263 wissenschaftliche Publikationen.
Eine kuratierte, durchsuchbare Sammlung von Studien, Berichten, Buchbeiträgen und Fachartikeln zu Wirksamkeit, Implementation und theoretischen Grundlagen von Communities That Care – überwiegend auf Deutsch und Englisch, ergänzt um portugiesisch- und spanischsprachige Arbeiten.
Zeige 263 von 263 Publikationen
| Link zur Quelle | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2026 | Delawalla, M. L. M., Rhew, I. C., Martinez, G., Skinner, M., Oesterle, S., & Guttmannova, K. | StudieAssessment of Measurement Equivalence of the Communities That Care Brief Depression Scale by Immigrant Generation Status in Latinx Youth | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Communities That Care Brief Depression Scale (CTC-BDS) dient in der CTC-Schülerbefragung der Beobachtung depressiver Symptome. Die Studie prüft, ob das Instrument bei Latinx-Jugendlichen unterschiedlicher Einwanderungsgeneration und bei weißen nicht-Latinx-Jugendlichen dasselbe misst. Grundlage sind 1.779 Jugendliche (17,8 % Latinx-Kinder von Eingewanderten, 9,3 % Latinx-Kinder von Nicht-Eingewanderten, 72,8 % weiße nicht-Latinx-Jugendliche), befragt in der 6., 8., 10. und 12. Klassenstufe. Mit konfirmatorischen Faktorenanalysen wurden konfigurale, metrische und skalare Äquivalenz je Klassenstufe und über alle Klassenstufen hinweg geprüft. Sowohl die einfaktorielle Struktur als auch die Messäquivalenz bestätigten sich über Ethnizität, Einwanderungsgeneration und Klassenstufen hinweg. Damit lassen sich depressive Symptome zwischen diesen Gruppen und über die Adoleszenz hinweg vergleichen – eine Voraussetzung dafür, die Skala im kommunalen Monitoring gruppenübergreifend auszuwerten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Delawalla, M. L. M., Rhew, I. C., Martinez, G., Skinner, M., Oesterle, S., & Guttmannova, K. (2026). Assessment of Measurement Equivalence of the Communities That Care Brief Depression Scale by Immigrant Generation Status in Latinx Youth. Journal of Community Psychology, 54(2), Article e70098. DOI: 10.1002/jcop.70098 | |||||
| 2026 | Health Research Board. Irish National Focal Point to the European Drugs Agency | BerichtFocal Point Ireland: national report for 2025 – Prevention | Bericht | English | |
ZusammenfassungPräventionsband des irischen Länderberichts an die Drogenagentur der Europäischen Union für 2025, erstellt vom Health Research Board als nationaler Knotenpunkt (Autorinnen und Autoren Lucy Dillon, Brian Galvin, Ciara Guiney, Suzi Lyons und Sean Millar), verfasst im September 2025. Er folgt der EUDA-Vorlage: nationales Profil, Politik und Organisation (T1.1), Präventionsmaßnahmen nach Verhältnis-, universeller, selektiver und indizierter Ebene (T1.2), Qualitätssicherung (T1.3), Trends und neue Entwicklungen. Communities That Care erscheint an drei Stellen: Der Abschnitt zur Finanzierung vermerkt, dass CTC in einem Gebiet läuft und die Datenerhebung der Befragung noch nicht begonnen hatte, neben Planet Youth in fünf Task-Force-Regionen; der Abschnitt zur universellen Prävention hält den ersten irischen Zyklus von Januar 2025 bis Ende 2026 fest; der Abschnitt zu neuen Entwicklungen beschreibt das Pilotvorhaben in Newbridge unter Leitung von SURF mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums, des Ministeriums für Justiz, Inneres und Migration sowie des Kildare County Council. Der Band dokumentiert außerdem die UNODC-Überprüfung des irischen Präventionssystems, das Projekt Safe Futures und die Erarbeitung einer neuen nationalen Drogenstrategie. Ein Monitoringbericht ohne Evaluation von CTC. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Health Research Board. Irish National Focal Point to the European Drugs Agency (2026). Focal Point Ireland: national report for 2025 – Prevention. Health Research Board. Quelle: https://www.drugsandalcohol.ie/25264/1/2025%20Prevention.pdf | |||||
| 2026 | Lutterbach, S., & Beelmann, A. | StudieRadicalisation as deviant social development: Evidence from the 2024 Communities That Care Youth Survey in Lower Saxony | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Studie prüft das sozial-entwicklungsbezogene Modell der Radikalisierung an Daten der CTC-Schülerbefragung 2024 in Niedersachsen (N = 5.721 Jugendliche und junge Erwachsene, 13 bis 24 Jahre, M = 15,6). Untersucht wurde, wie vier näherliegende Radikalisierungsprozesse – antisoziale Einstellungen und antisoziales Verhalten, Vorurteile, Identitätsprobleme sowie politisch-religiöse Ideologie – extreme politische Einstellungen und die Affinität zu politischer Gewalt vorhersagen. Strukturgleichungsmodelle weisen für alle vier Prozesse eigenständige signifikante Beiträge zu beiden Extremismusindikatoren aus; die politisch-religiöse Ideologie ist über alle Modelle hinweg der stärkste Prädiktor. Mehrgruppenanalysen nach Geschlecht, Alter und Migrationshintergrund zeigen systematische Unterschiede in den Wirkpfaden, was für entwicklungssensible und zielgruppenspezifische Zugänge in der Extremismusprävention spricht. Die Auswertung beruht auf einer einmaligen Querschnittserhebung; kausale Schlüsse sind daraus nicht abzuleiten. Die Erhebung entstand in Zusammenarbeit mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Lutterbach, S., & Beelmann, A. (2026). Radicalisation as deviant social development: Evidence from the 2024 Communities That Care Youth Survey in Lower Saxony. Aggression and Violent Behavior, 90, 102182. DOI: 10.1016/j.avb.2026.102182 | |||||
| 2026 | Röding, D., von Holt, I., Decker, L., & Walter, U. | Studie„Capacity building“ an Schulen – Schullevelanalysen zur Effektivität der Intervention WEITBLICK | Studie | Deutsch | |
ZusammenfassungWeitblick ist eine schulbasierte Strategie der Gesundheitsförderung, die das kommunale Präventionssystem Communities That Care (CTC) auf die einzelne Schule überträgt. Die Studie prüft, ob Weitblick die schulische Kompetenz für ein wissenschaftsbasiertes Vorgehen in der Prävention ausbaut. Grundlage ist ein sequenzielles Design, bei dem die Kontrollgruppe aus den Baseline-Daten später startender Sequenzen gebildet wird: Von 51 zwischen 9/2023 und 3/2026 rekrutierten Schulen gehen 29 in die Kontroll- und 11 in die Interventionsgruppe ein. Die Outcomes wurden über zweijährlich wiederholte Befragungen mehrerer Schlüsselpersonen je Schule erhoben (n = 356), auf Schulebene aggregiert und mit gepaarten t-Tests ausgewertet. Im primären Outcome – der Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention – verbessert sich allein die Interventionsgruppe (g = 0,82; 95 %-KI 0,15–1,45). Bei der intersektoralen Kooperation zeigt sich ebenfalls nur dort eine Verbesserung, deren Konfidenzintervall die Null jedoch knapp einschließt (g = 0,66; 95 %-KI −0,03–1,45). Bei den sozialen Normen verschlechtern sich die Werte in der Interventionsgruppe (g = −0,93; 95 %-KI −1,91 bis −0,15), allerdings ebenso in der Kontrollgruppe. Die Effekte liegen in der Größenordnung der für CTC berichteten und sprechen für die Wirksamkeit des auf Schulen angepassten Ansatzes; die geringe Zahl einbezogener Schulen und das nicht randomisierte Design begrenzen die Aussagekraft. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., von Holt, I., Decker, L., & Walter, U. (2026). „Capacity building“ an Schulen – Schullevelanalysen zur Effektivität der Intervention WEITBLICK. Prävention und Gesundheitsförderung. DOI: 10.1007/s11553-026-01352-6 | |||||
| 2026 | Röding, D., von Holt, I., Decker, L., Walter, U. | StudieEarly Effects of Communities That Care on System Transformation: a Non-randomized Community Trial in Germany | Studie | English | |
ZusammenfassungKommunale Koalitionsansätze wie Communities That Care (CTC) gelten als zentraler Weg, Erkenntnisse der Präventionsforschung in kommunale Verbesserungen für Jugendliche zu übersetzen. Die Studie prüft, ob sich die international gezeigten Effekte auf drei Outcomes der Systemveränderung im deutschen Kontext wiederfinden – unter den außergewöhnlichen Umsetzungsbedingungen der COVID-19-Pandemie. Einbezogen wurden in einem nicht randomisierten kommunalen Vergleich (2020–2023) 22 vorab gematchte Kommunenpaare aus vier Bundesländern; kommunale Schlüsselpersonen wurden zu zwei Zeitpunkten befragt (318 Personen aus 18 Interventions- und 11 Vergleichskommunen, offenes Kohortendesign). Outcomes waren die Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes (primär), die sektorübergreifende Zusammenarbeit und die Präventionszusammenarbeit; ausgewertet wurde mit Drei-Ebenen-Mischmodellen, ergänzt um Analysen zum unterschiedlichen Umsetzungsfortschritt der Interventionskommunen. Beim primären Outcome und bei der Präventionszusammenarbeit zeigten sich keine signifikanten Veränderungen gegenüber den Vergleichskommunen; die sektorübergreifende Zusammenarbeit ging nicht signifikant zurück. Auch der Umsetzungsfortschritt hing mit keinem der Outcomes signifikant zusammen, Sensitivitätsanalysen bestätigen dieses Bild. Ein Effekt auf der Systemebene ließ sich damit nicht nachweisen; angesichts des pandemiebedingt geringen Umsetzungsfortschritts empfehlen die Autoren einen längeren Beobachtungszeitraum. Studienregistrierung: DRKS00022819. Zuvor als Preprint erschienen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., von Holt, I., Decker, L., Walter, U. (2026). Early Effects of Communities That Care on System Transformation: a Non-randomized Community Trial in Germany. Prevention Science. DOI: 10.1007/s11121-026-01961-9 | |||||
| 2026 | Serban-Dragan, F. B., Bonilla, C., Gaitan, A., Scarlett, A., Paley, V., Leve, L. D., St. George, S. M., & Brown, E. C. | StudieFactors That Contribute to the Contextual Adaptation of Communities That Care for Romania: A Thematic Key Informant Analysis | Studie | English | |
ZusammenfassungIn Rumänien nimmt der Konsum illegaler Drogen unter Jugendlichen zu, während die Strukturen der Suchtprävention wenig ausgebaut sind. Die qualitative Studie untersucht, welche Faktoren eine kontextuelle Anpassung und mögliche Einführung von Communities That Care (CTC) in Rumänien begünstigen oder erschweren. Befragt wurden 15 internationale CTC-Fachleute; die Befunde wurden anschließend mit neun Akteuren aus rumänischen Kommunen rückgekoppelt. Als Hürden benannt wurden das Fehlen evidenzbasierter Programme, knappe Ressourcen, kulturelle Unterschiede und Widerstände gegen Veränderung. Als Gelingensbedingungen gelten eine erhöhte kommunale Veränderungsbereitschaft, fortlaufende Anpassung, geeignete Prozessbegleitung und Schlüsselpersonen sowie die Beteiligung der Kommune. Die rumänischen Akteure sahen in ländlichen Gemeinden besonders günstige Voraussetzungen; sie betonten Partnerschaften, die lokale Bedarfe abbilden, und die Berücksichtigung rumänischer Werte wie enger Familienbindungen, religiöser Traditionen und der Achtung von Autorität. Die Ergebnisse beruhen auf Einschätzungen von Fachleuten und Akteuren, nicht auf einer erprobten Umsetzung. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Serban-Dragan, F. B., Bonilla, C., Gaitan, A., Scarlett, A., Paley, V., Leve, L. D., St. George, S. M., & Brown, E. C. (2026). Factors That Contribute to the Contextual Adaptation of Communities That Care for Romania: A Thematic Key Informant Analysis. Journal of Prevention. DOI: 10.1007/s10935-026-00914-w | |||||
| 2026 | Serdar Čerpnjak, K. | AbschlussarbeitDoprinos rizičnih i zaštitnih čimbenika iz okruženja zajednice i obitelji u objašnjenju korištenja sredstava ovisnosti kod mladih | Abschlussarbeit | Kroatisch | |
ZusammenfassungDissertation zur Frage, wie Schutzfaktoren in Familie und Gemeinde den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren in Familie und Gemeinde und dem Alkohol- und Cannabiskonsum Jugendlicher verändern, verankert in der Social Development Strategy und im Konzept der Risiko- und Schutzfaktoren. Die Daten stammen aus dem kroatischen Teil des EU-Projekts Frontline Politeia: 733 Schülerinnen und Schüler (47 Prozent Mädchen) dreier Sekundarschulen in Samobor beantworteten im Januar 2023 den kroatischen CTC-Fragebogen für Kinder und Jugendliche (Mihić et al., 2010). Konfirmatorische Faktorenanalyse und Hauptkomponentenanalyse verdichteten die Skalen zu sechs Prädiktoren aus Familie und Gemeinde, gefolgt von ordinaler Regression und Pfadanalyse. Desorganisation der Gemeinde samt Verfügbarkeit von Substanzen und Waffen sowie familiäre Vorgeschichte antisozialen Verhaltens samt elterlichen Einstellungen zugunsten von Substanzkonsum und antisozialem Verhalten sagten Alkoholkonsum im Vormonat vorher; für Cannabis galten derselbe Gemeindefaktor und in der Familie Vorgeschichte und elterliche Einstellungen als Risiken, während mangelnde Aufsicht und Familienkonflikte im Moderationstest ihre Bedeutsamkeit verloren. Gelegenheiten und Anerkennung für prosoziales Engagement in der Gemeinde schützten vor keiner der beiden Substanzen; Familienbindung samt Gelegenheiten und Anerkennung in der Familie schützte vor Cannabis, nicht vor Alkohol. Moderationseffekte fanden sich nicht, was die Autorin so deutet, dass Schutz in einem Setting Risiken aus einem anderen nicht ausgleicht, und als Argument für mehrkomponentige Gemeindestrategien. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Serdar Čerpnjak, K. (2026). Doprinos rizičnih i zaštitnih čimbenika iz okruženja zajednice i obitelji u objašnjenju korištenja sredstava ovisnosti kod mladih [Doctoral thesis, University of Zagreb, Faculty of Education and Rehabilitation Sciences; mentor Martina Ferić; defended 24 June 2026]. Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet. Quelle: https://urn.nsk.hr/urn:nbn:hr:158:203997 | |||||
| 2026 | Thurow, C. F., Franzoloso, T., Silva, G. G., Corrêa, A. de O., Gentil, C. G., Brown, E. C., Noto, A. R., & Schneider, D. R. | StudieCommunity readiness in the system pilot of "Communities That Care" in Brazil | Studie | English | |
ZusammenfassungKommunale Veränderungsbereitschaft (community readiness) verbindet die Sicht lokaler Führungspersonen auf den Änderungsbedarf im Sozialraum mit der Fähigkeit, Veränderungen anzustoßen. Die quantitative Querschnittsstudie erhob diese Bereitschaft im brasilianischen Systempiloten von Communities That Care bei 34 kommunalen Führungspersonen in São Paulo und 36 in Florianópolis. Die beiden Standorte unterscheiden sich strukturell, und in beiden werden Schwierigkeiten berichtet, Veränderungen voranzubringen; die Einschätzungen innerhalb der Gruppen fielen jedoch einheitlich aus. Einigkeit bestand darin, dass Drogenkonsum ein Risikoverhalten darstellt und Substanzen in beiden Sozialräumen leicht verfügbar sind. Präventive Programme wurden als dringlich, zugleich aber als wenig bekannt beschrieben. Daraus schließen die Autorinnen und Autoren, dass eine vorgeschaltete Erhebung der Veränderungsbereitschaft kommunale Interventionen wirksam vorbereiten kann. Die kleine Stichprobe und der querschnittliche Zugang begrenzen die Verallgemeinerbarkeit. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Thurow, C. F., Franzoloso, T., Silva, G. G., Corrêa, A. de O., Gentil, C. G., Brown, E. C., Noto, A. R., & Schneider, D. R. (2026). Community readiness in the system pilot of "Communities That Care" in Brazil. Psicologia: Teoria e Pesquisa, 42, Article e42407. DOI: 10.1590/0102.3772e42407.en | |||||
| 2026 | Toumbourou, J. W., Osborn, A., Varcoe, J., Smith, R., Doery, E., Kremer, P., Abraham, C., Benstead, M., Coomber, K., & Rowland, B. | StudieDesign and Feasibility Trial of Interventions to Reduce Young Adult Alcohol Use with Communities That Care Coalitions | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Alkoholkonsum junger Erwachsener ist ein anhaltendes Public-Health-Problem, für das kommunale Präventionsansätze bislang selten auf diese Altersgruppe zugeschnitten wurden. Die Studie untersuchte in drei Kommunen des australischen Bundesstaates Victoria kommunale Interventionen gegen den Substanzkonsum junger Erwachsener (18–29 Jahre), die gemeinsam mit Communities-That-Care-Koalitionen (CTC) entwickelt und umgesetzt wurden. Getestet wurden vier Komponenten: (1) eine Screening- und Kurzinterventionskampagne in Warrnambool mit signifikant gestiegener Handlungssicherheit des Personals, aber nicht signifikanten Verhaltensänderungen; (2) die Verbreitung erweiterter Materialien über 102 Organisationen mit 33.184 Online-Aufrufen; (3) ein Monitoring der Ausschankpraxis in zwölf Gastronomiebetrieben in Geelong mit nicht signifikantem Rückgang des Ausschanks an bereits alkoholisierte Gäste; sowie (4) ein kommunales Monitoring, das für die Zielgruppe einen Rückgang alkoholbezogener Krankenhausbehandlungen um 15,1 % zwischen 2016/17 und 2019/20 zeigte – gegenüber einem landesweiten Anstieg um 1,5 %. Die Ergebnisse deuten auf vielversprechende Gestaltungsmerkmale hin, deren Wirksamkeit jedoch in methodisch strengeren Studien zu prüfen ist. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Toumbourou, J. W., Osborn, A., Varcoe, J., Smith, R., Doery, E., Kremer, P., Abraham, C., Benstead, M., Coomber, K., & Rowland, B. (2026). Design and Feasibility Trial of Interventions to Reduce Young Adult Alcohol Use with Communities That Care Coalitions. Prevention Science. DOI: 10.1007/s11121-026-01950-y | |||||
| 2026 | Valenzuela, N., Trujillo, A., & González, M. R. | StudieParental Warmth as a Moderator Between Family Conflict and the use of Corporal Punishment: Adolescents’ Perspectives | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Studie prüft aus Sicht kolumbianischer Jugendlicher, ob elterliche Wärme den Zusammenhang zwischen Familienkonflikten und körperlicher Bestrafung abschwächt. Befragt wurden 3.279 Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren aus sechs Kommunen des Departamento Cundinamarca mit der CTC-Schülerbefragung. Multiple lineare Regressionen und Moderationsanalysen zeigen: Je stärker die wahrgenommene elterliche Wärme, desto schwächer fällt der Zusammenhang zwischen Familienkonflikten und körperlicher Bestrafung aus. Daraus werden Ansatzpunkte für Angebote und politische Maßnahmen gegen harte Erziehungspraktiken in Kolumbien abgeleitet. Der querschnittliche Zugang lässt keine Aussage über die Wirkrichtung zu. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Valenzuela, N., Trujillo, A., & González, M. R. (2026). Parental Warmth as a Moderator Between Family Conflict and the use of Corporal Punishment: Adolescents’ Perspectives. Journal of Child & Adolescent Trauma, 19(3), 1743–1753. DOI: 10.1007/s40653-026-00867-6 | |||||
| 2025 | Bremer, K., Brender, R., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | KonferenzbeitragGrüne Liste Prävention – Ein Evidenzregister für wirksame Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDie Grüne Liste Prävention bietet einen Überblick über aktuell verfügbare, wirksamkeitsgeprüfte Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung mit einem Fokus auf der psychosozialen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bremer, K., Brender, R., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2025). Grüne Liste Prävention – Ein Evidenzregister für wirksame Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung. Das Gesundheitswesen, 87. | |||||
| 2025 | Decker, L., Röding, D., von Holt, I., & Walter, U. | KonferenzbeitragMeasuring school capacity at health promoting schools: a validation study | Konferenzbeitrag | English | |
ZusammenfassungBeitrag zur EUSPH-Konferenz 2025. In Deutschland breiten sich schulbasierte Präventionsstrategien aus, die Schulen befähigen sollen, ihren Präventionsbedarf epidemiologisch zu bestimmen und darauf abgestimmte evidenzbasierte Programme umzusetzen; deutschsprachige Instrumente zur Messung schulischer Kapazität sind jedoch rar. Vorgestellt wird eine erweiterte Fassung eines solchen Instruments, entstanden aus der Anpassung eines Instruments zur Messung kommunaler Kapazität an das Setting Schule. Erfasst werden fünf Konstrukte: Übernahme einer wissenschaftsbasierten Präventionsstrategie (Index aus 21 Items), intersektorale Kooperation (10 Items), integrierte Gesamtstrategie (10 Items), Rückhalt für Prävention (4 Items) und soziale Normen (8 Items). Im Rahmen der quasi-experimentellen Weitblick-Studie wurden seit März 2024 108 Schlüsselpersonen aus 20 Schulen befragt. Die interne Konsistenz fällt akzeptabel bis gut aus (Cronbachs Alpha 0,732 bis 0,831). Auf Schulebene korreliert die integrierte Gesamtstrategie deutlich mit dem Rückhalt für Prävention (r = 0,652) und mit der Übernahme einer wissenschaftsbasierten Präventionsstrategie (r = 0,668). Der auf Unterschiede zwischen Schulen entfallende Varianzanteil reicht von 34,8 % bei der integrierten Gesamtstrategie bis 94,8 % bei der Übernahme. Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse; konfirmatorische Faktorenanalysen stehen aus. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Decker, L., Röding, D., von Holt, I., & Walter, U. (2025). Measuring school capacity at health promoting schools: a validation study. European Journal of Public Health, 35(Supplement_4), Article ckaf161.1676. DOI: 10.1093/eurpub/ckaf161.1676 | |||||
| 2025 | Decker, L., von Holt, I., Ünlü, S., Walter, U., & Röding, D. | StudieEarly Effects of Communities That Care on the Adoption and Implementation Fidelity of Evidence-Based Prevention Programs in Communities: Results from a Quasi-experimental Study | Studie | English | |
ZusammenfassungTrotz wachsender Verfügbarkeit wurden in Deutschland bislang nur wenige evidenzbasierte Präventionsprogramme (EBP) umgesetzt. Präventionssysteme wie Communities That Care (CTC) könnten zu einer weiteren Verbreitung von EBP und zu einer höheren Implementierungstreue beitragen. Die Studie untersucht, ob CTC die Übernahme von EBP in deutschen Kommunen erhöht. In einer quasi-experimentellen Studie mit 22 Interventions- (IK) und 22 Vergleichskommunen (VK) wurde zu zwei Messzeitpunkten (T0: 2021/22; T1: 2023/24) erhoben, welche EBP umgesetzt wurden, wie viele Personen erreicht wurden und welche Umsetzungsqualität vorlag (final ausgewertet: 17 IK, 12 VK). Zu T0 bestanden keine signifikanten Gruppenunterschiede. In den IK stieg die durchschnittliche Zahl umgesetzter EBP signifikant von 3,57 auf 8,57 pro 10.000 Einwohner (p=0,004), in den VK nicht signifikant von 1,88 auf 3,41 (p=0,089). Die Reichweite nahm in beiden Gruppen zu, ohne statistische Signifikanz. Die Implementierungstreue blieb durchgängig hoch. CTC könnte Kommunen zu mehr EBP-Umsetzung anregen; wegen möglicher Störfaktoren und des kurzen Beobachtungszeitraums sind weitere Untersuchungen mit längerem Follow-up empfohlen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Decker, L., von Holt, I., Ünlü, S., Walter, U., & Röding, D. (2025). Early Effects of Communities That Care on the Adoption and Implementation Fidelity of Evidence-Based Prevention Programs in Communities: Results from a Quasi-experimental Study. Prevention Science, 26(6), 873–885. DOI: 10.1007/s11121-025-01823-w | |||||
| 2025 | Dillon, L. | FachbeitragCommunities That Care in Ireland | Fachbeitrag | English | |
ZusammenfassungBeitrag in Drugnet Ireland über die erste Umsetzung von Communities That Care in Irland, in Newbridge (County Kildare) ab 2025. Die Leitung liegt beim Substance Use Regional Forum (SURF) der South Western Regional Drug & Alcohol Task Force, unterstützt vom Gesundheitsministerium, vom Justizministerium und vom Kildare County Council. Der Artikel skizziert die Herkunft des Modells bei Hawkins und Catalano, die Strategie der kommunalen Koalitionen, die Social Development Strategy und die fünf Phasen, wie sie der Evidenzbericht des Health Research Board von 2024 zu sozialräumlichen Ansätzen (Pratschke et al.) zusammenfasst; von dort übernimmt er auch die typischen Schwierigkeiten: verschiedene Beteiligte einzubinden, mehrere Programme zugleich in guter Qualität umzusetzen und eine langfristige Finanzierung zu sichern. Zum irischen Pilotvorhaben hält er fest, dass der erste Zyklus von Januar 2025 bis Ende 2026 geplant ist, dass ein Koordinator innerhalb der Drug Prevention & Education Initiative von Foróige arbeitet und dass am 26. Februar 2025 ein Orientierungstreffen der Schlüsselpersonen mit Tusla, An Garda Síochána, dem County Council, Bildungsträgern, Foróige und örtlichen Schulen stattfand, durchgeführt mit dem Center for Communities That Care. Eine beschreibende Ankündigung ohne Befragungs- oder Wirkungsdaten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Dillon, L. (2025). Communities That Care in Ireland. Drugnet Ireland, 32–34. Quelle: https://www.drugsandalcohol.ie/43357/ | |||||
| 2025 | Fleming, C. M., Oesterle, S., & Catalano, R. F. | StudieRural Adolescent Gang Involvement and Associated Outcomes in Early Adulthood | Studie | English | |
ZusammenfassungÜber die Folgen jugendlicher Gangbeteiligung außerhalb von Großstädten ist wenig bekannt. Die Studie nutzt Paneldaten von 2.002 Jugendlichen aus den zwölf ländlichen und kleinstädtischen Kontrollkommunen der Community Youth Development Study – der kommunal randomisierten Wirksamkeitsstudie zu Communities That Care. Mit wiederholten latenten Profilanalysen, getrennt nach Geschlecht, wurden für die Klassenstufen 7 bis 12 drei Gruppen unterschieden: Gangmitglieder, gangnahe Jugendliche und Jugendliche ohne Gangbezug. Logistische Regressionen verglichen anschließend die Ergebnisse im Alter von 19 Jahren. Sowohl Gangmitglieder als auch gangnahe Jugendliche wiesen – bei jungen Männern wie bei jungen Frauen – deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Delinquenz, Substanzkonsum und beeinträchtigtes Wohlbefinden auf als Jugendliche ohne Gangbezug. Daraus folgt, dass Präventionsangebote gangnahe Jugendliche ebenso einbeziehen sollten wie formale Mitglieder. Ausgewertet wurden allein die Kontrollkommunen; die Wirkung von CTC selbst prüft die Studie nicht. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fleming, C. M., Oesterle, S., & Catalano, R. F. (2025). Rural Adolescent Gang Involvement and Associated Outcomes in Early Adulthood. Justice Quarterly, 43(4), 979–1000. DOI: 10.1080/07418825.2025.2594186 | |||||
| 2025 | Franzoloso, T., Thurow, C. F., Noto, A. R., Brown, E. C., & Schneider, D. R. | StudieImplementação do sistema de prevenção “Communities That Care” em uma comunidade brasileira | Studie | Português | |
ZusammenfassungEinleitung: Communities That Care (CTC) ist ein gemeindebasiertes Präventionssystem, das die gesunde soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unterstützt, indem es kommunale Koalitionen mobilisiert und befähigt, evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen zu bewerten, zu planen und umzusetzen. In Brasilien durchläuft das System derzeit eine kulturelle Anpassung unter dem Namen Comunidades que Cuidam (CQC). Ziel des Beitrags war es, den Implementationsprozess zu beschreiben, die Implementierungstreue des CQC-Pilots zu bewerten und die wesentlichen Anpassungen in den ersten beiden Phasen in einer Kommune in Santa Catarina zu identifizieren. Methode: Implementationsevaluation in qualitativem, explorativem und deskriptivem Design; die Teilnehmenden wurden über eine nicht-probabilistische Gelegenheitsstichprobe ausgewählt. Erhoben wurde anhand der CQC-Checkliste „Milestones and Benchmarks“ sowie über zwischen 2020 und 2022 erstellte Dokumente. Ergebnisse: Die meisten geplanten Ziele wurden erreicht; die Kernelemente blieben bei der Umsetzung gewahrt, während die wichtigsten kulturellen Anpassungen die Durchführung der Schulungen betrafen. Zentrale Herausforderungen waren pandemiebedingte Verzögerungen, Schwierigkeiten bei den Schulungen und beim Aufbau der Koalition. Schlussfolgerung: Trotz dieser Hürden erweist sich die kulturelle Anpassung des Systems als vielversprechender Ansatz für eine konsistente gemeindebasierte Prävention in Brasilien. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Franzoloso, T., Thurow, C. F., Noto, A. R., Brown, E. C., & Schneider, D. R. (2025). Implementação do sistema de prevenção “Communities That Care” em uma comunidade brasileira. Psi Unisc, 9. DOI: 10.17058/psiunisc.v9i.18972 | |||||
| 2025 | Groeger-Roth, F. | KonferenzbeitragCommunities That Care (CTC) in Deutschland – Umsetzung in fünf Phasen | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDargestellt werden Ziele, Konzept und Umsetzung von Communities That Care (CTC) in Deutschland sowie die Zusammenarbeit mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F. (2025). Communities That Care (CTC) in Deutschland – Umsetzung in fünf Phasen. Das Gesundheitswesen, 87. | |||||
| 2025 | Kingston, B. E., Mattson, S. A., Little, J. S., Steeger, C. M., Sigel, E. J., Carrillo, U. L., Bechhoefer, D., Argamaso, S., & D'Inverno, A. | StudieEffects of the Communities that Care (CTC) Prevention System on Youth Violence Outcomes in Two Violence-Impacted Denver Communities | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Prävention und Reduktion von Jugendgewalt bleibt eine erhebliche Public-Health-Herausforderung für urbane, marginalisierte Gemeinden. Das Projekt nutzte einen Communities-That-Care-Ansatz (CTC), um in zwei stark belasteten Stadtteilen von Denver (Colorado) eine kommunale Präventionsinfrastruktur aufzubauen, mit dem Hauptziel, Jugendgewalt zu verringern. Die Wirkung auf Gewaltoutcomes wurde mit zwei quasi-experimentellen Verfahren untersucht – unterbrochene Zeitreihen (ITS) und Differenz-von-Differenzen (DiD) mit synthetischen Kontrollgruppen. Primäres Outcome waren offizielle jährliche Festnahmen Jugendlicher (10–24 Jahre) wegen Gewaltdelikten, fünf Jahre vor (2012–2016) und fünf Jahre nach Interventionsbeginn (2017–2021). Die ITS-Analyse zeigte einen Interventionseffekt in Gemeinde B mit früh niedrigeren Festnahmeraten, in Gemeinde A keine signifikanten Effekte. Die DiD-Analyse mit synthetischer Kontrolle bestätigte für Gemeinde B signifikant niedrigere Raten während der Interventionsjahre. Der CTC-Ansatz war in Gemeinde B mit einem Rückgang gewaltbezogener Festnahmen Jugendlicher verbunden, in Gemeinde A nicht. Weitere Forschung ist nötig, um die unterschiedliche Wirksamkeit zu verstehen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kingston, B. E., Mattson, S. A., Little, J. S., Steeger, C. M., Sigel, E. J., Carrillo, U. L., Bechhoefer, D., Argamaso, S., & D'Inverno, A. (2025). Effects of the Communities that Care (CTC) Prevention System on Youth Violence Outcomes in Two Violence-Impacted Denver Communities. American Journal of Criminal Justice, 51(1), 281–308. DOI: 10.1007/s12103-025-09811-0 | |||||
| 2025 | Malmö stad, Arbetsmarknads- och socialförvaltningen | BerichtRapport: Tidigare åtgärder och effekter av "Communities That Care" | Bericht | Schwedisch | |
ZusammenfassungBericht der Verwaltung für Arbeitsmarkt und Soziales der Stadt Malmö, den der Stadtvorstand beim Rückzug des CTC-Beschlusses im September 2024 angefordert hatte. Er bilanziert, was die CTC-Arbeit der Stadt zwischen 2018 und 2024 erreicht hat und wie die Lehren die universelle Prävention künftig prägen sollen. Grundlage sind die CTC-Schülerbefragungen von 2017, 2019 und 2023, die jährlichen Prozessevaluationen der Gebietsteams, Vor- und Nachmessungen der Programme und das Gutachten von Public Partner aus dem Jahr 2023. Gegenüber einer aus 2017 und 2019 gemittelten Baseline verbesserten sich bis 2023 sieben der neunzehn von den fünf Gebietsteams priorisierten Problemverhalten, fünf blieben unverändert und sieben verschlechterten sich; 18 von 26 priorisierten Risiko- und Schutzfaktoren entwickelten sich in die gewünschte Richtung. Rund 2 200 Personen aus etwa 70 Organisationen wurden in der Sozialen Entwicklungsstrategie geschult, mit über 90 Prozent positiven Rückmeldungen der 779 Antwortenden. Messungen auf Klassenebene zum Good Behavior Game (Hjärnspelet) zeigen bei rund 1 000 Schülerinnen und Schülern im Mittel 57,2 Prozent weniger regelverletzendes Verhalten; Gebiete mit langjährigem EFFEKT-Einsatz liegen beim Alkohol- und Tabakkonsum unter dem städtischen Durchschnitt. Guiding Good Choices wurde erprobt, aber nie flächig eingeführt. Die unvollständige Umsetzung führt der Bericht auf schwache Steuerung, Personalwechsel und Begriffsverwirrung zurück und formuliert sieben Leitprinzipien. Die Zuordnung der Effekte ist unkontrolliert; die Verfasser mahnen zur Vorsicht. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Malmö stad, Arbetsmarknads- och socialförvaltningen (2025). Rapport: Tidigare åtgärder och effekter av "Communities That Care". Malmö stad, Arbetsmarknads- och socialförvaltningen, Preventionsenheten. | |||||
| 2025 | Röding, D., & Walter, U. | KonferenzbeitragWirksamkeit von Communities That Care (CTC) in Deutschland – Ergebnisse der quasi-experimentellen CTC-EFF-Studie | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungVorgestellt wird die BMBF-geförderte CTC-EFF-Studie, die in mehreren Bundesländern durchgeführt wurde, sowie Ergebnisse auf Ebene der Kommune. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., & Walter, U. (2025). Wirksamkeit von Communities That Care (CTC) in Deutschland – Ergebnisse der quasi-experimentellen CTC-EFF-Studie. Das Gesundheitswesen, 87. | |||||
| 2025 | Röding, D., Brender, R., Bremer, K., Schmidt, N.-D., Ünlü, S., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | BuchkapitelDigitale Technologien im kommunalen Präventionssystem ‚Communities That Care‘ – CTC | Buchkapitel | Deutsch | |
ZusammenfassungDer Beitrag erörtert den Einsatz digitaler Technologien in der kommunalen Gesundheitsförderung am Beispiel des Mehrebenenansatzes Communities That Care (CTC) in Deutschland. CTC ist ein kommunales Präventionssystem zur Prävention jugendlichen Problemverhaltens (z. B. Substanzkonsum, Mobbing, Gewalt, Delinquenz). Kommunen, die CTC einführen, werden in einem fünfphasigen Prozess von etwa 24 Monaten Dauer von einer CTC-Transferstelle begleitet, geschult und technisch unterstützt. In Niedersachsen ist diese Stelle beim Landespräventionsrat Niedersachsen angesiedelt, im übrigen Bundesgebiet bei der FINDER Akademie in Berlin. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Brender, R., Bremer, K., Schmidt, N.-D., Ünlü, S., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2025). Digitale Technologien im kommunalen Präventionssystem ‚Communities That Care‘ – CTC. Quelle: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-71115-6_16 | |||||
| 2025 | Röding, D., Lenz, M.-C., Decker, L., von Holt, I., & Walter, U. | PreprintStudy protocol of a quasi-experimental evaluation of the school-based prevention system Weitblick | Preprint | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Diese quasi-experimentelle Studie soll prüfen, ob das schulbasierte Präventionssystem Weitblick die Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention an Schulen fördert und die Umsetzung evidenzbasierter Präventionsprogramme (EBP) erhöht. Langfristig soll Weitblick zudem Risiko- und Schutzfaktoren verändern, die Prävalenz problematischen Verhaltens bei Jugendlichen senken sowie gesundheitsförderliches Verhalten und Wohlbefinden steigern. Methode: Die Studie folgt einem sequenziellen Design mit rund 12 Schulen zu sechs Messzeitpunkten im Abstand von etwa sechs Monaten (insgesamt 72 Schulen). Pro Welle werden im Mittel fünf schulische Schlüsselpersonen je Schule befragt (offenes Kohortendesign); Anzahl und Reichweite der EBP werden alle zwei Jahre dokumentiert. Etwa 2.300 Sechstklässler aus 43 Schulen werden längsschnittlich im Zweijahresabstand befragt. Veränderungen werden mit einem Dreiebenenmodell analysiert. Diskussion: Dies ist die erste Wirksamkeitsevaluation von Weitblick; eine erfolgreiche Umsetzung soll Verbreitung wissenschaftsbasierter Prävention und EBP messbar erhöhen. (Studienregister: DRKS00034046) Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Lenz, M.-C., Decker, L., von Holt, I., & Walter, U. (2025). Study protocol of a quasi-experimental evaluation of the school-based prevention system Weitblick. Springer Science and Business Media LLC. DOI: 10.21203/rs.3.rs-6367600/v1 | |||||
| 2025 | Röding, D., Lenz, M.-C., von Holt, I., Decker, L., & Walter, U. | StudieEinflussfaktoren der Implementation von Präventionsstrategien – Validierung eines Messinstruments für den Schulkontext | Studie | Deutsch | |
ZusammenfassungWie wirksam Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung sind, hängt von der Güte ihrer Umsetzung ab. Das Consolidated Framework for Implementation Research (CFIR) benennt zahlreiche hemmende und förderliche Faktoren, die während des Umsetzungsprozesses erhoben und gesteuert werden sollten; für den schulischen Kontext fehlte in Deutschland bislang ein validiertes Messinstrument. Die Studie überträgt dafür ein in der kommunalen Prävention und Gesundheitsförderung validiertes Instrument auf die Schule. Befragt wurden 92 Personen aus 23 Schulen, die mit der Umsetzung einer Rahmenstrategie für schulische Prävention und Gesundheitsförderung begonnen haben. Gerechnet wurden explorative Faktoren- und Reliabilitätsanalysen sowie Cronbachs Alpha und Intercluster-Korrelationskoeffizienten (ICC) für 22 Konstrukte. Die interne Konsistenz der Multi-Item-Skalen fällt mit Cronbachs Alpha von 0,642 bis 0,981 zufriedenstellend bis sehr gut aus. ICC-Werte zwischen 0,218 und 0,664 zeigen, dass ein erheblicher Teil der gemessenen Varianz auf Unterschiede zwischen den Schulen zurückgeht. Hemmende Faktoren korrelieren untereinander nicht oder positiv, ebenso die förderlichen; zwischen beiden Gruppen finden sich überwiegend keine oder negative Zusammenhänge. Dieses Muster ist theoretisch plausibel und passt zur bisherigen Befundlage, sodass sich das Instrument für die Forschung und für laufendes Monitoring eignet. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Lenz, M.-C., von Holt, I., Decker, L., & Walter, U. (2025). Einflussfaktoren der Implementation von Präventionsstrategien – Validierung eines Messinstruments für den Schulkontext. Prävention und Gesundheitsförderung, 21(2), 322–328. DOI: 10.1007/s11553-025-01208-5 | |||||
| 2025 | Röding, D., von Holt, I., Decker, L., Ünlü, S., & Walter, U. | KonferenzbeitragHow Communities That Care strengthens evidence-based practice in Germany – community-level analyses | Konferenzbeitrag | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Communities That Care (CTC) ist ein international verbreitetes, evidenzbasiertes Präventionsunterstützungssystem, das Kommunen dabei hilft, einen wissenschaftsbasierten Präventionsansatz zu übernehmen. Dies ist die erste Studie in Deutschland, die untersucht, welche Faktoren (z. B. kommunale Veränderungsbereitschaft) die CTC-Implementation beeinflussen und wie Outcomes des Systemwandels (z. B. Zusammenarbeit für Prävention) zu einer verstärkten Nutzung und Reichweite evidenzbasierter Präventionsprogramme (EBP) beitragen. Methode: 2023 wurden 22 Mitglieder aus sieben CTC-Gremien zu Einflussfaktoren befragt; zusätzlich wurde ein Tool zur Erfassung von Qualität und Fortschritt der Implementation eingesetzt (n=13). 2021 und 2023 wurden je 330 Schlüsselpersonen aus 17 CTC- und 16 Vergleichskommunen zu Systemwandel-Outcomes befragt. Bivariate lineare Regressionen erfolgten auf kommunaler Ebene. Ergebnisse: Neun Faktoren waren mit der Implementationsqualität assoziiert. Höhere Implementationsqualität ging mit verstärkter Zusammenarbeit für Prävention einher (β=.637), höherer Implementationsfortschritt mit stärkerer Übernahme eines wissenschaftsbasierten Ansatzes (β=.565). Größere Übernahme dieses Ansatzes (β=.368) und höhere finanzielle Unterstützung (β=.500) standen mit höherer EBP-Umsetzung in Zusammenhang; größere kommunale Unterstützung mit größerer Reichweite (β=.393). Diskussion: Aufgrund begrenzter statistischer Power erreichten nur große Effekte Signifikanz; die Befunde entsprechen jedoch den theoretischen Erwartungen und liefern Hinweise für Implementation und Qualitätssicherung von CTC-Koalitionen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., von Holt, I., Decker, L., Ünlü, S., & Walter, U. (2025). How Communities That Care strengthens evidence-based practice in Germany – community-level analyses. European Journal of Public Health, 35(Supplement_4), Article ckaf161.1494. DOI: 10.1093/eurpub/ckaf161.1494 | |||||
| 2025 | Trujillo, Á., & Cardona-Isaza, A. de J. | StudieFactorial Structure Analysis of the Communities that Care Youth Survey (CTC-YS) in Colombian Adolescents | Studie | English | |
ZusammenfassungDer „Communities That Care Youth Survey“ (CTC-YS) geht auf das Modell der sozialen Entwicklung zurück und ermöglicht eine umfassende Erfassung von Risiko- und Schutzfaktoren in den Bereichen Gemeinwesen, Familie, Schule sowie im individuellen und Gleichaltrigen-Bereich. Ziel der Studie war die Analyse der Faktorenstruktur des CTC-YS bei kolumbianischen Jugendlichen. Es nahmen 2.963 Freiwillige im Alter von 12 bis 19 Jahren teil (Mittelwert 14,25; SD 1,53; 53 % weiblich). Die Konstruktvalidität wurde mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse geprüft. Die Anpassungsindizes waren angemessen für Risiko- und Schutzfaktoren im Gemeinwesen- und Schulbereich sowie für Schutzfaktoren im Familien-, Individual- und Gleichaltrigenbereich. Für die Risikofaktoren in den Bereichen Familie, Individuum und Gleichaltrige wurden die optimalen Indizes jedoch nicht erreicht, weshalb Verbesserungen empfohlen werden. Insgesamt stützen die Ergebnisse Reliabilität und Konstruktvalidität der Erhebungsbereiche und sprechen für den Einsatz im kolumbianischen Kontext. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Trujillo, Á., & Cardona-Isaza, A. de J. (2025). Factorial Structure Analysis of the Communities that Care Youth Survey (CTC-YS) in Colombian Adolescents. Journal of Prevention, 46(4), 565–582. DOI: 10.1007/s10935-025-00855-w | |||||
| 2025 | Valdebenito, S., Baidawi, S., Rankin, S., Jiang, J., Smith, S., Lewis, J., & Shlonsky, A. | BerichtCommunities That Care: Toolkit technical report. | Bericht | English | |
