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Studie · 2024 · Deutsch

Kommunale Gesundheitskompetenz und kommunale Kapazitätsentwicklung

Röding, D., von Holt, I., Decker, L. et al.

Zusammenfassung

Hintergrund: Aus Sicht kritischer Gesundheitskompetenz sollten Kommunen die notwendige Kapazität haben, um vor Ort die gesellschaftlichen Determinanten der Gesundheit zu gestalten. Obwohl sich Kapazitätsentwicklungsansätze in der kommunalen Gesundheitsförderung zunehmend verbreiten, sind sie in Deutschland kaum erforscht. Der Beitrag untersucht, wie verschiedene Facetten kommunaler Kapazität für Gesundheitsförderung in ausgewählten deutschen Städten und Gemeinden ausgeprägt sind und ob die COVID-19-Pandemie die kommunale Gesundheitsförderung beeinflusste. Methoden: Datenbasis ist die zweite Welle einer Befragung kommunaler Schlüsselpersonen (n=235) aus 30 Städten und Gemeinden in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im Rahmen der CTC-EFF-Studie (2023); deskriptive Analysen. Ergebnisse: Gut ausgeprägt sind Problemlösefähigkeit, interorganisationaler Informationsaustausch und Rückhalt in der Bevölkerung. Defizite zeigen sich bei strategischer Planung, Verknüpfung und Koordination von Maßnahmen, Ressourcenausstattung, Ressourcenteilung, evidenzbasiertem Vorgehen und Öffentlichkeitsarbeit. Die Pandemie hatte großen Einfluss auf die Präventionsarbeit; es finden sich Hinweise auf Nachholeffekte. Fazit: Die Ergebnisse offenbaren einige Stärken und viele Schwächen der kommunalen Kapazität; wirksame Kapazitätsentwicklungsansätze sollten genutzt werden. Die Generalisierbarkeit ist begrenzt, es besteht weiterer Forschungsbedarf.

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