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Die fünf Phasen · Ablauf

Wie ein CTC-Prozess abläuft.

Communities That Care ist eine Abfolge, kein Programm. Fünf Phasen führen eine Kommune vom ersten Gespräch zu einem schriftlichen Aktionsplan und weiter zu messbaren Ergebnissen. Jede Phase hat festgelegte Rollen, konkrete Aufgaben und Meilensteine, die sagen, wann sie abgeschlossen ist. Diese Seite beschreibt die Arbeit so, wie sie tatsächlich geleistet wird.

Phasen in fester Reihenfolge
5
Monate bis zum beschlossenen Aktionsplan
12–18
Jahre bis zur nächsten Befragung
2
Die fünf Phasen als KreislaufPhase 1 · Bereitschaft klärenPhase 2 · OrganisierenPhase 3 · Gebietsprofil erstellenPhase 4 · Aktionsplan erstellenPhase 5 · Umsetzen und auswerten

Wie lange die Phasen dauern.

Phase 3 ist die längste, Phase 5 endet nicht, und die Befragung führt alle zwei Jahre dorthin zurück. Die Rauten zeigen, wo die Schlüsselpersonen gefragt sind.

Zeitleiste des Zyklus: Dauer der fünf Phasen, Entscheidungspunkte der Schlüsselpersonen und die Rückschleife zur nächsten Befragung
Fünf Phasen als Zeitleiste mit RückschleifePhase 1 Bereitschaft klären: 2 bis 4 Monate, Schlüsselpersonen gefragt (Zusage). Phase 2 Organisieren: 2 bis 3 Monate. Phase 3 Gebietsprofil erstellen: 4 bis 6 Monate, Schlüsselpersonen gefragt (Prioritäten). Phase 4 Aktionsplan erstellen: 3 bis 4 Monate, Schlüsselpersonen gefragt (Plan). Phase 5 Umsetzen und auswerten: ohne festes Ende, Schlüsselpersonen gefragt (Jahresbericht). Nach Phase 5 führt die Befragung alle 2 Jahre zurück zu Phase 3.12–18 Monate bis zum beschlossenen AktionsplanPhase 1Bereitschaft klären2–4 MonatePhase 2Organisieren2–3 MonatePhase 3Gebietsprofil erstellen4–6 MonatePhase 4Aktionsplan erstellen3–4 MonatePhase 5Umsetzen und auswertenOhne festes EndeZusagePrioritätenPlanJahresberichtBefragung alle 2 JahreSchlüsselpersonen gefragt
Die fünf Phasen: Dauer und Entscheidungspunkte der Schlüsselpersonen
PhaseDauerSchlüsselpersonen gefragt
Phase 1: Bereitschaft klären2 bis 4 MonateZusage (Schritt 4)
Phase 2: Organisieren2 bis 3 Monatenein
Phase 3: Gebietsprofil erstellen4 bis 6 MonatePrioritäten (Schritt 4)
Phase 4: Aktionsplan erstellen3 bis 4 MonatePlan (Schritt 5)
Phase 5: Umsetzen und auswertenohne festes EndeJahresbericht (Schritt 5)

12–18 Monate bis zum beschlossenen Aktionsplan. Nach Phase 5 führt die Jugendbefragung alle 2 Jahre zurück zu Phase 3; der Zyklus schließt sich.

Rollen

Wer die Arbeit macht.

CTC trennt zwei Dinge, die Kommunen oft vermischen: die Menschen, die entscheiden und bezahlen können, und die Menschen, die analysieren und planen. Beide Gruppen treffen sich an festgelegten Punkten, und eine Person hält den Prozess zwischen ihnen in Gang.

Wer ist im Raum

Fünf Rollen, fünf Phasen: wer führt, wer beteiligt ist, wer nicht dabei ist.

  • Schlüsselpersonen
    Beschreibung

    Bürgermeisterin oder Bürgermeister beziehungsweise Landrätin oder Landrat, die Leitungen von Schulen, Jugendamt, Polizei, Gesundheitswesen und den großen Wohlfahrtsverbänden sowie die Menschen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie nehmen nicht an jeder Sitzung teil. Sie verpflichten sich zu Beginn öffentlich, erhalten das Gebietsprofil und den Aktionsplan, billigen die Prioritäten und öffnen Türen und Fördertöpfe. Ohne ihre formelle Zusage übersteht ein Prozess selten sein zweites Jahr.