ZusammenfassungDer Bericht präsentiert Ergebnisse einer Mixed-Methods-Übersichtsarbeit zum Präventionssystem Communities That Care (CTC), das Jugendprobleme reduzieren soll, indem es lokale Akteure befähigt, evidenzbasierte Maßnahmen umzusetzen. Er umfasst eine Mehrebenen-Metaanalyse (MLMA) von Wirkungsstudien sowie eine narrative Übersicht zu Implementierungsarbeiten. Die Metaanalyse (13 Studien, 41 Effektstärken) ergab eine Verringerung des Risikos für Jugendgewalt und Straffälligkeit um insgesamt sieben Prozent in CTC-Gebieten gegenüber Vergleichsgebieten (RR=0,93; 95%-KI 0,84–1,02); dieser positive Befund ist substanziell, aber statistisch nicht signifikant, und die Sicherheit der Evidenz ist aufgrund der geringen Studienzahl niedrig. Es gab keine starken Belege für Unterschiede nach Land oder Gewaltbelastung, jedoch schwache Hinweise auf stärkere Rückgänge bei Gewalt- als bei Straffälligkeitsverhalten. Die narrative Übersicht (n=24 Implementierungsarbeiten) identifizierte Barrieren und Förderfaktoren: zentral sind die Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes, eine Kultur und Vorerfahrung mit evidenzbasierten Programmen und Evaluation sowie eine aktive Koalition mit kommunaler Kapazität und Partnerschaften. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Valdebenito, S., Baidawi, S., Rankin, S., Jiang, J., Smith, S., Lewis, J., & Shlonsky, A. (2025). Communities That Care: Toolkit technical report. Youth Endowment Fund. | |||||
| 2025 | von Heyden, M., Groeger-Roth, F., & Voit, V. | FachbeitragPrävention nachhaltig finanzieren: Wie Kommunen und Krankenkassen mit CTC erfolgreiche Partnerschaften gestalten | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungGesundheitsprobleme und delinquentes Verhalten bei Jugendlichen teilen oftmals dieselben Risiko- und Schutzfaktoren. Communities That Care (CTC) trägt dieser Erkenntnis Rechnung und bietet eine evidenzbasierte Rahmenstrategie. Eine australische Studie zeigt: 93 % des ökonomischen Nutzens der dortigen CTC-Implementierung entstand durch reduzierte Kriminalität – die sich aus der erfolgreichen Prävention des Alkoholkonsums ergab. Der Beitrag analysiert, wie deutsche Kommunen die Förderung nach §20a SGB V zur Etablierung nachhaltiger CTC-Strukturen nutzen. Zwei Praxisbeispiele demonstrieren potenzielle Wege: die systematische Implementierung schulindividueller Präventionskonzepte in einer mittelgroßen Stadt und die kreisweite Koordination im ländlichen Raum. Die Methodik von CTC entspricht den wissenschaftlichen Qualitätskriterien der Krankenkassen und ermöglicht evidenzbasierte Prävention an der Schnittstelle von Gesundheit und Sicherheit. Weiterlesen →Referenz (APA 7)von Heyden, M., Groeger-Roth, F., & Voit, V. (2025). Prävention nachhaltig finanzieren: Wie Kommunen und Krankenkassen mit CTC erfolgreiche Partnerschaften gestalten. | |||||
| 2025 | von Heyden, M., Hayn, K., & Voit, V. | KonferenzbeitragSchule trifft Kommune: Ein Beispiel für datengestützte, Setting übergreifende Prävention und Gesundheitsförderung | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungKongressbeitrag zum 74. Wissenschaftlichen Kongress des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (Erlangen, April 2025), veröffentlicht als Abstract in „Das Gesundheitswesen“. Der Beitrag stellt am Beispiel der FINDER-Programme Schools That Care und Weitblick vor, wie die Logik von Communities That Care auf die einzelne Schule übertragen wird und wie sich die anonyme Schülerbefragung zu Risiko- und Schutzfaktoren mit kommunalen Daten verbinden lässt, sodass Schule und Kommune ihre Prävention auf derselben Datengrundlage planen. Es handelt sich um einen Praxis- und Konzeptbeitrag ohne eigene Wirksamkeitsdaten; die externe Evaluation von Weitblick durch die Medizinische Hochschule Hannover ist gesondert publiziert (Studienprotokoll Röding et al., 2025; Schullevelanalysen Röding et al., 2026). Weiterlesen →Referenz (APA 7)von Heyden, M., Hayn, K., & Voit, V. (2025). Schule trifft Kommune: Ein Beispiel für datengestützte, Setting übergreifende Prävention und Gesundheitsförderung. Das Gesundheitswesen, 87. | |||||
| 2025 | von Holt, I., Decker, L., Röding, D., Ünlü, S., & Walter, U. | FachbeitragHinweise zur Wirksamkeit von CTC in Deutschland: Ergebnisse einer Re-Analyse von Daten der CTC-EFF-Studie | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDie psychosoziale Entwicklung von Heranwachsenden wird primär von deren Nahumfeld wie z. B. Wohnumfeld, Schule, Peer Group und Familie geprägt. Kommunale Präventionsansätze wie Communities That Care (CTC) spielen deshalb eine wichtige Rolle, um Problemverhalten wie Substanzkonsum, Gewalt und Delinquenz bei Kindern und Jugendlichen zu verhindern und ihre psychosoziale Gesundheit zu fördern. Die Wirksamkeit von CTC wurde bereits in den USA und Australien nachgewiesen. Die vorliegende Re-Analyse von Daten der CTC-EFF-Studie schafft erstmals eine valide Datengrundlage, um Aussagen zur Wirksamkeit von CTC in Deutschland zu treffen, und ordnet die Ergebnisse in den deutschen Kontext kommunaler Prävention ein. Weiterlesen →Referenz (APA 7)von Holt, I., Decker, L., Röding, D., Ünlü, S., & Walter, U. (2025). Hinweise zur Wirksamkeit von CTC in Deutschland: Ergebnisse einer Re-Analyse von Daten der CTC-EFF-Studie. | |||||
| 2025 | von Holt, I., Decker, L., Ünlü, S., Walter, U., & Röding, D. | KonferenzbeitragFactors Influencing the Effectiveness of Communities That Care in Germany: A Meta-Analysis | Konferenzbeitrag | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Communities That Care (CTC) ist ein international anerkanntes Präventionsunterstützungssystem, das Kommunen befähigt, eine wissenschaftsbasierte Strategie zur Vorbeugung von jugendlichem Problemverhalten zu übernehmen. Über Kapazitätsaufbau fördert CTC Systemwandel, etwa eine verstärkte Zusammenarbeit für Prävention. Die Studie untersucht die Variation der CTC-Wirksamkeit zwischen deutschen Kommunen und die dafür verantwortlichen Faktoren. Methode: Eine nicht-randomisierte cluster-kontrollierte Studie mit zwölf a-priori gematchten Paaren aus CTC- und Vergleichskommunen. Primäres Kurzzeit-Outcome ist die Übernahme einer evidenzbasierten Präventionsstrategie (Adoption), sekundäre Outcomes sind Präventions- und sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Daten von 205 Schlüsselpersonen wurden analysiert; eine Meta-Analyse bewertete die Variation der Effekte, Meta-Regressionen prüften Implementationsqualität und Kommunenmerkmale als Prädiktoren. Ergebnisse: CTC zeigte einen positiven Gesamteffekt auf die Adoption (g=0,57; p=,02) mit signifikanter Variation und erheblicher Heterogenität (I²=,59). Die Implementationsqualität war ein signifikanter Prädiktor (b=1,61; p=,02) und erklärte 40,5 % der Heterogenität. CTC wirkte stärker auf die Adoption in benachteiligten Kommunen sowie auf die sektorenübergreifende Zusammenarbeit in benachteiligten und peripheren Kommunen. Diskussion: Die Befunde unterstreichen die zentrale Rolle einer qualitativ hochwertigen Implementation; CTC scheint besonders in benachteiligten und peripheren Gebieten wirksam zu sein. Weiterlesen →Referenz (APA 7)von Holt, I., Decker, L., Ünlü, S., Walter, U., & Röding, D. (2025). Factors Influencing the Effectiveness of Communities That Care in Germany: A Meta-Analysis. European Journal of Public Health, 35(Supplement_4), Article ckaf161.173. DOI: 10.1093/eurpub/ckaf161.173 | |||||
| 2025 | Walter, U., & Röding, D. | BerichtHandlungsempfehlungen für die Implementation von Communities That Care | Bericht | Deutsch | |
ZusammenfassungDer Bericht der Medizinischen Hochschule Hannover entstand im DFK-geförderten Projekt „Effekte von Communities That Care (CTC) auf die Entwicklung kommunaler Präventionsstrukturen und die lokale Einführung evidenzbasierter Präventionsmaßnahmen“ (Laufzeit 05–12/2024). Im Fokus standen die Identifikation zentraler Einflussfaktoren für eine qualitativ hochwertige CTC-Implementation sowie die Ableitung praxisnaher Konsequenzen für Schulungen und die Begleitung des CTC-Prozesses. Untersucht wurde, inwieweit sich die kommunale Community Capacity für Prävention in CTC-Kommunen gegenüber Nicht-CTC-Kommunen verändert hat, wie das Leistungsvermögen die Umsetzung von CTC (Erreichung der Meilensteine) beeinflusst und welche systemischen Veränderungen mit strukturellen Parametern (ländlich vs. urban, Deprivationsgrad) zusammenhängen. Auf dieser Grundlage formuliert der Bericht konkrete Handlungsempfehlungen, u. a. zum Stellenumfang der CTC-Koordination, zur Kommunikation und Integration im CTC-Gebietsteam, zu Schulung und Beratung durch die Transferstellen, zu Motivation und Haltung der Beteiligten, zu CTC-spezifischem Präventionswissen, zur Öffentlichkeitsarbeit und zur Partizipation am lokalen CTC-Prozess. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Walter, U., & Röding, D. (2025). Handlungsempfehlungen für die Implementation von Communities That Care. Quelle: https://wegweiser-gruene-liste.de/fileadmin/user_upload/wwgl/PDFs/CTC-Handlungsempfehlungen.pdf | |||||
| 2025 | Walter, U., Groeger-Roth, F., Bremer, K., Brender, R., Neyer, K., & Röding, D. | KonferenzbeitragKommunale Prävention und Gesundheitsförderung kompetent, gemeinsam und evidenzbasiert stärken: Die Rahmenstrategie Communities That Care (CTC) | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungKommunen kommt mit ihrer übergreifenden Organisationsstruktur und der Integration von Bildung, Gesundheit, Soziales, Ordnung und Sicherheit eine wichtige Rolle in Prävention und Gesundheitsförderung zu. Ein zentrales Themenfeld ist die Stärkung der psychosozialen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie die Prävention von Mobbing, Gewalt, Delinquenz und Substanzkonsum. Um Kommunen bei einer integrierten Gesamtstrategie zu unterstützen, wurde die Rahmenstrategie Communities That Care (CTC) entwickelt: in den USA konzipiert, vom Landespräventionsrat Niedersachsen nach Deutschland übertragen, 2009–2012 in einem Modellversuch erprobt und inzwischen in über 50 Kommunen umgesetzt. Eine BMBF-geförderte Replikationsstudie (2020–2023) zeigte, dass CTC-Kommunen zwei Jahre nach Implementationsbeginn gegenüber Kontrollkommunen stärker einen wissenschaftsbasierten Präventionsansatz übernahmen, mehr evidenzbasierte Programme umsetzten und mehr Personen erreichten. Der Workshop stellt Konzept, Instrumente und Erkenntnisse vor und diskutiert eine stärkere Einbindung des ÖGD. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Walter, U., Groeger-Roth, F., Bremer, K., Brender, R., Neyer, K., & Röding, D. (2025). Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung kompetent, gemeinsam und evidenzbasiert stärken: Die Rahmenstrategie Communities That Care (CTC). Das Gesundheitswesen, 87. | |||||
| 2024 | Abimanyi-Ochom, J., Wanni Arachchige Dona, S., Bohingamu Mudiyanselage, S., Mehta, K., Kuklinski, M., Rowland, B., Toumbourou, J. W., & Carter, R. | StudieAustralian Communities That Care (CTC) intervention: Benefit-cost analysis of a community-based youth alcohol prevention initiative | Studie | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Jugendlicher Alkoholkonsum ist seit Jahrzehnten ein gesellschaftliches Problem. In den USA hat sich das Communities-That-Care-Verfahren (CTC) als kosteneffektive Intervention zur Reduktion alkoholbezogener Probleme erwiesen; in Australien führte der CTC-Versuch u. a. zu geringerem Alkohol- und Drogenkonsum, weniger antisozialem Verhalten und geringerer Alkoholverfügbarkeit. Methode: Durchgeführt wurde eine Nutzen-Kosten-Analyse aus eingeschränkt gesellschaftlicher Perspektive zur Reduktion des Alkoholkonsums von 10- bis 14-Jährigen in den ersten vier australischen CTC-Gemeinden (2001–2015); zur Vermeidung von Doppelzählungen wurden die geschätzten Nutzen um gemeinsame Effekte bereinigt. Ergebnisse: Der australische CTC-Versuch weist robuste ökonomische Kennzahlen auf und erbrachte eine Rendite von 2,6 AUD je investiertem Dollar. Die Einsparungen durch verringerten Alkoholkonsum betrugen rund 123 AUD je Jugendlichem über 15 Jahre (8 AUD pro Person/Jahr), bei durchschnittlichen Kosten von 48 AUD je Jugendlichem über 15 Jahre (3 AUD/Jahr). 93 % des Nutzens entfielen auf reduzierte Kriminalität und Gewalt. Fazit: Die Studie bestätigt die starke Kosteneffektivität der frühen CTC-Umsetzung in Australien; eine erweiterte Modellierung dürfte die ökonomische Bilanz weiter verbessern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Abimanyi-Ochom, J., Wanni Arachchige Dona, S., Bohingamu Mudiyanselage, S., Mehta, K., Kuklinski, M., Rowland, B., Toumbourou, J. W., & Carter, R. (2024). Australian Communities That Care (CTC) intervention: Benefit-cost analysis of a community-based youth alcohol prevention initiative. PLOS ONE, 19(11), e0314153. DOI: 10.1371/journal.pone.0314153 | |||||
| 2024 | Aljama, K. | AbschlussarbeitNoorte vaimse tervise probleemid ja nendega seotud tegurid: Hooliva kogukonna noorteuuringu testimine | Abschlussarbeit | Estnisch | |
ZusammenfassungMasterarbeit im Fach Public Health (rahvatervishoid) an der Universität Tartu, betreut von Kersti Pärna und Karin Streimann, auf Basis der Pilotdaten der estnischen Fassung des CTC-Jugendsurveys (Hooliva Kogukonna Noorteuuring) aus den Gemeinden Hiiumaa und Märjamaa von 2022 (n = 250, 12 bis 19 Jahre). Geprüft werden die interne Konsistenz der für die psychische Gesundheit relevanten Risiko- und Schutzfaktorskalen, die Verbreitung dieser Faktoren und ihr Zusammenhang mit der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe für psychische Probleme, definiert über den Strengths and Difficulties Questionnaire; verwendet werden Chi-Quadrat-Tests und logistische Regression. Elf von zwanzig Skalen erreichten eine akzeptable interne Konsistenz (Cronbachs Alpha 0,71 bis 0,93), am schwächsten schnitten die individuellen Schutzfaktorskalen ab. Insgesamt gehörten 36,8 Prozent der Befragten zur Risikogruppe, 26,5 Prozent der Jungen und 48,3 Prozent der Mädchen. In adjustierten Modellen waren weibliches Geschlecht (OR 2,49; 95-%-KI 1,38–4,50), Konflikte in der Familie (OR 2,38), eine schlechte finanzielle Lage der Familie (OR 2,24) und der Umgang mit antisozialen Gleichaltrigen (OR 2,24) mit der Risikogruppe verbunden. Die Autorin folgert, dass mehrere Skalen vor einer größeren estnischen Erhebung überarbeitet werden müssen, und sieht die Ergebnisse als Grundlage dafür. Estnisch mit englischer Zusammenfassung. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Aljama, K. (2024). Noorte vaimse tervise probleemid ja nendega seotud tegurid: Hooliva kogukonna noorteuuringu testimine [Master's thesis (Magistritöö rahvatervishoius, public health), University of Tartu]. Tartu Ülikool, Peremeditsiini ja rahvatervishoiu instituut. Quelle: https://hdl.handle.net/10062/100117 | |||||
| 2024 | Birgel, V., Röding, D. & Walter, U. | FachbeitragCommunity Capacity für Gesundheitsförderung – Ergebnisse der CTC-EFF-Studie | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungCommunity Capacity gilt als bedeutsam für die Umsetzung effektiver kommunaler Prävention und Gesundheitsförderung (PGF). Der Artikel untersucht die Zusammenhänge zwischen Community Capacity, evidenzbasierten PGF-Strategien und dem Substanzkonsum von Jugendlichen. Höhere Capacity-Level sind mit höherer Wahrscheinlichkeit für evidenzbasierte PGF und mit geringeren Prävalenzen von Substanzkonsum verbunden. Dies unterstreicht die Bedeutung von Capacity Building als Bestandteil von PGF-Strategien. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Birgel, V., Röding, D. & Walter, U. (2024). Community Capacity für Gesundheitsförderung – Ergebnisse der CTC-EFF-Studie. Public Health Forum, 32(3), 181–185. | |||||
| 2024 | Bremer, K., Brender, R., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | FachbeitragGrüne Liste Prävention - Ein Beitrag zur Evidenzbasierung | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDas Evidenzregister Grüne Liste Prävention ermöglicht es, evaluierte Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung bedarfsgerecht auszuwählen. Die Maßnahmen erfüllen Kriterien zur Evaluations-, Konzept- und Umsetzungsqualität und werden in drei Evidenzstufen dargestellt. Aktuell sind 106 Programme für die psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beschrieben. Das Register wird um die Themen Bewegung und Ernährung erweitert. Es ist Bestandteil von Rahmenstrategien und online frei zugänglich. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bremer, K., Brender, R., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2024). Grüne Liste Prävention - Ein Beitrag zur Evidenzbasierung. Public Health Forum, 32(4), 386–389. | |||||
| 2024 | Brender, R., Bremer, K., Kula, A., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | StudieEvidenzregister Grüne Liste Prävention – Analyse der gelisteten wirksamkeitsgeprüften Programme | Studie | Deutsch | |
ZusammenfassungHintergrund: In der Prävention und Gesundheitsförderung existiert eine Vielzahl an Maßnahmen für Kinder und Jugendliche. Online verfügbare Evidenzregister mit wirksamkeitsgeprüften Maßnahmen können evidenzbasiertes Handeln erleichtern; die Grüne Liste Prävention ist ein solches Register mit Fokus auf psychosoziale Gesundheit. Ziel: Analyse der Charakteristika der gelisteten Programme, Identifikation von Schwerpunkten und unterrepräsentierten Bereichen sowie Optimierung der Suchfunktionen. Methode: Die Merkmale wurden anhand der Registerkategorien induktiv und deduktiv ausdifferenziert, operationalisiert und für alle Einträge deskriptiv ausgewertet. Ergebnisse: Die 102 gelisteten Programme (Stand 2/2024) adressieren primäre (Kinder/Jugendliche) und sekundäre Zielgruppen (v. a. Lehrkräfte, Erziehungsberechtigte). Schwerpunkte sind Sozial- und Lebenskompetenzprogramme sowie Elterntrainings. Häufig vertreten sind Themen wie Gewalt/Mobbing (63,7 %), Sucht (46,1 %) und psychische Gesundheit (35,3 %), während Ernährung/Bewegung (4,9 %) kaum repräsentiert sind. 88,2 % der Programme lassen sich den Förderkriterien der Krankenkassen (§20a SGB V) zuordnen. Fazit: Die Grüne Liste Prävention bündelt vielfältige Maßnahmen; durch erweiterte Suchfunktionen lässt sich ressourcenschonendes, evidenzbasiertes Handeln weiter stärken. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Brender, R., Bremer, K., Kula, A., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2024). Evidenzregister Grüne Liste Prävention – Analyse der gelisteten wirksamkeitsgeprüften Programme. Das Gesundheitswesen, 86(07), 474–482. DOI: 10.1055/a-2308-7256 | |||||
| 2024 | Eisenberg, D., & Raghavan, R. | BuchkapitelCommunities That Care (Chapter 7, Economic Evaluation of Interventions for Children with Mental Health Needs) | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungKapitel 7 schließt die Reihe der Fallstudien des Buches ab und betrachtet das Modell Communities That Care (CTC) zur Förderung der Gesundheit und des Wohlergehens junger Menschen. Anders als die spezifischen Interventionsstrategien der übrigen Fallstudien ist CTC ein Rahmen zur Stärkung der gemeindeweiten Infrastruktur für die Umsetzung eines breiten Spektrums an Maßnahmen. In einer Gartenanalogie sind einzelne Interventionen wie Samen und CTC wie der Boden, der ebenfalls sorgfältige Vorbereitung erfordert. Der CTC-Ansatz bietet eine Art Fahrplan für die „Bodenvorbereitung“: gemeindegeleitete Problemidentifikation, kollektiver Koalitionsaufbau, lokale Daten- und Ergebniserfassung, Zusammenarbeit mit externen Wissensvermittlern sowie Auswahl und Eigenverantwortung der Gemeinde für Programme und Ergebnisse. Kollektives Handeln kann beeindruckende und nachhaltige Resultate in Gemeinden erzielen. Das Kapitel ordnet CTC zudem ökonomisch ein. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Eisenberg, D., & Raghavan, R. (2024). Communities That Care (Chapter 7, Economic Evaluation of Interventions for Children with Mental Health Needs). In Investing in children's mental health (pp. 102–113). Oxford University Press. DOI: 10.1093/oso/9780190942014.003.0008 | |||||
| 2024 | Fagan, A. A. | BuchkapitelSystems of Change: Communities That Care | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungTrotz des aktuellen Schwerpunkts auf evidenzbasierter Kriminalitätsbekämpfung in den USA und einer Vielzahl evidenzbasierter Interventionen (EBI), deren kriminalpräventive Wirkung belegt ist, setzen viele Kommunen weiterhin ungeprüfte oder unwirksame Präventionsstrategien ein. Dieses Kapitel beschreibt einen möglichen Lösungsweg: das Präventionssystem Communities That Care (CTC). CTC wurde gezielt entwickelt, um den Einsatz von EBI durch kommunale Einrichtungen zur Prävention von jugendlichem Substanzkonsum, Delinquenz und Gewalt zu erhöhen. Es stellt kommunalen Koalitionen einen strukturierten Prozess sowie Schulung und Beratung bereit, um Wissen, Übernahme und qualitativ hochwertige Umsetzung von EBI zu verbessern. CTC ist selbst evidenzbasiert: In einer randomisierten kontrollierten Studie und mehreren quasi-experimentellen Evaluationen wurde nachgewiesen, dass es den Einsatz von EBI erhöht und problematisches Verhalten Jugendlicher verringert. Bei breiter Umsetzung in den USA als strukturierter Mechanismus zur Verankerung von EBI hat CTC das Potenzial, die Kriminalitätsraten deutlich zu senken. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A. (2024). Systems of Change: Communities That Care. In The Oxford handbook of evidence-based crime and justice policy (pp. 407–423). Oxford University Press. DOI: 10.1093/oxfordhb/9780197618110.013.21 | |||||
| 2024 | Franzoloso, T., Thurow, C. F., Gomes, G., & Schneider, D. R. | ÜbersichtsarbeitBarriers and facilitators to implementing Communities That Care (CTC) in different countries | Übersichtsarbeit | English | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist ein Präventionssystem, das die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch Aufbau und Schulung kommunaler Koalitionen zur Umsetzung evidenzbasierter Präventionsmaßnahmen fördert, mit Fokus auf Substanzmissbrauch und Gewalt. Ziel des Artikels ist es, den aktuellen Wissensstand zu den wichtigsten Barrieren und Förderfaktoren für die Implementation bzw. Adaptation von CTC in verschiedenen Gemeinden und Ländern darzustellen. Es handelt sich um eine integrative Übersichtsarbeit mit Recherche in PubMed, Web of Science, Scopus, PsycINFO und der Virtual Health Library (Suchbegriffe „Communities That Care“/„CTC“ kombiniert mit fidelity/implementation). Von 16 nach Ein-/Ausschlusskriterien ausgewählten Studien – überwiegend quantitativ oder mit gemischtem Ansatz, experimentell oder quasi-experimentell, längsschnittlich, publiziert zwischen 2005 und 2021 – ergaben sich als Hauptbarrieren: die Mobilisierung der Koalition, Herausforderungen der Veränderungsbereitschaft der Gemeinde, die Erhebung epidemiologischer Daten sowie Einsatz und Umsetzung evidenzbasierter Maßnahmen. Als Förderfaktoren wurden Schulungen und technische Unterstützung identifiziert, um die Veränderungsbereitschaft zu erhöhen, die Koalitionsarbeit zu stärken und die Gemeinde für evidenzbasierte Prävention zu sensibilisieren. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Franzoloso, T., Thurow, C. F., Gomes, G., & Schneider, D. R. (2024). Barriers and facilitators to implementing Communities That Care (CTC) in different countries. CONTRIBUCIONES A LAS CIENCIAS SOCIALES, 17(7), e8720. DOI: 10.55905/revconv.17n.7-352 | |||||
| 2024 | Gorenoi, V., Bremer, K., & Brender, R. | KonferenzbeitragEvidenzregister „Grüne Liste Prävention“: Modifikation der Bewertungskriterien auf Basis international relevanter Kategorisierungskonzepte | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungEinleitung: Das Evidenzregister Grüne Liste Prävention bietet eine Empfehlungsliste von Präventionsprogrammen zur Förderung des gesunden Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen. Zur Aufnahme müssen Kriterien zur Konzept- und Umsetzungsqualität erfüllt sein und mindestens eine wissenschaftliche Evaluationsstudie aus dem deutschsprachigen Raum mit positiven Wirksamkeitsergebnissen vorliegen. Die aufgenommenen Programme werden je nach Aussagekraft der Wirksamkeitsdaten in drei Stufen eingeteilt. Die 2011 erstellten Bewertungskriterien erfordern aufgrund methodischer Weiterentwicklungen eine Modifikation; zudem sollen Kriterien für verhältnispräventive Maßnahmen und Settingansätze erarbeitet werden. Methode: Analysiert wurden die Kategorisierungskonzepte zweier international bedeutsamer Evidenzregister (US-amerikanisches Blueprints-Register, europäisches Xchange-Register) sowie zentraler Institutionen der evidenzbasierten Medizin (IQWiG, Cochrane, GRADE, AHRQ) und Prävention (BZgA, CDC) hinsichtlich einbezogener Studientypen, Evidenzbewertung und Kategorienbezeichnungen. Daraus wurden modifizierte Bewertungskriterien für Einzelstudien, für die Aussagesicherheit des Gesamteffekts und für die Gesamtbewertung abgeleitet. Ergebnisse: Verstärkt einbezogen werden das Verzerrungspotenzial der Ergebnisse sowie Studien- und Analysedesigns der Verhältnisprävention. Bei der Aussagesicherheit werden Verzerrungspotenzial, Ergebniskonsistenz und -präzision, Übertragbarkeit, Nachhaltigkeit der Effekte und Anwendbarkeit für Deutschland betrachtet. Im überarbeiteten Wording werden Interventionen mit höherer Absicherung als Nachweis, solche mit geringerer Absicherung als Potenzial für Wirksamkeit eingestuft (je zwei Unterkategorien). Schlussfolgerung: Die modifizierten Kriterien sollen ein wissenschaftlich aussagesicheres, effizientes Instrument zur Programmeinstufung bereitstellen, eine bessere wirksamkeitsbezogene Auswahl ermöglichen und Anreize für weitere Forschung setzen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Gorenoi, V., Bremer, K., & Brender, R. (2024). Evidenzregister „Grüne Liste Prävention“: Modifikation der Bewertungskriterien auf Basis international relevanter Kategorisierungskonzepte. German Medical Science GMS Publishing House. DOI: 10.3205/24gmds685 | |||||
| 2024 | Gorman-Smith, D., Garthe, R. C., Schoeny, M. E., Cosey-Gay, F. N., Harris, C., Brown, C. H., & Villamar, J. A. | StudieThe Impact of the Communities That Care Approach in Reducing Violence and Crime Within an Urban, High-Burden Community | Studie | English | |
ZusammenfassungGewalt und Kriminalität im Gemeinwesen sind erhebliche Public-Health-Probleme mit gravierenden und langanhaltenden Folgen für junge Menschen, Familien und Kommunen. Sie haben weitreichende Ausstrahlungseffekte und betreffen nicht nur direkt körperlich Verletzte, sondern auch Zeuginnen und Zeugen gewalttätiger Vorfälle, Menschen mit getöteten oder verletzten Angehörigen sowie alle, die täglich Straßen passieren müssen, die bekanntermaßen häufige Schauplätze schwerer Gewalt und Kriminalität sind. Die Studie liefert Belege dafür, welche Wirkung ein datengestützter Collective-Impact-Ansatz – das Präventionssystem Communities That Care – auf Gewalt- und Kriminalitäts-Outcomes in einem großen, hochbelasteten urbanen Gemeinwesen haben kann. Als eines der von den Centers for Disease Control and Prevention geförderten nationalen Youth Violence Prevention Centers war das Chicago Center for Youth Violence Prevention eines der ersten, das den CTC-Ansatz in einem großen urbanen Gemeinwesen umsetzte. Die Befunde zeigen Rückgänge der Gewalt (schwere Körperverletzungen und Raubdelikte) im Stadtteil Bronzeville im Vergleich zu ähnlichen Gemeinwesen in Chicago. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Gorman-Smith, D., Garthe, R. C., Schoeny, M. E., Cosey-Gay, F. N., Harris, C., Brown, C. H., & Villamar, J. A. (2024). The Impact of the Communities That Care Approach in Reducing Violence and Crime Within an Urban, High-Burden Community. Prevention Science, 25(6), 863–877. DOI: 10.1007/s11121-024-01707-5 | |||||
| 2024 | Groeger-Roth, F. | FachbeitragCTC: kommunale Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungIn dem Beitrag werden die Grundlagen und die Umsetzung der Methode Communities That Care (CTC) zur kommunalen Gesundheitsförderung beschrieben. Kommunen können mit CTC ihre Präventionsangebote auf die lokal bedeutsamsten Risiko- und Schutzfaktoren für gesundheitsbezogene Verhaltensprobleme von Kindern und Jugendlichen fokussieren. Auf Wirksamkeit überprüfte Präventionsangebote können aus dem Register „Grüne Liste Prävention“ passgenau ausgewählt und nachhaltig in den kommunalen Regeleinrichtungen verankert werden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F. (2024). CTC: kommunale Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen. Public Health Forum, 32(3), 242–244. | |||||
| 2024 | Heide, S., Glans, M., & Månsson, B. | BerichtUppväxtvillkor för barn och unga i Malmö, resultat av CTC-enkäten: Om risk- och skyddsfaktorer i barns livsmiljöer | Bericht | Schwedisch | |
ZusammenfassungErgebnisbericht zur Erhebungswelle der Malmöer CTC-Schülerbefragung vom Herbst 2023, zusammengestellt von den zentralen CTC-Entwicklungsleitern der Nachhaltigkeitsabteilung des Stadtkontors; die Datenaufbereitung übernahm die Finanzabteilung. Eingeladen waren alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 und der ersten beiden Gymnasialjahre; 18 635 antworteten, eine Rücklaufquote von 82,3 Prozent, aus allen kommunalen und den meisten freien Schulen. Die Befragung misst 24 Risiko- und 12 Schutzfaktoren sowie Problemverhalten wie Substanzkonsum, Straftaten, Gewalt und psychische Beschwerden und wird für die vierzehn Statistikgebiete der Stadt ausgewiesen, damit auch die neun Gebiete ohne CTC-Gebietsteam ihre Daten erhalten. Stadtweit sind psychische Beschwerden das verbreitetste Problem, der Konsum von Snus und E-Zigaretten bei Mädchen ist deutlich gestiegen, Alkohol zeigt keinen einheitlichen Trend, und selbstberichtete Straftaten von Jungen nahmen in zehn von vierzehn Gebieten zu. Am häufigsten sind tolerante Einstellungen zum Waffentragen, zu Diebstahl, Gewalt und Schulschwänzen sowie eine geringe Bindung an die Schule; Substanzkonsum im Freundeskreis ging in allen Gebieten zurück, die Bindung an die Familie nahm überall zu. In den fünf CTC-Gebieten entwickelten sich die meisten priorisierten Faktoren in die gewünschte Richtung, allerdings mit kleinen Veränderungen und bei zwei unbesetzten Gebietsteams; Ergebnisse auf Schulebene werden für das Good Behavior Game (Hjärnspelet) und EFFEKT gezeigt. Ein deskriptiver Bericht ohne Kontrollgruppen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Heide, S., Glans, M., & Månsson, B. (2024). Uppväxtvillkor för barn och unga i Malmö, resultat av CTC-enkäten: Om risk- och skyddsfaktorer i barns livsmiljöer. Malmö stad, Stadskontoret, Hållbarhetsavdelningen. | |||||
| 2024 | Henriques, S., & Rabelo, R. P. | StudieAdaptação do Communities That Care Youth Survey para Portugal: Um estudo piloto | Studie | Português | |
ZusammenfassungDer Communities That Care Youth Survey (CTCYS) erfasst Risiko- und Schutzfaktoren und sagt verschiedene verhaltensbezogene Gesundheitsprobleme voraus, darunter Konsum psychoaktiver Substanzen, Gewalt und Delinquenz bei Jugendlichen. 2022 wurde der CTCYS für Portugal adaptiert und erfasst Risiko- und Schutzfaktoren in vier Dimensionen: Gemeinde, Familie, Schule und Individuum/Peers. Die Studie untersuchte die psychometrischen Eigenschaften und die Anwendbarkeit des CTCYS in Portugal. Der Adaptionsprozess umfasste Übersetzung und Verfeinerung der US-Version, ergänzt durch Fokusgruppen mit Schülerinnen und Schülern sowie Fachleuten; ein Pretest in einer Gemeinde der Autonomen Region Azoren (RAA) prüfte die interne Konsistenz. Die finale Version wurde 1218 Schülerinnen und Schülern der RAA vorgelegt und erneut auf Reliabilität und Konstruktvalidität geprüft. Die Ergebnisse fielen insgesamt vielversprechend aus; die größten Effekte zeigten sich für den Konsum psychoaktiver Substanzen. Der CTCYS erwies sich als geeignetes Instrument, um prominente Risikofaktoren für den Substanzkonsum Jugendlicher zu identifizieren und kommunale Präventionsinterventionen auszurichten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Henriques, S., & Rabelo, R. P. (2024). Adaptação do Communities That Care Youth Survey para Portugal: Um estudo piloto. Revista Foco, 17(12), Article e7361. DOI: 10.54751/revistafoco.v17n12-187 | |||||
| 2024 | Mihić, J., Ferić, M., Novak, M., & Kranželić, V. | StudieVršnjačko nasilje kod adolescenata u Hrvatskoj | Studie | Kroatisch | |
ZusammenfassungVorläufige Mitteilung über Gewalt unter Gleichaltrigen bei kroatischen Sekundarschülerinnen und Sekundarschülern aus der Fünf-Städte-Schulbefragung des Zagreber Präventionslabors. Eine Quotenstichprobe von 10 138 Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen und Schulformen in Zagreb, Pula, Split, Osijek und Varaždin (47,4 Prozent Jungen, 4,5 Prozent ohne Geschlechtsangabe, Durchschnittsalter 16,2 Jahre) beantwortete einen soziodemografischen Fragebogen und die Skala zu Misshandlung und Gewalt unter Gleichaltrigen aus dem kroatischen CTC-Fragebogen für Kinder und Jugendliche (Mihić, Novak und Bašić, 2010). Im Vormonat hatten 38,9 Prozent mindestens einmal Misshandlung durch Gleichaltrige beobachtet, 18,2 Prozent waren ihr ausgesetzt, 11,8 Prozent hatten Cybermobbing erlebt. Die Häufigkeit des Erlebens, Ausübens und Beobachtens einzelner Formen sowie der Folgen unterschied sich nach Geschlecht, Stadt, Klassenstufe und Schulform; einige Gemeinden und Schulformen bergen nach Angabe der Autorinnen für Mädchen ein höheres Risiko. Gefordert werden rechtzeitige, umfassende und kontinuierliche Investitionen in evidenzbasierte Prävention und psychosoziale Unterstützung. Die Studie ist deskriptiv und querschnittlich; sie dokumentiert den Einsatz einer CTC-Skala in einer großen kroatischen Stichprobe, evaluiert aber keine Intervention. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Mihić, J., Ferić, M., Novak, M., & Kranželić, V. (2024). Vršnjačko nasilje kod adolescenata u Hrvatskoj. Ljetopis socijalnog rada, 31(1), 31–58. | |||||
| 2024 | Pratschke, J., Glanville, J., & Kelly, P. | ÜbersichtsarbeitIntegrative review on place-based and other geographically defined responses to drug-related threats in communities | Übersichtsarbeit | English | |
ZusammenfassungIntegrativer Evidenzbericht im Auftrag des Health Research Board (HRB Drug and Alcohol Evidence Review 9) zu sozialräumlichen und anderen geografisch definierten Antworten auf drogenbezogene Gefährdungen. Methode: eine Übersicht über Übersichtsarbeiten und eine umfangreiche Datenbanksuche, aus der 41 Publikationen für eine thematische Synthese entlang von fünf Fragen blieben – zum Zusammenhang von Ort und Drogenproblemen, zur Auswahl der Standorte, zu vielversprechenden Initiativen, zu Indikatoren der Wirkung und zur Übertragbarkeit auf Irland. Ergebnisse: Der Bericht stellt zehn Initiativen vor, darunter PROSPER, das isländische Präventionsmodell, die HEALing Communities Study und Communities That Care; für CTC fasst er die Community Youth Development Study, die Ausbreitung in Pennsylvania und die Übertragungen nach Deutschland, in die Niederlande und nach Kroatien zusammen und vermerkt den Mangel an evidenzbasierten Programmen außerhalb der USA. Schlussfolgerung: Die erste Generation großer sozialräumlicher Initiativen kann in ihrem Ursprungskontext wirksam und wirtschaftlich sein, doch die Effekte auf den Drogenkonsum auf Bevölkerungsebene erscheinen bescheiden und über die Schulzeit hinaus nicht dauerhaft; fast alle wurden in den USA umgesetzt, zielten selten auf benachteiligte Gebiete und hängen davon ab, dass Fachkräfte sich ihre Logik zu eigen machen. Die irischen Drug and Alcohol Task Forces gelten als vergleichbare Strukturen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Pratschke, J., Glanville, J., & Kelly, P. (2024). Integrative review on place-based and other geographically defined responses to drug-related threats in communities. Health Research Board. Quelle: https://www.drugsandalcohol.ie/40846/ | |||||
| 2024 | Reder, M., Runge, R. A., Schlüter, H., & Soellner, R. | StudieThe German Communities That Care Youth Survey: dimensionality and validity of risk factors | Studie | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Communities That Care (CTC) ist eine evidenzbasierte Strategie des kommunalen Wandels zur Förderung gesunder Jugendentwicklung. Ein Kernelement ist die Erstellung eines kommunalen Profils zur Identifikation und Priorisierung von Risikofaktoren auf Basis des CTC-Jugendsurveys. Eine adaptierte Fassung wird in Deutschland seit 2008 eingesetzt; Dimensionalität und Validität der adaptierten Risikofaktorskalen waren bislang nicht geprüft. Ziel war es, die angenommene eindimensionale Struktur zu bestätigen und die konkurrente Kriteriumsvalidität jedes Risikofaktors zu belegen. Methoden: Anhand einer Stichprobe von 1.911 Jugendlichen der Klassen 6 bis 11 in Niedersachsen wurden 23 Risikofaktorskalen (Domänen Peer/Individuum, Familie, Schule, Gemeinde) untersucht. Konfirmatorische Faktorenanalysen prüften die Dimensionalität (Modellgüte über CFI, SRMR, RMSEA), latente Regressionen die Kriteriumsvalidität (Gewalt/Delinquenz, Substanzkonsum, depressive Symptomatik). Ergebnisse: Alle auswertbaren Risikofaktoren zeigten akzeptable bis gute Modellanpassung und sagten Gewalt/Delinquenz und Substanzkonsum besser voraus als depressive Symptomatik. Fazit: Die meisten Risikofaktoren sind eindimensional und valide; der CTC-Jugendsurvey ist ein geeignetes Instrument zur Erfassung kommunaler Risikoprofile. Auffällige Faktoren sollten vorsichtig interpretiert und künftig weiter beobachtet werden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Reder, M., Runge, R. A., Schlüter, H., & Soellner, R. (2024). The German Communities That Care Youth Survey: dimensionality and validity of risk factors. Frontiers in Public Health, 12, Article 1472347. DOI: 10.3389/fpubh.2024.1472347 | |||||
| 2024 | Röding, D., Decker, L., von Holt, I., Ünlü, S., & Walter, U. | KonferenzbeitragEffekte von Communities That Care auf kommunale Präventionsstrukturen – Ergebnisse der quasi-experimentellen CTC-EFF-Studie | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungHintergrund: Communities That Care (CTC) ist eine weltweit verbreitete Rahmenstrategie für kommunale Prävention und Gesundheitsförderung bei Jugendlichen mit fünf Kernelementen (Netzwerkaufbau, Schulung, lokale Datenerhebung zu Risikofaktoren, Auswahl evidenzbasierter Maßnahmen, qualitätsgesicherte Umsetzung). Forschung aus den USA und Australien (Community Youth Development Study) zeigt, dass rund 95 % der Effekte von CTC auf jugendliches Problemverhalten darüber zustande kommen, dass CTC die Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventions- und Gesundheitsförderungsansatzes durch die Kommunen befördert. Diese Studie untersucht erstmals in Deutschland die Effekte von CTC auf kommunale Präventionsstrukturen. Methode: Die quasi-experimentelle CTC-EFF-Studie untersuchte 21 Interventions- und Vergleichskommunen in vier Bundesländern (2020–2023). Daten von 79 kommunalen Schlüsselpersonen wurden zu Baseline (2021) und Follow-up (2023) erhoben. Primäres Outcome war die Übernahme evidenzbasierter Präventionsansätze (21-Item-Index); sekundäre Outcomes waren intersektorale Kooperation, Qualität der Zusammenarbeit, kommunale Unterstützung und Budgetallokation für Prävention. Ergebnisse: Beim primären Endpunkt zeigte sich zum Follow-up ein signifikanter Vorteil der Interventionskommunen (30 % vs. 10 %; p=,034); die sekundären Outcomes verbesserten sich deskriptiv, jedoch nicht statistisch signifikant. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse sprechen insgesamt für die Wirksamkeit von CTC im deutschen Kontext, sollten aber angesichts pandemiebedingter Einschränkungen und reduzierter Stichproben zurückhaltend interpretiert werden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Decker, L., von Holt, I., Ünlü, S., & Walter, U. (2024). Effekte von Communities That Care auf kommunale Präventionsstrukturen – Ergebnisse der quasi-experimentellen CTC-EFF-Studie. German Medical Science GMS Publishing House. DOI: 10.3205/24gmds298 | |||||
| 2024 | Röding, D., von Holt, I., Decker, L., Ünlü, S., & Walter, U. | StudieKommunale Gesundheitskompetenz und kommunale Kapazitätsentwicklung | Studie | Deutsch | |
ZusammenfassungHintergrund: Aus Sicht kritischer Gesundheitskompetenz sollten Kommunen die notwendige Kapazität haben, um vor Ort die gesellschaftlichen Determinanten der Gesundheit zu gestalten. Obwohl sich Kapazitätsentwicklungsansätze in der kommunalen Gesundheitsförderung zunehmend verbreiten, sind sie in Deutschland kaum erforscht. Der Beitrag untersucht, wie verschiedene Facetten kommunaler Kapazität für Gesundheitsförderung in ausgewählten deutschen Städten und Gemeinden ausgeprägt sind und ob die COVID-19-Pandemie die kommunale Gesundheitsförderung beeinflusste. Methoden: Datenbasis ist die zweite Welle einer Befragung kommunaler Schlüsselpersonen (n=235) aus 30 Städten und Gemeinden in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im Rahmen der CTC-EFF-Studie (2023); deskriptive Analysen. Ergebnisse: Gut ausgeprägt sind Problemlösefähigkeit, interorganisationaler Informationsaustausch und Rückhalt in der Bevölkerung. Defizite zeigen sich bei strategischer Planung, Verknüpfung und Koordination von Maßnahmen, Ressourcenausstattung, Ressourcenteilung, evidenzbasiertem Vorgehen und Öffentlichkeitsarbeit. Die Pandemie hatte großen Einfluss auf die Präventionsarbeit; es finden sich Hinweise auf Nachholeffekte. Fazit: Die Ergebnisse offenbaren einige Stärken und viele Schwächen der kommunalen Kapazität; wirksame Kapazitätsentwicklungsansätze sollten genutzt werden. Die Generalisierbarkeit ist begrenzt, es besteht weiterer Forschungsbedarf. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., von Holt, I., Decker, L., Ünlü, S., & Walter, U. (2024). Kommunale Gesundheitskompetenz und kommunale Kapazitätsentwicklung. Prävention und Gesundheitsförderung, 19(4), 512–520. DOI: 10.1007/s11553-024-01143-x | |||||
