Programme bereit und berät bei der Auswahl.
Schlüsselpersonen · Phase 5beteiligt
Erhalten mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse und halten die Koordinationsstelle finanziert.
Das Gebietsteam · Phase 5führt
Trifft sich mindestens vierteljährlich, prüft jährlich seine Meilensteine und schreibt den Plan fort.
Die CTC-Koordination · Phase 5führt
Hält Umsetzung, Evaluation und Finanzierung auf Kurs und berichtet an alle.
Arbeitsgruppen · Phase 5führt
Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung leisten die Arbeit über das Jahr.
Die CTC-Transferstelle · Phase 5beteiligt
Führt alle zwei Jahre die Folgebefragung durch und unterstützt die Programmtreue.
Schlüsselpersonen in den fünf Phasen
Bürgermeisterin oder Bürgermeister beziehungsweise Landrätin oder Landrat, die Leitungen von Schulen, Jugendamt, Polizei, Gesundheitswesen und den großen Wohlfahrtsverbänden sowie die Menschen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie nehmen nicht an jeder Sitzung teil. Sie verpflichten sich zu Beginn öffentlich, erhalten das Gebietsprofil und den Aktionsplan, billigen die Prioritäten und öffnen Türen und Fördertöpfe. Ohne ihre formelle Zusage übersteht ein Prozess selten sein zweites Jahr.
beteiligt · Erhalten mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse und halten die Koordinationsstelle finanziert.
Das Gebietsteam in den fünf Phasen
Eine Koalition von zwanzig bis vierzig Personen aus allen Bereichen, die mit Kindern und Familien zu tun haben: Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitswesen, Polizei, Sport und Kultur, Religionsgemeinschaften, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wo bereits ein geeignetes Bündnis besteht, übernimmt es die Rolle, statt dass ein neues Gremium gegründet wird. Dem Gebietsteam gehören die Daten; es setzt die Prioritäten und schreibt den Plan.
führt · Trifft sich mindestens vierteljährlich, prüft jährlich seine Meilensteine und schreibt den Plan fort.
Die CTC-Koordination in den fünf Phasen
Eine Person mit mindestens einer halben Stelle, angestellt bei einer Trägerorganisation in der Kommune. Die Koordination bereitet die Sitzungen des Gebietsteams vor, leitet die Arbeitsgruppen, organisiert die Befragung mit den Schulen, hält Zeitplan und Dokumentation aktuell und ist die Ansprechperson für die Transferstelle. In der Praxis ist diese Stelle das verlässlichste einzelne Anzeichen dafür, ob ein Prozess bis zum Ende geführt wird.
führt · Hält Umsetzung, Evaluation und Finanzierung auf Kurs und berichtet an alle.
Arbeitsgruppen in den fünf Phasen
Kleine Gruppen aus Mitgliedern des Gebietsteams mit einer festgelegten Aufgabe und einer Frist: Eine wertet die Daten aus und bereitet die Prioritäten vor, eine erfasst die bestehenden Angebote, eine kümmert sich um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, eine beteiligt Jugendliche, und später je eine für die Finanzierung und für die Begleitung der Programme. Die Arbeitsgruppen machen die Arbeit; das gesamte Gebietsteam entscheidet.
führt · Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung leisten die Arbeit über das Jahr.
Die CTC-Transferstelle in den fünf Phasen
Die Organisation, die CTC in einem Land unterstützt, ein Präventionsrat, ein Forschungsinstitut oder ein gemeinnütziger Verein: Sie schult die Koordination und das Gebietsteam, führt die Jugendbefragung durch oder unterstützt sie, stellt die Vergleichsdaten und das Register wirksamkeitsgeprüfter Programme bereit und bringt Kommunen zusammen. Den lokalen Prozess führt sie nicht; das macht die Kommune.
beteiligt · Führt alle zwei Jahre die Folgebefragung durch und unterstützt die Programmtreue.