  • Das Gebietsteam
    Beschreibung

    Eine Koalition von zwanzig bis vierzig Personen aus allen Bereichen, die mit Kindern und Familien zu tun haben: Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitswesen, Polizei, Sport und Kultur, Religionsgemeinschaften, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wo bereits ein geeignetes Bündnis besteht, übernimmt es die Rolle, statt dass ein neues Gremium gegründet wird. Dem Gebietsteam gehören die Daten; es setzt die Prioritäten und schreibt den Plan.

    1. Phase 1: nicht dabei
  • Die CTC-Koordination
    Beschreibung

    Eine Person mit mindestens einer halben Stelle, angestellt bei einer Trägerorganisation in der Kommune. Die Koordination bereitet die Sitzungen des Gebietsteams vor, leitet die Arbeitsgruppen, organisiert die Befragung mit den Schulen, hält Zeitplan und Dokumentation aktuell und ist die Ansprechperson für die Transferstelle. In der Praxis ist diese Stelle das verlässlichste einzelne Anzeichen dafür, ob ein Prozess bis zum Ende geführt wird.

  • Arbeitsgruppen
    Beschreibung

    Kleine Gruppen aus Mitgliedern des Gebietsteams mit einer festgelegten Aufgabe und einer Frist: Eine wertet die Daten aus und bereitet die Prioritäten vor, eine erfasst die bestehenden Angebote, eine kümmert sich um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, eine beteiligt Jugendliche, und später je eine für die Finanzierung und für die Begleitung der Programme. Die Arbeitsgruppen machen die Arbeit; das gesamte Gebietsteam entscheidet.

    1. Phase 1: nicht dabei
  • Die CTC-Transferstelle
    Beschreibung

    Die Organisation, die CTC in einem Land unterstützt, ein Präventionsrat, ein Forschungsinstitut oder ein gemeinnütziger Verein: Sie schult die Koordination und das Gebietsteam, führt die Jugendbefragung durch oder unterstützt sie, stellt die Vergleichsdaten und das Register wirksamkeitsgeprüfter Programme bereit und bringt Kommunen zusammen. Den lokalen Prozess führt sie nicht; das macht die Kommune.

Schlüsselpersonen · Phase 1führt

Nehmen an der halbtägigen Einführung teil und sagen formell zu: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum Gebietsteam.

Die CTC-Koordination · Phase 1beteiligt

Wird in dieser Phase gewonnen; einmal im Amt, entwirft sie den Arbeitsplan für Phase 2.

Die CTC-Transferstelle · Phase 1beteiligt

Führt die Einführung für die Schlüsselpersonen durch und berät zur Bereitschaft.

Schlüsselpersonen · Phase 2beteiligt

Gewinnen die Mitglieder des Gebietsteams und erhalten das Leitbild.

Das Gebietsteam · Phase 2führt

Wird gebildet, in zwei Arbeitstagen geschult und legt Struktur und Regeln fest.

Die CTC-Koordination · Phase 2führt

Bereitet das Gebietsteam vor und leitet es, bildet die ersten Arbeitsgruppen, entwirft den Arbeitsplan.

Arbeitsgruppen · Phase 2beteiligt

Die ersten Arbeitsgruppen entstehen, jede mit einem schriftlichen Auftrag.

Die CTC-Transferstelle · Phase 2beteiligt

Schult das Gebietsteam in den Forschungsgrundlagen und den fünf Phasen.

Schlüsselpersonen · Phase 3beteiligt

Erhalten das Gebietsprofil und billigen die zwei bis fünf vorrangigen Faktoren.

Das Gebietsteam · Phase 3führt

Liest den Befragungsbericht und wählt die vorrangigen Faktoren.

Die CTC-Koordination · Phase 3führt

Organisiert die Befragung mit den Schulen und bereitet den Bericht für das Gebietsteam auf.

Arbeitsgruppen · Phase 3führt

Die Auswertungsgruppe liest die Daten, die Ressourcengruppe erfasst, was es schon gibt.

Die CTC-Transferstelle · Phase 3führt

Führt die Jugendbefragung durch und liefert die Vergleichswerte.

Schlüsselpersonen · Phase 4beteiligt

Billigen den Aktionsplan und öffnen Türen und Haushaltsmittel dafür.