| 2024 | Serdar, K., Ferić, M., & Belošević, M. | ÜbersichtsarbeitSpremnost zajednice za preventivna ulaganja | Übersichtsarbeit | Kroatisch | |
ZusammenfassungNarrative Übersichtsarbeit des Zagreber Labors für Präventionsforschung zur Gemeindebereitschaft als erstem Schritt der Implementation von Prävention in Kommunen. Auf Grundlage einer Literaturrecherche in elf Datenbanken ohne zeitliche Begrenzung stellt sie Bereitschaftsmodelle (Self-Organizational Community Readiness Model, Community Readiness for Change, Community Readiness Model des Tri-Ethnic Center, APPEAL-Stufenmodell) und Erhebungsinstrumente (Community Readiness Inventory, Minnesota Community Readiness Survey, Community Prevention Readiness Self-Assessment Tool, Community Key Leader Survey) vor und tabelliert deren Vorzüge und Grenzen. Ein Abschnitt zu Kroatien fasst die Bereitschaftsarbeit des istrischen Communities-That-Care-Projekts (2002–2005 und 2006–2009; Befragung von 151 Schlüsselpersonen auf vier Dimensionen, gefolgt von fast einem Jahr Schulung), die Evaluation der Präventionsräte von Čakovec und Split durch UNDP und Innenministerium (2010) und das Projekt „Prevencija u zajednici“ (2017–2018) in drei Gemeinden im Zagreber Umland zusammen, das ein modifiziertes Community Readiness Model mit Fokusgruppen, Bürgermeisterinterviews sowie Fragebögen für Schlüsselpersonen und Koalition in fünf Bereichen nutzte. Die Autorinnen empfehlen eine Bereitschaftsanalyse vor jeder kommunalen Investition und nennen den Wechsel von Schlüsselpersonen mit den politischen Zyklen als wiederkehrendes Hindernis. Neue Daten werden nicht berichtet. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Serdar, K., Ferić, M., & Belošević, M. (2024). Spremnost zajednice za preventivna ulaganja. Kriminologija & socijalna integracija, 32(1), 104–124. DOI: 10.31299/ksi.32.1.6 | |||||
| 2024 | Siilbek, E., & Streimann, K. | StudieAdaptation of the Communities That Care Youth Survey for Use in Estonia: A Pilot Study | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Communities That Care Youth Survey (CTC-YS) erfasst Risiko- und Schutzfaktoren, die ein breites Spektrum gesundheitsbezogener Verhaltensprobleme vorhersagen, darunter Substanzkonsum, Gewalt und Delinquenz. Obwohl das Instrument bereits für andere Kontexte und Sprachen angepasst wurde, sind weitere Studien zu interkulturellen Anpassungen, besonders in nicht englischsprachigen Ländern, nötig. 2022 wurde der CTC-YS für Estland adaptiert; er umfasst 38 Risiko- und Schutzfaktoren sowie Maße zu Substanzkonsum, antisozialem Verhalten, psychischen Problemen und Selbstverletzung. Die Studie untersuchte psychometrische Eigenschaften und Anwendbarkeit in Estland. Nach Übersetzung und Überarbeitung folgten Fokusgruppen mit Schülern und Fachleuten sowie eine Pilotstudie in zwei Kommunen mit Daten von 265 Schülern. Der ursprüngliche CTC-Rahmen erfasst die zentralen Aspekte des estnischen Kontexts weitgehend. Die Validität war gut; nach Entfernen eines Items erreichte die interne Konsistenz für alle bis auf acht Subskalen akzeptable Werte. Am problematischsten waren die Skalen Prosoziales Engagement, Soziale Kompetenzen und Glaube an die moralische Ordnung. Kommunale Akteure bewerteten das Instrument als nützlich, verwiesen aber auf Herausforderungen bei Praktikabilität und Verständlichkeit; weitere Elemente sind nötig, um Kommunen bei der Nutzung der Ergebnisse für Präventionszwecke zu unterstützen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Siilbek, E., & Streimann, K. (2024). Adaptation of the Communities That Care Youth Survey for Use in Estonia: A Pilot Study. Journal of Prevention, 45(4), 483–500. DOI: 10.1007/s10935-024-00777-z | |||||
| 2024 | Silveira, B. B. da, & Schneider, D. R. | StudieRelação pessoa-ambiente no sistema de prevenção Communities That Care | Studie | Português | |
ZusammenfassungIm Bewusstsein des Nutzens, den Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Eintauchen in ihr Gemeinwesen ziehen können, ermöglicht die Präventionswissenschaft die Qualifizierung kommunaler Maßnahmen mit dem Sozialraum als Interventionsbasis. Communities That Care (CTC) ist ein Präventionssystem, das sich als internationales Modell für evidenzbasierte Mehrebenen-Interventionen auf Grundlage sozialer und umweltbezogener Determinanten hervortut. Ziel war es, einen Dialog zwischen Umweltpsychologie und diesem Präventionssystem herzustellen und den Einfluss von Ortsidentität und Ortsbindung auf die Beteiligung kommunaler Führungspersonen an CTC zu verstehen. Untersuchungskontext war ein Stadtbezirk von Florianópolis. Methodisch kamen Begehungen vor Ort, die Erfassung von Umweltspuren und halbstrukturierte Interviews zum Einsatz. Die Daten wurden mittels thematischer Analyse ausgewertet und führten zu zwei Kategorien: „Affekt und Interaktionen“ sowie „Ort und Zugehörigkeit“. Zentrale Wendepunkte in der Beziehungsdynamik waren die wahrgenommene Bedeutung kultureller Praktiken, sozial-ökologische Fürsorge, Sicherheit und Wohnlichkeit sowie Identifikation und Verbundenheit mit der Gemeinschaft. Die Beziehung zum Gemeinwesen – insbesondere Identität und Ortsbindung, geteilte Werte und Engagement in kollektiven Aktionen – stärkt die Beteiligung am Präventionssystem CTC und erleichtert die Planung kommunaler Präventionsmaßnahmen gegen Drogenkonsum und Gewalt. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Silveira, B. B. da, & Schneider, D. R. (2024). Relação pessoa-ambiente no sistema de prevenção Communities That Care. Revista Projetar - Projeto e Percepção do Ambiente, 9(2), 93–102. DOI: 10.21680/2448-296x.2024v9n2id34272 | |||||
| 2024 | Ünlü, S., von Holt, I., Röding, D., Decker, L., & Walter, U. | KonferenzbeitragImplementation des kommunalen Präventionssystems Communities That Care: Eine Analyse von Gelingensbedingungen | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungHintergrund: Communities That Care (CTC) ist eine weltweit genutzte, bedarfsorientierte Rahmenstrategie zur Planung und Steuerung kommunaler Prävention und Gesundheitsförderung mit dem Ziel, Problemverhalten Heranwachsender vorzubeugen oder zu reduzieren. Während die Wirksamkeit in den USA und Australien belegt ist, wird sie nun erstmals in Deutschland untersucht. Die Implementation dauert 24 bis 30 Monate und erfolgt in fünf Phasen (Aufbau lokaler Netzwerke; Schulung und technische Unterstützung; kommunales Profil mit Risiko- und Schutzfaktoren; bedarfsorientierter Aktionsplan mit evidenzbasierten Programmen; Umsetzung und Evaluation). Der Beitrag zeigt den Stand der Implementation und deren Gelingensbedingungen zum Studienende. Methode: Die BMBF-geförderte CTC-EFF-Studie (2020–2023) ist eine nicht-randomisierte, cluster-kontrollierte konzeptuelle Replikationsstudie mit 21 CTC- und 21 Vergleichskommunen aus vier Bundesländern. Zwischen Dezember 2023 und März 2024 nahmen 13 lokale Koordinierende am Milestone-and-Benchmark-Tool und 30 Mitglieder aus sieben Gebietsteams am Coalition-Board-Interview (zehn Gelingensbedingungen) teil; die Analyse erfolgte deskriptiv. Ergebnisse: Der durchschnittliche Implementationsgrad abgeschlossener Phasen variiert zwischen 56 % und 80 % (Gesamtdurchschnitt 64 %). Alle Gebietsteams wiesen zu geringe Fachkenntnisse auf, fünf zu geringen Einfluss in der kommunalen Prävention und zu hohe Implementationshürden; weitere Defizite betrafen Diversität, Fluktuation, Zusammenhalt, Effizienz und Konflikte. Schlussfolgerung: Pandemiebedingt verlief die Implementation verlangsamt. Empfohlen wird, vielfältige Akteure einzubinden und das Fachkenntnisangebot für Teammitglieder zu verbessern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Ünlü, S., von Holt, I., Röding, D., Decker, L., & Walter, U. (2024). Implementation des kommunalen Präventionssystems Communities That Care: Eine Analyse von Gelingensbedingungen. German Medical Science GMS Publishing House. DOI: 10.3205/24gmds304 | |||||
| 2024 | ΕΚΤΕΠΝ [Greek Documentation and Monitoring Centre for Drugs] | BerichtΚοινότητες που Νοιάζονται: Προσαρμογή στα ελληνικά, πιλοτική εφαρμογή και έλεγχος της αξιοπιστίας του ερωτηματολογίου | Bericht | Griechisch | |
ZusammenfassungWebbericht zur griechischen Adaption der CTC-Jugendbefragung durch die griechische Drogenbeobachtungsstelle EKTEPN im Rahmen des EU-Projekts Frontline Politeia. Der US-Fragebogen von 2014 wurde 2022 übersetzt, im März 2023 mit einer Jugendgruppe des Präventionszentrums ORAMA geprüft und im März und April 2023 in Edessa, Pefka, Ano Toumba (Thessaloniki) und einer Schule in Veroia mit 669 Schülerinnen und Schülern erprobt. Von 36 Skalen erreichten 20 eine Reliabilität über 0,70, acht lagen zwischen 0,62 und 0,70, acht darunter. Der Bericht ist die Referenz für das griechische Instrument, das EKTEPN seither mit Präventionszentren in Attika und Thessaloniki einsetzt; er dokumentiert einen Pilot und dessen Reliabilität, keinen Gemeindeprozess und keine Ergebnisse. Weiterlesen →Referenz (APA 7)ΕΚΤΕΠΝ [Greek Documentation and Monitoring Centre for Drugs] (2024). Κοινότητες που Νοιάζονται: Προσαρμογή στα ελληνικά, πιλοτική εφαρμογή και έλεγχος της αξιοπιστίας του ερωτηματολογίου. University Mental Health, Neurosciences and Precision Medicine Research Institute (UMHRI), Athens. Quelle: https://www.ektepn.gr/ctc-2023 | |||||
| 2023 | Arungwa, S., & Osho, G. S. | StudiePolicy Implications and Cost of Prevention of Juvenile Delinquency: A Willingness Survey of College-Educated-Adults for Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungJugendkriminalität und Problemverhalten konzentrieren sich häufig auf die örtlichen Gemeinden, in denen die Taten begangen werden. Ein Verständnis von Jugendkriminalität auf kommunaler Ebene ist wichtig, da nationale Statistiken den Eindruck erwecken können, das eigene Wohnumfeld sei nicht betroffen. Drogenmissbrauch ist ein globales Problem. Ziel dieser Studie ist es, Erkenntnisse über die Kosten der Prävention von Jugendkriminalität zu gewinnen – mittels einer Befragung zur Zahlungs- bzw. Unterstützungsbereitschaft (Willingness Survey) von Erwachsenen mit Hochschulbildung gegenüber dem Ansatz Communities That Care (WITS4CTC) – und daraus politische Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Schlussfolgerungen bilden eine Grundlage für künftige Studien aus dieser WITS4CTC-Perspektive. Die Arbeit soll Hochschulangehörigen und CTC-Akteuren als Orientierung dienen und latente Unterstützung für CTC sichtbar machen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Arungwa, S., & Osho, G. S. (2023). Policy Implications and Cost of Prevention of Juvenile Delinquency: A Willingness Survey of College-Educated-Adults for Communities That Care. Journal of Sociological Research, 15(1), 32. | |||||
| 2023 | Birgel, V., Decker, L., Röding, D., & Walter, U. | ÜbersichtsarbeitCommunity capacity for prevention and health promotion: a scoping review on underlying domains and assessment methods | Übersichtsarbeit | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Der Aufbau von Gemeinwesenkapazität (community capacity) ist ein wesentlicher Ansatz der Gesundheitsförderung und bezeichnet jene Merkmale von Gemeinwesen, die ihre Fähigkeit beeinflussen, soziale und gesundheitliche Probleme zu erkennen und anzugehen. Trotz weitgehender Einigkeit über bestimmte Kapazitätsdomänen und -rahmenwerke fehlt eine umfassende und einheitliche Erfassung von Gemeinwesenkapazität. Ziel dieses Scoping Reviews war es daher, die Domänen und Methoden zu ermitteln, die zur Erfassung von Gemeinwesenkapazität im Bereich gemeinwesenbasierter Prävention und Gesundheitsförderung verwendet werden. Methode: Eine Scoping-Recherche erfolgte über PubMed, Web of Science und Science Direct mit ergänzenden Suchen über Google Scholar; eingeschlossen wurden englischsprachige Studien von 1990 bis 2022, die explizit beschrieben, wie Gemeinwesenkapazität erfasst wurde. Ergebnisse: Von 4.779 Datensätzen wurden 38 Studien eingeschlossen (19 mit Mixed Methods, 11 qualitativ, 8 quantitativ). Die verwendeten Domänen wurden zu neun umfassenden Domänen zusammengefasst: Partizipation, Wissen und Fertigkeiten, Ressourcen, Führung, Gemeinwesenmacht, Zusammenarbeit, Verbundenheit mit dem Gemeinwesen (sense of community), kritisches Bewusstsein und Problemlösung sowie Gemeinwesenstruktur. Vier Subdomänen wurden ergänzt: Engagement, Kommunikation, gemeinsame Werte und Ziele sowie Nachhaltigkeit. Der Review bietet einen Überblick, der die Entwicklung eines umfassenden Ansatzes zur Kapazitätserfassung erleichtern kann. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Birgel, V., Decker, L., Röding, D., & Walter, U. (2023). Community capacity for prevention and health promotion: a scoping review on underlying domains and assessment methods. Systematic Reviews, 12(1), Article 147. DOI: 10.1186/s13643-023-02314-1 | |||||
| 2023 | Birgel, V., Röding, D., Decker, L., & Walter, U. | KonferenzbeitragZusammenhang zwischen Community Capacity und Alkohol-, Tabak- sowie Drogenkonsum von Heranwachsenden: Ergebnisse einer Mehrebenen-Analyse | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDie kommunale Prävention von Substanzgebrauch bei Heranwachsenden erfordert ausreichende Community Capacity. Der Beitrag untersucht deren Zusammenhang mit Substanzgebrauch anhand von Baseline-Daten aus 29 Kommunen der CTC-EFF-Studie. 7.439 Schülerinnen und Schüler wurden zu Alkoholkonsum, Rauschtrinken, Rauchen und Drogenkonsum befragt; 182 Schlüsselpersonen zu zehn Bereichen von Community Capacity (u. a. Participation, Knowledge, Resources, Leadership, Prevention Collaboration, Critical Awareness). Je Outcome wurden elf hierarchische logistische Modelle berechnet. Ein höherer Capacity-Gesamtscore ist mit geringerer Prävalenz von Rauchen (OR=2,48; 95%-KI 1,66–8,54) und Alkoholkonsum (OR=3,19; 95%-KI 1,21–8,42) assoziiert, nicht jedoch mit Drogenkonsum oder Rauschtrinken. Die Einzelmaße zeigen ein einheitliches Muster geringerer Konsumwahrscheinlichkeit bei höheren Werten. Fazit: Höhere Community Capacity geht mit geringerem Substanzgebrauch einher; dies unterstreicht die Bedeutung von Capacity Building. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Birgel, V., Röding, D., Decker, L., & Walter, U. (2023). Zusammenhang zwischen Community Capacity und Alkohol-, Tabak- sowie Drogenkonsum von Heranwachsenden: Ergebnisse einer Mehrebenen-Analyse. Das Gesundheitswesen, 85(08/09), 784–784. | |||||
| 2023 | Birgel, V., Röding, D., Reder, M., Soellner, R., & Walter, U. | StudieContextual effects of community capacity as a predictor for adolescent alcohol, tobacco, and illicit drug use: A multi-level analysis | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen zehn Domänen kommunaler Capacity und der Prävalenz von Substanzkonsum (Tabak, Alkohol, illegale Drogen, Rauschtrinken) bei deutschen Schülerinnen und Schülern. In einer Mehrebenenanalyse, die individuelle und kommunale Faktoren berücksichtigt, wurde das Zusammenspiel von Community Capacity und jugendlichem Substanzkonsum betrachtet. Das zusammengesetzte Maß kommunaler Capacity zeigte signifikante Zusammenhänge mit jeglichem Substanzkonsum sowie mit Alkohol- und Tabakkonsum; für illegalen Drogenkonsum und Rauschtrinken waren die Befunde nicht statistisch signifikant. Höhere kommunale Capacity war mit geringeren Wahrscheinlichkeiten für Substanzkonsum verbunden, besonders für Alkohol und Tabak. Zwischen Gemeindegröße bzw. -typ und Substanzkonsum bestand – außer beim Rauschtrinken – kein signifikanter Zusammenhang, was nahelegt, dass auf Capacity-Building ausgerichtete Public-Health-Interventionen unabhängig von festeren kommunalen Strukturen wirksam sein können. Da die Studie querschnittlich angelegt ist, sind keine kausalen Schlüsse möglich. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der Wirksamkeit kapazitätsstärkender Ansätze wie Communities That Care. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Birgel, V., Röding, D., Reder, M., Soellner, R., & Walter, U. (2023). Contextual effects of community capacity as a predictor for adolescent alcohol, tobacco, and illicit drug use: A multi-level analysis. SSM - Population Health, 24, 101521. DOI: 10.1016/j.ssmph.2023.101521 | |||||
| 2023 | Birgel, V., Walter, U., & Röding, D. | StudieRelating community capacity to the adoption of an evidence-based prevention strategy: a community-level analysis | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel: In der gemeinwesenbasierten Prävention ist bekannt, dass die Anwendung einer evidenzbasierten Strategie den Präventionserfolg vorhersagt. Evidenzbasierte Prävention umfasst einen theoretischen Rahmen, eine empirische Bedarfserfassung, wirksame Programme sowie das Monitoring kommunaler Anstrengungen und Ergebnisse. Diese Studie untersucht, inwieweit Gemeinwesenkapazität (community capacity) die Variation in der evidenzbasierten Prävention erklärt. Methode: Sekundärdatenanalyse auf Basis einer Befragung von 182 Schlüsselinformanten in 38 Kommunen; geprüft wurden Strukturvalidität, interne Konsistenz und Beurteilerübereinstimmung. Zusammenhänge zwischen der Anwendung evidenzbasierter Prävention und zehn Domänen von Gemeinwesenkapazität wurden auf Kommunenebene mittels logistischer Regression untersucht. Ergebnisse: Die Kapazitätsdomänen ließen sich anhand von Schlüsselinformanten-Berichten verlässlich messen. Die Anwendung evidenzbasierter Prävention war mit erhöhter Verbundenheit mit dem Gemeinwesen (OR 6,62), Präventions-Zusammenarbeit (OR 26,05), sektorübergreifender Zusammenarbeit (OR 10,49), Gemeinwesenmacht (OR 19,29) und Gemeinwesenstruktur (OR 4,79) verbunden; auch das Vorhandensein von Führung sagte höhere Chancen voraus (OR 5,21). Fazit: Kommunen mit höherer Gemeinwesenkapazität haben erhöhte Chancen, eine evidenzbasierte Präventionsstrategie anzuwenden. Korrektur: 2025 erschien eine Korrekturmitteilung zu diesem Beitrag (J Public Health 33, 1765; https://doi.org/10.1007/s10389-025-02430-3). In Tabelle 3 waren zwei Konfidenzintervalle falsch angegeben – bei Gemeinwesenmacht 1,74–18,12 statt 1,74–28,12 und bei Präventions-Zusammenarbeit 5,98–13,39 statt 5,98–33,39; beide Obergrenzen lagen damit unterhalb des jeweiligen Punktschätzers. Die Odds Ratios selbst und die Interpretation bleiben unverändert, die korrigierten Intervalle sind jedoch breiter als ursprünglich berichtet. Der Originalartikel wurde nachgezogen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Birgel, V., Walter, U., & Röding, D. (2023). Relating community capacity to the adoption of an evidence-based prevention strategy: a community-level analysis. Journal of Public Health, 33(8), 1755–1764. DOI: 10.1007/s10389-023-02159-x | |||||
| 2023 | Bremer, K., Brender, R., & Groeger-Roth, F. | KonferenzbeitragGrüne Liste Prävention: wirksame Verhältnisprävention stärken | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
Referenz (APA 7)Bremer, K., Brender, R., & Groeger-Roth, F. (2023). Grüne Liste Prävention: wirksame Verhältnisprävention stärken. Universität Tübingen. DOI: 10.15496/publikation-108389 | |||||
| 2023 | Bremer, K., Brender, R., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | KonferenzbeitragGrüne Liste Prävention: Identifizierung von Risiko- und Schutzfaktoren zur Erweiterung der Datenbank um Maßnahmen zur Ernährung und Bewegung | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
Referenz (APA 7)Bremer, K., Brender, R., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2023). Grüne Liste Prävention: Identifizierung von Risiko- und Schutzfaktoren zur Erweiterung der Datenbank um Maßnahmen zur Ernährung und Bewegung. Das Gesundheitswesen, 85(08/09), 780–781. | |||||
| 2023 | Decker, L., Röding, D., Birgel, V., & Walter, U. | KonferenzbeitragGelingensbedingungen für Implementation, Umsetzungstreue und Reichweite evidenzbasierter Präventionsprogramme – Ergebnisse der CTC-EFF-Studie | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDie Wirksamkeit kommunaler Präventionsansätze hängt von der Anzahl evidenzbasierter Programme (EBP), der Zahl erreichter Personen sowie der Umsetzungstreue ab. Untersucht wurde, ob kommunale Bedingungen diese Faktoren beeinflussen. In 38 Kommunen wurden lokale Präventionsakteure (n=242) zu EBP, erreichten Personen und Umsetzungstreue interviewt; 182 Schlüsselpersonen zu Community Capacity (intersektorale Kooperation, integrierte Zusammenarbeit, Präventions- und finanzieller Rückhalt) und zur Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention (WBP). Deprivation, Raumtyp und Einwohnerzahl stammen aus amtlichen Statistiken; berechnet wurden bivariate Korrelationen. Die Anzahl der EBP korreliert positiv mit WBP, intersektoraler Kooperation, finanziellem Rückhalt, Deprivation und Ländlichkeit (r=.185–.576), negativ mit Einwohnerzahl und Präventionsrückhalt. Die Zahl erreichter Personen korreliert positiv mit intersektoraler Kooperation, Präventionsrückhalt, Deprivation und Einwohnerzahl, negativ mit Ländlichkeit; Umsetzungstreue korreliert negativ mit Ländlichkeit. Fazit: Die Wirksamkeit kommunaler Präventionsansätze ist von lokalen Bedingungen abhängig. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Decker, L., Röding, D., Birgel, V., & Walter, U. (2023). Gelingensbedingungen für Implementation, Umsetzungstreue und Reichweite evidenzbasierter Präventionsprogramme – Ergebnisse der CTC-EFF-Studie. Das Gesundheitswesen, 85(08/09), 784–784. | |||||
| 2023 | Henriques, S., & Rabelo, R. P. | BerichtComunidades que Cuidam – Questionário a Jovens. Açores, Portugal. Relatório | Bericht | Português | |
ZusammenfassungBericht des CIES-Iscte zur ersten vollständigen Anwendung des Communities That Care Youth Survey in Portugal im Rahmen des EU-geförderten Projekts Frontline Politeia (JUST-2020-AG-DRUGS), in dem Portugal zu den Ländern ohne systematische Daten für Präventionsentscheidungen zählte. Methode: fachliche Übersetzung mit kultureller Anpassung, validiert durch eine Expertenrunde sowie einen kognitiven und einen Pilot-Vortest, der auch die Durchführung im Klassenraum, die Reliabilität und die Skalenvalidität prüfte; Online-Erhebung bei Schülerinnen und Schülern des dritten Zyklus der Grundbildung und der Sekundarstufe an öffentlichen Schulen der Autonomen Region Azoren zwischen März und Mai 2023 mit 1.218 vollständigen Antworten. Ergebnisse: Abschnitte zu demografischen Merkmalen, Risikofaktoren (Drogenkonsum, früher Konsum, Zugang, delinquenznahes Verhalten) und Schutzfaktoren (Möglichkeiten und Anerkennung für prosoziales Engagement); nur 4 Prozent berichteten, jemals illegale Drogen konsumiert zu haben, doch rund zwei Drittel der Sekundarschüler hatten Alkohol probiert und 32 Prozent tranken regelmäßig, fast ein Viertel der Sekundarschüler hatte Cannabis probiert, und die meisten gaben eine hohe familiäre Einbindung an. Die Empfehlungen fordern evidenzbasierte Prävention, fortlaufende und längsschnittliche Datenerhebung mit repräsentativen Stichproben, Qualifizierung der Fachkräfte und Vernetzung. Ein beschreibender Diagnosebericht zu einer nicht repräsentativen Stichprobe; eine CTC-Koalition oder ein Programmprozess wird nicht vorgeschlagen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Henriques, S., & Rabelo, R. P. (2023). Comunidades que Cuidam – Questionário a Jovens. Açores, Portugal. Relatório. CIES-Iscte, Iscte – Instituto Universitário de Lisboa. Quelle: http://hdl.handle.net/10400.2/15013 | |||||
| 2023 | Public Partner | BerichtGenomlysning av arbetet med Community that Cares (CTC): Malmö stad | Bericht | Schwedisch | |
ZusammenfassungGutachten einer Stockholmer Beratungsfirma im Auftrag der Direktion für Nachhaltigkeit und Sicherheit der Stadt Malmö, nachdem der Beschluss des Stadtrats von 2020, Communities That Care auf die ganze Stadt auszuweiten, nicht umgesetzt worden war. Public Partner führte Fokusgruppen mit dem zentralen CTC-Team des Stadtkontors sowie mit Leitungen und Entwicklungsleitern der Ämter für Arbeitsmarkt und Soziales, Vorschule, Grundschule, Freizeit und Kultur und wertete Steuerungsdokumente aus; der Bericht ist auf Oktober 2023 datiert und umfasst 18 Seiten. Er stellt breite Übereinstimmung über den Wert der CTC-Schülerbefragung, der Risiko- und Schutzfaktorenlogik und der Gebietsteams fest und schreibt den lokalen Entwicklungsleitern konkrete Ergebnisse zu, benennt aber Schwächen der Steuerung: ein unklares Mandat des Stadtrats, eine Systemführung im Stadtkontor, die sich mit Malmös dezentralem Modell starker Fachausschüsse reibt, Kommunikationsmängel und das Fehlen der ursprünglich beschlossenen wissenschaftlichen Begleitung, weshalb Wirkungen nicht sicher zugeordnet werden konnten. Das Gutachten folgert, dass die ausgebliebene Umsetzung nicht am CTC-System liegt, und empfiehlt, dessen Kernbestandteile und Prozessschritte beizubehalten, CTC als Begriff zurückzunehmen und die Systemführung in ein Fachamt zu verlagern. Die Untersuchung ist qualitativ und enthält keine Ergebnisdaten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Public Partner (2023). Genomlysning av arbetet med Community that Cares (CTC): Malmö stad. Public Partner, Stockholm, on behalf of Malmö stad (Stadskontoret). | |||||
| 2023 | Röding, D., Birgel, V., Decker, L., Ünlü, S., & Walter, U. | FachbeitragWie gelingt kommunale Prävention bei Kindern und Jugendlichen? Erste Erkenntnisse aus der CTC-EFF-Studie | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungErkenntnisse zur Wirksamkeit kommunaler Ansätze spielen eine entscheidende Rolle in der Prävention von jugendlichem Problemverhalten wie Substanzkonsum, Gewalt und Delinquenz. Gut erforscht ist, welche Elemente kommunale Präventionsstrategien wirksam machen. Klar ist aber auch, dass die Wirksamkeit kommunaler Präventionsstrategien stark von lokalen Rahmenbedingungen abhängt. Die Erkenntnisse hierzu stammen bislang ausnahmslos aus anderen Ländern, und es ist unklar, inwiefern diese auf Deutschland übertragbar sind. Mit der CTC-EFF-Studie wird erstmals eine valide Datengrundlage geschaffen, um diese Frage für Deutschland zu erhellen. Erste Ergebnisse lieferten Erkenntnisse von hoher praktischer und politischer Relevanz für die Prävention. Der Beitrag gibt einen anwendungsorientierten Überblick über diese Erkenntnisse und formuliert Empfehlungen für die kommunale Prävention und deren effektive Umsetzung in der Praxis. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Birgel, V., Decker, L., Ünlü, S., & Walter, U. (2023). Wie gelingt kommunale Prävention bei Kindern und Jugendlichen? Erste Erkenntnisse aus der CTC-EFF-Studie. | |||||
| 2023 | Röding, D., Reder, M., Soellner, R., Birgel, V., Stolz, M., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | StudienprotokollEvaluation des wissenschaftsbasierten kommunalen Präventionssystems Communities That Care: Studiendesign und Baseline-Äquivalenz intermediärer Outcomes | Studienprotokoll | Deutsch | |
ZusammenfassungHintergrund: Communities That Care (CTC) überträgt präventionswissenschaftliche Grundlagen in die kommunale Praxis. Über Schulungen und Tools unterstützt CTC Kommunen beim Aufbau lokaler Netzwerke zur Förderung der psychosozialen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Zentrale Elemente sind Bürgerbeteiligung, intersektorale Zusammenarbeit, wissenschaftsbasierte Prävention, Monitoring und Qualitätsentwicklung. US-Ergebnisse legen nahe, dass die Wirkung von CTC über fünf intermediäre Outcomes vermittelt wird. Der Beitrag stellt erste Ergebnisse der CTC-EFF-Studie vor, die die Effektivität von CTC für Deutschland untersucht. Daten und Methoden: Quasi-experimentelle Studie mit 21 CTC-einführenden Interventionskommunen (IK) und 21 a priori gematchten Vergleichskommunen (VK). 2021 wurden 192 kommunale Schlüsselpersonen befragt; bivariat wurde geprüft, ob sich IK und VK in acht soziodemografischen Merkmalen sowie Einschätzungen zu Präventionszusammenarbeit, intersektoraler Kooperation, finanzieller Unterstützung, Rückhalt in der Bevölkerung und Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention unterscheiden. Ergebnisse: IK und VK unterscheiden sich – mit Ausnahme der Hochschulzugangsberechtigung (86 % vs. 96 %) – nicht signifikant; auch die meisten intermediären Outcomes werden gleich eingeschätzt. Eine Ausnahme bildet die Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention. Fazit: Das Matching führte weitgehend zu Baseline-Äquivalenz; der kleine Vorsprung der IK ist plausibel, da diese vor der Erhebung bereits erste Schulungs- und Implementationsschritte vollzogen hatten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Reder, M., Soellner, R., Birgel, V., Stolz, M., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2023). Evaluation des wissenschaftsbasierten kommunalen Präventionssystems Communities That Care: Studiendesign und Baseline-Äquivalenz intermediärer Outcomes. Prävention und Gesundheitsförderung, 18(3), 316–326. DOI: 10.1007/s11553-022-00972-y | |||||
| 2023 | Rowhani-Rahbar, A., Oesterle, S., Gause, E. L., Kuklinski, M. R., Ellyson, A. M., Schleimer, J. P., Dalve, K., Weybright, E. H., Briney, J. S., & Hawkins, J. D. | StudieEffect of the Communities That Care Prevention System on Adolescent Handgun Carrying | Studie | English | |
ZusammenfassungBedeutung: Über kommunale Interventionen zur Verringerung des Waffentragens (Handfeuerwaffen) unter Jugendlichen, besonders im ländlichen Raum, ist wenig bekannt. Ziel: Es wurde geprüft, ob Communities That Care (CTC) – ein kommunales Präventionssystem mit Fokus auf früh wirkende Risiko- und Schutzfaktoren – die Prävalenz des Handfeuerwaffentragens bei ländlich aufwachsenden Jugendlichen senkt. Design: Gemeinde-randomisierte Studie in 24 Kleinstädten in 7 US-Bundesstaaten, zufällig der CTC- oder Kontrollgruppe zugeordnet, mit Erhebungen 2003–2011. Teilnehmende waren Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse (77 % der Berechtigten), wiederholt befragt bis Klasse 12 (92 % Verbleib). Ergebnisse: Bei 4407 Teilnehmenden trugen von Klasse 6 bis 12 in CTC-Gemeinden 15,5 % und in Kontrollgemeinden 20,7 % mindestens einmal eine Handfeuerwaffe. Jugendliche in CTC-Gemeinden berichteten signifikant seltener vom Waffentragen (OR 0,73; 95%-KI 0,65–0,82), am deutlichsten in den Klassen 7 bis 9. Kumulativ bis Klasse 12 war das Risiko ebenfalls signifikant geringer (OR 0,76; 95%-KI 0,70–0,84). Insgesamt reduzierte CTC das Waffentragen im Vorjahr um 27 % je Klassenstufe und um 24 % kumulativ. Fazit: CTC senkte die Prävalenz des Handfeuerwaffentragens Jugendlicher in den teilnehmenden Gemeinden. Studienregistrierung: NCT01088542. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Rowhani-Rahbar, A., Oesterle, S., Gause, E. L., Kuklinski, M. R., Ellyson, A. M., Schleimer, J. P., Dalve, K., Weybright, E. H., Briney, J. S., & Hawkins, J. D. (2023). Effect of the Communities That Care Prevention System on Adolescent Handgun Carrying. JAMA Network Open, 6(4), e236699. DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2023.6699 | |||||
| 2023 | Siilbek, E., Streimann, K., & Vilms, T. | BerichtLaste ja noorte riskikäitumise ning vaimse tervisega seotud riski- ja kaitsetegurid 2022. a Hooliva Kogukonna Noorteuuringu põhjal | Bericht | Estnisch | |
ZusammenfassungAchtseitige Übersicht des estnischen Instituts für Gesundheitsentwicklung (Tervise Arengu Instituut) mit Ergebnissen der Pilotierung der estnischen Fassung des CTC-Jugendsurveys (Hooliva Kogukonna Noorteuuring) im Jahr 2022. Die Befragung fand im EU-Projekt Frontline Politeia in zwei ländlichen Gemeinden statt, 257 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 19 Jahren nahmen teil. Für zwölf Problemverhalten (psychische Probleme nach dem SDQ-Schwierigkeitswert, Selbstverletzung, Zigaretten, E-Zigaretten, Alkohol, Snus oder Wasserpfeife, Cannabis, andere illegale Drogen, Polizeikontakt, Gewalt, Diebstahl und Mitfahren bei einem betrunkenen Fahrer) zeigt je eine Grafik die Risiko- und Schutzfaktoren, die das Verhalten vorhersagten, auf einer Odds-Ratio-Skala von 1 bis 5+; nur statistisch signifikante Zusammenhänge sind dargestellt. Als Risikofaktoren fallen der frühe Beginn von Substanzkonsum und Problemverhalten, konsumfreundliche Einstellungen der Eltern, Substanzkonsum im Freundeskreis und Bandenzugehörigkeit auf, als Schutzfaktoren Beziehungen und Anerkennung in Schule, Familie und Gemeinde. Eine Schlussseite bündelt die wichtigsten Faktoren für drei Gruppen von Problemverhalten. Die Autorinnen weisen auf die kleine Stichprobe und die geringe interne Konsistenz einiger estnischer Skalen hin. Das Dokument ist eine Ergebnisübersicht, keine Evaluation von CTC. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Siilbek, E., Streimann, K., & Vilms, T. (2023). Laste ja noorte riskikäitumise ning vaimse tervisega seotud riski- ja kaitsetegurid 2022. a Hooliva Kogukonna Noorteuuringu põhjal. Tervise Arengu Instituut. | |||||
| 2023 | Soellner, R., Schlüter, H., & Kollek, M. | BerichtCommunities That Care: Jugendbefragung in Niedersachsen 2021/2022 (2., überarb. Aufl.) | Bericht | Deutsch | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) zielt auf die Prävention jugendlichen Problemverhaltens. Durch CTC sollen positive Rahmenbedingungen in Gemeinden etabliert und gefördert werden, um Kindern und Jugendlichen sichere und gesundheitsfördernde Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen. Mit der landesweiten Jugendbefragung, die 2021/2022 bereits zum fünften Mal stattfand, wurden Referenzwerte zur Auftretenshäufigkeit von Risiko- und Schutzfaktoren problematischen Verhaltens ermittelt; diese Referenzwerte sind im Bericht enthalten. Gemeinden können die Daten ihrer lokalen Jugendbefragungen mit den Referenzwerten vergleichen, ihre Präventionsbedarfe ermitteln und gezielt passende, evidenzgestützte Präventionsangebote auswählen. Die Befragung 2021/2022 wurde in Kooperation der Universität Hildesheim und des Landespräventionsrats Niedersachsen realisiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Soellner, R., Schlüter, H., & Kollek, M. (2023). Communities That Care: Jugendbefragung in Niedersachsen 2021/2022 (2., überarb. Aufl.). Universitätsverlag Hildesheim. DOI: 10.18442/234 | |||||
| 2023 | Soellner, R., Schlüter, H., & Kollek, M. | BerichtCommunities That Care: Jugendbefragung in Niedersachsen 2021/2022 | Bericht | Deutsch | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) hat die Prävention von jugendlichem Problemverhalten zum Ziel. Durch CTC sollen positive Rahmenbedingungen in Gemeinden etabliert und gefördert werden, um Kindern und Jugendlichen sichere und gesundheitsfördernde Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen. Mit der niedersachsenweiten Jugendbefragung, die 2021/2022 bereits zum fünften Mal stattfand, wurden Referenzwerte zur Auftretenshäufigkeit von Risiko- und Schutzfaktoren problematischen Verhaltens ermittelt; diese Referenzwerte sind im Bericht enthalten. Gemeinden können die Daten ihrer lokalen Jugendbefragungen mit diesen Referenzwerten vergleichen, ihre Präventionsbedarfe ermitteln und gezielt passende, evidenzgestützte Präventionsangebote auswählen. Die Befragung 2021/2022 wurde im Rahmen einer Kooperation der Universität Hildesheim und des Landespräventionsrats Niedersachsen realisiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Soellner, R., Schlüter, H., & Kollek, M. (2023). Communities That Care: Jugendbefragung in Niedersachsen 2021/2022. Universitätsverlag Hildesheim. DOI: 10.18442/208 | |||||
| 2023 | Statens beredning för medicinsk och social utvärdering (SBU) | ÜbersichtsarbeitPsykosociala insatser för att förebygga och minska gängkriminalitet bland barn och unga vuxna | Übersichtsarbeit | Schwedisch | |
ZusammenfassungSystematische Übersicht der schwedischen Behörde für die Bewertung medizinischer und sozialer Verfahren (SBU), registriert in PROSPERO (CRD42022360672), zu psychosozialen Maßnahmen gegen Bandenkriminalität bei Kindern und jungen Erwachsenen. Nach dem SBU-Methodenhandbuch und PRISMA suchte die Projektgruppe randomisierte und nicht randomisierte kontrollierte Studien sowie unterbrochene Zeitreihen, bewertete das Verzerrungsrisiko und stufte die Evidenzsicherheit nach GRADE ein; 42 Studien gingen in die Analysen ein, fünf davon zur universellen Prävention. Communities That Care erscheint im Kapitel über universelle schulbezogene Maßnahmen neben G.R.E.A.T. und Keepin' it REAL, vertreten durch die US-amerikanische clusterrandomisierte Community Youth Development Study mit 4 407 Schülerinnen und Schülern, die von der 6. bis zur 12. Klasse begleitet wurden; in den CTC-Gemeinden berichteten 24 Prozent weniger Jugendliche, eine Handfeuerwaffe getragen zu haben. Die Synthese ohne Metaanalyse folgert, dass schulische Kompetenztrainings und Präventionssysteme Bandenmitgliedschaft einschließlich Waffentragen möglicherweise verringern, bei niedriger Evidenzsicherheit; für Einstellungen und Gewaltdelikte reicht die Evidenz nicht aus. Weitere Schlussfolgerungen betreffen fokussierte Abschreckung, Maßnahmen in der Bewährungshilfe und Drogenmärkte. Der Bericht vermerkt, dass CTC in zwei schwedischen Kommunen eingesetzt wird. Für die CTC-Literatur zählt die amtliche schwedische Evidenzeinstufung, nicht neue CTC-Daten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Statens beredning för medicinsk och social utvärdering (SBU) (2023). Psykosociala insatser för att förebygga och minska gängkriminalitet bland barn och unga vuxna. Statens beredning för medicinsk och social utvärdering (SBU), Stockholm; SBU Utvärderar 369. Quelle: https://www.sbu.se/369 | |||||
| 2023 | Ünlü, S., Röding, D., Birgel, V., & Walter, U. | KonferenzbeitragImplementation des kommunalen Präventionssystems Communities That Care unter Pandemiebedingungen: Eine Analyse von Gelingensbedingungen | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDie Implementation des kommunalen Präventionssystems Communities That Care (CTC) folgt fünf Phasen und dauert normalerweise 24 bis 30 Monate. Untersucht werden Implementation und Gelingensbedingungen während der Pandemie. An der CTC-EFF-Studie nahmen im Sommer 2022 17 CTC-implementierende Kommunen teil; befragt wurden 12 CTC-Koordinatoren sowie 22 Mitglieder von acht Gebietsteams zu zehn Gelingensbedingungen (u. a. Community Readiness, Diversität, Präventionswissen, Teamzusammenhalt, Einfluss des Teams, CTC-Wirksamkeit, Konflikte, Fluktuation, Implementationshürden). Von 17 Kommunen waren fünf in Phase 1, drei in Phase 2, fünf in Phase 3 und je zwei in Phase 4 und 5. Der Implementationsgrad lag in Phase 1 im Mittel bei 78 % (Range 32–100), über alle abgeschlossenen Phasen bei 70 %. Vier Gebietsteams wiesen zu wenig Präventionswissen auf, drei zu geringe Diversität, zwei zu geringen Einfluss; die übrigen Bedingungen lagen mindestens im akzeptablen Bereich. Fazit: Unter Pandemiebedingungen verlief die Implementation verlangsamt; die Implementationsgrade sind dennoch akzeptabel. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Ünlü, S., Röding, D., Birgel, V., & Walter, U. (2023). Implementation des kommunalen Präventionssystems Communities That Care unter Pandemiebedingungen: Eine Analyse von Gelingensbedingungen. Das Gesundheitswesen, 85(08/09), 785–785. | |||||
| 2023 | Walter, U., Groeger-Roth, F., & Röding, D. | StudieEvidenzbasierte Prävention für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Der Ansatz „Communities That Care „(CTC) für Deutschland | Studie | Deutsch | |
ZusammenfassungIntersektorale Zusammenarbeit, Evidenzbasierung und nachhaltige Implementation sind zentrale Herausforderungen in der kommunalen Gesundheitsförderung. Diese adressiert das internationale Präventionssystem Communities That Care (CTC). CTC zielt mit einer systemischen Mehr-Ebenen-Strategie auf die Prävention von Alkohol- und Drogenmissbrauch, Gewalt, Delinquenz, Schulabbruch und depressiven Symptomen bei Heranwachsenden. Das in den USA entwickelte, evidenzbasierte und kosteneffektive System wurde nach Deutschland transferiert; die Kosteneffektivität wird in einer Replikationsstudie überprüft. CTC ist empirisch-theoretisch fundiert und folgt einem fünfphasigen Prozessmodell. Wesentlich für Akzeptanz und evidenzbasierte Durchführung ist die Bildung einer intersektoralen Koalition, deren Mitglieder mehrjährig beraten und geschult werden. Ziel ist es, evidenzbasierte Maßnahmen daten- und bedarfsorientiert auszuwählen und kontextangepasst zu implementieren, um Risikofaktoren zu reduzieren, Schutzfaktoren zu fördern und die Gesundheit der Heranwachsenden zu verbessern. Validierte Instrumente wie der CTC-Kinder- und Jugendsurvey und das Register Grüne Liste Prävention unterstützen den Prozess. Als systemische Intervention integriert CTC vorhandene örtliche Strukturen und bindet sie über neue Entscheidungs- und Entwicklungsgremien ein, sodass kommunale Potenziale genutzt, Ressourcen gebündelt und Transparenz hergestellt werden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Walter, U., Groeger-Roth, F., & Röding, D. (2023). Evidenzbasierte Prävention für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Der Ansatz „Communities That Care „(CTC) für Deutschland. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 66(7), 774–783. DOI: 10.1007/s00103-023-03725-0 | |||||
| 2023 | Žarak, M. | AbschlussarbeitSpolne i dobne razlike u procjeni rizičnih i zaštitnih čimbenika u okruženju zajednice kod učenika viših razreda osnovne škole na području grada Jastrebarskog | Abschlussarbeit | Kroatisch | |
