Degrees of freedom and degrees of certainty: A developmental model for the establishment of evidence-based youth care
Veerman, J. W., & van Yperen, T. A.
Veerman, J. W., & van Yperen, T. A. (2007). Degrees of freedom and degrees of certainty: A developmental model for the establishment of evidence-based youth care. Evaluation and Program Planning, 30(2), 212–221. doi.org/10.1016/j.evalprogplan.2007.01.011
Zusammenfassung (deutsche Übersetzung)
Der Aufsatz aus Evaluation and Program Planning schlägt ein Entwicklungsmodell für die Wirksamkeitsbeurteilung von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe vor. Ausgangspunkt ist eine praktische Schwierigkeit: Die randomisiert-kontrollierte Studie gilt als Goldstandard, ist in der Jugendhilfe aber selten durchführbar, teils aus ethischen Gründen, teils weil sie an Angeboten ansetzen würde, die noch nicht ausgereift oder in der Praxis noch nicht angekommen sind. Statt der Zweiteilung in wirksam und unwirksam unterscheiden die Autoren deshalb vier Stufen. Auf Stufe 1 ist ein Angebot nur in seinen Kernbestandteilen beschrieben, also Ziele, Zielgruppen und Aktivitäten. Stufe 2 verlangt eine ausformulierte Annahme darüber, was bei wem warum wirkt, gestützt auf Literatur und Fachwissen. Stufe 3 verlangt erste Hinweise aus der Praxis, etwa aus Zufriedenheits-, Zielerreichungs-, Vorher-Nachher-, Benchmark- oder quasi-experimentellen Studien. Stufe 4 verlangt Belege dafür, dass die Intervention die beobachteten Veränderungen verursacht hat, also randomisierte Studien oder sorgfältig angelegte Einzelfallreihen. Mit der Stufe wächst die geforderte Sicherheit der Aussage, und die Freiheit bei der Wahl des Evaluationsentwurfs nimmt ab. Der Beitrag ist ein Ordnungsvorschlag, keine empirische Prüfung, und liefert selbst keine Wirksamkeitsbefunde. Die niederländische Datenbank wirksamer Jugendinterventionen und das Bewertungsschema der Grünen Liste Prävention sind nach diesem Modell aufgebaut.
Automatisch erstellte deutsche Zusammenfassung des englischsprachigen Originals. Maßgeblich ist der Volltext bei der Originalquelle.
Weitere Publikationen
- Early Effects of Communities That Care on System Transformation: a Non-randomized Community Trial in GermanyRöding, D., von Holt, I., Decker, L., Walter, U. · 2026
- Design and Feasibility Trial of Interventions to Reduce Young Adult Alcohol Use with Communities That Care CoalitionsToumbourou, J. W., Osborn, A., Varcoe, J., Smith, R., Doery, E., Kremer, P., Abraham, C., Benstead, M., Coomber, K., & Rowland, B. · 2026
- „Capacity building“ an Schulen – Schullevelanalysen zur Effektivität der Intervention WEITBLICKRöding, D., von Holt, I., Decker, L., & Walter, U. · 2026
- Radicalisation as deviant social development: Evidence from the 2024 Communities That Care Youth Survey in Lower SaxonyLutterbach, S., & Beelmann, A. · 2026
- Factors That Contribute to the Contextual Adaptation of Communities That Care for Romania: A Thematic Key Informant AnalysisSerban-Dragan, F. B., Bonilla, C., Gaitan, A., Scarlett, A., Paley, V., Leve, L. D., St. George, S. M., & Brown, E. C. · 2026
- Community readiness in the system pilot of "Communities That Care" in BrazilThurow, C. F., Franzoloso, T., Silva, G. G., Corrêa, A. de O., Gentil, C. G., Brown, E. C., Noto, A. R., & Schneider, D. R. · 2026