Das Gebietsteam · Phase 4führt

Plant in einer Klausur: Ziele auf drei Ebenen und geprüfte Programme für jede Priorität.

Die CTC-Koordination · Phase 4führt

Bereitet die Planungsklausur vor und schreibt den Aktionsplan.

Arbeitsgruppen · Phase 4beteiligt

Durchsuchen die Register und arbeiten Umsetzende, Ziele und Budgets je Programm aus.

Die CTC-Transferstelle · Phase 4beteiligt

Stellt das Register geprüfter Programme bereit und berät bei der Auswahl.

Schlüsselpersonen · Phase 5beteiligt

Erhalten mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse und halten die Koordinationsstelle finanziert.

Das Gebietsteam · Phase 5führt

Trifft sich mindestens vierteljährlich, prüft jährlich seine Meilensteine und schreibt den Plan fort.

Die CTC-Koordination · Phase 5führt

Hält Umsetzung, Evaluation und Finanzierung auf Kurs und berichtet an alle.

Arbeitsgruppen · Phase 5führt

Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung leisten die Arbeit über das Jahr.

Die CTC-Transferstelle · Phase 5beteiligt

Führt alle zwei Jahre die Folgebefragung durch und unterstützt die Programmtreue.

Schlüsselpersonen in den fünf Phasen

Bürgermeisterin oder Bürgermeister beziehungsweise Landrätin oder Landrat, die Leitungen von Schulen, Jugendamt, Polizei, Gesundheitswesen und den großen Wohlfahrtsverbänden sowie die Menschen, die über Haushaltsmittel entscheiden. Sie nehmen nicht an jeder Sitzung teil. Sie verpflichten sich zu Beginn öffentlich, erhalten das Gebietsprofil und den Aktionsplan, billigen die Prioritäten und öffnen Türen und Fördertöpfe. Ohne ihre formelle Zusage übersteht ein Prozess selten sein zweites Jahr.

Phase 1
führt · Nehmen an der halbtägigen Einführung teil und sagen formell zu: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum Gebietsteam.
Phase 2
beteiligt · Gewinnen die Mitglieder des Gebietsteams und erhalten das Leitbild.
Phase 3
beteiligt · Erhalten das Gebietsprofil und billigen die zwei bis fünf vorrangigen Faktoren.
Phase 4
beteiligt · Billigen den Aktionsplan und öffnen Türen und Haushaltsmittel dafür.
Phase 5
beteiligt · Erhalten mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse und halten die Koordinationsstelle finanziert.
Das Gebietsteam in den fünf Phasen

Eine Koalition von zwanzig bis vierzig Personen aus allen Bereichen, die mit Kindern und Familien zu tun haben: Schulen, Jugendarbeit, Gesundheitswesen, Polizei, Sport und Kultur, Religionsgemeinschaften, Eltern und die Jugendlichen selbst. Wo bereits ein geeignetes Bündnis besteht, übernimmt es die Rolle, statt dass ein neues Gremium gegründet wird. Dem Gebietsteam gehören die Daten; es setzt die Prioritäten und schreibt den Plan.

Phase 1
nicht dabei
Phase 2
führt · Wird gebildet, in zwei Arbeitstagen geschult und legt Struktur und Regeln fest.
Phase 3
führt · Liest den Befragungsbericht und wählt die vorrangigen Faktoren.
Phase 4
führt · Plant in einer Klausur: Ziele auf drei Ebenen und geprüfte Programme für jede Priorität.
Phase 5
führt · Trifft sich mindestens vierteljährlich, prüft jährlich seine Meilensteine und schreibt den Plan fort.
Die CTC-Koordination in den fünf Phasen

Eine Person mit mindestens einer halben Stelle, angestellt bei einer Trägerorganisation in der Kommune. Die Koordination bereitet die Sitzungen des Gebietsteams vor, leitet die Arbeitsgruppen, organisiert die Befragung mit den Schulen, hält Zeitplan und Dokumentation aktuell und ist die Ansprechperson für die Transferstelle. In der Praxis ist diese Stelle das verlässlichste einzelne Anzeichen dafür, ob ein Prozess bis zum Ende geführt wird.