ZusammenfassungMasterarbeit aus dem kroatischen Teil des EU-Projekts Frontline Politeia (Forschungsleitung für Kroatien Martina Ferić), dessen Befragung vom Januar 2023 in Jastrebarsko und Samobor den kroatischen CTC-Fragebogen für Kinder und Jugendliche (zitiert als Mihić, Novak und Bašić, 2011) einsetzte. Die Arbeit betrachtet nur den Bereich Gemeinde, für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 der Grundschule Ljubo Babić in Jastrebarsko (239 Befragte), und fragt, ob sich die Einschätzung von Risiko- und Schutzfaktoren in der Gemeinde nach Geschlecht und Alter unterscheidet. Die Genehmigung erteilten die Ethikkommission der Fakultät und das Ministerium für Wissenschaft und Bildung. Die Risikofaktoren in der Gemeinde wurden als relativ stark ausgeprägt eingeschätzt. Statistisch bedeutsame Geschlechtsunterschiede fanden sich nicht. Altersunterschiede zeigten sich bei Anerkennung für prosoziales Engagement in der Gemeinde, Desorganisation der Gemeinde, drogenfreundlichen Gesetzen und Normen sowie wahrgenommener Verfügbarkeit von Drogen, mit mittleren bis großen Effektstärken. Die Autorin sieht darin Hinweise für altersspezifische Prävention. Es handelt sich um eine kleine deskriptive Bedarfsanalyse an einer Schule ohne Ergebnisdaten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Žarak, M. (2023). Spolne i dobne razlike u procjeni rizičnih i zaštitnih čimbenika u okruženju zajednice kod učenika viših razreda osnovne škole na području grada Jastrebarskog [Master's thesis (diplomski rad), University of Zagreb, Faculty of Education and Rehabilitation Sciences; mentor Martina Ferić, co-mentor Matea Belošević; defended 27 June 2023]. Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet. Quelle: https://urn.nsk.hr/urn:nbn:hr:158:691886 | |||||
| 2022 | Birgel, V., Röding, D., Groeger-Roth, F., Decker, L., & Walter, U. | KonferenzbeitragSystemveränderung als Outcome kommunaler Gesundheitsförderung – Eine Validierungsstudie | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungEffekte kommunaler Gesundheitsförderung lassen sich auf Zielgruppenebene erst nach langer Latenzzeit nachweisen, auf Systemebene jedoch laut internationalen Studien bereits in den ersten Jahren. Für Deutschland fehlten validierte Instrumente. Der Beitrag stellt Ergebnisse zur Konstrukt- und Kriteriumsvalidität verschiedener Maße für Systemveränderungen vor: Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention, Zusammenarbeit in der Prävention, intersektorale Kooperation, Rückhalt für Prävention und finanzielle Unterstützung. Im Rahmen der CTC-EFF-Studie wurde das Community Key Informant Interview (CKI) ins Deutsche übersetzt, angepasst und kognitiv getestet; 2021 wurden 209 Schlüsselpersonen aus 42 Kommunen befragt. Geprüft wurden Konstruktvalidität (konfirmatorische Faktorenanalysen) und Varianzaufklärung zwischen Kommunen (hierarchische lineare Modelle). Cronbachs Alpha lag u. a. bei .869 (Präventionszusammenarbeit) und .899 (intersektorale Kooperation). Im Mittel werden 8,66 % der Varianz über Unterschiede zwischen Kommunen aufgeklärt (Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention 19,43 %). Die Maße korrelieren teils miteinander; Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention korreliert positiv mit intersektoraler Kooperation (r=.606, p=.004). Weiterlesen →Referenz (APA 7)Birgel, V., Röding, D., Groeger-Roth, F., Decker, L., & Walter, U. (2022). Systemveränderung als Outcome kommunaler Gesundheitsförderung – Eine Validierungsstudie. Das Gesundheitswesen, 84(08/09), 748–748. | |||||
| 2022 | Bremer, K., Brender, R., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | KonferenzbeitragGrüne Liste Prävention – Eine Datenbank evidenzbasierter Präventionsprogramme | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDamit Akteure effektive, in Deutschland verfügbare Präventionsprogramme zur psychosozialen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zielgerichtet finden, wurde die Datenbank Grüne Liste Prävention (GLP) initiiert. Der Beitrag stellt Aufbau und Nutzen vor. Die GLP ist eine Initiative des Landespräventionsrates Niedersachsen, seit 2011 online und in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover geführt. Ursprünglich zur Programmauswahl im Kontext von Communities That Care (CTC) aufgebaut, bewertet sie Programme durch zwei geschulte Personen anhand der Evaluationen und teilt sie in drei Evidenzgrade ein: (1) theoretisch gut begründet, (2) wahrscheinlich, (3) nachgewiesen. Suchfunktionen nach Risiko- und Schutzfaktoren ermöglichen gezielte Auswahl. Gelistet sind 98 bundesweit verfügbare, evaluierte Programme (Stand 03/2022). Neben CTC-Akteuren nutzen Praktiker, Entscheidungsträger und Forschende die GLP; relevant für die Akzeptanz ist Evidenzgrad 1 als Einstieg, zunehmend wird Programmförderung von einer Registrierung abhängig gemacht. Fazit: Eine neue Verschlagwortung und eine Erweiterung um Ernährung, Bewegung und Verhältnisprävention werden angestrebt. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bremer, K., Brender, R., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2022). Grüne Liste Prävention – Eine Datenbank evidenzbasierter Präventionsprogramme. Das Gesundheitswesen, 84(08/09), 864–864. | |||||
| 2022 | Brender, R., Bremer, K., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | KonferenzbeitragDatenbank Grüne Liste Prävention – Was steckt drin? Systematische Charakterisierung der Programme in der Grünen Liste Prävention | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDie Datenbank Grüne Liste Prävention (seit 2011, Initiative des Landespräventionsrates Niedersachsen mit der Medizinischen Hochschule Hannover) ermöglicht eine effiziente Suche nach bundesweit verfügbaren, evaluierten Präventionsprogrammen für Kinder, Jugendliche und Familien mit Schwerpunkt psychosoziale Gesundheit; die Programme sind in drei Evidenzgrade eingestuft. Der Beitrag stellt die Weiterentwicklung der Verschlagwortung vor. In einem iterativen Verfahren wurden induktiv und deduktiv 16 Ober- und 33 Unterkategorien mit 217 Merkmalsausprägungen abgeleitet; die Erfassung erfolgte durch eine Person, kontrolliert durch eine zweite. Gelistet sind 98 Programme (Stand März 2022): 30 mit Evidenzgrad 1, 36 mit Grad 2, 30 mit Grad 3. Überwiegend stammen sie aus den Feldern Sucht (n=44) und Gewalt inkl. Mobbing (n=62); charakteristisch sind Sozial- und Lebenskompetenzprogramme (n=57), während Ernährung (n=3) und Bewegung (n=2) kaum vertreten sind. Meist handelt es sich um verhaltenspräventive Programme (n=91) in den Settings Familie (n=40), Kita (n=23) und Schule (n=60). Fazit: Die neue Verschlagwortung verbessert die Auffindbarkeit; die Datenbank kann künftig um Ernährung, Bewegung und Verhältnisprävention erweitert werden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Brender, R., Bremer, K., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2022). Datenbank Grüne Liste Prävention – Was steckt drin? Systematische Charakterisierung der Programme in der Grünen Liste Prävention. Das Gesundheitswesen, 84(08/09), 749–749. | |||||
| 2022 | Röding, D., Birgel, V., Groeger-Roth, F., & Walter, U. | KonferenzbeitragEvaluation des wissenschaftsbasierten kommunalen Präventionssystems Communities That Care: Baseline-Äquivalenz der intermediären Outcomes | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) zielt auf die Translation präventionswissenschaftlicher Grundlagen in die kommunale Gesundheitsförderung. Die US-amerikanische Community Youth Development Study (Cluster-RCT) zeigt, dass CTC Risiko- und Schutzfaktoren sowie gesundheitsrelevantes Verhalten nachhaltig positiv beeinflusst und dass dieser Effekt über fünf intermediäre Outcomes (System Change) vermittelt wird. Der Beitrag stellt erste Ergebnisse der BMBF-geförderten CTC-EFF-Studie vor und prüft die Baseline-Äquivalenz zu T0. In der quasi-experimentellen Studie wurden 21 Interventionskommunen (IK) und 21 a priori (1:1) gematchte Vergleichskommunen (VK) untersucht; analysiert wurden Daten einer Schlüsselpersonen-Befragung aus 2021 (n=192). Mit Ausnahme der Hochschulreife (IK 86 %, VK 96 %) zeigen sich keine Unterschiede in den personenbezogenen Merkmalen. Bei den intermediären Outcomes unterscheiden sich IK und VK nur bei der Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention (p=0,008), nicht bei Präventionszusammenarbeit, intersektoraler Kooperation, finanzieller Unterstützung oder Bevölkerungsrückhalt. Fazit: Das Matching führte weitgehend zu Baseline-Äquivalenz; der kleine Vorsprung der IK ist plausibel, da diese bereits erste Implementationsschritte vollzogen hatten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Birgel, V., Groeger-Roth, F., & Walter, U. (2022). Evaluation des wissenschaftsbasierten kommunalen Präventionssystems Communities That Care: Baseline-Äquivalenz der intermediären Outcomes. Das Gesundheitswesen, 84(08/09), 756–757. | |||||
| 2022 | Siilbek, E., Streimann, K., Vilms, T., Voit, V., Ferić, M., Belošević, M., Serdar, K., Bafi, I., Törrönen, S., Glans, M., Månsson, B., Martínez Ortiz de Zárate, A., Izquierdo Montero, A., Abril Hervás, D., & Henriques, S. | BerichtFRONTLINE POLITEIA: Community needs for prevention-related data collection and training | Bericht | English | |
ZusammenfassungBericht aus dem EU-geförderten Projekt Frontline Politeia, zusammengestellt vom estnischen Institut für Gesundheitsentwicklung mit Partnern aus acht Ländern. Gefragt wurde, welche Daten zu Problemverhalten junger Menschen und zu Risiko- und Schutzfaktoren die Fachkräfte vor Ort erheben, welche sie brauchen und welche Fortbildung sie sich wünschen. Zwischen Mai und Juni 2022 führten die Länderteams in 17 Pilotgemeinden in Deutschland, Estland, Kroatien, Griechenland, Finnland, Schweden, Spanien und Portugal Fokusgruppen, Gespräche mit Schlüsselpersonen oder schriftliche Befragungen nach einem gemeinsamen Leitfaden durch. Nur die deutschen und schwedischen Pilotgemeinden setzten den CTC-Jugendsurvey bereits ein und waren mit ihm zufrieden; andernorts stammten Daten aus einzelnen Schulen oder aus nationalen Erhebungen, die sich nicht auf Gemeindeebene auswerten ließen und Risiko- und Schutzfaktoren kaum abbildeten. Die Gemeinden wünschten Daten zu Substanzkonsum, psychischer Gesundheit, Selbstverletzung und Glücksspiel, bevorzugten einen externen Partner für die Auswertung und wollten die Datenerhebung an die Präventionsplanung koppeln. Für jedes Land hält der Bericht die Entscheidung fest, den CTC-Jugendsurvey anzupassen oder weiter zu nutzen; Finnland erwog stattdessen seine nationale Schulbefragung. Ein zweites Kapitel fasst Fortbildungsbedarfe für das auf dem EUPC aufbauende Curriculum des Projekts zusammen. Der Bericht ist eine Bedarfsanalyse, keine Evaluation; eine estnische Zusammenfassung ist enthalten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Siilbek, E., Streimann, K., Vilms, T., Voit, V., Ferić, M., Belošević, M., Serdar, K., Bafi, I., Törrönen, S., Glans, M., Månsson, B., Martínez Ortiz de Zárate, A., Izquierdo Montero, A., Abril Hervás, D., & Henriques, S. (2022). FRONTLINE POLITEIA: Community needs for prevention-related data collection and training. National Institute for Health Development (Tervise Arengu Instituut), Tallinn. Quelle: https://www.tai.ee/sites/default/files/2022-09/Data_collection_report_est_kokkuv%C3%B5ttega.pdf | |||||
| 2022 | Walter, U., Groeger-Roth, F., & Röding, D. | KonferenzbeitragCommunities That Care – Ein Ansatz zur Translation präventionswissenschaftlicher Grundlagen in die Praxis kommunaler Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungFür die Primärprävention und Gesundheitsförderung (PGF) liegen umfassende Verfahren der Qualitätssicherung vor, doch wird in Deutschland keines flächendeckend eingesetzt – Handlungsbedarf besteht besonders im Setting Kommune. Auf Basis selektiver Literaturrecherche stellt der Beitrag einen international verbreiteten Ansatz vor, der in Deutschland bislang fast ausschließlich von der Kriminalprävention rezipiert wird. Communities That Care (CTC) wurde in den 1990er-Jahren in den USA zur kommunalen Prävention jugendlichen Problemverhaltens (Substanzkonsum, Gewalt, Delinquenz) entwickelt; „Community“ meint dabei Kleinstadt oder Stadtteil. Der Ansatz verläuft in fünf Phasen: Phase 1 fördert Community Readiness und Team Functioning, Phase 2 erhebt epidemiologische Daten, Phase 3 priorisiert Risiko-/Schutzfaktoren und Lücken, Phase 4 wählt evidenzbasierte Maßnahmen und einen Aktionsplan, Phase 5 setzt diesen um und evaluiert ihn; der Zyklus wird zweijährlich wiederholt. Studien aus den USA und Australien belegen die Effektivität; die Effekte werden zu 96 % über die Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention mediiert. Fazit: CTC hat sich als Ansatz zur Qualitätsentwicklung bewährt und sollte auf weitere Altersgruppen und Handlungsfelder (z. B. Ernährung, Bewegung) ausgeweitet werden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Walter, U., Groeger-Roth, F., & Röding, D. (2022). Communities That Care – Ein Ansatz zur Translation präventionswissenschaftlicher Grundlagen in die Praxis kommunaler Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche. Das Gesundheitswesen, 84(08/09), 865–865. | |||||
| 2021 | Brown, E. C., Montero-Zamora, P., Cardozo-Macías, F., Reyes-Rodríguez, M. F., Briney, J. S., Mejía-Trujillo, J., & Pérez-Gómez, A. | StudieA Comparison of Cut Points for Measuring Risk Factors for Adolescent Substance Use and Antisocial Behaviors in the U.S. and Colombia | Studie | English | |
ZusammenfassungMit der weltweit zunehmenden Identifikation und gezielten Bearbeitung relevanter Risikofaktoren für jugendlichen Substanzkonsum stellt sich die Frage, ob US-basierte Cut-points in den Verteilungen dieser Risikofaktoren, die „hohes“ Risiko markieren, auch in anderen Ländern valide einsetzbar sind. Die Studie untersuchte die Anteile von Jugendlichen mit „hohem“ Risiko anhand unterschiedlich empirisch hergeleiteter Cut-points in den Verteilungen von 18 gemessenen Risikofaktoren. Die Daten stammten aus großangelegten Stichproben von Jugendlichen in Kolumbien und den USA. Signifikante Unterschiede (p < 0,05) in den Anteilen „hochrisiko“-Jugendlicher fanden sich bei 38,9 % der Risikofaktoren in der 6., bei 61,1 % in der 8. und bei 66,6 % in der 10. Klasse. Kolumbianisch basierte Cut-points waren in nahezu allen Vergleichen mit signifikanten Unterschieden den US-basierten überlegen. Die Unterschiede hingen mit der Art des Risikofaktors zusammen (z. B. drogenspezifisch vs. nicht-drogenspezifisch). Die Befunde unterstreichen die Notwendigkeit großangelegter nationaler Datenerhebungen und länderspezifischer Cut-points, um Fehlklassifikationen von „hochrisiko“-Jugendlichen zu vermeiden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Brown, E. C., Montero-Zamora, P., Cardozo-Macías, F., Reyes-Rodríguez, M. F., Briney, J. S., Mejía-Trujillo, J., & Pérez-Gómez, A. (2021). A Comparison of Cut Points for Measuring Risk Factors for Adolescent Substance Use and Antisocial Behaviors in the U.S. and Colombia. International Journal of Environmental Research and Public Health, 18(2), 470. | |||||
| 2021 | Corrêa, A. de O., Brown, E. C., Murta, S. G., & Briney, J. S. | StudieAdaptation of the Communities That Care Youth Survey for use in Brazil: A pilot study | Studie | English | |
ZusammenfassungSubstanzkonsum und Gewalt sind ernste Probleme unter brasilianischen Jugendlichen und veranlassen lokale Behörden, im Ausland entwickelte evidenzbasierte Präventionsprogramme zu adaptieren und umzusetzen. Wirksame Interventionen setzen valide und reliable Maße für Risikofaktoren voraus. Untersucht wurden in einer Pilotstudie die Messeigenschaften der Risikofaktoren im Communities That Care Youth Survey (CTCYS), einem in den USA entwickelten schulbasierten Survey. Die brasilianisch adaptierte Fassung umfasste 25 Risikofaktoren sowie Maße für Substanzkonsum und antisoziales Verhalten. Der Survey wurde ins brasilianische Portugiesisch übersetzt, mit Hinweisen lokaler Fachleute angepasst und 926 Schülerinnen und Schülern einer brasilianischen Gemeinde vorgelegt. Die interne Konsistenz war für alle Skalen bis auf zwei akzeptabel (Schulversagen und Aufmüpfigkeit/Rebelliousness). Konfirmatorische Faktorenanalysen ergaben für die meisten Messmodelle eine gute Modellanpassung, bei den meisten Skalen mit geringfügigen Modifikationen. Die Befunde bilden eine Grundlage für den Einsatz des CTCYS in Brasilien zur Erfassung kommunaler Risikoniveaus bei Jugendlichen und zur Evaluation von Präventionsprogrammen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Corrêa, A. de O., Brown, E. C., Murta, S. G., & Briney, J. S. (2021). Adaptation of the Communities That Care Youth Survey for use in Brazil: A pilot study. Health Promotion International, 37(2), Article daab109. | |||||
| 2021 | Farrington, D. P., Jonkman, H., & Groeger-Roth, F. | BuchDelinquency and Substance Use in Europe: Understanding Risk and Protective Factors | Buch | English | |
Referenz (APA 7)Farrington, D. P., Jonkman, H., & Groeger-Roth, F. (2021). Delinquency and Substance Use in Europe: Understanding Risk and Protective Factors. Springer. DOI: 10.1007/978-3-030-58442-9 | |||||
| 2021 | Farrington, D. P., Utting, D., & Axford, N. | BuchkapitelGreat Britain | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungKapitel über Großbritannien im Sammelband Delinquency and Substance Use in Europe, der aus dem länderübergreifenden Befragungsvergleich des CTC-EU-Projekts hervorging. Es berichtet Ergebnisse des Communities That Care Youth Survey, der 2001 in einer schulbasierten, national repräsentativen Stichprobe von 14.445 Schülerinnen und Schülern im Alter von 11 bis 16 Jahren in England, Schottland und Wales erhoben wurde, ursprünglich veröffentlicht von Beinart et al. (2002) für die Joseph Rowntree Foundation. Das Kapitel schildert die britische Geschichte von CTC und die Messung von Risiko- und Schutzfaktoren und Problemverhalten. Ergebnisse: 32 Prozent der Jungen und 21 Prozent der Mädchen wurden als delinquent eingestuft, je 16 Prozent als Drogenkonsumenten; beides nahm mit dem Alter zu. Die wichtigsten erklärenden Risikofaktoren für Delinquenz und Drogenkonsum waren die Verfügbarkeit von Drogen, elterliche Duldung von Problemverhalten, geringe Schulbindung, Problemverhalten in der Familiengeschichte und mangelnde elterliche Aufsicht; die stärksten Schutzfaktoren waren familiäre Möglichkeiten und Anerkennung für prosoziales Engagement sowie Familienbindung. Die Autoren sehen darin Ansatzpunkte für Interventionen. Eine Sekundäranalyse einer zwei Jahrzehnte alten Befragung; ein CTC-Prozess wird nicht evaluiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Farrington, D. P., Utting, D., & Axford, N. (2021). Great Britain. In D. P. Farrington, H. Jonkman, & F. Groeger-Roth (Eds.), Delinquency and Substance Use in Europe: Understanding Risk and Protective Factors (pp. 21–39). Springer. DOI: 10.1007/978-3-030-58442-9_2 | |||||
| 2021 | Jonkman, H., & Hosman, C. M. H. | BuchkapitelThe Netherlands | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungKapitel über die Niederlande in Delinquency and Substance Use in Europe, dem Band aus dem Befragungsvergleich des CTC-EU-Projekts. Es beschreibt den Hintergrund der Communities-That-Care-Strategie in den Niederlanden und berichtet Ergebnisse des CTC Youth Survey, der 2011 während der niederländischen Wirkungsstudie bei 5.887 Jugendlichen erhoben wurde. Die Analyse behandelt Gewalt und Delinquenz, weitere Problemverhaltensweisen, 20 Risiko- und 10 Schutzfaktoren in den Bereichen Familie, Schule, Freunde und Gemeinwesen: Prävalenzen gewalttätiger und delinquenter Handlungen und anderer Problemverhaltensweisen, deren Zusammenhänge mit den Risiko- und Schutzfaktoren mittels logistischer Regression und Odds Ratios, die populationsattributable Fraktion als Maß für den durch die Faktoren erklärten Anteil sowie die kumulative Wirkung gebündelter Risiko- und Schutzfaktoren. Die Autoren folgern, dass das Kapitel bekanntes Wissen über Problemverhalten und seine Prädiktoren bestätigt und zugleich neu beleuchtet, und dass es zeigt, wie Gewalt und Delinquenz durch Sozialpolitik und Prävention gezielt angegangen werden können. Eine beschreibende und korrelative Analyse; Wirkungen von CTC werden nicht berichtet. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Jonkman, H., & Hosman, C. M. H. (2021). The Netherlands. In D. P. Farrington, H. Jonkman, & F. Groeger-Roth (Eds.), Delinquency and Substance Use in Europe: Understanding Risk and Protective Factors (pp. 41–57). Springer. DOI: 10.1007/978-3-030-58442-9_3 | |||||
| 2021 | Kapardis, A., Spanoudis, G., Kapardis, C., & Konstantinou, M. | BuchkapitelCyprus | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungDas Zypern-Kapitel des CTC-EU-Sammelbands dokumentiert das einzige zyprische CTC-Programm: die Initiative „Communities That Care“ in Latsia im Bezirk Nikosia, ab 2005 vorbereitet und 2006 von der Universität Zypern gemeinsam mit der Gemeinde gestartet, finanziert durch UNDP-ACT/USAID und die Gemeinde. Die griechischsprachige CTC-Jugendbefragung wurde 2007 und 2010 mit 871 Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 15 Jahren an drei Gymnasien (Latsia, Aglantzia, Klirou) durchgeführt; das Kapitel wertet Risiko- und Schutzfaktoren mit Strukturgleichungsmodellen aus und findet in den familiären Faktoren den stärksten Schutz. Das Programm bot in Latsia bis etwa 2012 Nachmittagsangebote und Beratung an und wurde dreimal programmintern bewertet, eine kontrollierte Wirkungsstudie gab es nicht. Das Kapitel ist eine Fallbeschreibung mit Befragungsauswertung, kein Wirksamkeitsnachweis. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kapardis, A., Spanoudis, G., Kapardis, C., & Konstantinou, M. (2021). Cyprus. In D. P. Farrington, H. Jonkman, & F. Groeger-Roth (Eds.), Delinquency and Substance Use in Europe: Understanding Risk and Protective Factors (pp. 97–113). Springer. DOI: 10.1007/978-3-030-58442-9_6 | |||||
| 2021 | Kuklinski, M. R., Oesterle, S., Briney, J. S., & Hawkins, J. D. | StudieLong-term Impacts and Benefit–Cost Analysis of the Communities That Care Prevention System at Age 23, 12 Years After Baseline | Studie | English | |
ZusammenfassungDiese Studie untersuchte anhaltende Wirkungen und langfristige Nutzen des Präventionssystems Communities That Care (CTC) mit Längsschnittdaten von 4.407 Teilnehmenden, die von der 5. Klasse (Baseline) bis zum Alter von 23 Jahren – zwölf Jahre später – begleitet wurden. Primäre Outcomes waren lebenslange Abstinenz von Substanzkonsum und antisozialem Verhalten, sekundäre Outcomes Bildungsabschluss und psychische Gesundheit. CTC zeigte einen statistisch signifikanten Gesamteffekt auf die primären Outcomes sowie auf die kombinierten primären und sekundären Outcomes. Junge Erwachsene aus Interventionsgemeinwesen wiesen höhere lebenslange Abstinenzraten auf (absolute Verbesserung 3,5–6,1 %, relative Verbesserung 13–55 %); der Anteil mit Hochschulabschluss stieg um 1,9 % (relativ 20 %), während sich die psychische Gesundheit kaum unterschied. Die Nutzen-Kosten-Analyse ergab, dass CTC verlässlich kosten-nutzen-effektiv blieb: 7.152 US-Dollar pro Teilnehmendem (95 %-Glaubwürdigkeitsintervall: 1.253–15.268) aus den primären Wirkungen bzw. 17.919 US-Dollar (306–39.186) unter Einbezug der sekundären Wirkungen. Die Autorinnen und Autoren folgern, dass eine breitere Verbreitung von CTC langfristig die öffentliche Gesundheit und individuelle Lebensverläufe verbessern und positive Nettonutzen für die Gesellschaft erzeugen könnte. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kuklinski, M. R., Oesterle, S., Briney, J. S., & Hawkins, J. D. (2021). Long-term Impacts and Benefit–Cost Analysis of the Communities That Care Prevention System at Age 23, 12 Years After Baseline. Prevention Science, 22(4), 452–463. DOI: 10.1007/s11121-021-01218-7 | |||||
| 2021 | Liermann, C., Kruppik, S., Tetzlaff, F. | FachbeitragDie CTC-Bundestransferstelle – eine Kooperation von DFK und DPT | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist eine Präventionsrahmenstrategie, die Kommunen anleitet, ein gutes Umfeld für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu schaffen. Auf Basis einer systematischen Risiko- und Stärkenanalyse richtet die Kommune ihre Präventionsstrategie nachhaltig aus und ergänzt sie bedarfsorientiert durch wirksame Programme. Entscheidet sich eine Kommune für CTC, wird sie mit Ausbildungen, Tools und Coachings unterstützt; ausführende Akteurin bleibt jederzeit die Kommune selbst. CTC ist eine strukturstärkende und -schaffende Rahmenstrategie, die Wert auf kommunale Entscheidungsautonomie und Nachhaltigkeit legt. Die Implementation bringt Herausforderungen mit sich, lokale Besonderheiten sollen berücksichtigt werden, und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren müssen vor Ort befähigt werden, CTC eigenständig und dauerhaft umzusetzen. Mit der Gründung der CTC-Bundestransferstelle – einer Kooperation des Deutschen Forums für Kriminalprävention (DFK) und des Deutschen Präventionstags (DPT) – und ihrem Angebot zur Ausbildung von Landesmultiplikatorinnen und -multiplikatoren wird es in den Bundesländern flächendeckend möglich, interessierten Kommunen Schulungen bereitzustellen und CTC in der Fläche zu etablieren. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Liermann, C., Kruppik, S., Tetzlaff, F. (2021). Die CTC-Bundestransferstelle – eine Kooperation von DFK und DPT. | |||||
| 2021 | Röding, D., Soellner, R., Reder, M., Birgel, V., Kleiner, C., Stolz, M., Groeger-Roth, F., Krauth, C., & Walter, U. | StudienprotokollStudy protocol: a non-randomised community trial to evaluate the effectiveness of the Communities That Care prevention system in Germany | Studienprotokoll | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Das Planungs- und Implementationssystem Communities That Care (CTC) befähigt Kommunen in einem fünfphasigen Zyklus dazu, (1) Kapazitäten für Prävention aufzubauen, (2) einen wissenschaftsbasierten Präventionsansatz zu übernehmen, (3) den Präventionsbedarf der Heranwachsenden zu erheben sowie (4) evidenzbasierte Programme bedarfsgerecht auszuwählen und (5) umzusetzen. Nachdem sich CTC in den USA als wirksam und kosteneffektiv erwiesen hat, wird es zunehmend auch in Deutschland eingesetzt. Ziel der Studie ist die Evaluation der Wirksamkeit und Kosteneffektivität von CTC in Deutschland. Methode: In einer nicht-randomisierten Studie wurden 21 CTC-Kommunen (Phasen 1–3) und 21 individuell gematchte Vergleichskommunen rekrutiert. Langzeit-Outcomes werden über eine Kohorte von Fünftklässlern sowie biennale Querschnittsbefragungen (6., 8., 10., 11. Klasse) zu Problemverhalten (antisoziales Verhalten, Substanzkonsum), Wohlbefinden und Risiko- bzw. Schutzfaktoren erhoben. Kurzfristige Outcomes werden über Schlüsselpersonen, eine Erfassung aller laufenden Präventionsprogramme (inkl. Kosten und Umsetzungstreue) sowie über jährliche Befragungen der lokalen CTC-Gremien zu Teamfunktion und Koalitionskapazität gemessen. Die Analyse nutzt gemischte Modelle sowie Mediationsanalysen. Diskussion: Es handelt sich um die erste kontrollierte Studie zur Wirksamkeit eines umfassenden kommunalen Präventionsansatzes in Deutschland – eine wichtige Voraussetzung für die weitere Verbreitung von CTC. Studienregistrierung: DRKS00022819. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Soellner, R., Reder, M., Birgel, V., Kleiner, C., Stolz, M., Groeger-Roth, F., Krauth, C., & Walter, U. (2021). Study protocol: a non-randomised community trial to evaluate the effectiveness of the Communities That Care prevention system in Germany. BMC Public Health, 21(1), Article 1927. DOI: 10.1186/s12889-021-11935-x | |||||
| 2021 | Röding, D., Walter, U., Soellner, R., Krauth, C., Runge, R., Kula, A., & Groeger-Roth, F. | KonferenzbeitragEvaluating the Effectiveness of Communities That Care in Germany: Rationale and Study Design of CTC-EFF | Konferenzbeitrag | English | |
ZusammenfassungGesundheitsförderung wirkt über kommunales Handeln – das Setzen von Prioritäten, Entscheiden, Planen und Umsetzen von Strategien. Communities That Care (CTC) unterstützt Gemeinden dabei, lokale Präventionslücken anhand epidemiologischer Daten zu bewerten und passende evidenzbasierte Maßnahmen auszuwählen, umzusetzen und zu monitoren. Das in den USA entwickelte CTC wurde 2008 nach Deutschland übertragen; das BMBF-geförderte Projekt CTC-EFF will die Originalstudie zur Wirksamkeit replizieren. Vorgestellt werden Fünf-Phasen-Modell, logisches Modell, Studiendesign und Methoden. In der quasi-experimentellen Studie wird jeder Interventionskommune (mit Schulung und technischer Unterstützung) eine soziodemografisch ähnliche Kontrollkommune zugeordnet. Auf Gemeindeebene werden halbjährlich Outputs wie Capacity Building und die Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsrahmens gemessen, in den Interventionskommunen jährlich zusätzlich Coalition Functioning sowie CTC-Meilensteine und -Benchmarks; auf Zielgruppenebene findet jährlich eine Schüler-Panelbefragung statt. Die optimale Stichprobengröße beträgt n=4.733 in 24 Kommunen; fünf Interventionskommunen sind bereits rekrutiert. Fazit: CTC-EFF hat eine für Deutschland bislang einzigartige Wirksamkeitsstudie kommunaler Gesundheitsförderung gestartet. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Röding, D., Walter, U., Soellner, R., Krauth, C., Runge, R., Kula, A., & Groeger-Roth, F. (2021). Evaluating the Effectiveness of Communities That Care in Germany: Rationale and Study Design of CTC-EFF. Das Gesundheitswesen. | |||||
| 2021 | Schneider, D. R., Thurow, C. F., Brown, E. C., & Murta, S. G. | BuchkapitelCommunities That Care (CTC): Community Prevention Interventions | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist ein kommunales Präventionssystem, das die Erfassung von Risikofaktoren und Schutz gegen Drogenkonsum, Gewalt und interpersonelle Aggression mit einer Erhebung des Wissens, der Ziele und Werte der Gemeinde verbindet; daraus wird ein Gemeindeprofil erstellt. Auf dessen Grundlage werden gemeinsam abgestimmte Maßnahmen geplant, die den Einsatz evidenzbasierter Präventionsprogramme vorschlagen, welche den spezifischen Bedarfen der Gemeinde am besten entsprechen. CTC zählt derzeit zu den weltweit am häufigsten angewandten Präventionssystemen; es wurde in über 500 Gemeinden in den USA umgesetzt und auf seine Wirksamkeit geprüft sowie in weiteren Ländern auf verschiedenen Kontinenten adaptiert (u. a. Australien, Kanada, Schweden, Deutschland, Niederlande sowie lateinamerikanische Länder wie Kolumbien, Chile und Mexiko). Das Kapitel diskutiert CTC und die Möglichkeit seiner Adaptation und Implementation in Brasilien. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Schneider, D. R., Thurow, C. F., Brown, E. C., & Murta, S. G. (2021). Communities That Care (CTC): Community Prevention Interventions. In Drugs and human behavior: Biopsychosocial aspects of psychotropic substances use (pp. 371–380). Springer. DOI: 10.1007/978-3-030-62855-0_26 | |||||
| 2021 | Thurow, C. F., Nunes, C., & Schneider, D. R. | ÜbersichtsarbeitPsychometrics and cultural adaptations of the Communities That Care Youth Survey: A systematic review. | Übersichtsarbeit | English | |
ZusammenfassungZiele: Der Communities That Care Youth Survey (CTCYS) erfasst Risiko- und Schutzfaktoren Jugendlicher mit Bezug zu antisozialem Verhalten, Drogenmissbrauch, Gewalt und Delinquenz. Die systematische Übersichtsarbeit analysierte psychometrische Validierungen und Prozesse der kulturübergreifenden Adaptation des CTCYS zur Vorbereitung der brasilianischen Validierung. Methoden: Einbezogen wurden PubMed, SpringerLink, Scopus und Web of Science; die Arbeit folgte dem PRISMA-Protokoll. Ergebnisse: Nach Ein-/Ausschlusskriterien wurden 20 Artikel ausgewählt. Insgesamt waren die Konstruktvaliditätsindizes angemessen, und die Maße für Risiko- und Schutzfaktoren waren zwischen ethnischen Gruppen, Geschlechtern und Risikopopulationen äquivalent. Die Reliabilitätswerte der meisten Skalen waren gut (im Mittel etwa 0,78). Kulturelle Adaptationen aus sechs Ländern zeigten teils zufriedenstellende Ergebnisse, jedoch nicht so gute wie die Originalfassung des CTCYS oder die Anpassungen an andere ethnische Gruppen bzw. Subpopulationen in den USA. Fazit: Der Survey kann ein reliables und valides Instrument zur Erfassung von Risiko und Schutz in unterschiedlichen Kulturen und Populationen sein; bei den Prozessen der kulturübergreifenden Adaptation besteht jedoch noch eine Lücke. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Thurow, C. F., Nunes, C., & Schneider, D. R. (2021). Psychometrics and cultural adaptations of the Communities That Care Youth Survey: A systematic review. Journal of Community Psychology, 49(7), 2892–2904. DOI: 10.1002/jcop.22529 | |||||
| 2020 | Downey, H., & Threlkeld, G. | StudieHow can the governance of communities that care interventions be enhanced by understandings of community development? | Studie | English | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist eine evidenzbasierte Strategie sozialer Entwicklung, die einen strukturierten Interventionsprozess auf Basis der Evidenz zu Risiko- und Schutzfaktoren in Gemeinden nutzt. CTC setzt bestimmte Governance-Gruppen als zentrale Instrumente ein, um die Kapazität von Gemeinden zur Verbesserung des Lebens junger Menschen aufzubauen. Der Artikel berichtet Befunde einer formalen Evaluation, die mit einer Perspektive der kollaborativen Governance die Steuerung der CTC-Anwendung in einer kleinen ländlichen australischen Gemeinde untersuchte. Im Fokus standen die Perspektiven der Mitglieder der Governance-Strukturen auf Funktionsweise und Wert von CTC an der Schnittstelle von Jugend und ländlicher Benachteiligung. Die Befunde legen nahe, dass das Potenzial von CTC für nachhaltigen kommunalen Wandel durch einen endogenen Governance-Ansatz gestärkt werden kann, der das Führungspotenzial der Gemeindemitglieder anerkennt und entwickelt. Da die CTC-Strategie inzwischen international eingesetzt wird, bietet der Artikel wichtige Einsichten für Praktikerinnen und Praktiker, Organisationen und Gemeinden, die diesen Ansatz implementieren möchten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Downey, H., & Threlkeld, G. (2020). How can the governance of communities that care interventions be enhanced by understandings of community development? Community Development Journal, 56(3), 487–505. DOI: 10.1093/cdj/bsaa012 | |||||
| 2020 | Fistrić, J.-L. | AbschlussarbeitSpremnost zajednice za preventivno djelovanje: primjer projekta »Prevencija u zajednici« | Abschlussarbeit | Kroatisch | |
ZusammenfassungMasterarbeit im Anschluss an das Projekt „Prevencija u zajednici“, die Initiative von 2017–2018, in der die Elternvereinigung Korak po korak und die Zagreber Fakultät die ersten CTC-Phasen (Bereitschaft, Bedarfs- und Ressourcenanalyse, Prioritäten, Aktionspläne) in drei Städten um Zagreb einführten. Der Autor erhob die Präventionsbereitschaft der Stadt Jastrebarsko sechs Monate nach Projektende erneut, um sie mit der Ersterhebung zu Projektbeginn zu vergleichen. Die Arbeit stützt sich auf das Community Readiness Model mit sechs Dimensionen und neun Stufen; die Daten stammen aus einer Fokusgruppe mit Schlüsselpersonen, den Mitgliedern des städtischen Präventionsrats, und wurden qualitativ ausgewertet; einziger quantitativer Indikator ist die Bereitschaftsstufe je Dimension und insgesamt. Jastrebarsko lag auf Stufe 4 (Vorplanung): Die Bürger erkennen einen Teil der Verhaltensprobleme von Kindern und Jugendlichen, die meisten Präventionsprogramme beruhen auf Ergebnissen der Bedarfsanalyse und viele Aktivitäten laufen, doch eine umfassende Planung, Implementation und Evaluation fehlt. Größte Ressource war die sektorübergreifende Vernetzung der Fachkräfte, größtes Risiko das Stigma, das an der Teilnahme an Präventionsprogrammen haftet. Gegenüber der Ersterhebung verbesserten sich vier Dimensionen, eine blieb gleich, und die neu ergänzte Dimension Gemeindeklima senkte den Gesamtwert. Die Arbeit schlägt Maßnahmen zur Steigerung der Bereitschaft und eine neue Präventionspriorität vor. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fistrić, J.-L. (2020). Spremnost zajednice za preventivno djelovanje: primjer projekta »Prevencija u zajednici« [Master's thesis (diplomski rad), University of Zagreb, Faculty of Education and Rehabilitation Sciences; mentor Martina Ferić; defended 15 September 2020]. Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet. Quelle: https://urn.nsk.hr/urn:nbn:hr:158:330220 | |||||
| 2020 | Kapardis, A., Spanoudis, G., Kapardi, M.-K., & Konstantinou, M. | FachbeitragΠροβλέποντας μεταβλητές που συσχετίζονται με ή αντιστρατεύονται την αντικοινωνική συμπεριφορά στην Κύπρο: Μια εμπειρική εγκληματολογική προσέγγιση με εφήβους 12-15 ετών | Fachbeitrag | Griechisch | |
ZusammenfassungKongressbeitrag, gedruckt in der Jahresausgabe der Zeitschrift Εγκληματολογία, die die Vorträge des Zweiten Panhellenischen Kongresses der Griechischen Gesellschaft für Kriminologie zur Kriminalprävention versammelt. Er verdichtet die zyprische Communities-That-Care-Schulbefragung, die die Autoren bereits 2016 im Festschriftkapitel berichtet hatten, mit griechischer und englischer Zusammenfassung. Der Beitrag skizziert antisoziales Verhalten in Zypern, den Rechtsrahmen und frühere Selbstberichtsstudien und stellt dann die CTC-Befragung von 871 Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 15 Jahren an drei Gymnasien des Bezirks Nikosia (Latsia, Aglantzia, Klirou) vor, erhoben zwischen 2007 und 2012 mit einem Fragebogen von 112 Items und Zustimmung des Bildungsministeriums, ausgewertet mit Strukturgleichungsmodellen gegenüber elf Delinquenzindikatoren. Risiko- und Schutzfaktoren auf Ebene von Schüler, Familie, Schule und Nachbarschaft hingen mit Alkohol- und Drogenkonsum und Delinquenz zusammen; einige Schutzfaktoren milderten die Wirkung von Risikofaktoren, und Risikofaktoren hingen weit stärker mit antisozialem Verhalten zusammen als Schutzfaktoren. Die Autoren sehen die Befunde im Einklang mit Erhebungen in den Niederlanden, den USA und Australien und als Argument dafür, Risiko- und Schutzfaktoren gleichzeitig anzugehen. Wie das Kapitel von 2016 ist es eine Querschnittsanalyse ohne Evaluation des Programms in Latsia. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kapardis, A., Spanoudis, G., Kapardi, M.-K., & Konstantinou, M. (2020). Προβλέποντας μεταβλητές που συσχετίζονται με ή αντιστρατεύονται την αντικοινωνική συμπεριφορά στην Κύπρο: Μια εμπειρική εγκληματολογική προσέγγιση με εφήβους 12-15 ετών. Εγκληματολογία, 2020 (Έτος 10ο), 39–45. Quelle: https://www.hscriminology.gr/wp-content/uploads/2019/02/EGKLHMA_2020.pdf | |||||
| 2020 | Reilly, R., Gendera, S., Treloar, C., Roe, Y., Conigrave, K., Azzopardi, P., & Ward, J. | StudieIdentifying risk and protective factors, including culture and identity, for methamphetamine use in Aboriginal and Torres Strait Islander communities: Relevance of the 'communities that care' model | Studie | English | |
ZusammenfassungHintergrund und Ziele: Es besteht Bedarf an mehr Evidenz, um Bemühungen gegen schädlichen Methamphetaminkonsum bei jungen Aboriginal und Torres Strait Islander Australiern zu leiten. Communities That Care (CTC) ist ein evidenzbasiertes Verfahren zur Prävention alkohol- und drogenbezogener Schäden, dessen Eignung für Aboriginal-Kontexte bislang nicht belegt ist. Die Studie untersuchte, ob die von Aboriginal-Stakeholdern beschriebenen Risiko- und Schutzfaktoren für Methamphetaminkonsum mit dem CTC-Rahmenwerk der Risiko- und Schutzfaktoren übereinstimmen. Methode: Bundesweit wurden in Aboriginal-Gemeinden Fokusgruppen und Einzelinterviews durchgeführt; die Daten wurden thematisch analysiert, mit dem CTC-Rahmen als deduktivem Kodierschema, ergänzt um weitere Themen. Ergebnisse: Teilnehmende waren 147 zentrale Stakeholder (80 % Aboriginal; 44 % weiblich) im Alter von 16 bis 69 Jahren (Median 40). In allen vier CTC-Domänen (Gemeinde, Familie, Schule, Peer/Individuum) wurden relevante Faktoren identifiziert. Diese erfassten jedoch nicht die für Aboriginal-Menschen zentralen Aspekte, die als zusätzliche Domäne „Kultur und Identität“ zusammengefasst wurden. Schlussfolgerung: Da das CTC-Rahmenwerk diese zentralen Aspekte nicht hinreichend abbildet, braucht es andere, gemeinschaftlich informierte Modelle, die die spezifischen Determinanten des Konsums in diesem Kontext widerspiegeln. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Reilly, R., Gendera, S., Treloar, C., Roe, Y., Conigrave, K., Azzopardi, P., & Ward, J. (2020). Identifying risk and protective factors, including culture and identity, for methamphetamine use in Aboriginal and Torres Strait Islander communities: Relevance of the 'communities that care' model. Social Science & Medicine, 266, 113451. DOI: 10.1016/j.socscimed.2020.113451 | |||||
| 2019 | Chilenski, S. M., Frank, J., Summers, N., & Lew, D. | StudiePublic Health Benefits 16 Years After a Statewide Policy Change: Communities That Care in Pennsylvania | Studie | English | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC), ein evidenzbasiertes Präventionssystem, wurde außerhalb von Forschungskontexten in über 500 Kommunen weltweit eingeführt. Seine Wirksamkeit außerhalb eines Forschungskontexts ist jedoch unbekannt. Mit einem wiederholten Querschnittsdesign und Propensity-Score-Gewichtung auf Ebene der Schulbezirke untersuchte die Studie die Wirkung der breiten Verbreitung von CTC in Pennsylvania auf Substanzkonsum, Delinquenz und Depression bei Jugendlichen. Anonyme Schülerbefragungen wurden alle zwei Jahre von 2001 bis 2011 bei Schülern der 6., 8., 10. und 12. Klasse erhoben; 388 Schulbezirke nahmen an ein bis sechs Erhebungswellen teil (insgesamt 470.798 Beobachtungen). Die Interventionsbezirke erhielten Programme von CTC-Koalitionen. Ergebnismaße waren lebenszeit- und 30-Tage-Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis und anderen Drogen sowie Delinquenz und aktuelle depressive Symptome. CTC-Schulbezirke wiesen signifikant niedrigere Werte bei Substanzkonsum, Delinquenz und Depression auf. Der Effekt war klein bis moderat und wurde stärker, wenn der Einsatz evidenzbasierter Programme berücksichtigt wurde; vermutlich beeinflussen Unterschiede in Umsetzungsqualität und weitere Faktoren die insgesamt kleine Effektstärke. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Chilenski, S. M., Frank, J., Summers, N., & Lew, D. (2019). Public Health Benefits 16 Years After a Statewide Policy Change: Communities That Care in Pennsylvania. Prevention Science, 20(6), 947–958. DOI: 10.1007/s11121-019-01028-y | |||||