Die fünf Phasen
Die fünf Phasen im Einzelnen.
Je Phase das Ziel, die Beteiligten, die Schritte und die Meilensteine, an denen sie abgeschlossen ist. Die Leiste bleibt beim Lesen sichtbar; die Meilensteine lassen sich abhaken.
Ihre vier Termine
Sie müssen nicht in jeder Sitzung sein. An diesen Punkten hängt der Prozess an Ihrer Entscheidung:
1Zusage – Nehmen an der halbtägigen Einführung teil und sagen formell zu: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum Gebietsteam.
3Prioritäten – Erhalten das Gebietsprofil und billigen die zwei bis fünf vorrangigen Faktoren.
4Plan – Billigen den Aktionsplan und öffnen Türen und Haushaltsmittel dafür.
5Jahresbericht – Erhalten mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse und halten die Koordinationsstelle finanziert.
Wo Ihre Rolle führt
Hier führt das Gebietsteam; in den übrigen Phasen ist es beteiligt oder nicht dabei:
2führt – Wird gebildet, in zwei Arbeitstagen geschult und legt Struktur und Regeln fest.
3führt – Liest den Befragungsbericht und wählt die vorrangigen Faktoren.
4führt – Plant in einer Klausur: Ziele auf drei Ebenen und geprüfte Programme für jede Priorität.
5führt – Trifft sich mindestens vierteljährlich, prüft jährlich seine Meilensteine und schreibt den Plan fort.
Ihre Phasen
Alles – und diese Stellen zuerst. Die Koordination hält den Prozess in jeder Phase in Gang; hier führt sie:
2führt – Bereitet das Gebietsteam vor und leitet es, bildet die ersten Arbeitsgruppen, entwirft den Arbeitsplan.
3führt – Organisiert die Befragung mit den Schulen und bereitet den Bericht für das Gebietsteam auf.
4führt – Bereitet die Planungsklausur vor und schreibt den Aktionsplan.
5führt – Hält Umsetzung, Evaluation und Finanzierung auf Kurs und berichtet an alle.
Wo Ihre Rolle führt
Hier führt eine Arbeitsgruppe; in den übrigen Phasen ist sie beteiligt oder nicht dabei:
3führt – Die Auswertungsgruppe liest die Daten, die Ressourcengruppe erfasst, was es schon gibt.
5führt – Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung leisten die Arbeit über das Jahr.
Wo Ihre Rolle führt
Hier führt die Transferstelle; in den übrigen Phasen ist sie beteiligt oder nicht dabei:
3führt – Führt die Jugendbefragung durch und liefert die Vergleichswerte.
0 von 26 Meilensteinen abgehakt·Stand nur auf diesem Gerät
1
Phase 1
Bereitschaft klären
Dauer: 2–4 Monate
0 / 5
Auf einen Blick
Ziel
Auf Grundlage eines ehrlichen Blicks auf die Kommune entscheiden, ob CTC das richtige Instrument ist, und die Menschen und Mittel für den Start sichern.
Wer beteiligt ist
Eine Person, die die Idee einbringt, eine angesehene Fürsprecherin oder ein angesehener Fürsprecher vor Ort, eine Trägerorganisation, die künftige Koordination und die Schlüsselpersonen.
Zwei bis vier Monate. Länger, wenn die Finanzierung der Koordination erst gefunden werden muss.
1Das Gebiet festlegen, das organisiert werden soll: eine Stadt, ein Stadtteil, ein Schuleinzugsgebiet. Klein genug, um es zu kennen, groß genug, damit es zählt.
2Erfassen, was schon da ist: Bündnisse, Präventionspläne, Programme, frühere Initiativen und die Gründe, warum sie endeten.
3Die Bereitschaft nüchtern prüfen: Teilen die Bereiche ein Verständnis von Prävention, gibt es eine Gewohnheit der Zusammenarbeit, gibt es Rückhalt für ein datengestütztes Vorgehen, und machen die Schulen bei der Befragung mit?