Phase 1
beteiligt · Wird in dieser Phase gewonnen; einmal im Amt, entwirft sie den Arbeitsplan für Phase 2.
Phase 2
führt · Bereitet das Gebietsteam vor und leitet es, bildet die ersten Arbeitsgruppen, entwirft den Arbeitsplan.
Phase 3
führt · Organisiert die Befragung mit den Schulen und bereitet den Bericht für das Gebietsteam auf.
Phase 4
führt · Bereitet die Planungsklausur vor und schreibt den Aktionsplan.
Phase 5
führt · Hält Umsetzung, Evaluation und Finanzierung auf Kurs und berichtet an alle.
Arbeitsgruppen in den fünf Phasen

Kleine Gruppen aus Mitgliedern des Gebietsteams mit einer festgelegten Aufgabe und einer Frist: Eine wertet die Daten aus und bereitet die Prioritäten vor, eine erfasst die bestehenden Angebote, eine kümmert sich um Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, eine beteiligt Jugendliche, und später je eine für die Finanzierung und für die Begleitung der Programme. Die Arbeitsgruppen machen die Arbeit; das gesamte Gebietsteam entscheidet.

Phase 1
nicht dabei
Phase 2
beteiligt · Die ersten Arbeitsgruppen entstehen, jede mit einem schriftlichen Auftrag.
Phase 3
führt · Die Auswertungsgruppe liest die Daten, die Ressourcengruppe erfasst, was es schon gibt.
Phase 4
beteiligt · Durchsuchen die Register und arbeiten Umsetzende, Ziele und Budgets je Programm aus.
Phase 5
führt · Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung leisten die Arbeit über das Jahr.
Die CTC-Transferstelle in den fünf Phasen

Die Organisation, die CTC in einem Land unterstützt, ein Präventionsrat, ein Forschungsinstitut oder ein gemeinnütziger Verein: Sie schult die Koordination und das Gebietsteam, führt die Jugendbefragung durch oder unterstützt sie, stellt die Vergleichsdaten und das Register wirksamkeitsgeprüfter Programme bereit und bringt Kommunen zusammen. Den lokalen Prozess führt sie nicht; das macht die Kommune.

Phase 1
beteiligt · Führt die Einführung für die Schlüsselpersonen durch und berät zur Bereitschaft.
Phase 2
beteiligt · Schult das Gebietsteam in den Forschungsgrundlagen und den fünf Phasen.
Phase 3
führt · Führt die Jugendbefragung durch und liefert die Vergleichswerte.
Phase 4
beteiligt · Stellt das Register geprüfter Programme bereit und berät bei der Auswahl.
Phase 5
beteiligt · Führt alle zwei Jahre die Folgebefragung durch und unterstützt die Programmtreue.
Die fünf Phasen

Die fünf Phasen im Einzelnen.

Je Phase das Ziel, die Beteiligten, die Schritte und die Meilensteine, an denen sie abgeschlossen ist. Die Leiste bleibt beim Lesen sichtbar; die Meilensteine lassen sich abhaken.

  1. Phase 1

    Bereitschaft klären

    Dauer: 2–4 Monate

    Auf einen Blick

    Ziel
    Auf Grundlage eines ehrlichen Blicks auf die Kommune entscheiden, ob CTC das richtige Instrument ist, und die Menschen und Mittel für den Start sichern.
    Wer beteiligt ist
    Eine Person, die die Idee einbringt, eine angesehene Fürsprecherin oder ein angesehener Fürsprecher vor Ort, eine Trägerorganisation, die künftige Koordination und die Schlüsselpersonen.

    Zwei bis vier Monate. Länger, wenn die Finanzierung der Koordination erst gefunden werden muss.

    Schlüsselpersonen führtKoordination beteiligtTransferstelle beteiligt

    Was passiert

    5 Schritte zeigen
    1. Das Gebiet festlegen, das organisiert werden soll: eine Stadt, ein Stadtteil, ein Schuleinzugsgebiet. Klein genug, um es zu kennen, groß genug, damit es zählt.
    2. Erfassen, was schon da ist: Bündnisse, Präventionspläne, Programme, frühere Initiativen und die Gründe, warum sie endeten.
    3. Die Bereitschaft nüchtern prüfen: Teilen die Bereiche ein Verständnis von Prävention, gibt es eine Gewohnheit der Zusammenarbeit, gibt es Rückhalt für ein datengestütztes Vorgehen, und machen die Schulen bei der Befragung mit?
    4. Die Schlüsselpersonen zu einer halbtägigen Einführung zusammenbringen und um eine formelle Zusage bitten: zum Prozess, zur Befragung, zu einer Koordinationsstelle und zum Gebietsteam.Schlüsselpersonen gefragt: Zusage
    5. Die Punkte benennen, die den Prozess stoppen könnten, und sie klären, bevor es weitergeht – oder festhalten, wie sie geklärt werden.