| 2019 | Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Farrington, D. P., & Catalano, R. F. | BuchCommunities that care: Building community engagement and capacity to prevent youth behavior problems | Buch | English | |
ZusammenfassungEvidenzbasierte, präventionsorientierte und gemeindegetragene Ansätze werden zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und zur Verringerung von Jugendproblemverhalten empfohlen, doch wirksame Modelle dafür sind selten. Das Buch erweitert das Wissen, indem es die Bedingungen und Maßnahmen für wirksame gemeindebasierte Prävention beschreibt. Die Kapitel behandeln, wie Gemeinden die Bereitschaft lokaler Akteure für Prävention fördern, vielfältige und gut funktionierende Präventionskoalitionen aufbauen und erhalten, lokale Bedarfs- und Ressourcenanalysen durchführen, gemeinsam Prioritäten setzen, evidenzbasierte Interventionen passend zu Bedarf, Ressourcen und Kontext auswählen und diese implementierungstreu umsetzen und verstetigen. Das CTC-Präventionssystem (Communities That Care) wird ausführlich dargestellt, um wirksame gemeindebasierte Prävention zu illustrieren. CTC ist ein koalitionsbasiertes System, das nachweislich gesunde Jugendentwicklung fördert und Problemverhalten gemeindeweit reduziert, indem es Gemeinden u. a. dabei unterstützt, Unterstützung für evidenzbasierte Maßnahmen zu erhöhen, lokale Bedarfsanalysen durchzuführen, passende Maßnahmen umzusetzen sowie deren koordinierte, implementierungstreue und evaluierte Durchführung sicherzustellen. Das Buch beschreibt zudem Entwicklung und Evaluation des CTC-Systems. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Farrington, D. P., & Catalano, R. F. (2019). Communities that care: Building community engagement and capacity to prevent youth behavior problems. Oxford University Press. DOI: 10.1093/oso/9780190299217.001.0001 | |||||
| 2019 | Groeger-Roth, F. | FachbeitragCommunities That Care: integrierte Gewaltprävention in der Kommune | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungIn dem Beitrag wird die kommunale Präventionsstrategie „Communities That Care (CTC)“ beschrieben. CTC ist ein settingübergreifender Ansatz, mit dessen Hilfe Kommunen integrierte Strategien zur Gewaltprävention und Gesundheitsförderung (weiter-)entwickeln können. Kommunen können mit CTC ihre Präventionsangebote stärker auf die bedeutsamsten Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder und Jugendliche fokussieren und evaluierte Präventionsprogramme nachhaltig in den Regeleinrichtungen verankern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F. (2019). Communities That Care: integrierte Gewaltprävention in der Kommune. Public Health Forum, 27(1), 37–39. | |||||
| 2019 | Salazar, A. M., Haggerty, K. P., Briney, J. S., Vann, T., Vinson, J., Lansing, M., Catalano, R. F., Pecora, P. J., & Haan, B. D. | StudieAssessing an Adapted Approach to Communities That Care for Child Maltreatment Prevention | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel: Communities That Care (CTC) ist ein evidenzbasiertes Modell kommunaler Mobilisierung zur Prävention problematischen Jugendverhaltens (z. B. Delinquenz, Substanzkonsum) durch Koalitionen, die evidenzbasierte Praktiken zur Adressierung gemeindespezifischer Risiko- und Schutzfaktoren auswählen und umsetzen. Der Beitrag stellt Befunde der Evaluation von „Keeping Families Together“ (KFT) vor, eines adaptierten CTC-Ansatzes, der das Mobilisierungsmodell zur gemeindeweiten Prävention von Kindesmisshandlung in Familien mit Kindern von 0 bis 10 Jahren nutzt, 3,5 Jahre nach Implementationsbeginn. Methode: Die Befunde aus zwei KFT-Gemeinden wurden mit zwölf Gemeinden verglichen, die im Rahmen einer standort-randomisierten kontrollierten Studie das klassische CTC-Modell umsetzten. Geprüft wurden Implementierungsqualität, Gremienfunktion, kommunaler Wandel und wahrgenommene Nachhaltigkeit. Ergebnisse: Nach 3,5 Jahren waren Gremienfunktion, Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes und Nachhaltigkeit im adaptierten KFT-Ansatz gleichwertig oder besser als an den klassischen CTC-Standorten. Fazit: Als Adaptation des evidenzbasierten CTC-Mobilisierungsansatzes bietet KFT eine vielversprechende Erweiterung von CTC auf die Prävention von Kindesmisshandlung. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Salazar, A. M., Haggerty, K. P., Briney, J. S., Vann, T., Vinson, J., Lansing, M., Catalano, R. F., Pecora, P. J., & Haan, B. D. (2019). Assessing an Adapted Approach to Communities That Care for Child Maltreatment Prevention. Journal of the Society for Social Work and Research, 10(3), 349–369. DOI: 10.1086/704210 | |||||
| 2019 | Toumbourou, J. W., Rowland, B., Williams, J., Smith, R., & Patton, G. | StudieCommunity intervention to prevent adolescent health behavior problems: Evaluation of communities that care in Australia | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel: Eine zentrale Herausforderung für Gesundheitspsychologinnen und -psychologen ist die Sicherstellung der Umsetzung evidenzbasierter Interventionen zur Verbesserung der Bevölkerungsgesundheit. Zur Verringerung hoher Raten jugendlichen Alkoholkonsums und damit verbundener Probleme wurden ab 2001 in Australien Versuche mit dem CTC-Verfahren (Communities That Care) durchgeführt, das Gemeinden bei der strategischen Planung und beim Monitoring evidenzbasierter Präventionsmaßnahmen unterstützt. Der Artikel evaluiert die Effekte in den ersten vier australischen Gemeinden, die den Prozess abgeschlossen haben. Methode: Trends wurden anhand von Selbstauskunftsbefragungen von 41.328 Jugendlichen (Durchschnittsalter 13,5 Jahre; 51,7 % weiblich) über 109 kommunale Standorte zwischen 1999 und 2015 untersucht. Mehrebenenmodelle verglichen die 5 Standorte der 4 CTC-Koalitionen mit den übrigen 104 Standorten hinsichtlich der Trends bei lebenszeitlichem Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum sowie antisozialem Verhalten im Vorjahr. Ergebnisse: Relativ zum australischen Trend berichteten Jugendliche in CTC-Standorten signifikant stärkere jährliche Rückgänge bei Alkohol (AOR 0,94), Tabak (AOR 0,97), Cannabis (AOR 0,96) und antisozialem Verhalten. Fazit: Die CTC-Umsetzung in Australien war mit schnelleren kommunalen Rückgängen jugendlicher Verhaltensprobleme verbunden; die Unterstützung kommunaler Koalitionen bei der Übernahme evidenzbasierter Interventionen erscheint als gangbarer Weg, die Gesundheit großer Jugendpopulationen zu verbessern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Toumbourou, J. W., Rowland, B., Williams, J., Smith, R., & Patton, G. (2019). Community intervention to prevent adolescent health behavior problems: Evaluation of communities that care in Australia. Health Psychology, 38(6), 536–544. DOI: 10.1037/hea0000735 | |||||
| 2018 | Brady, S., Parker, C. J., Jeffries, E. F., Simpson, T., Brooke-Weiss, B. L., & Haggerty, K. | StudieImplementing the Communities That Care Prevention System: Challenges, Solutions, and Opportunities in an Urban Setting | Studie | English | |
ZusammenfassungEinleitung: Communities That Care, über mehr als 25 Jahre verfeinert und erprobt, bietet einen schrittweisen, koalitionsbasierten Ansatz zur Förderung des Wohlergehens und zur Prävention von Risikoverhalten bei Jugendlichen. CTC leitet Koalitionen an, zugrunde liegende Risiko- und Schutzfaktoren zu identifizieren und zu priorisieren, spezifische und messbare kommunale Ziele zu setzen, erprobte wirksame Programme auszuwählen und diese implementierungstreu umzusetzen. CTC wurde in verschiedenen Gemeinden eingesetzt, aber erst kürzlich in diversen urbanen Gemeinden systematisch evaluiert. Methoden: Der Beitrag präsentiert eine Prozessevaluation der CTC-Implementation in einer ethnisch diversen, urbanen Gemeinde im Mittleren Westen der USA. Mittels vertiefter Befragungen von 25 schwarzen männlichen Jugendlichen (8–14 Jahre) und ihren Bezugspersonen wurde geprüft, inwieweit die von der Koalition gewählten Prioritäten mit der Erfahrung schwarzer Familien übereinstimmen (Daten 2014–2017, Auswertung 2017–2018). Ergebnisse: Etwa 30 % der Jugendlichen berichteten über erlebtes oder ausgeübtes Mobbing in der Schule, was zur Entscheidung der Koalition für soziale Kompetenzen und Mobbingprävention passte. Weitere Daten stützten die Ausweitung des Aktionsplans auf Familienübergänge und Mobilität (z. B. ein Drittel der Bezugspersonen bezog Sozialleistungen, ein Drittel zog im Vorjahr um). Fazit: In Gemeinden mit historischen und aktuellen Ungleichheiten muss ein wirksamer Präventionsplan möglicherweise sowohl strukturelle als auch soziale Determinanten des Wohlergehens adressieren. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Brady, S., Parker, C. J., Jeffries, E. F., Simpson, T., Brooke-Weiss, B. L., & Haggerty, K. (2018). Implementing the Communities That Care Prevention System: Challenges, Solutions, and Opportunities in an Urban Setting. American Journal of Preventive Medicine, 55(5), S70–S81. DOI: 10.1016/j.amepre.2018.05.019 | |||||
| 2018 | Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Farrington, D. P. | BuchkapitelFindings From the Community Youth Development Study | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungDieses Kapitel beschreibt eine randomisierte kontrollierte Studie zum CTC-System und zeigt, dass sich ein gemeindebasiertes Präventionssystem mit dieser rigorosen Methodik evaluieren lässt. Die zugrunde liegende Community Youth Development Study (CYDS) umfasste 24 Gemeinden in sieben US-Bundesstaaten. Beschrieben werden die Verfahren zur Gewinnung der Gemeinden und der Partner auf Landesebene sowie die Instrumente zur Datenerhebung bei kommunalen Schlüsselpersonen, Diensteanbietern, Koalitionsleitungen und Jugendlichen in CTC- und Kontrollgemeinden. Zusammengefasst werden die Befunde, darunter die angestrebten Veränderungen kommunaler Prozesse, der von Jugendlichen berichteten Risiko- und Schutzfaktoren sowie der Verhaltens- und Gesundheitsprobleme. Zudem werden Schätzungen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis von CTC vorgelegt. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Farrington, D. P. (2018). Findings From the Community Youth Development Study. Oxford University Press. DOI: 10.1093/oso/9780190299217.003.0008 | |||||
| 2018 | Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Farrington, D. P. | BuchkapitelThe Future of CTC and Community-Based Prevention | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungObwohl zunehmend Einigkeit besteht, dass gemeinwesenbasierte Präventionsbemühungen großes Potenzial zur Verringerung gesundheitsbezogener Verhaltensprobleme Jugendlicher haben, wurden bislang nur wenige solcher Systeme gut evaluiert und in ihrer Wirkung belegt. Das Kapitel beginnt mit einem Überblick über die Wirkung eines solchen Systems, Communities That Care. Anschließend werden die Komponenten von CTC erläutert, die für die angestrebten Veränderungen kommunaler Normen und Prozesse sowie für Wirksamkeit und Kosteneffektivität bei der Verringerung jugendlicher Verhaltensprobleme verantwortlich sind. Herausforderungen, denen Kommunen in den USA und international bei der Umsetzung von CTC und ähnlichen Interventionen begegnen können, werden ebenso erörtert wie Lösungswege. Abschließend werden neuere Entwicklungen bei Umsetzung und Evaluation von CTC beschrieben, darunter ein Online-Schulungssystem und internationale Replikationen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Farrington, D. P. (2018). The Future of CTC and Community-Based Prevention. Oxford University Press. DOI: 10.1093/oso/9780190299217.003.0010 | |||||
| 2018 | Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Farrington, D. P. | BuchkapitelCommunity-Based Prevention of Youth Behavioral Health Problems | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungDie Prävention von Verhaltens- und psychischen Gesundheitsproblemen im Kindes- und Jugendalter – etwa Substanzkonsum, Delinquenz, Gewalt, Schulabbruch und psychische Störungen – kann die sozialen und finanziellen Folgekosten dieser Verhaltensweisen verringern. Mit einem Public-Health-Ansatz haben Präventionswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschiedener Disziplinen zahlreiche Interventionen entwickelt und geprüft, die Risikofaktoren verringern und Schutzfaktoren stärken. Eine wachsende Zahl dieser Interventionen ist nachweislich wirksam, das heißt, sie verhindern das Auftreten mehrerer Verhaltensprobleme oder verringern deren Häufigkeit. Solche evidenzbasierten Interventionen (EBI) werden jedoch von gemeinwesenbasierten Organisationen kaum genutzt. Das Kapitel erörtert, wie gemeinwesenbasierte Präventionssysteme – insbesondere Communities That Care (CTC) – die Kapazität von Kommunen zur Umsetzung von EBI stärken können. Kernkomponenten und Wirksamkeit von CTC werden dargestellt und mit anderen gemeinwesenbasierten Präventionssystemen verglichen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Farrington, D. P. (2018). Community-Based Prevention of Youth Behavioral Health Problems. Oxford University Press. DOI: 10.1093/oso/9780190299217.003.0001 | |||||
| 2018 | Groeger-Roth, F. | FachbeitragKommunale Prävention effektiv planen und umsetzen - Communities That Care (CTC) als Gesamtstrategie für die entwicklungsorientierte Prävention | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungAuf kommunaler Ebene werden zahlreiche Präventionsaktivitäten durchgeführt, die problematischen Entwicklungen bei Kindern und Jugendlichen vorbeugen sollen. Eine Herausforderung besteht darin, dass diese Aktivitäten oft unverbunden nebeneinander herlaufen und unklar bleibt, was sie tatsächlich bewirken. Die Methode Communities That Care (CTC) bietet Kommunen Instrumente und Methoden, um ihre Präventionsarbeit zielgenauer auszurichten und knappe Ressourcen auf wirksame Programme zu fokussieren. Die in den USA entwickelte und vom Landespräventionsrat Niedersachsen nach Deutschland übertragene Strategie wird in fünf aufeinander aufbauenden Phasen umgesetzt: Bereitschaft und Rahmenbedingungen klären, Organisationsstrukturen einrichten, datengestütztes Gebietsprofil erstellen, Aktionsplan auf Basis der wichtigsten Risiko- und Schutzfaktoren entwickeln und diesen nachhaltig in den Regelstrukturen verankern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F. (2018). Kommunale Prävention effektiv planen und umsetzen - Communities That Care (CTC) als Gesamtstrategie für die entwicklungsorientierte Prävention. | |||||
| 2018 | Haggerty, K. P., & McCowan, K. J. | StudieUsing the Social Development Strategy to Unleash the Power of Prevention | Studie | English | |
ZusammenfassungÜberproportionale Armutsquoten in ethnischen Minderheitenpopulationen tragen zu Ungleichheiten in Bildung sowie körperlicher und psychischer Gesundheit bei. Um gesundheitliche Ungleichheiten in Verhaltensoutcomes zu senken, müssen Armut und Ungleichheit adressiert werden. Der Beitrag beschreibt die Social Development Strategy (SDS), einen theoretischen Rahmen zur Prävention von Problemverhalten und zur Förderung gesunder Jugendentwicklung, und untersucht, wie SDS-basierte Interventionen über die Problematisierung individuellen Verhaltens hinaus erfassen, wie soziale Strukturen die gesunde Entwicklung beeinträchtigen. Die SDS fasst systemische Ungleichheiten über zwei Konstrukte: die Position in der Sozialstruktur (Ethnie, sozioökonomischer Status, Alter, Geschlecht) und externe Beschränkungen (z. B. Sicherheit und informelle soziale Kontrolle im Wohnviertel). Sie organisiert die Entwicklung gesunden Verhaltens über Gelegenheiten, Fertigkeiten und Anerkennung, durch die Jugendliche Bindungen zu Familie, Schule und Gemeinde aufbauen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Haggerty, K. P., & McCowan, K. J. (2018). Using the Social Development Strategy to Unleash the Power of Prevention. Journal of the Society for Social Work and Research, 9(4), 741–763. DOI: 10.1086/700274 | |||||
| 2018 | Hentschel, J. | FachbeitragPassgenaue Prävention für eine ganze Stadt oder Überforderung? Communities That Care (CTC) in Augsburg | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDie Stadt Augsburg implementiert die kommunale Präventionsstrategie Communities That Care (CTC). Als eine der ersten Großstädte in Deutschland setzt sie CTC gesamtstädtisch um und stellt die Stadtverwaltung damit vor neue Herausforderungen. Der Artikel skizziert zwei zentrale Handlungsfelder im Kontext der gesamtstädtischen CTC-Implementierung, die sich auf die ersten beiden Phasen des CTC-Prozesses beziehen: ressortübergreifende Kooperation und räumliche Planung für eine gelungene Einführung der Strategie im großstädtischen Kontext. In Augsburg ist CTC beim städtischen Büro für Kommunale Prävention angesiedelt; eine ressortübergreifende CTC-Fachgruppe steuert den Prozess fachlich. Eine weitere Herausforderung ist die Wahl einer geeigneten räumlichen Planungsgröße für die CTC-Schülerbefragung auf Stadtteilebene. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hentschel, J. (2018). Passgenaue Prävention für eine ganze Stadt oder Überforderung? Communities That Care (CTC) in Augsburg. | |||||
| 2018 | Montero Zamora, P., Reyes Rodríguez, M. F., Cardozo Macías, F., Brown, E. C., Pérez Gómez, A., Mejía Trujillo, J., Toro Bermúdez, J., & Paredes Aguilar, M. | StudieUso de sustancias en adolescentes y su asociación con factores de riesgo y protección. Un análisis exploratorio de la encuesta escolar a gran escala de Comunidades Que se Cuidan, Colombia | Studie | Español | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist ein Präventionssystem zur Verringerung antisozialer Verhaltensweisen bei Jugendlichen; in Kolumbien wurde es unter dem Namen Comunidades Que se Cuidan (CQC) entwickelt und angepasst. Die erfolgreiche Umsetzung von CQC hängt von validen Zusammenhängen zwischen den gemessenen Risiko- und Schutzfaktoren (RSF) für Substanzkonsum und den Konsum-Outcomes ab. Diese Studie prüfte diese Zusammenhänge anhand großangelegter schulbasierter Befragungen kolumbianischer Jugendlicher. Es wurde eine Querschnittsanalyse durchgeführt. Daten aus 23 Kommunen wurden zwischen 2012 und 2016 bei Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren (N = 50.946) erhoben. Erfasst wurden dichotome Outcomes zu Alkohol, Zigaretten, Cannabis und anderen illegalen Drogen (letzte 30 Tage, letztes Jahr, jemals im Leben). Für jeden RSF wurden logistische Regressionen unter Kontrolle von Alter, Geschlecht sowie deren Interaktionen mit den RSF gerechnet. Alle Zusammenhänge der 14 untersuchten RSF waren statistisch signifikant (p < .001); die Effektstärken reichten von sehr klein über klein und mittel bis groß. Für die meisten RSF zeigten sich signifikante Haupteffekte für Alter und Geschlecht sowie deren Interaktionen. Die Befunde belegen, dass RSF für jugendlichen Substanzkonsum geeignete Ansatzpunkte für Planung, Entwicklung und Evaluation gemeindebasierter Präventionssysteme wie CQC sind, die auf epidemiologischen Daten für lokale Entscheidungen beruhen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Montero Zamora, P., Reyes Rodríguez, M. F., Cardozo Macías, F., Brown, E. C., Pérez Gómez, A., Mejía Trujillo, J., Toro Bermúdez, J., & Paredes Aguilar, M. (2018). Uso de sustancias en adolescentes y su asociación con factores de riesgo y protección. Un análisis exploratorio de la encuesta escolar a gran escala de Comunidades Que se Cuidan, Colombia. Adicciones, 32(2), 105–115. | |||||
| 2018 | Oesterle, S., Kuklinski, M. R., Hawkins, J. D., Skinner, M. L., Guttmannova, K., & Rhew, I. C. | StudieLong-term effects of the Communities That Care trial on substance use, antisocial behavior, and violence through age 21 years | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Implementierung des CTC-Präventionssystems in der Adoleszenz reduzierte die Lebenszeit-Inzidenz gesundheitsriskanter Verhaltensweisen bis ins junge Erwachsenenalter. (Studienregistrierung: Clinicaltrials.gov NCT01088542.) Weiterlesen →Referenz (APA 7)Oesterle, S., Kuklinski, M. R., Hawkins, J. D., Skinner, M. L., Guttmannova, K., & Rhew, I. C. (2018). Long-term effects of the Communities That Care trial on substance use, antisocial behavior, and violence through age 21 years. American Journal of Public Health, 108(5), 659–665. | |||||
| 2018 | Parker, C. J., Winston, W., Simpson, T., & Brady, S. S. | StudieCommunity Readiness to Adopt the Communities That Care Prevention System in an Urban Setting | Studie | English | |
ZusammenfassungDieser Beitrag stellt erste Aktivitäten eines fünfjährigen Projekts zum Aufbau einer kommunalen Koalition vor, die familiäre, schulische und gemeinschaftliche Verbundenheit, Bildungsengagement sowie soziales und emotionales Wohlbefinden schwarzer männlicher Jugendlicher und ihrer Familien fördert und zugleich Risikoverhalten verhütet. Die Aktivitäten wurden nach dem schrittweisen, koalitionsbasierten Präventionssystem Communities That Care geplant. Methoden: Im ersten Jahr (2013/2014) wurden halbstrukturierte Interviews mit 14 Gemeindemitgliedern (Eltern, Schulleitungen und Lehrkräften, kommunalen Akteuren und Ehrenamtlichen) geführt, um die Bereitschaft zur Einführung von CTC zu bewerten. Erfragt wurden u. a. Definition von Gemeinwesen, Stärken und Ressourcen, ideale Koalitionsfunktionen, Präventionsziele und mögliche Beteiligungshindernisse. Ergebnisse: Die Teilnehmenden zeigten Bereitschaft zur Einführung von CTC, benannten Stärken und lokale Ressourcen sowie mögliche Hindernisse und sahen die Stärkung der Verbindungen zwischen Zuhause, Schule und Gemeinwesen als zentral. Schlussfolgerung: Die Erkenntnisse der Gemeindemitglieder können die Umsetzung von CTC durch diese und andere Koalitionen leiten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Parker, C. J., Winston, W., Simpson, T., & Brady, S. S. (2018). Community Readiness to Adopt the Communities That Care Prevention System in an Urban Setting. American Journal of Preventive Medicine, 55(5), S59–S69. DOI: 10.1016/j.amepre.2018.05.022 | |||||
| 2018 | Schwendemann, H. E., Frisch, J. U., Reder, M., Mößle, T., Soellner, R., & Bitzer, E. M. | StudieThe Communities That Care (CTC) Family Attachment Scale: Measurement Invariance Across Family Structures | Studie | English | |
ZusammenfassungFamiliäre Schutzfaktoren sind ein integraler Bestandteil von Präventionsansätzen gegen problematisches Verhalten Jugendlicher. Zur Rolle familiärer Schutzfaktoren in Familien, die von der Zwei-Eltern-Konstellation abweichen, gibt es jedoch wenig Evidenz, obwohl für die Evaluation zielgerichteter Interventionen eine reliable und valide Messung entscheidend ist. Untersucht wurden die Faktorenstruktur der CTC-Skala zur familiären Bindung (Family Attachment Scale) und deren Messinvarianz über verschiedene Familienstrukturen. 2.459 Jugendliche der Klassen 6 bis 11 aus Niedersachsen füllten die deutsche Fassung der CTC-Schülerbefragung aus. Mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse zeigte eine Zwei-Faktoren-Lösung (Bindung an Mutter bzw. Vater) eine gute Modellanpassung und starke Messinvarianz zwischen Jugendlichen aus Zwei-Eltern- und Ein-Eltern-Familien. Die Skala erscheint somit geeignet, familiäre Bindung in beiden Familienstrukturen zuverlässig zu erfassen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Schwendemann, H. E., Frisch, J. U., Reder, M., Mößle, T., Soellner, R., & Bitzer, E. M. (2018). The Communities That Care (CTC) Family Attachment Scale: Measurement Invariance Across Family Structures. Journal of Child and Family Studies, 27(5), 1440–1448. DOI: 10.1007/s10826-017-1009-9 | |||||
| 2018 | Soellner, R., Reder, M., & Frisch, J. U. | BerichtCommunities That Care. Schülerbefragung in Niedersachsen 2017 | Bericht | Deutsch | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) zielt auf die Prävention jugendlichen Problemverhaltens. Durch CTC sollen positive Rahmenbedingungen in Gemeinden etabliert und gefördert werden, um Kindern und Jugendlichen sichere und gesundheitsförderliche Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen. Mit der landesweiten Schülerbefragung, die 2017 bereits zum dritten Mal stattfand, wurden Referenzwerte zur Häufigkeit von Risiko- und Schutzfaktoren problematischen Verhaltens ermittelt. Gemeinden können die Daten ihrer lokalen Schülerbefragungen mit diesen Referenzwerten vergleichen, die Problembereiche ihrer Gemeinde bestimmen und passende Präventionsangebote auswählen. Die Befragung 2017 wurde in Kooperation der Universität Hildesheim und des Landespräventionsrats Niedersachsen im Justizministerium realisiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Soellner, R., Reder, M., & Frisch, J. U. (2018). Communities That Care. Schülerbefragung in Niedersachsen 2017. Universitätsverlag Hildesheim. DOI: 10.18442/802 | |||||
| 2017 | Dillon, L. | FachbeitragCommunities That Care: a review | Fachbeitrag | English | |
ZusammenfassungKurzer Beitrag in Drugnet Ireland, dem Drogen-Nachrichtenblatt des irischen Health Research Board, der das EMCDDA-Papier von 2017 „Communities That Care (CTC): a comprehensive prevention approach for communities“ bespricht. Der Artikel ordnet CTC in die irische Suchtstrategie ein, die Gemeinwesenmobilisierung als Ansatz benannt hatte, und beschreibt CTC als Präventions-Betriebssystem, mit dem Kommunen die Bedarfe ihrer Jugendlichen erheben, Beteiligte koordinieren und evidenzbasierte Programme auswählen. Zusammengefasst wird die EMCDDA-Auswertung: 18 Studien, davon zwölf aus der einen randomisierten US-Studie, dazu eine australische Studie, eine Vorher-Nachher-Studie, zwei quasi-experimentelle Studien und ein Bericht über internationale Organisationen; eine Metaanalyse war nicht möglich. Die stärksten Belege für weniger Delinquenz und Substanzkonsum stammen aus der US-Studie, die beiden Studien zusammen beantworten die Wirksamkeitsfrage jedoch nicht. Vier Übertragungsprobleme für Europa werden genannt: ein anderes Verständnis von Gemeinwesen, weniger ländliche und heterogenere Standorte, weniger evidenzbasierte Programme und längere Vorlaufzeiten. Der Beitrag endet mit der EMCDDA-Folgerung, dass die Wirksamkeit von CTC in Europa noch zu prüfen sei, am besten in einer randomisierten Studie. Eine Zusammenfassung, keine eigene Untersuchung; 2017 gab es keinen irischen Standort. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Dillon, L. (2017). Communities That Care: a review. Drugnet Ireland, 21. Quelle: https://www.drugsandalcohol.ie/27745/ | |||||
| 2017 | European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction | ÜbersichtsarbeitCommunities That Care (CTC): a comprehensive prevention approach for communities | Übersichtsarbeit | English | |
ZusammenfassungVeröffentlichung in der Reihe EMCDDA Papers zur Evidenz für Communities That Care als Ansatz der Drogenprävention, verfasst von Laura Amato, Zuzana Mitrova und Marina Davoli von der Cochrane Drugs and Alcohol Group und überarbeitet von Nick Axford, Charlotte De Kock und Fabrizio Faggiano. Nach Cochrane-Methodik durchsuchten die Autorinnen das Register der Cochrane Drugs and Alcohol Group, CENTRAL, MEDLINE und EMBASE bis September 2015 nach randomisierten, kontrollierten prospektiven und quasi-experimentellen Evaluationen von CTC-Koalitionen mit jungen Menschen zwischen 12 und 25 Jahren; 1 181 Treffer wurden gesichtet, 18 Berichte eingeschlossen. Dazu zählen die US-amerikanische Community Youth Development Study (eine clusterrandomisierte Studie in zwölf Veröffentlichungen), eine zu klein angelegte australische Studie zu kommunalem Handeln, die englische Vorher-nachher-Evaluation von Crow und Kollegen, zwei quasi-experimentelle Studien aus Pennsylvania von Feinberg und Kollegen sowie ein EMCDDA-Bericht zur Umsetzung in Europa. Wegen uneinheitlicher Zielgrößen war keine Metaanalyse möglich, die Ergebnisse werden beschrieben: Die US-Studie zeigte bis zur 10. und 12. Klasse geringere Risiken und weniger Einstiege in Alkohol- und Tabakkonsum, Delinquenz und Gewalt, aber keinen Effekt auf die aktuelle Prävalenz in der 12. Klasse; die australische Studie lieferte kaum Belege für eine Wirkung. Das Papier folgert, dass es außerhalb der EU einige Belege für Wirksamkeit gibt, kulturelle Anpassung wichtig ist und eine europäische randomisierte Multicenter-Studie nötig wäre. Anhänge tabellieren ein- und ausgeschlossene Studien. Weiterlesen →Referenz (APA 7)European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (2017). Communities That Care (CTC): a comprehensive prevention approach for communities. Publications Office of the European Union, Luxembourg (EMCDDA Papers). DOI: 10.2810/972747 | |||||
| 2017 | Haggerty, K. P. | BuchkapitelCommunities That Care (Wiley Encyclopedia of Juvenile Delinquency) | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist ein Präventionssystem, das Kommunen Instrumente an die Hand gibt, um Gesundheits- und Verhaltensprobleme von Jugendlichen anzugehen. Die zugrunde liegende Annahme: Indem erhöhte Risikofaktoren und verringerte Schutzfaktoren der Jugendlichen einer Kommune identifiziert und anschließend präventive Interventionen umgesetzt werden, die sich in rigorosen Studien als wirksam auf genau diese Faktoren erwiesen haben, lässt sich die Prävalenz von Problemverhalten – einschließlich Delinquenz – senken. CTC bindet kommunale Akteure in eine gemeinsame Vision ein und stellt Instrumente für Bestandsaufnahme, Priorisierung und Zielsetzung bereit. Die Wirksamkeit von CTC wurde in einer randomisierten kontrollierten Studie mit 24 US-Gemeinden sowie in einer quasi-experimentellen Studie in Pennsylvania nachgewiesen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Haggerty, K. P. (2017). Communities That Care (Wiley Encyclopedia of Juvenile Delinquency). Wiley. DOI: 10.1002/9781118524275.ejdj0119 | |||||
| 2016 | Axford, N., Sonthalia, S., Wrigley, Z., Webb, L., Mokhtar, N., Brook, L., Wilkinson, T., Hunt, A., Timmons, L., Raja, A., Rawsthorn, M., Goodwin, A., Ohlson, C., Price, H., Whybra, L., Jamison, K., & Morpeth, L. | BerichtWhat works in Europe? Developing a European Communities that Care database of effective prevention programmes | Bericht | English | |
ZusammenfassungDie Programmübersicht des EU-geförderten CTC European Network (2013–2015). Die Dartington Social Research Unit prüfte in Europa evaluierte Präventionsprogramme gegen die Blueprints-Standards für evidenzbasierte Programme und stellte die Programme, die sie erfüllten, in einer europäischen Datenbank für CTC-Gemeinden zusammen, jeweils mit den Risiko- und Schutzfaktoren, auf die ein Programm wirkt. Partner in Österreich, Kroatien, Zypern, Deutschland, den Niederlanden und Schweden lieferten Kandidatenprogramme und Studien. Die Übersicht wurde zur Grundlage der CTC-Einträge im Präventionsregister Xchange der EUDA; sie ist ein systematisches Screening von Programmevidenz, keine Evaluation von CTC selbst. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Axford, N., Sonthalia, S., Wrigley, Z., Webb, L., Mokhtar, N., Brook, L., Wilkinson, T., Hunt, A., Timmons, L., Raja, A., Rawsthorn, M., Goodwin, A., Ohlson, C., Price, H., Whybra, L., Jamison, K., & Morpeth, L. (2016). What works in Europe? Developing a European Communities that Care database of effective prevention programmes. Dartington Social Research Unit, for the CTC European Network. Quelle: /downloads/ctc-european-network-what-works-in-europe-2016.pdf | |||||
| 2016 | Glavinić, M. | AbschlussarbeitProcjena rizičnih i zaštitnih čimbenika u kontekstu otočke sredine: primjer otoka Visa | Abschlussarbeit | Kroatisch | |
ZusammenfassungMasterarbeit, die die adaptierte kroatische Fassung des Communities That Care Youth Survey auf ein Insel-Setting anwendet. Nach einem Überblick über Risiko- und Schutzfaktoren in den Bereichen Person, Familie, Schule und Gemeinde, den CTC-Fragebogen und die Besonderheiten kroatischer Inseln berichtet die Autorin eine Selbstauskunftsbefragung von 110 Kindern und Jugendlichen der Insel Vis: 35 Grundschülerinnen und Grundschüler (51,4 Prozent Jungen) und 75 Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler (49,3 Prozent Jungen), gestützt auf einen Bewertungsbericht für die Insel aus dem Jahr 2015. Schulische Risikofaktoren waren Klassenwiederholung, als wenig interessant empfundener Unterricht, fehlende Freizeitangebote und Eltern, die über schulische Erfolge ihrer Kinder nicht informiert sind; Schutzfaktoren waren Schulleistung, wenige Fehlzeiten, Bindung an Lehrkräfte und Lehrkräfte, die prosoziales Verhalten bemerken. Der stärkste Risikofaktor in der Gemeinde war die hohe Verfügbarkeit von Substanzen, vor allem Alkohol, verbunden mit einer geringen wahrgenommenen Schädlichkeit des Trinkens. Prosoziale Orientierung, Selbstwert und das Gewicht der elterlichen Meinung wirkten schützend, geringeres Selbstvertrauen und das Gewicht der Meinung Gleichaltriger als Risiko. Die Arbeit ist eine kleine deskriptive Bedarfsanalyse als Planungsgrundlage für die Prävention auf Vis; eine Evaluation enthält sie nicht. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Glavinić, M. (2016). Procjena rizičnih i zaštitnih čimbenika u kontekstu otočke sredine: primjer otoka Visa [Master's thesis (diplomski rad, Socijalna pedagogija), University of Zagreb, Faculty of Education and Rehabilitation Sciences; mentors Valentina Kranželić and Martina Ferić; defended 21 June 2016]. Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet. Quelle: https://urn.nsk.hr/urn:nbn:hr:158:893507 | |||||
| 2016 | Groeger-Roth, F. | BuchkapitelDie „Grüne Liste Prävention“: Eine Empfehlungsliste evaluierter Programme als Beitrag zur Evidenzbasierung in der Prävention | Buchkapitel | Deutsch | |
ZusammenfassungDas Interesse an einer Evidenzbasierung der Prävention, im Sinne einer wissenschaftlichen Untermauerung ihrer Wirkungen, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Leitende Fragen sind dabei: Welche Programme und Maßnahmen haben welche Wirkungen, für wen und unter welchen Umständen? Vor allem im angloamerikanischen Raum sind zahlreiche Empfehlungslisten für wirksamkeitsgeprüfte Programme entstanden. Der Beitrag stellt die Grüne Liste Prävention vor – eine Empfehlungsliste evaluierter Programme, die einen Beitrag zur Evidenzbasierung der Prävention in Deutschland leisten soll. Dabei wird betont, dass die Wirkung guter Programme entscheidend von einer guten Umsetzung vor Ort abhängt: Eine qualitativ schlechte Implementation kann auch grundsätzlich wirksame Programme wirkungslos machen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F. (2016). Die „Grüne Liste Prävention“: Eine Empfehlungsliste evaluierter Programme als Beitrag zur Evidenzbasierung in der Prävention. In Wirkungen Sozialer Arbeit (pp. 221–235). Verlag Barbara Budrich. | |||||
| 2016 | Groeger-Roth, F., van den Hazel, B., & de Vries, R. | BerichtCommunities That Care in Europe 1998–2015. The implementation of a community based prevention strategy in Europe: Overview & experiences. Technical report on the CTC Implementation Guide | Bericht | English | |
ZusammenfassungDer technische Bericht des EU-geförderten CTC European Network (2013–2015) ist das eine öffentliche Dokument, das alle bis 2015 bekannten europäischen CTC-Standorte mit Startjahr und Status auflistet: das Vereinigte Königreich (mehr als sechzig Standorte 1998–2008, Betrieb 2009 eingestellt), die Niederlande (32 Standorte, die meisten bis Mitte der 2010er-Jahre beendet), Deutschland, Kroatien (Istrien 2003–2012 und spätere Städte), Zypern (Latsia), Österreich (ein einzelner Befragungspilot in Sierning) und Schweden. Er beschreibt die Adaptionen der CTC-Jugendbefragung, die Erfahrungen der Partner mit Bereitschaftsprüfung und Umsetzung und die Schlüsse, die das Netzwerk für einen europäischen Umsetzungsleitfaden zog. Es ist eine Bestandsaufnahme und ein Praxisbericht, keine Evaluation; mehrere Ländereinträge sind mit „unbekannt“ oder „läuft noch?“ (Stand 2015) markiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F., van den Hazel, B., & de Vries, R. (2016). Communities That Care in Europe 1998–2015. The implementation of a community based prevention strategy in Europe: Overview & experiences. Technical report on the CTC Implementation Guide. CTC European Network, with the financial support of the Prevention of and Fight against Crime Programme, European Commission. Quelle: /downloads/ctc-european-network-implementation-guide-2016.pdf | |||||
| 2016 | Kapardis, A., Spanoudis, G., Kapardi, K., & Konstantinou, M. | BuchkapitelΗ μοντελοποίηση της διαδραστικότητας γενεσιουργών παραγόντων νεανικής αντικοινωνικής συμπεριφοράς στην Κύπρο: μια εμπειρική μελέτη 871 μαθητών Γυμνασίου | Buchkapitel | Griechisch | |
ZusammenfassungGriechischsprachiges Kapitel in der Festschrift für Nestor Courakis, das die Schulbefragung des zyprischen Communities-That-Care-Programms vorstellt. Nach einem Abriss des Paradigmas der Risiko- und Schutzfaktoren, des CTC-Ansatzes, des zyprischen Rechtsrahmens und früherer Selbstberichtsstudien beschreiben die Autoren das Programm in Latsia (Nachmittagsangebote, eine Psychologin, ein Koordinator) und seine Befragung: Zwischen 2007 und 2012 füllten mit schriftlicher Zustimmung des Bildungsministeriums 871 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren an drei Gymnasien des Bezirks Nikosia (Latsia, Aglantzia und das Regionalgymnasium Klirou) einen Fragebogen mit 112 Items aus. Die Querschnittsdaten wurden mit Strukturgleichungsmodellen ausgewertet; Delinquenz wurde über elf Indikatoren wie Festnahme, Messer in der Schule, Drogenverkauf, Fahrzeugdiebstahl, Körperverletzung und Ladendiebstahl erfasst. Risiko- und Schutzfaktoren auf Ebene von Person, Familie, Schule und Nachbarschaft hingen mit Alkohol- und Drogenkonsum und Delinquenz zusammen. Im Modell war die Familie die stärkste Schutzkomponente, Schule und Nachbarschaft mäßig; unter den Risikokomponenten luden Gleichaltrige und Schule am höchsten, Einstellungen und Nachbarschaft niedriger; Risiko und Schutz korrelierten mit −,51, und Risikofaktoren hingen weit stärker mit antisozialem Verhalten zusammen (,98) als Schutzfaktoren (,22). Die Autoren folgern, dass Prävention Risiken senken und Schutz zugleich stärken muss, mit der Familie an erster Stelle. Das Kapitel analysiert Befragungsdaten; die Wirkungen des Programms evaluiert es nicht. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kapardis, A., Spanoudis, G., Kapardi, K., & Konstantinou, M. (2016). Η μοντελοποίηση της διαδραστικότητας γενεσιουργών παραγόντων νεανικής αντικοινωνικής συμπεριφοράς στην Κύπρο: μια εμπειρική μελέτη 871 μαθητών Γυμνασίου. In M. Gasparinatou (Ed.), Έγκλημα και Ποινική Καταστολή σε Εποχή Κρίσης: Τιμητικός Τόμος για τον Καθηγητή Νέστορα Κουράκη (Τόμος Α΄) (pp. 1883–1898). Εκδόσεις Αντ. Ν. Σάκκουλα, Athens. Quelle: http://crime-in-crisis.com/η-μοντελοποίηση-της-διαδραστικότητα/ | |||||
| 2016 | Khalid, S., & Kausar, R. | MessinstrumentCommunities That Care Youth Survey – Urdu Version | Messinstrument | English | |
Referenz (APA 7)Khalid, S., & Kausar, R. (2016). Communities That Care Youth Survey – Urdu Version. American Psychological Association (APA). DOI: 10.1037/t61795-000 | |||||
| 2016 | Pérez-Gómez, A., Mejía-Trujillo, J., Brown, E. C., & Eisenberg, N. | StudieAdaptation and Implementation of a Science-Based Prevention System in Colombia: Challenges and Achievements | Studie | English | |
ZusammenfassungIn den letzten zwei Jahren haben die kolumbianische Regierung und die Nuevos-Rumbos-Stiftung eine angepasste Version des Präventionssystems Communities That Care (CTC) – auf Spanisch Comunidades Que se Cuidan (CQC) – für den Einsatz in Kolumbien umgesetzt. Dieser Kurzbericht stellt den Implementationsprozess von CQC dar und benennt zentrale Herausforderungen und Erfolge der Einführung in acht kolumbianischen Kommunen. Vorläufige Ergebnisse einer Pilotstudie zeigen, dass der Aufbau eines Präventionssystems – einschließlich der Messung kommunaler Risiko- und Schutzfaktoren – in lateinamerikanischen Kommunen erfolgreich gelingen kann, auch wenn rigoros geprüfte Präventionsprogramme und -strategien fehlen. Zudem kann die Mobilisierung kommunaler Koalitionen hin zu wissenschaftsbasierter Prävention, mit Fokus auf lokalen Risiko- und Schutzfaktordaten, die Entwicklung und Evaluation von Präventionsmaßnahmen in Lateinamerika anstoßen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Pérez-Gómez, A., Mejía-Trujillo, J., Brown, E. C., & Eisenberg, N. (2016). Adaptation and Implementation of a Science-Based Prevention System in Colombia: Challenges and Achievements. Journal of Community Psychology, 44(4), 538–545. DOI: 10.1002/jcop.21781 | |||||
| 2016 | Rhew, I. C., Monahan, K. C., Oesterle, S., & Hawkins, J. D. | StudieThe Communities That Care Brief Depression Scale: Psychometric Properties and Criterion Validity | Studie | English | |