4Die Schlüsselpersonen zu einer halbtägigen Einführung zusammenbringen und um eine formelle Zusage bitten: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum Gebietsteam.Schlüsselpersonen gefragt: Zusage
5Die Punkte benennen, die den Prozess stoppen könnten, und sie klären, bevor es weitergeht – oder festhalten, wie sie geklärt werden.
Abgeschlossen, wenn
Ein festgelegtes Gebiet und ein Rahmen für das Vorhaben
Schlüsselpersonen formell verpflichtet, Fürsprecher und Trägerorganisation benannt
Eine Koordination im Amt, mindestens mit halber Stelle
Hindernisse für die Bereitschaft erkannt und angegangen, oder ein Plan dafür
Ein Arbeitsplan und ein Zeitplan für Phase 2
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
2
Phase 2
Organisieren
Dauer: 2–3 Monate
0 / 5
Auf einen Blick
Ziel
Ein Gebietsteam aufbauen, das die Analyse, die Prioritäten, den Plan und seine Umsetzung stemmen kann, und ihm eine Vision geben, die die Kommune teilt.
Wer beteiligt ist
Die Schlüsselpersonen gewinnen das Gebietsteam; die Koordination bereitet es vor und leitet es.
Zwei bis drei Monate, überlappend mit der Vorbereitung der Befragung.
1Ein Gebietsteam gewinnen, das die Kommune abbildet und nicht den üblichen Ausschuss: jeder Bereich, jeder Ortsteil und Jugendliche mit echtem Mitspracherecht.
2Das Gebietsteam an zwei Arbeitstagen einführen: die Forschung zu Risiko- und Schutzfaktoren, das Modell der Sozialen Entwicklung, die fünf Phasen sowie die eigene Rolle und die eigenen Regeln.
3Die Struktur vereinbaren: Vorsitz oder Doppelspitze, wie Entscheidungen fallen, wie das Gebietsteam den Schlüsselpersonen berichtet und wie es sich zu bestehenden Bündnissen verhält.
4Die ersten Arbeitsgruppen bilden, jede mit schriftlichem Auftrag, und den Arbeits- und Zeitplan für den gesamten Prozess entwerfen.
5Mit der Kommune eine Vision formulieren, sie veröffentlichen und planen, wie Bevölkerung und Jugendliche beteiligt bleiben.
Abgeschlossen, wenn
Ein Gebietsteam mit klaren Rollen und schriftlichem Arbeitsplan
Mitglieder, die die Forschungsgrundlage und ihre eigenen Aufgaben verstehen
Arbeitsgruppen mit festgelegten Aufträgen
Eine Vision, die mit der Kommune geteilt ist
Ein Plan zur Beteiligung Jugendlicher und ein System für die Dokumentation
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
3
Phase 3
Gebietsprofil erstellen
Dauer: 4–6 Monate
0 / 5
Auf einen Blick
Ziel
Annahmen durch Daten ersetzen: Welche Risikofaktoren sind erhöht, welche Schutzfaktoren schwach, wo in der Kommune, und was setzt dort bereits an?
Wer beteiligt ist
Die Arbeitsgruppe für die Datenauswertung und die Arbeitsgruppe für die Bestandsaufnahme mit der Koordination; die Transferstelle führt die Befragung durch und liefert die Vergleichswerte.
Vier bis sechs Monate, je nach Schuljahr und Zeitplan der Befragung.
Schlüsselpersonen beteiligtGebietsteam führtKoordination führtArbeitsgruppen führtTransferstelle führt
Was passiert
5 Schritte zeigenEinklappen
1Die CTC-Kinder- und Jugendbefragung an den Schulen durchführen, anonym und mit dem Einwilligungsverfahren, das mit der Schulbehörde vereinbart ist, und öffentliche Daten zu denselben Verhaltensweisen hinzuziehen: Polizeistatistik, Schuldaten, Gesundheitsdaten.