    Abgeschlossen, wenn

    • Ein festgelegtes Gebiet und ein Rahmen für das Vorhaben
    • Schlüsselpersonen formell verpflichtet, Fürsprecher und Trägerorganisation benannt
    • Eine Koordination im Amt, mindestens mit halber Stelle
    • Hindernisse für die Bereitschaft erkannt und angegangen, oder ein Plan dafür
    • Ein Arbeitsplan und ein Zeitplan für Phase 2
  2. Phase 2

    Organisieren

    Dauer: 2–3 Monate

    Auf einen Blick

    Ziel
    Ein Gebietsteam aufbauen, das die Analyse, die Prioritäten, den Plan und seine Umsetzung stemmen kann, und ihm eine Vision geben, die die Kommune teilt.
    Wer beteiligt ist
    Die Schlüsselpersonen gewinnen das Gebietsteam; die Koordination bereitet es vor und leitet es.

    Zwei bis drei Monate, überlappend mit der Vorbereitung der Befragung.

    Schlüsselpersonen beteiligtGebietsteam führtKoordination führtArbeitsgruppen beteiligtTransferstelle beteiligt

    Was passiert

    5 Schritte zeigen
    1. Ein Gebietsteam gewinnen, das die Kommune abbildet und nicht den üblichen Ausschuss: jeder Bereich, jeder Ortsteil und Jugendliche mit echtem Mitspracherecht.
    2. Das Gebietsteam an zwei Arbeitstagen einführen: die Forschung zu Risiko- und Schutzfaktoren, das Modell der Sozialen Entwicklung, die fünf Phasen sowie die eigene Rolle und die eigenen Regeln.
    3. Die Struktur vereinbaren: Vorsitz oder Doppelspitze, wie Entscheidungen fallen, wie das Gebietsteam den Schlüsselpersonen berichtet und wie es sich zu bestehenden Bündnissen verhält.
    4. Die ersten Arbeitsgruppen bilden, jede mit schriftlichem Auftrag, und den Arbeits- und Zeitplan für den gesamten Prozess entwerfen.
    5. Mit der Kommune eine Vision formulieren, sie veröffentlichen und planen, wie Bevölkerung und Jugendliche beteiligt bleiben.

    Abgeschlossen, wenn

    • Ein Gebietsteam mit klaren Rollen und schriftlichem Arbeitsplan
    • Mitglieder, die die Forschungsgrundlage und ihre eigenen Aufgaben verstehen
    • Arbeitsgruppen mit festgelegten Aufträgen
    • Eine Vision, die mit der Kommune geteilt ist
    • Ein Plan zur Beteiligung Jugendlicher und ein System für die Dokumentation
  3. Phase 3

    Gebietsprofil erstellen

    Dauer: 4–6 Monate

    Auf einen Blick

    Ziel
    Annahmen durch Daten ersetzen: Welche Risikofaktoren sind erhöht, welche Schutzfaktoren schwach, wo in der Kommune, und was setzt dort bereits an?
    Wer beteiligt ist
    Die Arbeitsgruppe für die Datenauswertung und die Arbeitsgruppe für die Bestandsaufnahme mit der Koordination; die Transferstelle führt die Befragung durch und liefert die Vergleichswerte.

    Vier bis sechs Monate, je nach Schuljahr und Zeitplan der Befragung.