ZusammenfassungFür gemeinwesenbezogene Ansätze zur Prävention von Depression werden Messinstrumente benötigt, die zugleich kurz und valide sind, zumal Erhebungen häufig konkurrierende Anforderungen an die Erfassung weiterer Outcomes wie Substanzkonsum, Delinquenz und deren Risikofaktoren stellen. Diese Studie untersuchte die Validität einer aus vier Items bestehenden Depressionsskala für Jugendliche, der Communities That Care Brief Depression Scale (CTC-BDS). Die Daten stammen aus einer Befragung von Jugendlichen (N = 3.939) im Rahmen des Community Youth Development Study (CYDS), einer gemeinwesen-randomisierten Studie in 24 US-Städten. Als Kriteriumsstandard zur Definition einer Major Depression (MDD) diente der neunteilige Patient Health Questionnaire (PHQ-9). Sensitivität und Spezifität der CTC-BDS lagen bei einem Cut-off-Wert von 6 jeweils über .8, die Fläche unter der ROC-Kurve betrug .91. Ihre guten psychometrischen Eigenschaften und ihre Kürze machen die CTC-BDS zu einem nützlichen Instrument, mit dem Kommunen das Ausmaß jugendlicher Depression beobachten können. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Rhew, I. C., Monahan, K. C., Oesterle, S., & Hawkins, J. D. (2016). The Communities That Care Brief Depression Scale: Psychometric Properties and Criterion Validity. Journal of Community Psychology, 44(3), 391–398. DOI: 10.1002/jcop.21766 | |||||
| 2016 | Salazar, A. M., Haggerty, K. P., de Haan, B., Catalano, R. F., Vann, T., Vinson, J., & Lansing, M. | StudieUsing Communities That Care for Community Child Maltreatment Prevention | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Prävention psychischer, emotionaler und verhaltensbezogener Störungen (MEB) bei Kindern und Jugendlichen ist eine nationale Priorität. Eine Möglichkeit, gemeindeweite MEB-Prävention umzusetzen, sind evidenzbasierte Mobilisierungsansätze wie Communities That Care (CTC). Der Beitrag gibt einen Überblick über den CTC-Rahmen und beschreibt dessen Anpassung zur Verhinderung von MEB-Störungen durch die Prävention von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung sowie die Förderung des kindlichen Wohlergehens bei Kindern von 0 bis 10 Jahren. Die Anpassungen betreffen sowohl die Intervention selbst als auch den Evaluationsansatz. Vorläufige Befunde der Pilotstudie „Keeping Families Together“ deuten darauf hin, dass die Umsetzung für die Standorte handhabbar war und die Funktionsfähigkeit der Gemeindevorstände sowie die kommunale Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes vielversprechend erscheinen. Implikationen und nächste Schritte werden umrissen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Salazar, A. M., Haggerty, K. P., de Haan, B., Catalano, R. F., Vann, T., Vinson, J., & Lansing, M. (2016). Using Communities That Care for Community Child Maltreatment Prevention. American Journal of Orthopsychiatry, 86(2), 144–155. DOI: 10.1037/ort0000078 | |||||
| 2016 | Soellner, R., Frisch, J. U., & Reder, M. | BerichtCommunities That Care: Schülerbefragung in Niedersachsen 2015 | Bericht | Deutsch | |
ZusammenfassungDie landesweite Schülerbefragung ist Teil der Präventionsstrategie Communities That Care (CTC). Sie wird in Niedersachsen in Kooperation mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) im Justizministerium umgesetzt. Die Vorbereitung der Datenerhebung, die Analyse der Daten sowie die Erstellung des Ergebnisberichts erfolgten durch die Universität Hildesheim, Institut für Psychologie; die Datenerhebung wurde von den teilnehmenden Schulen selbst durchgeführt. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Soellner, R., Frisch, J. U., & Reder, M. (2016). Communities That Care: Schülerbefragung in Niedersachsen 2015. Universitätsverlag Hildesheim. DOI: 10.18442/548 | |||||
| 2015 | Bašić, J. | FachbeitragCommunity Mobilization and Readiness: Planning Flaws which Challenge Effective Implementation of ‘Communities that Care’ (CTC) Prevention System | Fachbeitrag | English | |
ZusammenfassungKurzer Reflexionsbeitrag der Leiterin des istrischen CTC-Projekts in einem Themenschwerpunkt von Substance Use & Misuse. Er wertet die Erfahrung mit einem gemeindebasierten Ansatz der Drogen- und Delinquenzprävention nach dem System Communities That Care in einer kroatischen Gespanschaft mit zwölf Gemeinden von 2002 bis 2013 aus und benennt Planungsfragen, die bei Planung, Implementation sowie Prozess- und Ergebnisbewertung gemeindebasierter Suchtinterventionen häufig übersehen werden: die Mobilisierung einer angemessen repräsentativen Gruppe; die Einbindung der relevanten persönlichen und institutionellen Akteure und die Kenntnis ihrer Bereitschaft zur Mitwirkung; deren Wissen und Wahrnehmungen zu Drogen- und Delinquenzproblemen und zu den Zielgruppen; Personen, die Veränderung blockieren, und der Bedarf an Ermöglichern und Brückenbauern; die Veränderungsbereitschaft der Gemeinde; sowie eine realistische Einschätzung der Ressourcen, mit denen Veränderungen begonnen und aufrechterhalten werden können. All das wird als potenziell erfolgsrelevant beschrieben. Der Beitrag schließt mit Perspektiven von Präventionsforschern und Praktikern und mit Lehren aus der kroatischen Forschung und Praxis zur Gemeindebereitschaft. Es ist ein erfahrungsgestützter Überblick ohne neue empirische Daten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bašić, J. (2015). Community Mobilization and Readiness: Planning Flaws which Challenge Effective Implementation of ‘Communities that Care’ (CTC) Prevention System. Substance Use & Misuse, 50(8–9), 1083–1088. DOI: 10.3109/10826084.2015.1007655 | |||||
| 2015 | Fagan, A. A., & Hawkins, J. D. | BuchkapitelEnacting Preventive Interventions at the Community Level: The Communities That Care Prevention System | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungDieses Kapitel gibt einen Überblick über Wirksamkeit und Herausforderungen bei der Umsetzung gemeinwesenbezogener Interventionen zur Verringerung des Alkohol- und sonstigen Drogenkonsums bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Fokus liegt auf koalitionsbasierten Strategien, die auf Gemeindemitglieder setzen, um Präventionsaktivitäten zu planen, umzusetzen und zu steuern, sodass Angebote gut koordiniert, lokal getragen und breit umgesetzt sind. Das Präventionssystem Communities That Care (CTC) wird ausführlich beschrieben, um den möglichen Nutzen gemeinwesenbasierter Bemühungen zu veranschaulichen. Erörtert werden Schulung und fachliche Begleitung, die CTC-Gemeindemitglieder bei der Erhebung lokaler Bedarfe, dem Einsatz wirksamer Präventionsangebote und der Überwachung der Umsetzungsqualität unterstützen. Zudem werden die Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Evaluation von CTC in 24 Kommunen in sieben Bundesstaaten dargestellt. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen für weitere Forschung zu den Wirkmechanismen kommunenweiter Veränderungen des Substanzkonsums und zur Kosteneffektivität dieses Ansatzes. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., & Hawkins, J. D. (2015). Enacting Preventive Interventions at the Community Level: The Communities That Care Prevention System. In Handbook of adolescent drug use prevention: Research, intervention strategies, and practice (pp. 343–360). American Psychological Association. DOI: 10.1037/14550-020 | |||||
| 2015 | Gloppen, K. M., Brown, E. C., Wagenaar, B. H., Hawkins, J. D., Rhew, I. C., & Oesterle, S. | StudieSustaining Adoption of Science-Based Prevention through Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungFür Communities That Care (CTC) wurde gezeigt, dass es den Einsatz wissenschaftsbasierter Prävention erhöht und so kommunenweite Verbesserungen der Jugendentwicklung bewirkt. Anhand von Daten einer gemeinwesen-randomisierten Studie zu CTC in 24 Kommunen untersuchte diese Arbeit, inwieweit kommunale Führungskräfte in CTC-Kommunen den Einsatz wissenschaftsbasierter Prävention drei Jahre nach Ende der Umsetzungsunterstützung stärker befürworteten als in Kontrollkommunen und ob die Teilnahme an CTC-Schulungen die Befürwortung beeinflusste. Führungskräfte in CTC-Kommunen berichteten drei Jahre nach Förderende signifikant höhere Adoptionsstadien wissenschaftsbasierter Prävention als in Kontrollkommunen. Der Einsatz wissenschaftsbasierter Prävention in CTC-Kommunen ging jedoch zurück. Zum Follow-up berichteten Führungskräfte, die an CTC-Schulungen teilgenommen hatten, einen signifikant höheren Einsatz als jene ohne Schulung. Fortlaufende CTC-Schulungen könnten die anhaltende kommunale Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention unterstützen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Gloppen, K. M., Brown, E. C., Wagenaar, B. H., Hawkins, J. D., Rhew, I. C., & Oesterle, S. (2015). Sustaining Adoption of Science-Based Prevention through Communities That Care. Journal of Community Psychology, 44(1), 78–89. DOI: 10.1002/jcop.21743 | |||||
| 2015 | Groeger-Roth, F. | FachbeitragDie „Grüne Liste Prävention“ | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDas Interesse an einer Evidenzbasierung der Prävention, im Sinne einer wissenschaftlichen Untermauerung ihrer Wirkungen, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Die Hauptfragen, auf die Antworten gesucht werden, sind: Welche Programme und Maßnahmen haben welche Wirkungen, für wen und unter welchen Umständen? Die Beantwortung dieser Fragen kann als entscheidend für die weitere Entwicklung der Prävention angesehen werden. Um für die Praxis sinnvolle Hilfestellungen zu geben, sind vor allem im angloamerikanischen Raum etliche Empfehlungslisten für getestete Programme entstanden. Der Beitrag stellt vor diesem Hintergrund die Grüne Liste Prävention vor. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F. (2015). Die „Grüne Liste Prävention“. unsere jugend, 67(2). | |||||
| 2015 | Jonkman, H., Aussems, C., Steketee, M., Boutellier, H., & Cuijpers, P. | StudiePrevention of Problem Behaviours among Adolescents: The Impact of the Communities that Care Strategy in the Netherlands (2008–2011) | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Studie prüft, ob das Präventionssystem Communities That Care in den Niederlanden die anvisierten Risiko- und Schutzfaktoren und in der Folge das Problemverhalten von 12- bis 18-Jährigen beeinflusst. Methode: quasi-experimentelles Design mit zehn Gemeinden (fünf CTC-Gemeinden, fünf Vergleichsgemeinden), Längsschnitt über den Umsetzungszeitraum 2008 bis 2011; die Gruppen wurden per Propensity-Score-Verfahren angeglichen, die Effekte mit Mehrebenenmodellen geschätzt. Ergebnisse: Für das breite Spektrum untersuchter Verhaltensweisen ließ sich kein Effekt von CTC nachweisen, ebenso wenig für den Einstieg in Alkohol- und Tabakkonsum. Die Autorinnen und Autoren führen die Abweichung von den früheren experimentellen US-Befunden auf Bedrohungen der internen Validität und auf Grenzen des Designs dieser Gemeindestudie zurück. Fazit: Wirksamkeitsstudien auf Gemeindeebene sollten solche Validitätsprobleme früh erkennen, beobachten, gegensteuern und offen berichten. Für die europäische Evidenzlage ist das die wichtigste Nullbefund-Studie zu CTC. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Jonkman, H., Aussems, C., Steketee, M., Boutellier, H., & Cuijpers, P. (2015). Prevention of Problem Behaviours among Adolescents: The Impact of the Communities that Care Strategy in the Netherlands (2008–2011). International Journal of Developmental Science, 9(1), 37–52. DOI: 10.3233/dev-13121 | |||||
| 2015 | Kim, B. K. E., Oesterle, S., Hawkins, J. D., & Shapiro, V. B. | StudieAssessing Sustained Effects of Communities That Care on Youth Protective Factors | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel: Das Präventionssystem Communities That Care (CTC) zielt darauf, kommunale Kapazitäten für einen wissenschaftsbasierten Ansatz zur Förderung gesunder Jugendentwicklung aufzubauen. Frühere Studien belegen positive Wirkungen von CTC auf Schutzfaktoren Jugendlicher während der Umsetzung. Diese Untersuchung prüft die anhaltenden Wirkungen von CTC auf Schutzfaktoren ein Jahr nach Ende der externen Unterstützung. Methode: Die Daten stammen aus einer gemeinwesen-randomisierten Studie zu CTC in 24 Kommunen in 7 US-Bundesstaaten. Ein Panel von 4.407 Jugendlichen wurde jährlich von der 5. bis zur 10. Klasse befragt. Mit globalen Teststatistiken wurden die CTC-Effekte über 15 Schutzfaktoren in 5 Bereichen (Gemeinwesen, Schule, Familie, Gleichaltrige, Individuum) in Klasse 10 geprüft. Ergebnisse: Globale Wirkungen über alle Bereiche waren in Klasse 10 nicht mehr nachweisbar. Bereichsspezifische anhaltende Wirkungen zeigten sich jedoch im individuellen Bereich bei Jungen, im Gleichaltrigenbereich bei Mädchen und im individuellen Bereich bei Jugendlichen mit niedrigem bis mittlerem Ausgangsrisiko. Schlussfolgerung: Um die breiten Wirkungen von CTC auf Schutzfaktoren zu erhalten, könnte eine stärkere Betonung der Schutzfaktoren während der Highschool-Zeit nötig sein. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kim, B. K. E., Oesterle, S., Hawkins, J. D., & Shapiro, V. B. (2015). Assessing Sustained Effects of Communities That Care on Youth Protective Factors. Journal of the Society for Social Work and Research, 6(4), 565–589. DOI: 10.1086/684163 | |||||
| 2015 | Kuklinski, M. R., Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Briney, J. S., & Catalano, R. F. | StudieBenefit-cost analysis of a randomized evaluation of Communities That Care: Monetizing intervention effects on the initiation of delinquency and substance use through grade 12 | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel: Es sollte geprüft werden, ob das CTC-Präventionssystem eine kosten-nutzen-effiziente Intervention ist. Methodik: Datenbasis war eine Längsschnitt-Kohorte von 4.407 Jugendlichen aus einer randomisierten kontrollierten Studie mit 24 Kommunen in sieben US-Bundesstaaten, die paarweise innerhalb der Bundesstaaten gematcht und zufällig den Bedingungen zugewiesen wurden. Signifikante Vorteile der Interventionsgruppe bei anhaltender Abstinenz von Delinquenz, Alkohol- und Tabakkonsum bis zur 12. Klasse wurden monetarisiert und den Investitionen in CTC gegenübergestellt. Ergebnisse: CTC erbrachte geschätzt 4.477 US-Dollar Nutzen pro Jugendlichem bei Implementierungskosten von 556 US-Dollar; der Netto-Barwert betrug 3.920 US-Dollar, das Nutzen-Kosten-Verhältnis 8,22 US-Dollar pro investiertem Dollar (interne Verzinsung 21 %). Die Investition wäre voraussichtlich innerhalb von neun Jahren amortisiert. Fazit: CTC ist ein kosten-nutzen-effizienter gemeindebasierter Ansatz zur Prävention von Delinquenz sowie Alkohol- und Tabakkonsum. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kuklinski, M. R., Fagan, A. A., Hawkins, J. D., Briney, J. S., & Catalano, R. F. (2015). Benefit-cost analysis of a randomized evaluation of Communities That Care: Monetizing intervention effects on the initiation of delinquency and substance use through grade 12. Journal of Experimental Criminology, 11(2), 165–192. DOI: 10.1007/s11292-014-9226-3 | |||||
| 2015 | Kuttler, H., Schwendemann, H., & Bitzer, E. M. | StudieFamilial risk and protective factors in alcohol intoxicated adolescents: psychometric evaluation of the family domain of the Communities That Care Youth Survey (CTC) and a new short version of the Childhood Trauma Questionnaire (CTQ) | Studie | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Alkoholintoxikierte Jugendliche (AIA) in Notaufnahmen sind eine wichtige Zielgruppe für Prävention; valide Informationen zu ihren familiären Risiko- und Schutzfaktoren (RSF) sind entscheidend für eine passgenaue familienbasierte Beratung im Krankenhaus. Untersucht wurden die psychometrischen Eigenschaften von Skalen zur Erfassung familiärer RSF. Methoden: Verwendet wurden sieben Familienskalen des Communities That Care Youth Survey (CTC-F7) – vier zu Risikofaktoren (Familienkonflikte, schlechtes Familienmanagement, elterliche Einstellungen zugunsten von Drogenkonsum bzw. antisozialem Verhalten) und drei zu Schutzfaktoren (Familienbindung, Gelegenheiten und Belohnungen für prosoziales Engagement). Zusätzlich wurde eine neue Skala aus sechs Items des Childhood Trauma Questionnaire (CTQ-6) für körperliche und emotionale Misshandlung sowie emotionale Vernachlässigung gebildet. Die acht Skalen wurden an 342 AIA im Alter von 13 bis 17 Jahren geprüft (klassische Testtheorie, interne Konsistenz, konfirmatorische Faktorenanalyse). Ergebnisse: Drei der sieben CTC-F-Skalen zeigten schwache Eigenschaften. Ein Modell mit fünf latenten Faktoren passte am besten zu den verbleibenden Skalen (CTC-F5). Die finalen Subskalen CTC-F5 und CTQ-6 wiesen akzeptablen bis guten Modellfit und akzeptable bis gute interne Konsistenz (α > 0,7) auf. Schlussfolgerung: CTC-F5 und der neu entwickelte CTQ-6 ermöglichen eine psychometrisch fundierte Erfassung familiärer RSF in dieser vulnerablen Zielgruppe. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kuttler, H., Schwendemann, H., & Bitzer, E. M. (2015). Familial risk and protective factors in alcohol intoxicated adolescents: psychometric evaluation of the family domain of the Communities That Care Youth Survey (CTC) and a new short version of the Childhood Trauma Questionnaire (CTQ). BMC Pediatrics, 15(1), Article 191. DOI: 10.1186/s12887-015-0471-z | |||||
| 2015 | Mejía-Trujillo, J., Pérez-Gómez, A., & Reyes-Rodríguez, M. F. | StudieImplementación y adaptación en Colombia del sistema preventivo Communities That Care | Studie | Español | |
ZusammenfassungSeit über zwei Jahren führt die Corporación Nuevos Rumbos (Kolumbien) in acht kolumbianischen Kommunen ein Präventionssystem namens Comunidades Que se Cuidan (CQC) durch – eine Anpassung von Communities That Care (CTC), das an der University of Washington (Seattle) entwickelt, seit mehr als 25 Jahren in den USA erprobt und in acht Ländern Amerikas, Ozeaniens und Europas umgesetzt wurde. Das System beruht auf dem Public-Health-Ansatz und der Social-Development-Strategie zur kommunalen Befähigung. Der Kerngedanke besteht darin, Kommunen zu befähigen, auf Basis von Daten zum Alkohol- und Drogenkonsum sowie zur Identifikation von Schutz- und Risikofaktoren Entscheidungen zu treffen – gestützt auf die in Kolumbien validierte Originalbefragung –, um passgenaue Präventionsmaßnahmen auszuwählen. Der Beitrag beschreibt den Implementationsprozess in Kolumbien, die Unterschiede zu CTC, die Erstellung kolumbianischer Cut-points sowie die wichtigsten Schwierigkeiten und ihre Lösungen. CQC erscheint als Präventionssystem mit breitem Anwendungspotenzial in weiteren lateinamerikanischen Ländern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Mejía-Trujillo, J., Pérez-Gómez, A., & Reyes-Rodríguez, M. F. (2015). Implementación y adaptación en Colombia del sistema preventivo Communities That Care. Adicciones, 27(4), 253–264. | |||||
| 2015 | Oesterle, S., Hawkins, J. D., Kuklinski, M. R., Fagan, A. A., Fleming, C., Rhew, I. C., Brown, E. C., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. | StudieEffects of Communities That Care on Males’ and Females’ Drug Use and Delinquency 9 Years After Baseline in a Community-Randomized Trial | Studie | English | |
ZusammenfassungDiese Studie prüfte anhaltende Wirkungen des Präventionssystems Communities That Care (CTC) auf gesundheitsriskante Verhaltensweisen neun Jahre nach Baseline in einer gemeinwesen-randomisierten Studie mit 24 Städten in sieben Bundesstaaten. Frühere Analysen fanden anhaltende Wirkungen auf Abstinenz von Substanzkonsum und Delinquenz bis zur 12. Klasse in einem Panel von Fünftklässlern. Mit 19 Jahren nahmen 91 % (n = 3.986) des noch lebenden Panels teil. Die Daten wurden mit verallgemeinerten linearen gemischten Modellen analysiert. Primäre Outcomes waren Lebenszeit- und aktuelle Prävalenz von Substanzkonsum und Delinquenz; sekundäre Outcomes u. a. Substanzkonsumstörungen, Major Depression, Suizidalität, Bildungsabschluss und sexuelles Risikoverhalten. CTC hatte einen signifikanten Gesamteffekt über die Lebenszeitmaße der primären Outcomes bei Männern, nicht jedoch bei Frauen oder in der Gesamtstichprobe; die Lebenszeitabstinenz von Delinquenz war in der Gesamtstichprobe in CTC-Kommunen signifikant höher (ARR = 1,16). Männer in CTC-Kommunen zeigten zudem höhere Lebenszeitabstinenz vom Zigarettenrauchen. Auf aktuellen Konsum und die sekundären Outcomes mit 19 Jahren hatte CTC keine anhaltende Wirkung. Kommunen sollten ihre Präventionsplanung auf die Highschool-Jahre ausweiten, um Wirkungen über beide Geschlechter hinweg zu erhalten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Oesterle, S., Hawkins, J. D., Kuklinski, M. R., Fagan, A. A., Fleming, C., Rhew, I. C., Brown, E. C., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. (2015). Effects of Communities That Care on Males’ and Females’ Drug Use and Delinquency 9 Years After Baseline in a Community-Randomized Trial. American Journal of Community Psychology, 56(3-4), 217–228. DOI: 10.1007/s10464-015-9749-4 | |||||
| 2015 | Razali, M. M., & Kliewer, W. | StudieValidation of the Communities That Care Measure Adapted for Use in Malaysia | Studie | English | |
ZusammenfassungUm Drogenkonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Malaysia zu adressieren, ist Forschung zu Risiko- und Schutzfaktoren über mehrere Lebensbereiche hinweg erforderlich. Die Studie beschreibt die Anpassung des Erhebungsinstruments Communities That Care (CTC) für Malaysia sowie die Prüfung seiner Reliabilität und Validität. Teilnehmende waren 338 Jugendliche (58,3 % männlich) aus Sekundarschulen (87 %) und einer Jugendeinrichtung für Heranwachsende mit Substanzmissbrauchs- oder Delinquenzproblemen, die die angepasste Version ausfüllten. Die Risiko- und Schutzfaktorskalen wiesen adäquate bis gute interne Konsistenz auf. Das Instrument zeigte Konstruktvalidität, da sich Risiko- und Schutzfaktoren zwischen Jugendlichen in risikoreicheren und weniger risikoreichen Settings unterschieden; zudem waren Risiko- und Schutzfaktoren invers assoziiert (diskriminante Validität). In logistischen Regressionen sagten Peer-Drogenkonsum und kommunale Desorganisation die Gruppenzugehörigkeit bei den Risikofaktoren eigenständig vorher, religiöse Praxis bei den Schutzfaktoren. Insgesamt stützen die Daten die Eignung des Instruments für Malaysia; das angepasste CTC kann Schulberatung und anderen Akteuren bei Gestaltung und Evaluation von Drogenpräventionsprogrammen nützen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Razali, M. M., & Kliewer, W. (2015). Validation of the Communities That Care Measure Adapted for Use in Malaysia. International Perspectives in Psychology, 4(4), 267–280. DOI: 10.1037/ipp0000039 | |||||
| 2015 | Rhew, I. C., Hawkins, J. D., Murray, D. M., Fagan, A. A., Oesterle, S., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. | StudieEvaluation of Community-Level Effects of Communities That Care on Adolescent Drug Use and Delinquency Using a Repeated Cross-Sectional Design | Studie | English | |
ZusammenfassungDas Präventionssystem Communities That Care (CTC) zeigte in einem von der 5. bis zur 12. Klasse begleiteten Jugendpanel Wirkungen auf Inzidenz und Prävalenz von Verhaltensproblemen. Diese Untersuchung prüft, ob sich ähnliche Effekte mit einem wiederholten Querschnittsdesign innerhalb derselben Studie nachweisen lassen. Die Daten stammen aus einer gemeinwesen-randomisierten Studie in 24 US-Städten; Querschnittsstichproben von Schülern der 6., 8. und 10. Klasse wurden in vier Wellen befragt. Zweistufige ANCOVA-Analysen schätzten Unterschiede der Prävalenz von Verhaltensproblemen zwischen CTC- und Kontrollkommunen. Es fanden sich keine statistisch signifikanten Prävalenzminderungen in einer der Klassenstufen. In einer „Pseudo-Kohorte“ (6. Klasse zu Baseline, 10. Klasse vier Jahre später) zeigte sich ein signifikant langsamerer Anstieg des Lebenszeitkonsums von rauchlosem Tabak in CTC-Kommunen, nicht jedoch bei anderen Outcomes. Explorative Analysen ergaben langsamere Anstiege nur in CTC-Kommunen mit hoher Programmsättigung. Die abweichenden Befunde könnten auf geringere Teststärke, Kohorteneffekte sowie Zu- und Abwanderung im Querschnittsdesign zurückgehen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Rhew, I. C., Hawkins, J. D., Murray, D. M., Fagan, A. A., Oesterle, S., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. (2015). Evaluation of Community-Level Effects of Communities That Care on Adolescent Drug Use and Delinquency Using a Repeated Cross-Sectional Design. Prevention Science, 17(2), 177–187. DOI: 10.1007/s11121-015-0613-4 | |||||
| 2015 | Shapiro, V. B., Hawkins, J. D., & Oesterle, S. | StudieBuilding Local Infrastructure for Community Adoption of Science-Based Prevention: The Role of Coalition Functioning | Studie | English | |
ZusammenfassungDie breite Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention erfordert lokale Infrastrukturen für die Erbringung von Präventionsleistungen. Communities That Care (CTC) ist ein erprobtes System, das einer lokalen Koalition kommunaler Akteure einen wissenschaftsbasierten Präventionsansatz ermöglicht und die Verhaltensgesundheit junger Menschen verbessert. Anhand von Daten der Community Youth Development Study (CYDS), einer gemeinwesen-randomisierten Studie zu CTC, untersucht dieser Beitrag, inwieweit ein besseres internes Teamfunktionieren der CTC-Koalitionen die kommunenweite Übernahme wissenschaftsbasierter Prävention in 12 Kommunen gegenüber 12 gematchten Vergleichskommunen erhöht. Geprüft wurden sowohl ein direkter Zusammenhang zwischen Koalitionsfunktionieren und kommunenweiter Übernahme als auch ein direkter Zusammenhang zwischen Funktionieren und jenen Koalitionskapazitäten, die die Übernahme letztlich ermöglichen. Es fand sich kein direkter Zusammenhang zwischen vier Dimensionen des Koalitionsfunktionierens und der kommunenweiten Übernahme, wohl aber ein Zusammenhang zwischen Funktionieren und Koalitionskapazitäten (Aufbau neuer Mitgliederkompetenzen und Aufbau externer Verbindungen zu bestehenden Organisationen). Weiterlesen →Referenz (APA 7)Shapiro, V. B., Hawkins, J. D., & Oesterle, S. (2015). Building Local Infrastructure for Community Adoption of Science-Based Prevention: The Role of Coalition Functioning. Prevention Science, 16(8), 1136–1146. DOI: 10.1007/s11121-015-0562-y | |||||
| 2014 | Baheiraei, A., Soltani, F., Ebadi, A., Cheraghi, M. A., Foroushani, A. R., & Catalano, R. F. | StudiePsychometric properties of the Iranian version of ‘Communities That Care Youth Survey’ | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Studie untersuchte die psychometrischen Eigenschaften des Communities That Care Youth Survey (CTC-YS) bei iranischen Jugendlichen. Zur Vorbereitung für den Einsatz im Iran wurde das Instrument aus dem Englischen ins Persische und zurück übersetzt. Insgesamt füllten 753 iranische Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren den CTC-YS aus. Die Reliabilität wurde über Cronbachs Alpha, die Konstruktvalidität über eine konfirmatorische Faktorenanalyse geprüft. Nach Entfernung von zwei Items aus den Domänen Individuum/Peers und Gemeinde zeigte sich eine angemessene interne Reliabilität der 29 Subskalen (0,66–0,89). Die Befunde zur Konstruktvalidität legen nahe, dass die vorhandenen Maße für Risiko- und Schutzfaktoren eine gute Konstruktvalidität aufweisen. Validität und Reliabilität belegen geeignete psychometrische Eigenschaften, sodass das Instrument iranischen Forschenden im Bereich der Jugendgesundheit für künftige Studien zur Verfügung steht. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Baheiraei, A., Soltani, F., Ebadi, A., Cheraghi, M. A., Foroushani, A. R., & Catalano, R. F. (2014). Psychometric properties of the Iranian version of ‘Communities That Care Youth Survey’. Health Promotion International, dau062. | |||||
| 2014 | Corrigan, M. J. | StudieThe Development of the ADSI: Construct Validity for the Communities That Care Youth Survey | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel: Der Beitrag beschreibt eine Faktorenanalyse an in New York State erhobenen Daten als Beleg der Konstruktvalidität des Social Development Model (SDM). Methoden: Die Gelegenheitsstichprobe umfasste 26.781 ausgefüllte Communities That Care Youth Surveys (CTCYS). Mittels Hauptkomponenten-Faktorenanalyse wurde bestimmt, wie viele Faktoren vorliegen und welche Items auf sie laden. Ergebnisse: Es wurden 32 Faktoren gefunden – verglichen mit den im Modell vorhergesagten 34 Faktoren. Diskussion: Die Faktoren und die jeweils ladenden Items entsprachen dem theoretischen Rahmen des Modells hinreichend gut. Die Ergebnisse bestätigen die Konstruktvalidität des SDM und des CTCYS als dessen Operationalisierung. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Corrigan, M. J. (2014). The Development of the ADSI: Construct Validity for the Communities That Care Youth Survey. Journal of Child & Adolescent Substance Abuse, 23(6), 347–358. DOI: 10.1080/1067828x.2014.928139 | |||||
| 2014 | Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Kuklinski, M. R. | BuchkapitelCommunities That Care | Buchkapitel | English | |
Referenz (APA 7)Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Kuklinski, M. R. (2014). Communities That Care. In Encyclopedia of criminology and criminal justice (pp. 393–408). Springer. DOI: 10.1007/978-1-4614-5690-2_581 | |||||
| 2014 | Hawkins, J. D., Oesterle, S., Brown, E. C., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. | StudieYouth Problem Behaviors 8 Years After Implementing the Communities That Care Prevention System | Studie | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Kommunale Anstrengungen zur Prävention adoleszenter Problemverhaltensweisen sind für die öffentliche Gesundheit wesentlich. Ziel war es zu prüfen, ob das Präventionssystem Communities That Care (CTC) das Ausmaß von Risiken und adoleszenten Problemverhaltensweisen gemeinwesenweit acht Jahre nach Einführung von CTC verringert. Methode: Gemeinwesen-randomisierte Studie in 24 Kleinstädten in 7 US-Bundesstaaten, innerhalb der Bundesstaaten gematcht und 2003 zufällig der Kontroll- oder Interventionsgruppe zugewiesen. Ein Panel von 4.407 Fünftklässlern wurde bis zur 12. Klasse befragt (92,5 % Beteiligung bei der letzten Erhebung). Eine Koalition kommunaler Akteure installierte CTC, identifizierte mittels epidemiologischer Daten erhöhte Risiko- und herabgesetzte Schutzfaktoren und setzte wirksamkeitsgeprüfte Programme für 10- bis 14-Jährige, deren Familien und Schulen um. Ergebnisse: Bis zum Frühjahr der 12. Klasse hatten Schülerinnen und Schüler in CTC-Gemeinwesen mit höherer Wahrscheinlichkeit auf jeglichen Drogenkonsum (RR=1,32), Alkohol (RR=1,31), Zigaretten (RR=1,13) und Delinquenz (RR=1,18) verzichtet und seltener jemals eine Gewalttat begangen (RR=0,86). Bei den aktuellen Risiken und der aktuellen Prävalenz bestanden keine signifikanten Gruppenunterschiede. Fazit: CTC verhinderte den Einstieg in Problemverhalten bis zur 12. Klasse fort, acht Jahre nach Einführung und drei Jahre nach Auslaufen der Studienmittel, senkte jedoch nicht das aktuelle Risiko- oder Prävalenzniveau in der 12. Klasse. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J. D., Oesterle, S., Brown, E. C., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. (2014). Youth Problem Behaviors 8 Years After Implementing the Communities That Care Prevention System. JAMA Pediatrics, 168(2), 122. DOI: 10.1001/jamapediatrics.2013.4009 | |||||
| 2014 | Kim, B. K. E., Gloppen, K. M., Rhew, I. C., Oesterle, S., & Hawkins, J. D. | StudieEffects of the Communities That Care Prevention System on Youth Reports of Protective Factors | Studie | English | |
ZusammenfassungViele Interventionen zur Verringerung von Verhaltensproblemen und zur Förderung gesunder Jugendentwicklung adressieren sowohl Risiko- als auch Schutzfaktoren; nur wenige Studien haben jedoch die Wirkung präventiver Interventionen auf das Gesamtniveau von Schutz in einem ganzen Gemeinwesen untersucht. In einer gemeinwesen-randomisierten kontrollierten Studie prüfte diese Untersuchung die Wirkung von Communities That Care (CTC) auf Schutzfaktoren in 24 Kommunen in 7 Bundesstaaten. Daten zu Schutzfaktoren wurden von einem Panel von 4.407 Jugendlichen erhoben, das von der 5. bis zur 8. Klasse begleitet wurde. Mit hierarchischer linearer Modellierung wurden mittlere Niveaus von 15 aus dem Modell der sozialen Entwicklung abgeleiteten Schutzfaktoren in Klasse 8 verglichen, adjustiert für individuelle und kommunale Merkmale sowie Baseline-Werte. Über alle Schutzfaktoren hinweg fand sich ein signifikant höheres Gesamtniveau an Schutz in CTC- gegenüber Kontrollkommunen. Bereichsspezifisch waren die Niveaus im Gemeinwesen-, Schul- und Gleichaltrigen-/Individualbereich signifikant höher, nicht jedoch im Familienbereich. Dies steht im Einklang mit der Wirktheorie von CTC, wonach die Stärkung von Schutzfaktoren ein Mechanismus zur Prävention von Verhaltensproblemen ist. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kim, B. K. E., Gloppen, K. M., Rhew, I. C., Oesterle, S., & Hawkins, J. D. (2014). Effects of the Communities That Care Prevention System on Youth Reports of Protective Factors. Prevention Science, 16(5), 652–662. DOI: 10.1007/s11121-014-0524-9 | |||||
| 2014 | Krenmayr, D. | AbschlussarbeitDie Anwendung des „Communities That Care (CTC)“ – Jugendsurveys auf die Ebene oberösterreichischer Landgemeinden und Kleinstädte (am Beispiel der Marktgemeinde Sierning) | Abschlussarbeit | Deutsch | |
ZusammenfassungMasterarbeit zur ersten und bislang einzigen österreichischen Anwendung einer angepassten Fassung des CTC-Jugendsurveys. 2013 führte das Institut Suchtprävention (pro mente Oberösterreich), damals österreichischer Partner des EU-geförderten CTC European Network, die Befragung in der oberösterreichischen Marktgemeinde Sierning im Rahmen eines seit 2009 laufenden kommunalen Suchtpräventionsprojekts durch. Der deutsche Fragebogen des niedersächsischen SPIN-Projekts wurde nahezu wörtlich übernommen, einzelne Items angepasst, manche Skalen weggelassen und gemeindebezogene Fragen ergänzt; die Erhebung lief online als Haushaltsbefragung. Alle 541 Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren wurden angeschrieben, 143 füllten den Fragebogen aus, 119 gültige Fälle gingen in die Auswertung ein. Die Arbeit stellt Prävalenzen, Bewertungen der Gemeinde und Risiko- und Schutzfaktorprofile nach Lebensbereichen dar. Alkohol- und Tabakkonsum lagen über dem österreichischen Durchschnitt, illegale Drogen spielten kaum eine Rolle; familiäre Risikofaktoren fehlten weitgehend, kommunale Schutzfaktoren waren mittelmäßig ausgeprägt. Von 26 Skalen erreichten 17 ein Cronbachs Alpha über 0,60 und 12 über 0,70. Die Übertragbarkeit auf ländliche österreichische Gemeinden wird als grundsätzlich gut bewertet, sofern evidenzbasierte Programme, Schulung und Finanzierung vorhanden sind; der Autor hält auch die Skepsis im eigenen Institut fest, CTC sei zu amerikanisch. Ein CTC-Prozess folgte der Befragung nicht. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Krenmayr, D. (2014). Die Anwendung des „Communities That Care (CTC)“ – Jugendsurveys auf die Ebene oberösterreichischer Landgemeinden und Kleinstädte (am Beispiel der Marktgemeinde Sierning) [Master thesis, Masterstudienlehrgang Sucht- und Gewaltprävention in pädagogischen Handlungsfeldern (Jahrgang 2011–2014), Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Linz]. Fonds Gesundes Österreich (hosting); Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Linz (programme). Quelle: https://fgoe.org/sites/fgoe.org/files/project-attachments/Krenmayr_Masterthesis.pdf | |||||
| 2014 | Monahan, K. C., Oesterle, S., Rhew, I., & Hawkins, J. D. | StudieThe Relation Between Risk and Protective Factors for Problem Behaviors and Depressive Symptoms, Antisocial Behavior, and Alcohol Use in Adolescence | Studie | English | |
ZusammenfassungSowohl externalisierende als auch internalisierende Psychopathologie nehmen im Verlauf der Adoleszenz zu, und ein ähnliches Set von Risiko- und Schutzfaktoren könnte depressiven Symptomen, antisozialem Verhalten und Alkoholkonsum zugrunde liegen. Die Analysen prüfen, wie Risiko- und Schutzfaktoren für externalisierendes Verhalten in den Domänen Gemeinwesen, Schule, Familie, Gleichaltrige und Individuum mit depressiven Symptomen, antisozialem Verhalten und Alkoholkonsum querschnittlich und längsschnittlich zusammenhängen – in einer Stichprobe von 2.002 Schülerinnen und Schülern, die in der 8. und 10. Klasse befragt wurden (52 % männlich; 58 % weiß). Die Befunde zeigen, dass Risiko- und Schutzfaktoren für antisoziales Verhalten und Alkoholkonsum sowohl querschnittlich als auch längsschnittlich auch mit depressiven Symptomen assoziiert sind. Präventionsansätze, die auf Risiko- und Schutzfaktoren für externalisierende Probleme zielen, könnten somit Übertragungseffekte auf depressive Symptome im Jugendalter haben. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Monahan, K. C., Oesterle, S., Rhew, I., & Hawkins, J. D. (2014). The Relation Between Risk and Protective Factors for Problem Behaviors and Depressive Symptoms, Antisocial Behavior, and Alcohol Use in Adolescence. Journal of Community Psychology, 42(5), 621–638. DOI: 10.1002/jcop.21642 | |||||
| 2014 | Nikčević-Milković, A., & Rupčić, A. | StudieProcjena rizičnih i zaštitnih čimbenika u svrhu planiranja prevencije problema u ponašanju djece i mladih | Studie | Kroatisch | |
ZusammenfassungBedarfsanalyse aus der Stadt Gospić (Lika), in der ein an Communities That Care angelehntes Projekt (Entwicklung, Implementation und Evaluation eines Präventionsmodells in der Gemeinde) lief. Risiko- und Schutzfaktoren in vier Bereichen (Gemeinde, Familie, Schule, Gleichaltrige und Person) wurden mit dem adaptierten kroatischen CTC-Fragebogen für Kinder und Jugendliche (Mihić, Novak und Bašić, 2010) bei 281 Schülerinnen und Schülern im Alter von 15 bis 18 Jahren an den beiden Sekundarschulen der Stadt erhoben. Die ausgeprägtesten Risikofaktoren in der Gemeinde waren drogenfreundliche Einstellungen, Gesetze und Normen, Einstellungen zugunsten antisozialen Verhaltens, Desorganisation der Gemeinde, schwache Schulleistungen, Rebellion und Verfügbarkeit von Drogen; in der Familie elterliche Einstellungen zugunsten von Drogenkonsum und antisozialem Verhalten, Familienkonflikte und schwache Disziplin; bei Gleichaltrigen und Schule geringe Schulbindung und drogenkonsumierende Freunde. Die stärksten Schutzfaktoren waren Gelegenheiten und Anerkennung für prosoziales Engagement in Gemeinde und Schule, Religiosität, Glaube an die moralische Ordnung, prosoziale Gleichaltrige und Familienbindung. Am häufigsten konsumiert wurden Alkohol, Tabak und Schmerzmittel. Aus dem Profil wurden Leitlinien für gezielte Präventionsinvestitionen abgeleitet. Es handelt sich um eine deskriptive Querschnittsbefragung ohne Vergleichsgruppe und ohne Ergebnisdaten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Nikčević-Milković, A., & Rupčić, A. (2014). Procjena rizičnih i zaštitnih čimbenika u svrhu planiranja prevencije problema u ponašanju djece i mladih. Ljetopis socijalnog rada, 21(1), 105–122. DOI: 10.3935/ljsr.v21i1.9 | |||||
| 2014 | Oesterle, S., Hawkins, J. D., Fagan, A. A., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. | StudieVariation in the sustained effects of the Communities That Care prevention system on adolescent smoking, delinquency, and violence | Studie | English | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist ein universelles, wissenschaftsbasiertes kommunales Präventionssystem, das Risiken senken, Schutz stärken und gemeindeweit Gesundheits- und Verhaltensprobleme Jugendlicher verhindern soll. In einer gemeinderandomisierten Studie zeigte CTC bei einer von der fünften Klasse an begleiteten Kohorte von 4.407 Schülerinnen und Schülern anhaltende Effekte auf Zigarettenkonsum sowie delinquentes und gewalttätiges Verhalten in der 10. Klasse. Die Studie untersuchte, ob diese Effekte je nach Teilgruppe variieren. Interaktionsanalysen legen nahe, dass die Wirkung von CTC sich nicht zwischen Jugendlichen mit hohem versus niedrigem Ausgangsrisiko bzw. mit oder ohne bereits bestehendem Problemverhalten unterschied. Zwar reduzierte CTC das Problemverhalten von Mädchen wie Jungen; der Effekt auf Delinquenz war jedoch tendenziell (p=0,08) bei Jungen größer. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Oesterle, S., Hawkins, J. D., Fagan, A. A., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. (2014). Variation in the sustained effects of the Communities That Care prevention system on adolescent smoking, delinquency, and violence. Prevention Science, 15(2), 138–145. DOI: 10.1007/s11121-013-0365-y | |||||
| 2014 | Shapiro, V. B., Oesterle, S., & Hawkins, J. D. | StudieRelating Coalition Capacity to the Adoption of Science-Based Prevention in Communities: Evidence from a Randomized Trial of Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungKoalitionsbasierte Bemühungen mit wissenschaftsbasiertem Präventionsansatz können das Wohlergehen von Jugendlichen im Gemeinwesen verbessern. Diese Studie erfasste mehrere Koalitionskapazitäten, von denen angenommen wird, dass sie die Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes erleichtern. Anhand von Daten aus 12 Koalitionen, die an einer gemeinwesen-randomisierten Studie zur Präventionsstrategie Communities That Care (CTC) teilnahmen, beschreibt der Beitrag ausgewählte Messeigenschaften von fünf zentralen Koalitionskapazitäten (inhaltliches Präventionswissen der Mitglieder, Erwerb neuer Kompetenzen, Einstellungen gegenüber CTC, organisationale Verbindungen sowie Einfluss auf Organisationen) und prüft, inwieweit diese Kapazitäten die von kommunalen Führungskräften berichtete kommunenweite Übernahme eines wissenschaftsbasierten Ansatzes erleichterten. Die fünf Kapazitäten ließen sich anhand von Mitgliederberichten reliabel messen. Meta-Regressionsanalysen ergaben, dass CTC eine stärkere Wirkung auf die Übernahme hatte, wo die CTC-Koalition über größere Mitgliederkapazitäten (Erwerb neuer Kompetenzen) und organisationale Kapazitäten (organisationale Verbindungen) verfügte. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Shapiro, V. B., Oesterle, S., & Hawkins, J. D. (2014). Relating Coalition Capacity to the Adoption of Science-Based Prevention in Communities: Evidence from a Randomized Trial of Communities That Care. American Journal of Community Psychology, 55(1-2), 1–12. DOI: 10.1007/s10464-014-9684-9 | |||||