2Den Bericht lesen, den die Kommune erhält: für jeden Faktor der Anteil der Jugendlichen mit erhöhtem Risiko oder geringem Schutz und der Vergleich mit dem regionalen oder nationalen Referenzwert.
3Die Gruppen und Gebiete mit hohem Risiko und geringem Schutz erkennen, dann zwei bis fünf vorrangige Faktoren auswählen. Wer an dieser Entscheidung beteiligt ist, wird vereinbart, bevor die Zahlen vorliegen.
4Das Profil den Schlüsselpersonen und der Kommune vorstellen und die Prioritäten von Gebietsteam und Schlüsselpersonen billigen lassen.Schlüsselpersonen gefragt: Prioritäten
5Erfassen, was die Kommune zu diesen Prioritäten bereits anbietet: welche Programme, Regelungen und Praktiken es gibt, wen sie erreichen, ob sie geprüft sind und wo die Lücken liegen.
Abgeschlossen, wenn
Kinder- und Jugendbefragung abgeschlossen, öffentliche Daten gesammelt
Zwei bis fünf vorrangige Risiko- und Schutzfaktoren ausgewählt und gebilligt
Ein Gebietsprofil als Bericht verteilt
Eine Bestandsaufnahme der Angebote mit Lückenanalyse
Ein Arbeitsplan für Phase 4
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
4
Phase 4
Aktionsplan erstellen
Dauer: 3–4 Monate
0 / 5
Auf einen Blick
Ziel
Die Prioritäten in einen schriftlichen, finanzierten und beschlossenen Plan geprüfter Programme, Regelungen und Praktiken mit messbaren Zielen überführen.
Wer beteiligt ist
Das gesamte Gebietsteam in einer Planungsklausur, dazu die Träger, die die Programme umsetzen würden, Jugendliche und die Schlüsselpersonen, die das Ergebnis bestätigen müssen.
1Ziele auf drei Ebenen setzen: langfristig für das Verhalten der Jugendlichen, mittelfristig für die vorrangigen Risiko- und Schutzfaktoren und kurzfristig für die Teilnehmenden jedes Programms.
2In den Registern – in Deutschland der Grünen Liste Prävention, europaweit Xchange – nach Programmen, Regelungen und Praktiken suchen, die die vorrangigen Faktoren nachweislich verändern, und prüfen, was vor Ort schon läuft und ausgebaut werden könnte.
3Gemeinsam mit denen, die sie umsetzen werden, auswählen: die Altersgruppen und Lebensbereiche, die abgedeckt werden sollen, von Familienprogrammen und früher Kindheit bis Schule und Nachbarschaft, damit jedes Kind in der Kommune erreicht wird, in welchem Alter auch immer.
4Für jedes ausgewählte Programm den Träger der Umsetzung, die zu erreichenden Teilnehmenden, die Umsetzungsziele, einen ersten Zeitplan und ein grobes Budget festlegen.
5Den Aktionsplan schreiben, von Schlüsselpersonen und Gebietsteam bestätigen lassen und in der Kommune veröffentlichen.Schlüsselpersonen gefragt: Plan
Abgeschlossen, wenn
Messbare Ziele auf allen drei Ebenen
Geprüfte Programme, Regelungen und Praktiken für jede Priorität ausgewählt
Umsetzende verpflichtet, Wirkungs- und Umsetzungsziele je Programm
Ein schriftlicher kommunaler Aktionsplan, bestätigt und verteilt
Ein Arbeitsplan für Phase 5
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
5
Phase 5
Umsetzen und auswerten
Dauer: Ohne festes Ende
0 / 6
Auf einen Blick
Ziel
Die Programme wie vorgesehen durchführen, messen, was sich verändert, und Gebietsteam und Finanzierung lange genug am Leben halten, bis die Wirkungen sichtbar werden.