    Schlüsselpersonen beteiligtGebietsteam führtKoordination führtArbeitsgruppen führtTransferstelle führt

    Was passiert

    5 Schritte zeigen
    1. Die CTC-Kinder- und Jugendbefragung an den Schulen durchführen, anonym und mit dem Einwilligungsverfahren, das mit der Schulbehörde vereinbart ist, und öffentliche Daten zu denselben Verhaltensweisen hinzuziehen: Polizeistatistik, Schuldaten, Gesundheitsdaten.
    2. Den Bericht lesen, den die Kommune erhält: für jeden Faktor der Anteil der Jugendlichen mit erhöhtem Risiko oder geringem Schutz und der Vergleich mit dem regionalen oder nationalen Referenzwert.
    3. Die Gruppen und Gebiete mit hohem Risiko und geringem Schutz erkennen, dann zwei bis fünf vorrangige Faktoren auswählen. Wer an dieser Entscheidung beteiligt ist, wird vereinbart, bevor die Zahlen vorliegen.
    4. Das Profil den Schlüsselpersonen und der Kommune vorstellen und die Prioritäten von Gebietsteam und Schlüsselpersonen billigen lassen.Schlüsselpersonen gefragt: Prioritäten
    5. Erfassen, was die Kommune zu diesen Prioritäten bereits anbietet: welche Programme, Regelungen und Praktiken es gibt, wen sie erreichen, ob sie geprüft sind und wo die Lücken liegen.

    Abgeschlossen, wenn

    • Kinder- und Jugendbefragung abgeschlossen, öffentliche Daten gesammelt
    • Zwei bis fünf vorrangige Risiko- und Schutzfaktoren ausgewählt und gebilligt
    • Ein Gebietsprofil als Bericht verteilt
    • Eine Bestandsaufnahme der Angebote mit Lückenanalyse
    • Ein Arbeitsplan für Phase 4
  4. Phase 4

    Aktionsplan erstellen

    Dauer: 3–4 Monate

    Auf einen Blick

    Ziel
    Die Prioritäten in einen schriftlichen, finanzierten und beschlossenen Plan geprüfter Programme, Regelungen und Praktiken mit messbaren Zielen überführen.
    Wer beteiligt ist
    Das gesamte Gebietsteam in einer Planungsklausur, dazu die Träger, die die Programme umsetzen würden, Jugendliche und die Schlüsselpersonen, die das Ergebnis bestätigen müssen.

    Drei bis vier Monate.

    Schlüsselpersonen beteiligtGebietsteam führtKoordination führtArbeitsgruppen beteiligtTransferstelle beteiligt

    Was passiert

    5 Schritte zeigen
    1. Ziele auf drei Ebenen setzen: langfristig für das Verhalten der Jugendlichen, mittelfristig für die vorrangigen Risiko- und Schutzfaktoren und kurzfristig für die Teilnehmenden jedes Programms.
    2. In den Registern – in Deutschland der Grünen Liste Prävention, europaweit Xchange – nach Programmen, Regelungen und Praktiken suchen, die die vorrangigen Faktoren nachweislich verändern, und prüfen, was vor Ort schon läuft und ausgebaut werden könnte.
    3. Gemeinsam mit denen, die sie umsetzen werden, auswählen: die Altersgruppen und Lebensbereiche, die abgedeckt werden sollen, von Familienprogrammen und früher Kindheit bis Schule und Nachbarschaft, damit jedes Kind in der Kommune erreicht wird, in welchem Alter auch immer.
    4. Für jedes ausgewählte Programm den Träger der Umsetzung, die zu erreichenden Teilnehmenden, die Umsetzungsziele, einen ersten Zeitplan und ein grobes Budget festlegen.
    5. Den Aktionsplan schreiben, von Schlüsselpersonen und Gebietsteam bestätigen lassen und in der Kommune veröffentlichen.Schlüsselpersonen gefragt: Plan

    Abgeschlossen, wenn

    • Messbare Ziele auf allen drei Ebenen
    • Geprüfte Programme, Regelungen und Praktiken für jede Priorität ausgewählt
    • Umsetzende verpflichtet, Wirkungs- und Umsetzungsziele je Programm
    • Ein schriftlicher kommunaler Aktionsplan, bestätigt und verteilt
    • Ein Arbeitsplan für Phase 5
  5. Phase 5

    Umsetzen und auswerten

    Dauer: Ohne festes Ende

    Auf einen Blick

    Ziel
    Die Programme wie vorgesehen durchführen, messen, was sich verändert, und Gebietsteam und Finanzierung lange genug am Leben halten, bis die Wirkungen sichtbar werden.
    Wer beteiligt ist
    Die umsetzenden Organisationen, die Koordination, Arbeitsgruppen für Umsetzung, Evaluation und Finanzierung sowie das Gebietsteam, das jetzt mindestens vierteljährlich tagt.

