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Studienprotokoll · 2023 · Deutsch

Evaluation des wissenschaftsbasierten kommunalen Präventionssystems Communities That Care: Studiendesign und Baseline-Äquivalenz intermediärer Outcomes

Röding D, Reder M, Soellner R, Birgel V, Stolz M, Groeger-Roth F, et al.

Zusammenfassung

Hintergrund: Communities That Care (CTC) überträgt präventionswissenschaftliche Grundlagen in die kommunale Praxis. Über Schulungen und Tools unterstützt CTC Kommunen beim Aufbau lokaler Netzwerke zur Förderung der psychosozialen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Zentrale Elemente sind Bürgerbeteiligung, intersektorale Zusammenarbeit, wissenschaftsbasierte Prävention, Monitoring und Qualitätsentwicklung. US-Ergebnisse legen nahe, dass die Wirkung von CTC über fünf intermediäre Outcomes vermittelt wird. Der Beitrag stellt erste Ergebnisse der CTC-EFF-Studie vor, die die Effektivität von CTC für Deutschland untersucht. Daten und Methoden: Quasi-experimentelle Studie mit 21 CTC-einführenden Interventionskommunen (IK) und 21 a priori gematchten Vergleichskommunen (VK). 2021 wurden 192 kommunale Schlüsselpersonen befragt; bivariat wurde geprüft, ob sich IK und VK in acht soziodemografischen Merkmalen sowie Einschätzungen zu Präventionszusammenarbeit, intersektoraler Kooperation, finanzieller Unterstützung, Rückhalt in der Bevölkerung und Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention unterscheiden. Ergebnisse: IK und VK unterscheiden sich – mit Ausnahme der Hochschulzugangsberechtigung (86 % vs. 96 %) – nicht signifikant; auch die meisten intermediären Outcomes werden gleich eingeschätzt. Eine Ausnahme bildet die Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention. Fazit: Das Matching führte weitgehend zu Baseline-Äquivalenz; der kleine Vorsprung der IK ist plausibel, da diese vor der Erhebung bereits erste Schulungs- und Implementationsschritte vollzogen hatten.

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