Wer beteiligt ist
Die umsetzenden Organisationen, die Koordination, Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung sowie das Gebietsteam, das jetzt mindestens vierteljährlich tagt.
Ohne festes Ende. Programme laufen über Jahre; messbare Veränderung in der Kommune folgt auf die zweite oder dritte Befragung.
1Klären, wer in der Umsetzung was tut, Vereinbarungen mit den umsetzenden Organisationen schließen und neue Mitglieder für das Gebietsteam gewinnen, die lieber machen als planen.
2Jedes Programm im Detail planen: Schulung der Fachkräfte, die Elemente der Programmtreue, die nicht verändert werden dürfen, Ressourcen und die Art, wie Jugendliche beteiligt werden.
3Die Evaluation planen: Teilnahme- und Umsetzungsdaten für jedes Programm mindestens jährlich, und die Jugendbefragung mindestens alle zwei Jahre wiederholen, um die vorrangigen Faktoren zu verfolgen.
4Die Finanzierung für Programme, Evaluation und Koordination sichern und die Veränderungen in lokalen Strukturen und Regeln bestimmen, die der Plan braucht, um Bestand zu haben.
5Programmsitzungen beobachten, den Umsetzenden regelmäßig Rückmeldung geben, Ergebnisse mindestens einmal im Jahr mit Schlüsselpersonen und Kommune teilen und feiern, was sich verbessert hat.Schlüsselpersonen gefragt: Jahresbericht
Abgeschlossen, wenn
Rollen und Vereinbarungen für die Umsetzung
Ein Umsetzungsplan und ein Evaluationsplan für jedes Programm
Eine Finanzierungsstrategie und benannte Veränderungen in den Strukturen
Programme programmtreu umgesetzt, begleitet und jährlich berichtet
Das Gebietsteam aktiv, mit jährlicher Überprüfung seiner Meilensteine
Eine Wiederholungsbefragung mindestens alle zwei Jahre und ein Aktionsplan, der nach ihren Ergebnissen überarbeitet wird
Abhaken: Stand nur auf diesem Gerät, nichts wird übertragen.
Was es kostet und woran es scheitert.
Der Prozess braucht eine bezahlte Koordination, eine Transferstelle, die die Befragung durchführen kann, und Schlüsselpersonen, die über eine Kommunalwahl hinweg dabeibleiben. Er scheitert, wo das Gebietsteam ein Ausschuss aus Amtsträgern ohne Bürgerinnen und Bürger ist, wo die Prioritäten feststehen, bevor die Daten da sind, wo Programme nach Verfügbarkeit statt nach Evidenz ausgewählt werden oder wo die Koordinationsstelle mit der ersten Förderung endet. Die europäischen Evaluationen, positive wie negative, verweisen auf dieselben Bedingungen.
Der Zyklus schließt sich mit der nächsten Befragung
Phase 5 ist kein Endzustand. Die wiederholte Jugendbefragung zeigt, ob sich die vorrangigen Faktoren bewegt haben, die Bestandsaufnahme zeigt, ob die Programme noch erreichen, wen sie erreichen sollen, und das Gebietsteam überarbeitet den Aktionsplan auf dieser Grundlage. Eine Kommune, die den ganzen Zyklus einmal durchlaufen hat, muss nicht wieder bei Phase 1 beginnen; sie muss Gebietsteam, Koordination und Befragung erhalten. Das ist gemeint, wenn im Abschnitt zur Wirkung von Nachhaltigkeit die Rede ist.
Jede Aufgabe in den fünf Phasen dient einer Wirkungstheorie: Jugendliche, die Gelegenheiten bekommen, etwas beizutragen, die Fähigkeiten, sie zu nutzen, und Anerkennung dafür, binden sich an die Menschen und Institutionen um sie herum, übernehmen deren Normen und verhalten sich entsprechend. Die Befragung misst, wo diese Kette schwach ist; die Programme stärken die Glieder. Das Modell dahinter beschreibt die Seite zu den theoretischen Grundlagen.