    Ohne festes Ende. Programme laufen über Jahre; messbare Veränderung in der Kommune folgt auf die zweite oder dritte Befragung.

    Schlüsselpersonen beteiligtGebietsteam führtKoordination führtArbeitsgruppen führtTransferstelle beteiligt

    Was passiert

    5 Schritte zeigen
    1. Klären, wer in der Umsetzung was tut, Vereinbarungen mit den umsetzenden Organisationen schließen und neue Mitglieder für das Gebietsteam gewinnen, die lieber machen als planen.
    2. Jedes Programm im Detail planen: Schulung der Fachkräfte, die Elemente der Programmtreue, die nicht verändert werden dürfen, Ressourcen und die Art, wie Jugendliche beteiligt werden.
    3. Die Evaluation planen: Teilnahme- und Umsetzungsdaten für jedes Programm mindestens jährlich, und die Jugendbefragung mindestens alle zwei Jahre wiederholen, um die vorrangigen Faktoren zu verfolgen.
    4. Die Finanzierung für Programme, Evaluation und Koordination sichern und die Veränderungen in lokalen Strukturen und Regeln bestimmen, die der Plan braucht, um Bestand zu haben.
    5. Programmsitzungen beobachten, den Umsetzenden regelmäßig Rückmeldung geben, Ergebnisse mindestens einmal im Jahr mit Schlüsselpersonen und Kommune teilen und feiern, was sich verbessert hat.Schlüsselpersonen gefragt: Jahresbericht

    Abgeschlossen, wenn

    • Rollen und Vereinbarungen für die Umsetzung
    • Ein Umsetzungsplan und ein Evaluationsplan für jedes Programm
    • Eine Finanzierungsstrategie und benannte Veränderungen in den Strukturen
    • Programme programmtreu umgesetzt, begleitet und jährlich berichtet
    • Das Gebietsteam aktiv, mit jährlicher Überprüfung seiner Meilensteine
    • Eine Wiederholungsbefragung mindestens alle zwei Jahre und ein Aktionsplan, der nach ihren Ergebnissen überarbeitet wird

Was es kostet und woran es scheitert.

Der Prozess braucht eine bezahlte Koordination, eine Transferstelle, die die Befragung durchführen kann, und Schlüsselpersonen, die über eine Kommunalwahl hinweg dabeibleiben. Er scheitert, wo das Gebietsteam ein Ausschuss aus Amtsträgern ohne Bürgerinnen und Bürger ist, wo die Prioritäten feststehen, bevor die Daten da sind, wo Programme nach Verfügbarkeit statt nach Evidenz ausgewählt werden oder wo die Koordinationsstelle mit der ersten Förderung endet. Die europäischen Evaluationen, positive wie negative, verweisen auf dieselben Bedingungen.

Was die Evaluationen zeigen

Der Zyklus schließt sich mit der nächsten Befragung

Phase 5 ist kein Endzustand. Die wiederholte Jugendbefragung zeigt, ob sich die vorrangigen Faktoren bewegt haben, die Bestandsaufnahme zeigt, ob die Programme noch erreichen, wen sie erreichen sollen, und das Gebietsteam überarbeitet den Aktionsplan auf dieser Grundlage. Eine Kommune, die den ganzen Zyklus einmal durchlaufen hat, muss nicht wieder bei Phase 1 beginnen; sie muss Gebietsteam, Koordination und Befragung erhalten. Das ist gemeint, wenn im Abschnitt zur Wirkung von Nachhaltigkeit die Rede ist.

Zurück zu Phase 3, wo die Befragung liegt →

Die Logik hinter jeder Phase

Jede Aufgabe in den fünf Phasen dient einer Wirkungstheorie: Jugendliche, die Gelegenheiten bekommen, etwas beizutragen, die Fähigkeiten, sie zu nutzen, und Anerkennung dafür, binden sich an die Menschen und Institutionen um sie herum, übernehmen deren Normen und verhalten sich entsprechend. Die Befragung misst, wo diese Kette schwach ist; die Programme stärken die Glieder. Das Modell dahinter beschreibt die Seite zu den theoretischen Grundlagen.

Theoretische Grundlagen →

Was in den Phasen zum Einsatz kommt.