| 2014 | Van Horn, M. L., Fagan, A. A., Hawkins, J. D., & Oesterle, S. | StudieEffects of the Communities That Care System on Cross-Sectional Profiles of Adolescent Substance Use and Delinquency | Studie | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Substanzkonsum und Delinquenz Jugendlicher sind bedeutende Public-Health-Probleme. Obwohl gemeinwesenbasierte Präventionsstrategien empfohlen werden, um Konsum- und Delinquenzraten auf Bevölkerungsebene zu senken, weisen nur wenige Modelle Wirksamkeitsbelege auf. Zweck: Prüfung der Wirksamkeit des gemeinwesenbasierten Präventionssystems Communities That Care (CTC) bei der Verringerung kommunaler Raten problematischen Verhaltens, insbesondere der Effekte auf spezifische Profile von Substanzkonsum und Delinquenz bei Acht- und Zehntklässlern. Methoden: 24 Kommunen wurden randomisiert der CTC-Intervention oder einer Kontrollgruppe zugewiesen. Daten von 14.099 Schülern wurden 2004 und 2010 mit anonymen Querschnittsbefragungen erhoben und 2012 analysiert. Outcomes waren vier bzw. fünf Profile selbstberichteten Substanzkonsums und Delinquenz. Ergebnisse: In den Querschnittsdaten von 2010 zeigte sich kein Interventionseffekt auf Experimentieren mit Substanzen oder kombinierten Konsum mit Delinquenz; Zehntklässler in Interventionskommunen waren jedoch signifikant seltener Alkoholkonsumenten (OR = 0,69). Schlussfolgerung: Die Befragungen belegen CTC-Effekte bei der Verringerung von Alkoholkonsumenten in Klasse 10, nicht aber bei Experimentierenden. Eine kommunenweite Verringerung jugendlichen Alkoholkonsums ist bedeutsam, da früher Konsumbeginn mit alkoholbezogenen Störungen im Erwachsenenalter verbunden ist. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Van Horn, M. L., Fagan, A. A., Hawkins, J. D., & Oesterle, S. (2014). Effects of the Communities That Care System on Cross-Sectional Profiles of Adolescent Substance Use and Delinquency. American Journal of Preventive Medicine, 47(2), 188–197. DOI: 10.1016/j.amepre.2014.04.004 | |||||
| 2013 | Brown, E. C., Hawkins, J. D., Rhew, I. C., Shapiro, V. B., Abbott, R. D., Oesterle, S., Arthur, M. W., Briney, J. S., & Catalano, R. F. | StudiePrevention System Mediation of Communities That Care Effects on Youth Outcomes | Studie | English | |
ZusammenfassungDiese Studie untersuchte, ob die signifikanten Interventionseffekte des Präventionssystems Communities That Care (CTC) auf problematisches Verhalten Jugendlicher, die in einem Panel von Achtklässlern beobachtet wurden, durch die in der CTC-Wirktheorie postulierten Konstrukte des kommunalen Präventionssystems vermittelt werden. Mögliche Vermittler waren der Grad, in dem eine Kommune (a) einen wissenschaftsbasierten Präventionsansatz übernommen hatte, (b) bei Präventionsaktivitäten zusammenarbeitete, (c) Prävention unterstützte und (d) Normen gegen jugendlichen Drogenkonsum aufwies, jeweils berichtet von kommunalen Führungskräften in 24 Kommunen. Höhere Werte bei Übernahme eines wissenschaftsbasierten Ansatzes und bei Unterstützung von Prävention im Jahr 2004 sagten signifikant niedrigere Werte problematischen Verhaltens 2007 vorher; höhere Normen gegen Drogenkonsum sagten geringeren Drogenkonsum vorher. Die Wirkung von CTC auf problematisches Verhalten am Ende der 8. Klasse wurde vollständig durch die kommunale Übernahme eines wissenschaftsbasierten Ansatzes vermittelt. Die Ergebnisse stützen die Wirktheorie von CTC, die die Übernahme eines wissenschaftsbasierten Ansatzes als primären Mechanismus zur Verbesserung der Jugend-Outcomes betont. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Brown, E. C., Hawkins, J. D., Rhew, I. C., Shapiro, V. B., Abbott, R. D., Oesterle, S., Arthur, M. W., Briney, J. S., & Catalano, R. F. (2013). Prevention System Mediation of Communities That Care Effects on Youth Outcomes. Prevention Science, 15(5), 623–632. DOI: 10.1007/s11121-013-0413-7 | |||||
| 2013 | Haggerty, K. P., & Shapiro, V. B. | ÜbersichtsarbeitScience-Based Prevention through Communities That Care: A Model of Social Work Practice for Public Health | Übersichtsarbeit | English | |
ZusammenfassungDieser Beitrag beschreibt eine Public-Health-Orientierung in der Prävention von Drogen- und Alkoholmissbrauch; er fasst den Stand der Wissenschaft zu einem auf Risiko- und Schutzfaktoren beruhenden Präventionsansatz zusammen, beschreibt Communities That Care als gemeinwesenbezogenes Praxismodell, das diese Evidenz nutzt, und erörtert, wie das Modell vier wichtige Prinzipien der Sozialarbeitspraxis widerspiegelt. Ziel des Beitrags ist es, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern eine Orientierung zu geben, die das Anliegen der National Association of Social Work unterstützen, Präventionspraxis zu einem zentralen Bestandteil der Versorgung im Bereich Alkohol- und Drogenmissbrauch zu machen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Haggerty, K. P., & Shapiro, V. B. (2013). Science-Based Prevention through Communities That Care: A Model of Social Work Practice for Public Health. Social Work in Public Health, 28(3-4), 349–365. DOI: 10.1080/19371918.2013.774812 | |||||
| 2013 | Novak, M. | AbschlussarbeitAn empirical study on implementation quality in prevention programs | Abschlussarbeit | English | |
ZusammenfassungAuf Englisch verfasste Dissertation zur Implementationsqualität der gemeindebasierten Programme zur Förderung psychischer Gesundheit und Prävention in der Gespanschaft Istrien, der Region des kroatischen Communities-That-Care-Projekts. Die kroatische Zusammenfassung verortet die Arbeit in der Zusammenarbeit der Gespanschaft mit der Zagreber Fakultät im CTC-Projekt und dessen Teilprojekt „Preffi – osiguranje kvalitete u Istarskoj županiji“, das das niederländische Qualitätsinstrument Preffi 2.0 und ein neu entwickeltes Training for Prevention einführte. Nach einer Vorstudie zur Konstruktion von Implementationsskalen folgen zwei Studien. Die Studie zur Implementationsqualität umfasste 24 Programme mit Daten von 24 Leitungen, 55 Durchführenden, 434 Teilnehmenden zur Mitte und 744 am Ende der Intervention; Implementationsfaktoren wurden durchgehend niedriger bewertet als Indikatoren der Implementationsqualität, Leitungen bewerteten sie niedriger als Durchführende, und die Qualität galt Durchführenden wie Teilnehmenden als zufriedenstellend bis hoch. In der Trainingsstudie berichteten Leitungen und Durchführende nach dem Training for Prevention keine Verbesserung, während Teilnehmende der Experimentalbedingung eine höhere Durchführungsqualität und Responsivität angaben als die Kontrollgruppe. Die Autorin nennt das Training vielversprechend, aber weiter zu erforschen. Die Arbeit evaluiert die Programmimplementation, nicht die Wirkungen von CTC. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Novak, M. (2013). An empirical study on implementation quality in prevention programs [Doctoral thesis, University of Zagreb, Faculty of Education and Rehabilitation Sciences; mentors Clemens Hosman and Celene Domitrovich; defended 11 March 2013]. Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet. Quelle: https://urn.nsk.hr/urn:nbn:hr:158:306689 | |||||
| 2013 | Novak, M., Mihić, J., & Bašić, J. | FachbeitragUčinkovita prevencija u zajednici: smjernice za rad vijeća za prevenciju | Fachbeitrag | Kroatisch | |
ZusammenfassungFachbeitrag, der die Evaluation der Präventionsräte von Čakovec und Split aus dem Jahr 2010 in Leitlinien für Präventionsräte in Kroatien überführt. Die Räte wurden im Projekt von UNDP und Innenministerium zum Aufbau eines Kriminalpräventionssystems und einer Koordinationsstelle untersucht; die Fakultät für Erziehungs- und Rehabilitationswissenschaften wirkte als Evaluationsteam und stützte sich auf theoretische Modelle der Prävention in der Gemeinde, darunter die kroatische Sechs-Schritte-Adaption von Communities That Care. Der Beitrag schlägt ein Organisationsmodell für Räte vor, das Gründungsprozess, Einbindung der Mitglieder, ein Aktivitätenmodell und die Zusammenarbeit mit anderen Gremien der Kommune umfasst, und ergänzt Empfehlungen zu Arbeitsweise, Finanzierung und Sichtbarkeit. Die Autorinnen folgern, dass die Verbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Prävention in der Gemeinde mit einem partizipativen Forschungsansatz und der Kooperation von Schlüsselpersonen auf verschiedenen Ebenen ein vielversprechender Weg ist, in Qualität und Wirksamkeit der Präventionsarbeit zu investieren, und dass Präventionsräte zu Akteuren wissenschaftlich fundierter Prävention werden können. Es handelt sich um ein Leitliniendokument aus zwei Fallstudien; Ergebnisdaten werden nicht berichtet. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Novak, M., Mihić, J., & Bašić, J. (2013). Učinkovita prevencija u zajednici: smjernice za rad vijeća za prevenciju. Policija i sigurnost, 22(1), 26–41. Quelle: https://hrcak.srce.hr/105616 | |||||
| 2013 | Rhew, I. C., Brown, E. C., Hawkins, J. D., & Briney, J. S. | StudieSustained Effects of the Communities That Care System on Prevention Service System Transformation | Studie | English | |
ZusammenfassungZiele: Es wurde geprüft, ob das System Communities That Care (CTC) 1,5 Jahre nach Ende der Studienförderung anhaltende Wirkungen auf jene Konstrukte des Präventionssystems aufweist, die für kommunenweite Verringerungen von Drogenkonsum und antisozialem Verhalten Jugendlicher bedeutsam sind. Methoden/Ergebnisse: Führungskräfte aus CTC-Kommunen berichteten 2009 höhere Niveaus der Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes und einen höheren gewünschten Finanzierungsanteil für Prävention als Führungskräfte in Kontrollkommunen. CTC-Kommunen zeigten zudem einen stärkeren Anstieg kommunaler Normen gegen jugendlichen Drogenkonsum sowie der Übernahme eines wissenschaftsbasierten Ansatzes im Zeitverlauf gegenüber Kontrollkommunen. Schlussfolgerung: Die Befunde deuten darauf hin, dass die Umsetzung von CTC eine anhaltende Transformation wichtiger Präventionssystem-Konstrukte in den Interventionskommunen bewirkte, die wiederum langfristige Verringerungen problematischen Verhaltens Jugendlicher bewirken könnte. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Rhew, I. C., Brown, E. C., Hawkins, J. D., & Briney, J. S. (2013). Sustained Effects of the Communities That Care System on Prevention Service System Transformation. American Journal of Public Health, 103(3), 529–535. | |||||
| 2013 | Schubert, H., Veil, K., Spieckermann, H., & Abels, S. | BerichtEvaluation des Modellproprogramms „Communities That Care“ in Niedersachsen: Theoretische Grundlagen und empirische Befunde zur sozialräumlichen Prävention in Netzwerken | Bericht | Deutsch | |
Referenz (APA 7)Schubert, H., Veil, K., Spieckermann, H., & Abels, S. (2013). Evaluation des Modellproprogramms „Communities That Care“ in Niedersachsen: Theoretische Grundlagen und empirische Befunde zur sozialräumlichen Prävention in Netzwerken. | |||||
| 2013 | Shapiro, V. B., Hawkins, J. D., Oesterle, S., Monahan, K. C., Brown, E. C., & Arthur, M. W. | StudieVariation in the Effect of Communities That Care on Community Adoption of a Scientific Approach to Prevention | Studie | English | |
ZusammenfassungTragfähige, erprobte und wirksame Ansätze zur Prävention psychischer, emotionaler und Verhaltensprobleme bei Jugendlichen sind verfügbar, werden aber zu wenig genutzt. Communities That Care (CTC) ist eine koalitionsbasierte Strategie, die den Einsatz erprobter und wirksamer Programme erhöht, indem sie wissenschaftliche Evidenz und Konsens der Beteiligten verbindet, um die kommunale Übernahme eines wissenschaftlichen Präventionsansatzes zu unterstützen. Eine gemeinwesen-randomisierte Studie zu CTC wurde mit 24 paarweise gematchten und zufällig einer Kontroll- oder Interventionsbedingung zugewiesenen Kommunen durchgeführt. Die Befunde zeigen, dass CTC die kommunenweite Übernahme eines wissenschaftsbasierten Ansatzes signifikant erhöht. Mittels Meta-Analyse zeigt die Studie zudem, dass trotz durchweg hoher Umsetzungstreue von CTC die Wirkung von CTC auf die Übernahme über die 12 Kommunenpaare hinweg signifikant variiert. Das Verständnis dieser Variation legt eine Grundlage, um Aspekte von Struktur, Funktionieren oder Kapazität von Koalitionen zu identifizieren, die die Variation erklären und gezielt gestärkt werden könnten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Shapiro, V. B., Hawkins, J. D., Oesterle, S., Monahan, K. C., Brown, E. C., & Arthur, M. W. (2013). Variation in the Effect of Communities That Care on Community Adoption of a Scientific Approach to Prevention. Journal of the Society for Social Work and Research, 4(3), 154–164. | |||||
| 2013 | Shapiro, V. B., Oesterle, S., Abbott, R. D., Arthur, M. W., & Hawkins, J. D. | StudieMeasuring Dimensions of Coalition Functioning for Effective and Participatory Community Practice | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Soziale Arbeit hat eine lange Tradition gemeinwesenbezogener Praxis, doch Modelle dieser Praxis sind wenig erforscht. Ein wichtiger erster Schritt für solche Studien ist die Entwicklung psychometrisch belastbarer Maße für Evaluationen gemeinwesenbezogener Praxis. In diesem Beitrag werden Daten einer gemeinwesen-randomisierten Studie zu Communities That Care (CTC) genutzt, einem koalitionsbasierten Praxismodell, das nachweislich Kommunen verändert und Raten problematischen Jugendverhaltens beeinflusst. Das Funktionieren der Koalitionen wurde von Koalitionsmitgliedern in 12 Kommunen über die Umsetzungsphasen hinweg berichtet. Ein vierdimensionales Modell des Koalitionsfunktionierens (Zielorientierung, Effizienz, Beteiligungsmöglichkeiten und Kohäsion) wurde faktorenanalytisch bestätigt; die Dimensionen erwiesen sich über die Zeit als invariant. Ein Validitätstest erfolgte durch Korrelation der Bewertungen der Koalitionsmitglieder mit denen externer Beobachter. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Shapiro, V. B., Oesterle, S., Abbott, R. D., Arthur, M. W., & Hawkins, J. D. (2013). Measuring Dimensions of Coalition Functioning for Effective and Participatory Community Practice. Social Work Research, 37(4), 349–359. DOI: 10.1093/swr/svt028 | |||||
| 2013 | Soellner, R., Benit, N., & Kiefer, C. | BerichtCommunities that care – Analyse des eingesetzten Erhebungsinstrumentes | Bericht | Deutsch | – |
ZusammenfassungMethodischer Bericht der Universität Hildesheim zum Fragebogen der deutschen CTC-Jugendbefragung. Untersucht werden die eingesetzten Skalen zu Risiko- und Schutzfaktoren hinsichtlich Verständlichkeit, Antwortverhalten und messtechnischer Güte; daraus abgeleitet wurden Anpassungen für die folgenden landesweiten Erhebungen in Niedersachsen. Der Bericht ist die Grundlage für die Aussage, dass der Fragebogen fortlaufend überprüft und überarbeitet wird. Es handelt sich um einen institutseigenen Bericht ohne DOI, der nicht über Fachdatenbanken erschlossen ist; die spätere, extern begutachtete Prüfung des Instruments liegt mit Reder et al. (2024) vor. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Soellner, R., Benit, N., & Kiefer, C. (2013). Communities that care – Analyse des eingesetzten Erhebungsinstrumentes. | |||||
| 2013 | Steketee, M., Oesterle, S., Jonkman, H., Hawkins, J. D., Haggerty, K. P., & Aussems, C. | StudieTransforming prevention systems in the United States and the Netherlands using Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungJosine Junger-Tas führte das CTC-Präventionssystem in den Niederlanden als vielversprechenden Ansatz gegen zunehmende Jugendgewalt und Delinquenz ein. Auf Basis einer randomisierten CTC-Studie in den USA und einer quasi-experimentellen CTC-Studie in den Niederlanden vergleicht der Artikel die Implementierung von CTC in 12 US-Gemeinden und 5 niederländischen Stadtvierteln. In beiden Ländern erreichten CTC-Gemeinden ein höheres Niveau eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes als Kontrollgemeinden. Die vollständige Umsetzung von CTC in den Niederlanden wurde jedoch dadurch erschwert, dass dort nur sehr wenige im niederländischen Kontext geprüfte und als wirksam erwiesene Präventionsprogramme zur Verfügung standen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Steketee, M., Oesterle, S., Jonkman, H., Hawkins, J. D., Haggerty, K. P., & Aussems, C. (2013). Transforming prevention systems in the United States and the Netherlands using Communities That Care. European Journal on Criminal Policy and Research, 19(2), 99–116. DOI: 10.1007/s10610-012-9194-y | |||||
| 2012 | Briney, J. S., Brown, E. C., Hawkins, J. D., & Arthur, M. W. | StudiePredictive Validity of Established Cut Points for Risk and Protective Factor Scales from the Communities That Care Youth Survey | Studie | English | |
ZusammenfassungKommunale Koalitionen sind eine verbreitete Strategie, um Aktivitäten und Ressourcen zur Prävention von Substanzkonsum und delinquentem Verhalten Jugendlicher zu bündeln. Trotz früher Belege für ihre mangelnde Wirksamkeit hat eine neue Generation kommunaler Koalitionen positive Ergebnisse bei der Prävention gezeigt. Dieser Erfolg lässt sich auf eine Entscheidungsfindung zurückführen, die auf die Verringerung lokaler Risikofaktoren und die Stärkung lokaler Schutzfaktoren durch evidenzbasierte Programme ausgerichtet ist. Eine frühere Querschnittsstudie legte Schwellenwerte für die Skalen der Risiko- und Schutzfaktoren des Communities That Care Youth Survey (CTC-YS) fest, um hohe Risiko- und niedrige Schutzniveaus zu identifizieren. Die vorliegende Studie erweiterte dies mit Längsschnittdaten, um die Validität dieser Schwellenwerte für die Vorhersage von Substanzkonsum und delinquentem Verhalten ein Jahr nach der Messung zu prüfen. Die Befunde belegen die prädiktive Validität der Schwellenwerte für die Risiko- und Schutzfaktorskalen des CTC-YS und sprechen für ihren Nutzen bei der Steuerung von Präventionsbemühungen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Briney, J. S., Brown, E. C., Hawkins, J. D., & Arthur, M. W. (2012). Predictive Validity of Established Cut Points for Risk and Protective Factor Scales from the Communities That Care Youth Survey. The Journal of Primary Prevention, 33(5-6), 249–258. DOI: 10.1007/s10935-012-0280-1 | |||||
| 2012 | Gloppen, K. M., Arthur, M. W., Hawkins, J. D., & Shapiro, V. B. | StudieSustainability of the Communities That Care Prevention System by Coalitions Participating in the Community Youth Development Study | Studie | English | |
ZusammenfassungHintergrund: Kommunale Präventionskoalitionen sind eine verbreitete Strategie, um Akteure für die Umsetzung geprüfter, wirksamer Präventionsprogramme zu mobilisieren. Der Beitrag untersucht die Nachhaltigkeit von CTC-Koalitionen rund 20 Monate nach Ende der studienseitigen Unterstützung. Methodik: Auf Basis von Befragungen der Koalitionsleitungen aus 2007 und 2009 in der gemeinderandomisierten Community Youth Development Study wurde anhand spezifischer Benchmarks geprüft, inwieweit die Koalitionen ihre Aktivitäten fortführten. Ergebnisse: 20 Monate nach Förderende existierten noch 11 der 12 CTC-Koalitionen; sie erreichten weiterhin signifikant höhere Werte bei den Benchmarks der Phasen 2 bis 5 als die Kontrollgemeinden, und zwei Drittel verfügten über bezahltes Personal. Fazit: Die Koalitionen hielten eine relativ hohe Implementierungstreue aufrecht; ein leichter Rückgang einzelner Benchmarks deutet jedoch darauf hin, dass fortlaufende Schulung und fachliche Begleitung wichtig bleiben. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Gloppen, K. M., Arthur, M. W., Hawkins, J. D., & Shapiro, V. B. (2012). Sustainability of the Communities That Care Prevention System by Coalitions Participating in the Community Youth Development Study. Journal of Adolescent Health, 51(3), 259–264. DOI: 10.1016/j.jadohealth.2011.12.018 | |||||
| 2012 | Groeger-Roth, F. | Fachbeitrag„Communities That Care – CTC in der Praxis. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Modellversuch SPIN in Niedersachsen" | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist eine Methode, die Kommunen dabei unterstützt, ihre Präventionsaktivitäten zur Verringerung von Problemverhalten Jugendlicher wirkungsorientiert und ressourcenschonend zu planen. Der ursprünglich in den USA entwickelte Ansatz wurde über den Landespräventionsrat Niedersachsen erstmals in Deutschland im Modellversuch SPIN – Sozialräumliche Prävention in Netzwerken (Laufzeit 2009–2012) erprobt. Der Beitrag berichtet über die praktischen Erfahrungen mit der Umsetzung von CTC an den drei Modellstandorten Hannover (Stadtteil Mühlenberg), Göttingen (Stadtteil Weststadt) und Landkreis Emsland. Beschrieben werden Erfahrungen entlang der einzelnen, aufeinander aufbauenden Phasen des CTC-Implementationsmodells – von der Klärung der Bereitschaft lokaler Schlüsselakteure über den Aufbau einer kommunalen Lenkungsstruktur bis zur Umsetzung des Aktionsplans. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F. (2012). „Communities That Care – CTC in der Praxis. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Modellversuch SPIN in Niedersachsen". | |||||
| 2012 | Groeger-Roth, F., Schubert, H. | Konferenzbeitrag„Das kommt aus Amerika, das geht hier nicht… Erfahrungen mit CTC in Niedersachsen" | Konferenzbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungDer Beitrag behandelt die Übertragung der US-amerikanischen Präventionsstrategie Communities That Care (CTC) auf deutsche Verhältnisse und präsentiert konzeptionelle Überlegungen und Erfahrungen aus diesem Anpassungsprozess. Im Modellvorhaben SPIN – Sozialräumliche Prävention in Netzwerken des Landespräventionsrats Niedersachsen wird CTC an drei Standorten erprobt; eine begleitende Evaluation untersucht dabei auch die Perspektiven der Beteiligten vor Ort. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen der Übertragbarkeit internationaler Präventionsansätze sowie Zwischenergebnisse der Evaluation. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F., Schubert, H. (2012). „Das kommt aus Amerika, das geht hier nicht… Erfahrungen mit CTC in Niedersachsen". Quelle: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/vortraege/id/2022 | |||||
| 2012 | Jonkman, H. B. | AbschlussarbeitSome Years of Communities That Care: Learning from a social experiment | Abschlussarbeit | English | |
ZusammenfassungDissertation, verteidigt an der Vrije Universiteit Amsterdam am 19. Dezember 2012 (Betreuer Pim Cuijpers und Hans Boutellier), die ein Jahrzehnt der Arbeiten des Autors zu Communities that Care in den Niederlanden als sozialem Experiment bündelt. Teil I (Praxis) enthält die Darstellung der niederländischen Anfänge von CTC (Jonkman, Junger-Tas und Van Dijk 2005), ein Kapitel zu Prävention und wirksamen Programmen und die Zwei-Länder-Implementationsstudie zu 22 Gemeinschaften in den USA und den Niederlanden mit Milestones-and-Benchmarks und Board-Interviews. Teil II (Forschung) umfasst sozialepidemiologische Studien: antisoziales Verhalten bei 5.657 Jugendlichen in 55 Rotterdamer Quartieren, eine Mehrebenenanalyse von Gewalt und Delinquenz bei 7.842 Jugendlichen auf den Niederländischen Antillen und einen Vergleich der Gemeindevariation im Rauschtrinken zwischen Australien und den Niederlanden. Teil III (Wirkung) enthält die quasi-experimentelle Wirkungsstudie 2008 bis 2011 mit Propensity-Score-Matching in einem dreistufigen Panelmodell, die keine Wirkung auf Problemverhalten, Risiko- und Schutzfaktoren oder den Einstieg in Trinken und Rauchen fand, sowie ein Diskussionspapier zu internationaler Translationsforschung. Die Diskussion versteht CTC als rationalen Steuerungsansatz für kommunale Jugendpolitik und führt die enttäuschenden Wirkungsergebnisse auf kurze Laufzeit, Kontamination, kleine Stichproben und den Mangel an geprüften Programmen zurück. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Jonkman, H. B. (2012). Some Years of Communities That Care: Learning from a social experiment [Doctoral thesis, Vrije Universiteit Amsterdam]. Vrije Universiteit Amsterdam. Quelle: https://www.verwey-jonker.nl/publicatie/some-years-of-communities-that-care/ | |||||
| 2012 | Kuklinski, M. R., Briney, J. S., Hawkins, J. D., & Catalano, R. F. | StudieCost-Benefit Analysis of Communities That Care Outcomes at Eighth Grade | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Beitrag legt eine Kosten-Nutzen-Analyse des CTC-Präventionssystems vor, eines Public-Health-Ansatzes zur Senkung von Risiken, zur Stärkung von Schutz und zur gemeindeweiten Verringerung von Gesundheits- und Verhaltensproblemen Jugendlicher. Die Analyse stützt sich auf Ergebnisse einer von Klasse 5 bis 8 begleiteten Schülerkohorte aus einer randomisierten kontrollierten Studie mit 24 Kommunen in sieben US-Bundesstaaten. Frühere Analysen hatten gezeigt, dass CTC den Einstieg in Zigaretten- und Alkoholkonsum sowie in Delinquenz bis Ende der 8. Klasse verhinderte. Geschätzt werden die langfristigen monetären Nutzen aus den Effekten auf Zigarettenkonsum und Delinquenz gegenüber den Interventionskosten. Unter konservativen Annahmen beträgt der Netto-Barwert 5.250 US-Dollar pro Jugendlichem, das Nutzen-Kosten-Verhältnis 5,30 US-Dollar pro investiertem Dollar (unter weniger konservativen Annahmen bis 10,23). CTC erweist sich damit als kosten-nutzen-effiziente präventive Investition öffentlicher Mittel. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kuklinski, M. R., Briney, J. S., Hawkins, J. D., & Catalano, R. F. (2012). Cost-Benefit Analysis of Communities That Care Outcomes at Eighth Grade. Prevention Science, 13(2), 150–161. DOI: 10.1007/s11121-011-0259-9 | |||||
| 2012 | Kuklinski, M. R., Hawkins, J. D., Plotnick, R. D., Abbott, R. D., & Reid, C. K. | StudieHow Has the Economic Downturn Affected Communities and Implementation of Science-Based Prevention in the Randomized Trial of Communities That Care? | Studie | English | |
ZusammenfassungDiese Studie untersuchte die Folgen des im Dezember 2007 einsetzenden Wirtschaftsabschwungs für die Community Youth Development Study (CYDS), eine längsschnittliche randomisierte kontrollierte Studie zum Präventionssystem Communities That Care (CTC). Der Abschwung hätte die interne Validität des Designs und die Umsetzung wissenschaftsbasierter Prävention in den Studienkommunen beeinträchtigen können. Anhand wirtschaftlicher Kennzahlen aus Archiven und Berichten kommunaler Schlüsselpersonen wurde das Ausmaß des Abschwungs in den CYDS-Kommunen sowie mögliche Bedrohungen der internen Validität bewertet; zudem wurde geprüft, ob stärkere Abschwungeffekte mit einem Rückgang der Umsetzung wissenschaftsbasierter Prävention verbunden waren. Der Abschwung betraf die Kommunen in unterschiedlichem Maße. Es fanden sich keine systematischen Unterschiede zwischen CTC- und Kontrollkommunen, die die interne Validität bedroht hätten. CTC-Koalitionen setzten auch zwei Jahre nach Beginn des Abschwungs in signifikant größerem Umfang wissenschaftsbasierte Prävention um als Kontrollkoalitionen. Die Umsetzungsniveaus in CTC-Kommunen sanken jedoch etwas, je stärker Arbeitslosigkeit, Anteil kostenloser Schulspeisung und kommunale Wirtschaftsprobleme zunahmen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Kuklinski, M. R., Hawkins, J. D., Plotnick, R. D., Abbott, R. D., & Reid, C. K. (2012). How Has the Economic Downturn Affected Communities and Implementation of Science-Based Prevention in the Randomized Trial of Communities That Care? American Journal of Community Psychology, 51(3-4), 370–384. DOI: 10.1007/s10464-012-9557-z | |||||
| 2012 | López Larrosa, S., & Rodríguez-Arias Palomo, J. L. | StudieRisk and protective factors for drug use and antisocial behavior in Spanish adolescents and young people | Studie | English | |
ZusammenfassungAn der Studie nahmen 2.440 Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Orten der nordwestspanischen Küste teil. Mit dem Communities That Care Youth Survey (CTC-YS) wurden Drogenkonsum und antisoziales Verhalten sowie deren Risiko- und Schutzfaktoren in den Bereichen Familie, Schule, Gemeinde und Individuum/Peers erfasst. Ziel war es, die prädiktive Rolle von Alter und Geschlecht für Drogenkonsum und antisoziales Verhalten zu bestimmen sowie gemeinsame prädiktive Risiko- und Schutzfaktoren zu identifizieren. Die Daten zeigen, dass das Alter den Drogenkonsum, nicht aber das antisoziale Verhalten vorhersagt. Gemeinsame prädiktive Risikofaktoren sind Schulversagen, Bandenzugehörigkeit, antisozialitätsfreundliche Einstellungen und ein früher Beginn antisozialen Verhaltens; gemeinsame Schutzfaktoren sind soziale Kompetenzen und Überzeugungen zur moralischen Ordnung. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung einer gemeinsamen Betrachtung von Risiko und Schutz, bestätigen gemeinsame Prädiktoren und die wechselseitige Beeinflussung von Drogenkonsum und antisozialem Verhalten. Weiterlesen →Referenz (APA 7)López Larrosa, S., & Rodríguez-Arias Palomo, J. L. (2012). Risk and protective factors for drug use and antisocial behavior in Spanish adolescents and young people. International Journal of Psychological Research, 5(1), 25–33. | |||||
| 2012 | Monahan, K. C., Hawkins, J. D., & Abbott, R. D. | StudieThe Application of Meta-analysis within a Matched-pair Randomized Control Trial: An Illustration Testing the Effects of Communities That Care on Delinquent Behavior | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Einsatz meta-analytischer Strategien zur Prüfung von Interventionseffekten ist eine wichtige Ergänzung zu klassischen, designbasierten Analysen in randomisierten kontrollierten Studien. Wir argumentieren, dass Meta-Analysen im Rahmen von Matched-Pair-Designs nützliche Einblicke in Interventionseffekte ermöglichen. Wir veranschaulichen die Vorteile dieser Analysestrategie, indem wir die Wirksamkeit des Präventionssystems Communities That Care (CTC) auf delinquentes Verhalten von Achtklässlern in einer randomisierten Matched-Pair-Studie untersuchen. Wir schätzen den Interventionseffekt innerhalb jeder gematchten Kommune, aggregieren die Effektstärken über die Paare hinweg zu einem Gesamteffekt und prüfen die Heterogenität der CTC-Wirkung auf Delinquenz über die Kommunenpaare. Die Meta-Analyse zeigt, dass CTC delinquentes Verhalten verringert und dass die Wirkung über die Kommunen hinweg signifikant variiert. Der Einsatz von Meta-Analyse in randomisierten Matched-Pair-Studien kann andere Analyseansätze sinnvoll ergänzen, da er die Identifikation von Faktoren ermöglicht, die mit unterschiedlichen Effekten über Einheiten oder Paare verbunden sind. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Monahan, K. C., Hawkins, J. D., & Abbott, R. D. (2012). The Application of Meta-analysis within a Matched-pair Randomized Control Trial: An Illustration Testing the Effects of Communities That Care on Delinquent Behavior. Prevention Science, 14(1), 1–12. DOI: 10.1007/s11121-012-0298-x | |||||
| 2012 | Oesterle, S., Hawkins, J. D., Steketee, M., Jonkman, H., Brown, E. C., Moll, M., & Haggerty, K. P. | StudieA Cross-National Comparison of Risk and Protective Factors for Adolescent Drug Use and Delinquency in the United States and the Netherlands | Studie | English | |
ZusammenfassungLänderübergreifender Vergleich der Zusammenhänge zwischen Risiko- und Schutzfaktoren und Drogenkonsum sowie Delinquenz Jugendlicher in den Niederlanden und den USA auf Grundlage des Communities That Care Youth Survey, der in beiden Ländern in Schulen bei 12- bis 17-Jährigen erhoben wurde; die niederländischen Daten stammen aus den Quartieren der CTC-Wirkungsstudie 2008 bis 2011, die US-Daten aus der Community Youth Development Study. Ergebnisse: Die Belastung durch Risiko- und Schutzfaktoren war in beiden Ländern weitgehend ähnlich, und die Faktoren, die bei US-Jugendlichen mit Drogenkonsum und Delinquenz zusammenhängen, waren bei niederländischen Jugendlichen signifikant mit denselben Outcomes verbunden. Die wichtigste Ausnahme betraf Alkohol: Niederländische Schülerinnen und Schüler nahmen die Haltung ihrer Eltern zum Alkoholkonsum als zustimmender wahr, und diese Haltung sagte regelmäßiges Trinken in den Niederlanden stärker voraus als in den USA. Schlussfolgerung: Die vom Fragebogen gemessenen Risiko- und Schutzfaktoren sind in beiden Ländern sinnvolle Ansatzpunkte für Prävention, was die Übertragung der CTC-Bedarfsanalyse in ein europäisches Setting stützt. Ein korrelativer Vergleich zweier nicht zufälliger Stichproben; Wirkungen von CTC werden nicht untersucht. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Oesterle, S., Hawkins, J. D., Steketee, M., Jonkman, H., Brown, E. C., Moll, M., & Haggerty, K. P. (2012). A Cross-National Comparison of Risk and Protective Factors for Adolescent Drug Use and Delinquency in the United States and the Netherlands. Journal of Drug Issues, 42(4), 337–357. | |||||
| 2012 | Steketee, M., Jonkman, H., Mak, J., Aussems, C., Huygen, A., & Roeleveld, W. | BerichtCommunities that Care in Nederlandse steden: Resultaten van een vierjarig experimenteel onderzoek | Bericht | Niederländisch | |
ZusammenfassungAbschlussbericht der vierjährigen Wirkungsstudie zu Communities that Care in den Niederlanden, finanziert von ZonMw (Projekt 120610017), die niederländischsprachige Quelle hinter Steketee et al. (2013) und Jonkman et al. (2015). Methode: fünf Versuchs- und fünf gematchte Kontrollquartiere in Capelle aan den IJssel, Gouda, Middelburg, Spijkenisse und Zwijndrecht, verfolgt von Januar 2008 bis Dezember 2011 mit Schulbefragungen vor und nach der Intervention, einem Jugendpanel, Milestones-and-Benchmarks-Einstufungen der Programmtreue, Fragebögen an Schlüsselpersonen und Programmregistrierung; als randomisierte Studie geplant, wurde sie quasi-experimentell, weil nicht alle Städte die Zufallszuweisung akzeptierten. Ergebnisse: Die Phasen eins bis vier wurden überall wie vorgesehen umgesetzt; die Zusammenarbeit der Einrichtungen wurde in den CTC-Quartieren effizienter und stärker evidenzorientiert, Schlüsselpersonen investierten dort mehr Zeit in Prävention und berichteten gesündere Erwachsenennormen zu Alkohol und Cannabis; in den CTC-Gebieten liefen mehr Programme, doch die Kontrollgebiete holten auf und erhielten in zwei Städten dasselbe Angebot, die Verschiebung hin zu geprüften Programmen fiel angesichts weniger anerkannter Interventionen schwächer aus als erwartet, und die Reichweite wurde kaum erfasst. Weder der Vorher-Nachher-Vergleich noch das Längsschnittpanel zeigten eine Wirkung auf Risiko- oder Schutzfaktoren oder auf Substanzkonsum, Delinquenz, sexuelles Problemverhalten oder Depression. Schlussfolgerung: CtC wirkt als strategisches Steuerungsinstrument; mit dem verfügbaren Design ließen sich nur große oder mittlere Effekte nachweisen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Steketee, M., Jonkman, H., Mak, J., Aussems, C., Huygen, A., & Roeleveld, W. (2012). Communities that Care in Nederlandse steden: Resultaten van een vierjarig experimenteel onderzoek. Verwey-Jonker Instituut. Quelle: https://www.verwey-jonker.nl/publicatie/communities-that-care-in-nederlandse-steden/ | |||||
| 2011 | Abels, S., Schubert, H., Spieckermann, H., & Veil, K. | BerichtSozialräumliche Prävention in Netzwerken (SPIN): Implementierung des Programms „Communities That Care (CTC)“ in Niedersachsen. Abschlussbericht der Evaluation für die Phasen 1 bis 3 | Bericht | Deutsch | |
ZusammenfassungAbschlussbericht der Evaluation der Phasen 1 bis 3 des niedersächsischen Modellprojekts SPIN (Sozialräumliche Prävention in Netzwerken), mit dem Communities That Care von 2008 bis 2011 in Deutschland eingeführt wurde; beauftragt vom Landespräventionsrat Niedersachsen und erstellt vom Forschungsschwerpunkt Sozial-Raum-Management der Fachhochschule Köln (SRM-Arbeitspapier 39, 270 Seiten). Einleitende Kapitel behandeln die theoretischen Grundlagen von CTC, seine Instrumente und internationale Prozessevaluationen, darunter die niederländische Geschichte und die Verträge mit dem Nederlands Jeugdinstituut, Verwey-Jonker und DSP-groep für Schulungen und Befragung. Methode: Prozessevaluation nach einem Kontext-Input-Prozess-Produkt-Modell auf Landesebene und in den drei Modellstandorten Göttingen-Weststadt, Hannover-Mühlenberg und vier Emsländer Gemeinden, ergänzt um eine Befragung der Schulen zur Schülerbefragung. Ergebnisse: Die Gebietsteams wurden an bestehende Gremien angelagert, ohne Doppelstrukturen zu schaffen; die Schülerbefragung gelang trotz Hürden an den Schulen; Gebietsprofile und Priorisierung wurden erreicht, und die Grüne Liste als Programmregister erwies sich als unverzichtbar. Schwächen waren die niederländisch geprägten Trainings, die lückenhafte Weitergabe des Schulungswissens, knappe Zeitbudgets der Koordinatoren und die noch kurze Liste begutachteter Programme. Schlussfolgerung: CTC passt zu den Steuerungsstrukturen deutscher Kommunen; die Befunde bleiben vorläufig, weil die Aktionspläne noch nicht umgesetzt waren. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Abels, S., Schubert, H., Spieckermann, H., & Veil, K. (2011). Sozialräumliche Prävention in Netzwerken (SPIN): Implementierung des Programms „Communities That Care (CTC)“ in Niedersachsen. Abschlussbericht der Evaluation für die Phasen 1 bis 3. Fachhochschule Köln, Forschungsschwerpunkt Sozial • Raum • Management (SRM-Arbeitspapier 39). Quelle: https://www.ctc-info.de/communities-that-care/Media/SPIN_Abschlussbericht-2011_final.pdf | |||||
| 2011 | Bašić, J., Mihić, J., Novak, M., & Grozić-Živolić, S. | BerichtIzvještaj evaluacijskog tima za Vijeće za prevenciju Grada Splita: procjena spremnosti, potreba i resursa | Bericht | Kroatisch | |
ZusammenfassungBericht des Evaluationsteams der Fakultät für Erziehungs- und Rehabilitationswissenschaften Zagreb für den Präventionsrat der Stadt Split im gemeinsamen Projekt von UNDP und Innenministerium (2008–2011), das ein Arbeitsmodell für Präventionsräte in ganz Kroatien entwickeln sollte; Split (zweitgrößte Stadt, neu gegründeter Rat) und Čakovec waren die beiden Pilotstandorte. Das Team wandte von Juni bis November 2010 die ersten vier der sechs Schritte der kroatischen CTC-Adaption an (Bereitschaft und Mobilisierung, Bedarfsanalyse, Ressourcenanalyse, Prioritätensetzung). Die Bereitschaft wurde mit dem Community Readiness Model des Tri-Ethnic Center über Telefoninterviews mit 12 von 18 Ratsmitgliedern erhoben, ergänzt durch Fokusgruppen (14 Ratsmitglieder, 26 Stadtteilvorsitzende, 8 Bürger), vier Interviews mit Schlüsselpersonen, den CTC-Schülerfragebogen (922 Schülerinnen und Schüler: 299 Grund-, 623 Sekundarschule), eine Bürgerbefragung (191), eine Problemcheckliste (116) und einen Koalitionsfragebogen (8 Mitglieder). Die Gesamtbereitschaft lag bei 3,21, also auf Stufe 3 von neun (vages Problembewusstsein); die Dimensionen reichten von 2,75 (Klima in der Gemeinde) bis 3,92 (bestehende Präventionsaktivitäten). Als Prioritäten ergaben sich frühes Trinken, Verfügbarkeit und Konsum anderer Substanzen, situative Prävention sowie die Förderung von Ehrenamt und prosozialem Engagement. Empfohlen wird, zunächst in die Kapazität des Rates zu investieren und höchstens zwei Prioritätsbereiche zu wählen. Es handelt sich um eine Bedarfs- und Bereitschaftsanalyse, nicht um eine Wirkungsevaluation. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bašić, J., Mihić, J., Novak, M., & Grozić-Živolić, S. (2011). Izvještaj evaluacijskog tima za Vijeće za prevenciju Grada Splita: procjena spremnosti, potreba i resursa. Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet, Odsjek za poremećaje u ponašanju, for the UNDP–Ministry of the Interior project „Unaprjeđenje rada na izgradnji sustava prevencije kriminaliteta i podrška osnivanju koordinacijske jedinice za prevenciju kriminaliteta“ (2008–2011); hosted by Grad Split. | |||||
| 2011 | Brown, E. C., Hawkins, J. D., Arthur, M. W., Briney, J. S., & Fagan, A. A. | StudiePrevention service system transformation using Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungDiese Studie untersucht die Transformation des Präventionssystems im Rahmen einer gemeinwesen-randomisierten kontrollierten Studie zu Communities That Care (CTC). Anhand von Befragungen kommunaler Führungskräfte werden Unterschiede zwischen CTC- und Kontrollkommunen 4,5 Jahre nach Umsetzungsbeginn betrachtet. Die 2004 in CTC-Kommunen beobachteten signifikant höheren Niveaus der Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes blieben 2007 erhalten. Führungskräfte in CTC-Kommunen waren 2007 bereit, signifikant mehr Mittel für Prävention beizutragen als Führungskräfte in Kontrollkommunen. Die 2004 beobachteten Unterschiede im Niveau kommunaler Zusammenarbeit blieben 2007 nicht erhalten. Führungskräfte in CTC-Kommunen mit hoher Armutsrate bzw. großen Anteilen von Schülern aus Minderheiten berichteten höhere Normen gegen Drogenkonsum bzw. eine stärkere Nutzung der Sozialentwicklungsstrategie als vergleichbare Kontrollkommunen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Brown, E. C., Hawkins, J. D., Arthur, M. W., Briney, J. S., & Fagan, A. A. (2011). Prevention service system transformation using Communities That Care. Journal of Community Psychology, 39(2), 183–201. DOI: 10.1002/jcop.20426 | |||||
| 2011 | Fagan, A. A., Arthur, M. W., Hanson, K., Briney, J. S., & Hawkins, J. D. | StudieEffects of Communities That Care on the Adoption and Implementation Fidelity of Evidence-Based Prevention Programs in Communities: Results from a Randomized Controlled Trial | Studie | English | |
ZusammenfassungDieser Beitrag berichtet Befunde der Community Youth Development Study (CYDS), einer randomisierten kontrollierten Studie zum Präventionssystem Communities That Care (CTC), zur Übernahme und Umsetzungstreue wissenschaftsbasierter Präventionsprogramme in 24 Kommunen. Die Daten wurden mit der Community Resource Documentation (CRD) erhoben, die ein mehrstufiges Stichprobenverfahren sowie telefonische und webbasierte Befragungen von Leitungen gemeinwesenbasierter Einrichtungen und Koalitionen, Schulleitungen, Leistungserbringern und Lehrkräften umfasste. Vier Jahre nach Einführung von CTC zeigten die Ergebnisse einen erhöhten Einsatz erprobter, wirksamer Präventionsprogramme in den 12 CTC-Interventionskommunen gegenüber den 12 Kontrollkommunen sowie signifikante Unterschiede zugunsten der Interventionskommunen bei der Zahl teilnehmender Kinder und Familien. Hinsichtlich der Umsetzungsqualität fanden sich kaum signifikante Unterschiede; Befragte aus beiden Bedingungen berichteten hohe Umsetzungstreue über die erbrachten Angebote hinweg. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Arthur, M. W., Hanson, K., Briney, J. S., & Hawkins, J. D. (2011). Effects of Communities That Care on the Adoption and Implementation Fidelity of Evidence-Based Prevention Programs in Communities: Results from a Randomized Controlled Trial. Prevention Science, 12(3), 223–234. DOI: 10.1007/s11121-011-0226-5 | |||||
| 2011 | Fagan, A. A., Hanson, K., Briney, J. S., & Hawkins, J. D. | StudieSustaining the Utilization and High Quality Implementation of Tested and Effective Prevention Programs Using the Communities That Care Prevention System | Studie | English | |
ZusammenfassungDieser Beitrag beschreibt, inwieweit Kommunen, die das Präventionssystem Communities That Care (CTC) umsetzen, Programme übernehmen, mit Umsetzungstreue replizieren und langfristig aufrechterhalten, die nachweislich Substanzkonsum, Delinquenz und andere Verhaltensprobleme Jugendlicher verringern. Daten wurden von Leitungen kommunaler Einrichtungen und Koalitionen, Schulleitungen, Leistungserbringern und Lehrkräften erhoben, die an einer randomisierten kontrollierten Evaluation von CTC in 24 Kommunen teilnahmen. Die Ergebnisse zeigten einen signifikant erhöhten Einsatz und eine bessere Verstetigung erprobter, wirksamer Präventionsprogramme in den 12 CTC-Interventionskommunen gegenüber den 12 Kontrollkommunen, sowohl während der aktiven Projektphase mit Schulung, fachlicher Begleitung und Förderung als auch zwei Jahre danach. Zu beiden Zeitpunkten erreichten die Interventionskommunen zudem signifikant mehr Kinder und Eltern. Die Umsetzungsqualität war in beiden Bedingungen hoch, mit nur einem signifikanten Unterschied: CTC-Standorte überwachten in der Verstetigungsphase signifikant häufiger die Umsetzungsqualität. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Hanson, K., Briney, J. S., & Hawkins, J. D. (2011). Sustaining the Utilization and High Quality Implementation of Tested and Effective Prevention Programs Using the Communities That Care Prevention System. American Journal of Community Psychology, 49(3-4), 365–377. DOI: 10.1007/s10464-011-9463-9 | |||||
| 2011 | Groeger-Roth, F., & Hasenpusch, B. | BerichtGrüne Liste Prävention: Auswahl- und Bewertungskriterien für die CTC-Programm-Datenbank (Fassung vom 1.11.2011) | Bericht | Deutsch | |
ZusammenfassungDas Kriterienpapier des Landespräventionsrats Niedersachsen legt offen, nach welchen Regeln Programme in die Grüne Liste Prävention aufgenommen und eingestuft werden. Teil A nennt fünf Aufnahmekriterien: Ein Programm muss replizierbar angelegt sein, etwa durch ein geschriebenes Manual, muss messbare Ziele verfolgen, für die Teilnehmenden zeitlich begrenzt sein und zusätzlich zu einer vorhandenen Basisstruktur angeboten werden; es muss ansetzen, bevor sich Problemverhalten verfestigt, wobei nur primär- oder sekundärpräventive und universell oder selektiv ausgerichtete Programme aufgenommen werden; es braucht mindestens eine Evaluationsstudie aus dem deutschsprachigen Raum, muss an Risiko- oder Schutzfaktoren ansetzen, die in der CTC-Strategie als bedeutsam gelten, und in Deutschland umsetzbar sein. Teil B beschreibt die drei Empfehlungsstufen von „Effektivität theoretisch gut begründet“ über „wahrscheinlich“ bis „nachgewiesen“ sowie die Kategorien „auf der Schwelle“ und „keine Aufnahme“. Teil C ordnet Evaluationsdesigns einer Skala von null bis fünf Sternen zu, beurteilt die Beweiskraft der Ergebnisse nach Gruppengrößen, Studienzahl und deutschsprachigen Befunden, stuft die Übertragbarkeit ausländischer Programme in vier Grade und unterscheidet fünf Ergebnisgrade. Teil D fasst das Verfahren in einer Gesamtübersicht und einem vierstufigen Flussdiagramm zusammen. Das Papier ist eine Verfahrensvorschrift ohne eigene Wirksamkeitsdaten und beruht auf dem Entwicklungsmodell von Veerman und van Yperen (2007). Eine englische Übersetzung erschien am 15.01.2016; eine Überarbeitung der Kriterien nach GRADE und Blueprints stellten Gorenoi et al. 2024 vor. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F., & Hasenpusch, B. (2011). Grüne Liste Prävention: Auswahl- und Bewertungskriterien für die CTC-Programm-Datenbank (Fassung vom 1.11.2011). Landespräventionsrat Niedersachsen. | |||||
| 2011 | Groeger-Roth, F., Hasenpusch, B. | FachbeitragDie „Grüne Liste Prävention“. Effektive und erfolgversprechende Präventionsprogramme im Blick | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungIn den letzten Jahren ist das Interesse an einer Evidenzbasierung der Prävention stetig gestiegen. Unter dem Stichwort „What works?" wurde vor allem im angloamerikanischen Raum an Empfehlungslisten getesteter Programme gearbeitet; auch in Deutschland wächst die Nachfrage nach Informationen über nachweislich wirksame Ansätze. Der Ruf nach solchen Übersichten sollte jedoch nicht mit dem Wunsch nach einfachen Rezepten verwechselt werden, denn die Umsetzung eines guten Programms gelingt nur in den seltensten Fällen „einfach". Mit der „Grünen Liste Prävention" möchte der Landespräventionsrat Niedersachsen eine Lücke schließen: Die Datenbank bietet auf Basis nachvollziehbarer Kriterien einen Überblick über empfehlenswerte Präventionsansätze in den Bereichen Familie, Schule, Kinder/Jugendliche und Nachbarschaft. Die Programme werden nach einem einheitlichen Schema beschrieben und nach der Güte ihres Wirksamkeitsnachweises bewertet, um die Verbreitung getesteter Präventionsprogramme zu fördern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F., Hasenpusch, B. (2011). Die „Grüne Liste Prävention“. Effektive und erfolgversprechende Präventionsprogramme im Blick. | |||||
| 2011 | Hawkins, J. D., Oesterle, S., Brown, E. C., Monahan, K. C., Abbott, R. D., Arthur, M. W., & Catalano, R. F. | StudieSustained decreases in risk exposure and youth problem behaviors after installation of the Communities That Care prevention system in a randomized trial | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel war zu prüfen, ob das CTC-Präventionssystem das Ausmaß an Risiken und Problemverhalten Jugendlicher gemeindeweit senkt – sechs Jahre nach Einführung von CTC und ein Jahr nach Ende der studienseitig bereitgestellten Ressourcen. Design: gemeinderandomisierte Studie in 24 Kleinstädten in sieben US-Bundesstaaten, die 2003 innerhalb der Bundesstaaten gematcht und zufällig Kontroll- oder Interventionsbedingung zugewiesen wurden. Eine Kohorte von 4.407 Fünftklässlern wurde jährlich bis zur 10. Klasse befragt. Eine Koalition kommunaler Akteure erhielt Schulung und fachliche Begleitung, identifizierte mittels epidemiologischer Daten erhöhte Risiken bzw. verringerte Schutzfaktoren und setzte aus einem Menü geprüfter, wirksamer Programme passende Maßnahmen um. Ergebnisse: Die anvisierten Risiken stiegen zwischen Klasse 5 und 10 in CTC-Gemeinden langsamer und lagen in Klasse 10 signifikant niedriger; auch Inzidenz und Prävalenz von Delinquenz, Alkohol- und Zigarettenkonsum waren niedriger. Fazit: CTC kann anhaltende, gemeindeweite Reduktionen über die geförderte Umsetzungsphase hinaus bewirken. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J. D., Oesterle, S., Brown, E. C., Monahan, K. C., Abbott, R. D., Arthur, M. W., & Catalano, R. F. (2011). Sustained decreases in risk exposure and youth problem behaviors after installation of the Communities That Care prevention system in a randomized trial. Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 166(2), 141. DOI: 10.1001/archpediatrics.2011.183 | |||||
| 2011 | Maguire, E. R., Wells, W., & Katz, C. M. | StudieMeasuring Community Risk and Protective Factors for Adolescent Problem Behaviors: Evidence from a Developing Nation | Studie | English | |
ZusammenfassungDie meisten publizierten Studien zu kommunalen Risiko- und Schutzfaktoren für jugendliche Problemverhaltensweisen wurden in Industrieländern durchgeführt. Der Beitrag untersucht kommunale Risiko- und Schutzfaktoren in einer Stichprobe von mehr als 2.500 Jugendlichen in Trinidad und Tobago, einer Entwicklungsnation in der Karibik. Geprüft wurden Konstrukt- und Übereinstimmungsvalidität von fünf kommunalen Risikofaktoren und zwei kommunalen Schutzfaktoren. Die Befunde deuten darauf hin, dass die vorhandenen Maße für Risiko- und Schutzfaktoren bei Jugendlichen aus Trinidad und Tobago eine schwache Konstruktvalidität aufweisen. Die in der Studie entwickelten überarbeiteten Modellspezifikationen erwiesen sich als besser passend. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Maguire, E. R., Wells, W., & Katz, C. M. (2011). Measuring Community Risk and Protective Factors for Adolescent Problem Behaviors: Evidence from a Developing Nation. Journal of Research in Crime and Delinquency, 48(4), 594–620. | |||||
| 2011 | Olson, J. | StudieImplementing and Evaluating the Communities That Care Prevention System in Rural Pennsylvania | Studie | English | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist ein Planungssystem, das Akteuren vor Ort hilft, evidenzbasierte Präventionsstrategien gegen verbreitete Verhaltensprobleme Jugendlicher zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. Bisherige Evaluationen lieferten vielversprechende Ergebnisse, betrachteten jedoch überwiegend breite Effekte über mehrere Standorte hinweg. Ziel dieser Studie war zu prüfen, ob sich solche Ergebnisse in einem einzelnen ländlichen Landkreis (rural county) replizieren lassen, der das CTC-System seit über einem Jahrzehnt umsetzt. Die nutzungsorientierte Evaluation weist eine Reihe positiver Effekte auf die untersuchten Ergebnisse bei Jugendlichen nach. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Olson, J. (2011). Implementing and Evaluating the Communities That Care Prevention System in Rural Pennsylvania. Journal of Youth Development, 6(4), 68–78. DOI: 10.5195/JYD.2011.166 | |||||
| 2010 | Arthur, M. W., Hawkins, J. D., Brown, E. C., Briney, J. S., Oesterle, S., & Abbott, R. D. | StudieImplementation of the Communities That Care prevention system by coalitions in the Community Youth Development Study | Studie | English | |
ZusammenfassungTrotz der wachsenden Zahl geprüfter, wirksamer Programme und Maßnahmen zur Prävention von Delinquenz und Drogenkonsum Jugendlicher sind deren breite Verbreitung und hochwertige Umsetzung in den Kommunen bislang nicht erreicht. Die Community Youth Development Study ist eine randomisierte, gemeindebezogene Studie zum CTC-System zur Förderung wissenschaftsbasierter Prävention. Der Beitrag vergleicht 12 Präventionskoalitionen, die CTC in 12 Interventionsgemeinden umsetzen, mit den Koalitionen in 12 Kontrollgemeinden. Wie erwartet setzten die CTC-Koalitionen signifikant mehr der Kern-Interventionselemente von CTC sowie deutlich mehr geprüfte, wirksame Präventionsprogramme um als die Koalitionen der Kontrollgemeinden. Diskutiert werden Implikationen für eine breite Verbreitung wirksamer Programme, Maßnahmen und Praktiken. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Arthur, M. W., Hawkins, J. D., Brown, E. C., Briney, J. S., Oesterle, S., & Abbott, R. D. (2010). Implementation of the Communities That Care prevention system by coalitions in the Community Youth Development Study. Journal of Community Psychology, 38(2), 245–258. DOI: 10.1002/jcop.20362 | |||||
| 2010 | Arthur, M. W., Hawkins, J. D., Brown, E. C., Briney, J. S., Oesterle, S., & Abbott, R. D. | MessinstrumentCommunities That Care System Implementation Measure | Messinstrument | English | |
Referenz (APA 7)Arthur, M. W., Hawkins, J. D., Brown, E. C., Briney, J. S., Oesterle, S., & Abbott, R. D. (2010). Communities That Care System Implementation Measure. American Psychological Association (APA). DOI: 10.1037/t36666-000 | |||||
| 2010 | Bašić, J., & Grozić-Živolić, S. (Eds.) | BuchZajednice koje brinu: model prevencije poremećaja u ponašanju djece i mladih. Razvoj, implementacija i evaluacija prevencije u zajednici | Buch | Kroatisch | |
ZusammenfassungAbschlussband des istrischen Communities-That-Care-Projekts, herausgegeben von der Projektleiterin und der Präventionskoordinatorin der Gespanschaft und gemeinsam vom Zagreber Forschungsteam und istrischen Praktikern verfasst (zwölf beitragende Autorinnen und Autoren). Das 316-seitige Buch, dessen Kernteile auch auf Italienisch vorliegen, bilanziert die beiden seit 2002 laufenden wissenschaftlichen Aktionsprojekte. Laut der Rezension von Mihić und Novak (2011) hat es zehn Kapitel: Vorwort; die Gemeinde in der Prävention; Grundzüge des Aktionsprojekts in Istrien; das Präventionsmodell in der Gemeinde; Entwicklung, Implementation und Evaluation der ausgewählten Prioritätsprogramme (Elternprogramme, Prävention frühen Trinkens, Zusammenarbeit von Kindergarten, Schule, Familie und Gemeinde, Beratungsstellen und das Schulprogramm PATHS); Evaluation des Präventionsmodells; gelernte Lektionen; Zusammenfassung des Modells; Literatur (Seiten 296–306) und Anhänge, durchsetzt mit Kästen praktischer Empfehlungen. Der Band stellt das Evaluationsmodell des Projekts vor und reflektiert das Getane kritisch, bleibt aber eine Prozess- und Implementationsdarstellung: Eine kontrollierte Wirkungsevaluation von CTC in Istrien wird nicht berichtet. Das Buch wurde nicht geöffnet; die Zusammenfassung stützt sich auf den Katalogeintrag der Nationalbibliothek und die veröffentlichte Rezension. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bašić, J., & Grozić-Živolić, S. (Eds.) (2010). Zajednice koje brinu: model prevencije poremećaja u ponašanju djece i mladih. Razvoj, implementacija i evaluacija prevencije u zajednici. Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet; Istarska županija (Zagreb – Pula). Quelle: https://katalog.nsk.hr/discovery/fulldisplay?docid=alma990008652060109367&vid=385BUKINET_ZANSK:VU1 | |||||
| 2010 | Groeger-Roth, F. | FachbeitragWie kann eine effektive Präventionsstrategie auf kommunaler Ebene befördert werden? Der Ansatz von „Communities That Care – CTC und ein Modellversuch in Niedersachsen" | Fachbeitrag | Deutsch | |
ZusammenfassungViele präventive Anstrengungen zielen darauf, problematischen Entwicklungsverläufen bei Kindern und Jugendlichen durch rechtzeitiges Gegensteuern vorzubeugen. Kernelemente der entwicklungsorientierten Prävention sind das Wissen über risikoerhöhende und risikomindernde Bedingungen (Risiko- und Schutzfaktoren), das Wissen über zentrale Handlungsfelder (individuelle Ebene, Familie, Kindergarten/Schule, soziales Umfeld) sowie das Wissen über die Wirksamkeit einzelner Präventionsmaßnahmen. Der Beitrag stellt den in den USA entwickelten strategischen Ansatz Communities That Care (CTC) vor, der Kommunen dabei unterstützt, Erkenntnisse der Präventionsforschung systematisch anzuwenden und ihre Präventionsaktivitäten daran auszurichten. CTC fußt auf der vom Social Development Research Group an der University of Washington entwickelten Grundlage und wird in einem Modellversuch des Landespräventionsrats Niedersachsen erprobt. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Groeger-Roth, F. (2010). Wie kann eine effektive Präventionsstrategie auf kommunaler Ebene befördert werden? Der Ansatz von „Communities That Care – CTC und ein Modellversuch in Niedersachsen". | |||||
| 2010 | Mihić, J., Novak, M., & Bašić, J. | FachbeitragZajednice koje brinu: CTC upitnik za djecu i mlade u procjeni potreba za preventivnim intervencijama | Fachbeitrag | Kroatisch | |
ZusammenfassungDer kroatische Adaptionsaufsatz zur CTC-Jugendbefragung („Communities That Care: der CTC-Fragebogen für Kinder und Jugendliche in der Bedarfsermittlung für präventive Interventionen“). Er beschreibt das Instrument, wie es im istrischen kreisweiten CTC-Projekt seit 2004 eingesetzt wurde, seine Skalen zu Risiko- und Schutzfaktoren und seine Rolle in der Bedarfsanalyse eines Gemeindeprozesses und berichtet die psychometrischen Kennwerte der kroatischen Fassung. Der Aufsatz ist die Referenz für den kroatischen Fragebogen, auf dem die späteren großen Schulbefragungen (Zagreb, Pula, Split, Osijek, Varaždin) und das Digitalisierungsprojekt DIGIPREV aufbauen; eine Wirkungsevaluation von CTC enthält er nicht. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Mihić, J., Novak, M., & Bašić, J. (2010). Zajednice koje brinu: CTC upitnik za djecu i mlade u procjeni potreba za preventivnim intervencijama. Ljetopis socijalnog rada, 17(3), 391–412. Quelle: https://hrcak.srce.hr/64354 | |||||
| 2010 | Oesterle, S., Hawkins, J. D., Fagan, A. A., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. | StudieTesting the Universality of the Effects of the Communities That Care Prevention System for Preventing Adolescent Drug Use and Delinquency | Studie | English | |
ZusammenfassungUniverselle gemeinwesenbezogene Interventionen sind ein wichtiger Bestandteil der Prävention von Gesundheits- und Verhaltensproblemen Jugendlicher. Die Prüfung der Universalität der Effekte einer als universell konzipierten Intervention ist bedeutsam, da sie Aufschluss darüber gibt, wie das Programm wirkt, für wen und unter welchen Bedingungen es am wirksamsten ist. Diese Studie untersuchte, ob die zuvor belegten signifikanten Effekte des universellen, gemeinwesenbasierten Präventionsprogramms Communities That Care (CTC) auf die Prävalenz von Substanzkonsum und die Bandbreite delinquenter Verhaltensweisen für Jungen und Mädchen gleichermaßen sowie in risikobezogenen Untergruppen (frühe Substanznutzung, frühe Delinquenz, hohes kommunal adressiertes Ausgangsrisiko) gelten. Interaktionsanalysen von Daten eines Panels von 4.407 Schülern (5. bis 8. Klasse) in der ersten randomisierten CTC-Studie mit 12 gematchten Kommunenpaaren legen nahe, dass CTC Substanzkonsum und Delinquenz über Risiko-Untergruppen und Geschlecht hinweg gleichermaßen verringerte, mit zwei Ausnahmen: Die Wirkung auf den Substanzkonsum in Klasse 8 war bei Jungen stärker, und die Wirkung auf Delinquenz in Klasse 8 war bei zu Baseline nicht delinquenten Schülern stärker. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Oesterle, S., Hawkins, J. D., Fagan, A. A., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. (2010). Testing the Universality of the Effects of the Communities That Care Prevention System for Preventing Adolescent Drug Use and Delinquency. Prevention Science, 11(4), 411–423. DOI: 10.1007/s11121-010-0178-1 | |||||
| 2009 | Brown, E. C., Graham, J. W., Hawkins, J. D., Arthur, M. W., Baldwin, M. M., Oesterle, S., Briney, J. S., Catalano, R. F., & Abbott, R. D. | StudieDesign and Analysis of the Community Youth Development Study Longitudinal Cohort Sample | Studie | English | |
ZusammenfassungCommunities That Care (CTC) ist ein Präventionssystem, das Substanzkonsum und Delinquenz Jugendlicher senken soll, indem wirksame präventive Interventionen passend zum spezifischen Risiko- und Schutzprofil einer Kommune ausgewählt werden. Eine gemeinderandomisierte Studie zu CTC, die Community Youth Development Study, wird in 24 Kommunen der USA durchgeführt. Der Beitrag beschreibt die Konzeption, die mehrebenenanalytischen Verfahren und die Ausgangsvergleichbarkeit für das Längsschnitt-Kohortendesign der Studie. Die Kohorte umfasst 4.407 Fünft- und Sechstklässler, die 2004 und 2005 rekrutiert und jährlich bis zur neunten Klasse befragt wurden. Ergebnisse gemischter Varianzanalysen zeigten zur Baseline keine signifikanten Unterschiede (p > 0,05) zwischen Schülerinnen und Schülern aus CTC- und Kontrollgemeinden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Brown, E. C., Graham, J. W., Hawkins, J. D., Arthur, M. W., Baldwin, M. M., Oesterle, S., Briney, J. S., Catalano, R. F., & Abbott, R. D. (2009). Design and Analysis of the Community Youth Development Study Longitudinal Cohort Sample. Evaluation Review, 33(4), 311–334. | |||||
| 2009 | Fagan, A. A., Brooke-Weiss, B., Cady, R., & Hawkins, J. D. | StudieIf at First You Don't Succeed ... Keep Trying: Strategies to Enhance Coalition/ School Partnerships to Implement School-Based Prevention Programming | Studie | English | |
ZusammenfassungGemeinwesenbasierte Koalitionen gelten als vielversprechender Mechanismus, um die Beteiligung Jugendlicher an Gewalt, Delinquenz und Substanzkonsum zu verringern; sie waren jedoch nicht immer erfolgreich darin, eine breite Übernahme evidenzbasierter Präventionsstrategien sicherzustellen. Dieser Beitrag beschreibt die Strategien, mit denen 12 kommunale Koalitionen mit Schulen zusammenarbeiteten, um schulbasierte Präventionsprogramme auszuwählen und umzusetzen, einschließlich der Hindernisse beim Aufbau von Koalitions-Schul-Partnerschaften und der Wege, diese zu überwinden. In diesem fünfjährigen Forschungsprojekt führten alle Kommunen schulbasierte Programme ein. Die Koalitionen erreichten dies, indem sie Beziehungen zum Schulpersonal aufbauten, schulinterne Fürsprecher gewannen, Win-win-Situationen schufen und Programme zunächst als Pilotmaßnahmen einführten, die später ausgeweitet wurden. Erfolg stellte sich in allen Fällen ein, doch war beharrliche Kommunikation über die Bedeutung problematischen Jugendverhaltens nötig, um Bedenken der Schulen gegenüber dem Einsatz von Unterrichtszeit und dem Ersetzen bestehender Praktiken zu überwinden. Die Befunde sind für Koalitionen und Präventionsforschende nützlich, die mit Schulen kooperieren und wirksame Präventionsprogramme breit verbreiten wollen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Brooke-Weiss, B., Cady, R., & Hawkins, J. D. (2009). If at First You Don't Succeed ... Keep Trying: Strategies to Enhance Coalition/ School Partnerships to Implement School-Based Prevention Programming. Australian & New Zealand Journal of Criminology, 42(3), 387–405. | |||||
| 2009 | Fagan, A. A., Hanson, K., Hawkins, J. D., & Arthur, M. W. | StudieTranslational Research in Action: Implementation of the Communities That Care Prevention System in 12 Communities | Studie | English | |
ZusammenfassungTranslationale Forschung befasst sich damit, Fortschritte der Präventionswissenschaft in die alltägliche kommunale Praxis zu überführen; Modelle für diesen Wissenstransfer sind jedoch rar. Communities That Care (CTC) bietet ein geplantes, strukturiertes und datengestütztes System, das kommunale Präventionskoalitionen darin schult, evidenzbasierte Programme auszuwählen und mit hoher Umsetzungstreue zu replizieren. Dieser Beitrag beschreibt die Umsetzung des CTC-Systems in 12 Kommunen der Community Youth Development Study. Die Ergebnisse zeigten, dass die Interventionskommunen im Mittel 90 % der Kernkomponenten des CTC-Systems umsetzten und bei der Replikation von Schul-, Nachmittags- und Elterntrainingsprogrammen hohe Umsetzungstreue erreichten. Diese Ergebnisse blieben über die Zeit stabil: Die Kommunen brachten ihre Präventionskoalitionen und -programme erfolgreich auf den Weg und hielten die Qualität ihrer Angebote über fünf Jahre aufrecht. Dies zeigt, dass das CTC-System genutzt werden kann, um translationale Forschung zu fördern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Hanson, K., Hawkins, J. D., & Arthur, M. W. (2009). Translational Research in Action: Implementation of the Communities That Care Prevention System in 12 Communities. Journal of Community Psychology, 37(7), 809–829. DOI: 10.1002/jcop.20332 | |||||
| 2009 | Feinberg, M., Jones, D., Greenberg, M., Osgood, D. W., & Bontempo, D. | StudieEvaluation Report: Effects of the Communities That Care Model in Pennsylvania on Change in Youth Risk and Problem Behaviors | Studie | English | |
ZusammenfassungTrotz der erheblichen Public-Health-Belastung durch Substanzkonsum, Delinquenz und anderes Problemverhalten Jugendlicher konnten bislang nur wenige umfassende Modelle zur Verbreitung evidenzbasierter Programme positive Effekte auf Populationsebene, Erhalt der Programmtreue und Nachhaltigkeit zugleich nachweisen. Untersucht wurde in einer quasi-experimentellen Wirksamkeitsstudie, ob das CTC-Modell in Pennsylvania positive Effekte auf Risiko- und Schutzfaktoren sowie schulische und Verhaltensoutcomes hat. Auf Basis halbjährlicher anonymer Schülerbefragungen und Mehrebenenmodellen zeigte sich: Jugendliche in CTC-Gemeinden wiesen einen geringeren Anstieg der Delinquenz auf (nicht jedoch beim Substanzkonsum); in Kohorten, die evidenzbasierte universelle Programme erhielten, stiegen Risikofaktoren langsamer und Schutzfaktoren sowie schulische Leistungen sanken langsamer. Kommunale Koalitionen können Risiko- und Schutzverhalten auf Populationsebene beeinflussen, wenn evidenzbasierte Programme genutzt werden. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Feinberg, M., Jones, D., Greenberg, M., Osgood, D. W., & Bontempo, D. (2009). Evaluation Report: Effects of the Communities That Care Model in Pennsylvania on Change in Youth Risk and Problem Behaviors. Prevention Science, 11(2), 163–171. DOI: 10.1007/s11121-009-0161-x | |||||
| 2009 | Hawkins, J.D., Oesterle, S., Brown, E.C., Arthur, M.W., Abbott, R.D., Fagan, A.A., & Catalano, R.F. | StudieResults of a type 2 translational research trial to prevent adolescent drug use and delinquency: A test of Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel war zu prüfen, ob das CTC-Präventionssystem Alkohol-, Tabak- und sonstigen Drogenkonsum sowie delinquentes Verhalten Jugendlicher gemeindeweit reduziert. Design: Die Community Youth Development Study ist die erste randomisierte Studie zu CTC. 2003 wurden 24 Kleinstädte in sieben US-Bundesstaaten innerhalb der Bundesstaaten gematcht und zufällig Kontroll- oder CTC-Bedingung zugewiesen. Eine Kohorte von 4.407 Fünftklässlern wurde jährlich bis zur achten Klasse befragt. Eine Koalition kommunaler Akteure erhielt Schulung und fachliche Begleitung, nutzte epidemiologische Daten zur Identifikation erhöhter Risiken bzw. verringerter Schutzfaktoren und setzte geeignete geprüfte Programme um. Ergebnisse: Die Inzidenzen von Alkohol-, Zigaretten- und Rauchtabakeinstieg sowie delinquentem Verhalten waren in CTC-Gemeinden signifikant niedriger; in Klasse 8 waren zudem die 30-Tage-Prävalenzen von Alkohol- und Rauchtabakkonsum, Rauschtrinken und delinquentem Verhalten geringer. Fazit: CTC kann gesundheitsriskante Verhaltensweisen Jugendlicher gemeindeweit signifikant senken. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Oesterle, S., Brown, E.C., Arthur, M.W., Abbott, R.D., Fagan, A.A., & Catalano, R.F. (2009). Results of a type 2 translational research trial to prevent adolescent drug use and delinquency: A test of Communities That Care. Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 163(9), 789. DOI: 10.1001/archpediatrics.2009.141 | |||||
| 2009 | Huygen, A., Mak, J., & Steketee, M. | BerichtCommunities that Care in de Praktijk: Beschrijving van de locaties Maassluis, Hoogvliet en Leiden-Stevenshof | Bericht | Niederländisch | |
ZusammenfassungBegleitband zur Evaluation Opgroeien in veilige wijken von 2009, der die drei CTC-Standorte in Zuid-Holland – Maassluis, Rotterdam-Hoogvliet und Leiden-Stevenshof – einzeln beschreibt. Für jeden Standort behandelt der Bericht den örtlichen Kontext und die Lage der Jugendlichen, die Beweggründe für CTC, Steuerungsgruppe, Präventionsteam und Arbeitsgruppen, die Einbettung in Verwaltung und Politik, die Zielstruktur (Wirkungs-, Prozess- und Politikziele und ihre Messung), den Präventionsplan mit den eingesetzten Programmen und deren zeitlicher Abfolge, die beteiligten Organisationen und den Verlauf von Einführung und Umsetzung; Anhänge enthalten vorgeschlagene Ziele je Programm, Befragungsergebnisse und das Bild der Jugendlichen von ihrem Quartier. Die Notizen beruhen auf Startberichten vom Juni 2006, ergänzt durch Interviews im April 2008 und abgeschlossen im April 2009; in Maassluis erschwerten wiederholte Wechsel der Projektleitung die Datensammlung zur Umsetzung. Eine beschreibende Dokumentation der Umsetzung als Ergänzung zur Hauptevaluation, ohne eigene Wirkungsanalyse. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Huygen, A., Mak, J., & Steketee, M. (2009). Communities that Care in de Praktijk: Beschrijving van de locaties Maassluis, Hoogvliet en Leiden-Stevenshof. Verwey-Jonker Instituut. | |||||
| 2009 | Mak, J., Huygen, A., Steketee, M., & Jonkman, H. | BerichtOpgroeien in veilige wijken: Evaluatie van Communities that Care in Maassluis, Hoogvliet en Leiden-Stevenshof | Bericht | Niederländisch | |
ZusammenfassungProzess- und Wirkungsevaluation des Verwey-Jonker-Instituts zu Communities that Care an drei niederländischen Standorten der zweiten Welle, die 2004 und 2005 begannen: die Gemeinde Maassluis, der Rotterdamer Stadtbezirk Hoogvliet und das Leidener Quartier Stevenshof; beauftragt von der Provinz Zuid-Holland und dem Jugendamt Rotterdam für 2006 bis 2009. Methode: Planevaluation der Zielstruktur, Prozessevaluation mit einem niederländischen Milestones-and-Benchmarks-Instrument, Internetbefragung der Präventionsteams und Outcome-Evaluation anhand von zwei Schulbefragungen je Standort. Ergebnisse: Alle drei Standorte durchliefen den gesamten CTC-Zyklus, bauten breite Präventionsteams auf, denen später auch Bewohnerorganisationen und Wohnungsbaugesellschaften angehörten, und ergänzten Arbeitsgruppen zur Koordination des Plans; wiederkehrende Schwierigkeiten waren das Erklären von CTC, die Bildung der Steuerungsgruppen, die erste Befragung und die Datenbeschaffung; wirksame Programme aus dem CTC-Leitfaden wurden selten genutzt, Eltern waren schwer zu erreichen. Die meisten Problemverhaltensweisen und Risikowerte entwickelten sich zwischen den beiden Befragungen in die gewünschte Richtung, die Effekte waren jedoch klein oder mäßig, einzelne gezielt angegangene Risikofaktoren stiegen, und die Vergleichbarkeit litt darunter, dass die Folgebefragung in den Jugendmonitor des Gesundheitsdienstes eingegliedert wurde; die Autoren führen die Veränderungen nicht auf CTC zurück. Empfehlungen betreffen Arbeitsgruppen, Programmverfügbarkeit, Reichweite, Daten und Kontinuität. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Mak, J., Huygen, A., Steketee, M., & Jonkman, H. (2009). Opgroeien in veilige wijken: Evaluatie van Communities that Care in Maassluis, Hoogvliet en Leiden-Stevenshof. Verwey-Jonker Instituut. Quelle: https://www.verwey-jonker.nl/publicatie/opgroeien-in-veilige-wijken/ | |||||
| 2008 | Bašić, J., Ferić Šlehan, M., & Grozić-Živolić, S. | StudieZajednice koje brinu: samoprocjena Koalicije za prevenciju u Istarskoj županiji | Studie | Kroatisch | |
ZusammenfassungOriginalbeitrag zur Selbsteinschätzung der Präventionskoalition auf Gespanschaftsebene im istrischen Communities-That-Care-Projekt. Die Koalition wurde zu Projektbeginn für die zwölf beteiligten Orte gebildet und wuchs von den zwölf lokalen Koordinatoren und der Koordinatorin der Gespanschaft um Expertengruppen mit bis zu sieben Mitgliedern (epidemiologisches Monitoring; Programme und Evaluation), die Leitungen und Mitglieder der fünf Prioritätsinterventionsgruppen und zeitweise die fünf bis sieben Mitglieder des Aktionsrats. 29 Mitglieder bewerteten die Koalition mit dem Community Organizational Assessment Tool in den Bereichen Entscheidungsfindung, Management und Führungsentwicklung, nichtfinanzielle Ressourcen, Unterstützung in der Gemeinde, Planung und Prioritäten, Ergebnisse und Strategien, Erfolgsmessung und Rechenschaft sowie Politikentwicklung; die Ergebnisse werden als deskriptive Statistik und Varianzanalyse berichtet. Als Stärken galten die personelle Ausstattung, die Schulung in Prävention in der Gemeinde und wirksamen Programmen sowie die Prioritäten- und Zielsetzung auf Grundlage der Bedarfsanalyse. Als Schwächen galten die Interessenvertretung für Prävention auf Gespanschafts- und Ortsebene und der Einfluss auf die Sozialpolitik, die Vernetzung und Zusammenarbeit mit ähnlichen Gruppen, die Einbindung der Bürger, die fortlaufende Schulung der Mitglieder und die Nachhaltigkeit durch Wissenstransfer an die Praxis. Es handelt sich um eine interne Prozessevaluation durch die Koalition selbst. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bašić, J., Ferić Šlehan, M., & Grozić-Živolić, S. (2008). Zajednice koje brinu: samoprocjena Koalicije za prevenciju u Istarskoj županiji. Kriminologija & socijalna integracija, 16(2), 109–123. Quelle: https://hrcak.srce.hr/99142 | |||||
| 2008 | Bašić, J., Novak, M., & Grozić-Živolić, S. | StudieSpremnost i mobilizacija zajednice za prevenciju rizičnih ponašanja djece i mladih: perspektiva ključnih ljudi u Istarskoj županiji | Studie | Kroatisch | |
ZusammenfassungOriginalbeitrag zur Befragung der Schlüsselpersonen im istrischen Communities-That-Care-Projekt, dem Schritt Bereitschaft und Mobilisierung des kroatischen Modells. Im Frühjahr 2004 füllten im Rahmen der Hauptstudie 151 Schlüsselpersonen aus den zwölf beteiligten Orten einen Fragebogen zu vier Bereichen aus: Problembewusstsein für Prävention; Wissen über Prävention und Präventionsprogramme; Bereitschaft der eigenen Organisation zur Prävention; Investitionen der eigenen Organisation in Prävention in den vergangenen zwölf Monaten. Die Ergebnisse werden als absolute und relative Häufigkeiten berichtet, Geschlechtsunterschiede mit t-Tests geprüft. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Prävention war bei den meisten Befragten relativ hoch, doch etwa 80 Prozent hatten kein Interesse, sich aktiv an der Verbesserung der Präventionsprogramme ihrer Gemeinde zu beteiligen; sie nahmen eine geringere Bereitschaft ihrer Organisationen wahr, Mittel für Programme zum Schutz und zur Hilfe für Kinder und Jugendliche bereitzustellen, eine schwächere Zusammenarbeit mit anderen Präventionsorganisationen und weniger Diskussionen über solche Programme in ihren Organisationen, und berichteten keine Veränderung im Vorjahr. Frauen unter den Schlüsselpersonen zeigten ein höheres Bewusstsein für Hilfe-, Schutz- und Präventionsbedarf. Der Beitrag dokumentiert die Ausgangslage, auf der die einjährige Schulung der Schlüsselpersonen im Projekt aufbaute; er ist deskriptiv und berichtet keine Nachbefragung. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bašić, J., Novak, M., & Grozić-Živolić, S. (2008). Spremnost i mobilizacija zajednice za prevenciju rizičnih ponašanja djece i mladih: perspektiva ključnih ljudi u Istarskoj županiji. Kriminologija & socijalna integracija, 16(2), 97–108. Quelle: https://hrcak.srce.hr/99139 | |||||
| 2008 | Bašić, J., Novak, M., & Grozić-Živolić, S. | StudiePercepcija rizika i potreba zajednice: percepcija građana i ključnih ljudi u Istarskoj županiji | Studie | Kroatisch | |
ZusammenfassungOriginalbeitrag aus dem Schritt Bedarfsanalyse des istrischen Communities-That-Care-Projekts. Ausgewertet werden Selbstauskünfte von 367 Bürgerinnen und Bürgern in den zwölf beteiligten Orten, nämlich Eltern von Kindergarten-, Grund- und Sekundarschulkindern, Studierende, Rentner und Schlüsselpersonen, erhoben mit einem modifizierten „Upitnik o vašoj zajednici“, der auf dem Parent and Adolescent Survey der Texas A&M University beruht; berichtet werden Mittelwerte, Standardabweichungen und Varianzanalysen. Die Befragten beschrieben das Leben in ihren Gemeinden als relativ sicher; wahrgenommene Gefahr hing mit der Verfügbarkeit weicher und harter Drogen zusammen, und die Einstellungen zeigten eine größere Toleranz gegenüber manchen Verhaltensweisen, vor allem dem Trinken Jugendlicher und Erwachsener. Einige Risikoverhaltensweisen galten als präsent, etwa Ansammlungen Jugendlicher, trinkende oder Drogen konsumierende Personen und Straftaten Jugendlicher wie Erwachsener. Obwohl die Befragten präventive Bildung für Kinder befürworteten, würden weder Bürger noch Schlüsselpersonen selbst an solchen Angeboten teilnehmen, was die Autorinnen als indirekten Hinweis auf Handlungsbereitschaft und Mobilisierungspotenzial der Gemeinde lesen. Gruppenunterschiede zeigten sich etwa zwischen Studierenden und Bürgern oder Rentnern in der Wahrnehmung jugendlichen Trinkens und in den Reaktionen auf Cannabiskonsum in der Nachbarschaft: Junge Menschen sahen mehr Toleranz und schwächere Reaktionen als Erwachsene. Die Studie ist deskriptiv. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bašić, J., Novak, M., & Grozić-Živolić, S. (2008). Percepcija rizika i potreba zajednice: percepcija građana i ključnih ljudi u Istarskoj županiji. Kriminologija & socijalna integracija, 16(2), 85–96. Quelle: https://hrcak.srce.hr/99132 | |||||
| 2008 | Fagan A., Hanson K., Hawkins J.D., Arthur M.W. | StudieImplementing Effective Community-Based Prevention Programs in the Youth Development Study | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Evidenz dazu, inwieweit Kommunen wissenschaftsbasierte Programme zur Prävention von Substanzkonsum und Delinquenz mit hoher Implementierungstreue – also in enger Übereinstimmung mit der theoretischen Begründung und den Vorgaben des Programms – replizieren können, ist uneinheitlich. Der Beitrag untersucht die Umsetzung von 16 geprüften, wirksamen präventiven Interventionen, die zwischen 2004 und 2006 von 12 an der Community Youth Development Study beteiligten Kommunen repliziert wurden. Über alle Programme hinweg wurde der Großteil der vorgesehenen Materialien, Kernkomponenten und Unterrichtseinheiten umgesetzt; die Durchführenden waren vorbereitet, engagiert und nutzten vielfältige Vermittlungsmethoden, und es zeigte sich ein hohes Engagement der Teilnehmenden. Mit einem umfassenden System zur proaktiven Überwachung der Umsetzung können kommunale Koalitionen somit eine qualitativ hochwertige Replikation wirksamer Programme sicherstellen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan A., Hanson K., Hawkins J.D., Arthur M.W. (2008). Implementing Effective Community-Based Prevention Programs in the Youth Development Study. Youth Violence and Juvenile Justice, 6(3), 256–278. | |||||
| 2008 | Fagan, A. A., Hanson, K., Hawkins, J. D., & Arthur, M. W. | StudieBridging Science to Practice: Achieving Prevention Program Implementation Fidelity in the Community Youth Development Study | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Beitrag beschreibt Entwicklung, Anwendung und Ergebnisse einer Implementierungsüberwachung im Rahmen des CTC-Ansatzes, die in der Community Youth Development Study eine hochtreue Umsetzung evidenzbasierter Präventionsprogramme sicherstellen sollte. Hintergrund ist die Forschungslage, wonach die gemeindebasierte Umsetzung solcher Programme häufig Anpassungen in Design, Inhalt oder Durchführung umfasst. Mangelnde Treue zu den vorgegebenen Standards gilt als Indikator für die Kluft zwischen Präventionswissenschaft und Praxis und kann die in Studien gezeigten positiven Effekte verringern. Durch Auswahl und Qualitätsüberwachung der Präventionsaktivitäten nach dem CTC-Modell replizierten die 12 beteiligten Kommunen 13 Programme mit hoher Treue zu den Kernkomponenten und gemäß den Dosierungsvorgaben (Zahl, Länge und Häufigkeit der Sitzungen). Dies verdeutlicht das Potenzial des CTC-Monitoringsystems, die kommunalen Umsetzungsstrukturen zu stärken und die angestrebten Wirkungen wahrscheinlicher zu machen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Hanson, K., Hawkins, J. D., & Arthur, M. W. (2008). Bridging Science to Practice: Achieving Prevention Program Implementation Fidelity in the Community Youth Development Study. American Journal of Community Psychology, 41(3-4), 235–249. DOI: 10.1007/s10464-008-9176-x | |||||
| 2008 | Fagan, A. A., Hawkins, J. D., & Catalano, R. F. | BuchkapitelUsing Community Epidemiologic Data to Improve Social Settings: The Communities That Care Prevention System | Buchkapitel | English | |
ZusammenfassungDieses Kapitel beschreibt das Programm Communities That Care (CTC) anhand von Beispielen aus zwölf Kommunen, die CTC im Rahmen einer Wirksamkeitsstudie umsetzten. CTC ist eine gemeindebasierte Strategie, die eine breit aufgestellte, vielfältige Koalition befähigt, Präventionsaktivitäten zur Förderung einer positiven Jugendentwicklung zu planen, umzusetzen und zu überwachen. Die Umsetzung umfasst sechs strukturierte Schulungsworkshops über sechs bis zwölf Monate sowie die Erhebung epidemiologischer Daten, einschließlich einer anonymen schulweiten Schülerbefragung. Gemeindeweit durchgeführt erlaubt die Befragung den Koalitionsmitgliedern, die am stärksten erhöhten Risikofaktoren und die schwächsten Schutzfaktoren der Jugendlichen zu identifizieren. Die Koalition wählt dann evidenzbasierte Präventionsstrategien und -programme aus, die diese Faktoren in den zentralen Lebenswelten der Jugendlichen adressieren: Schule, Familie, kommunale Einrichtungen und Gemeinwesen. Die Kommunen überwachen die Umsetzung und wiederholen die Befragung regelmäßig, um die Wirksamkeit ihrer Bemühungen zu beurteilen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Hawkins, J. D., & Catalano, R. F. (2008). Using Community Epidemiologic Data to Improve Social Settings: The Communities That Care Prevention System. In Toward positive youth development: Transforming schools and community programs (pp. 292–312). Oxford University Press. DOI: 10.1093/acprof:oso/9780195327892.003.0016 | |||||
| 2008 | Feinberg, M. E., Bontempo, D. E., & Greenberg, M. T. | StudiePredictors and Level of Sustainability of Community Prevention Coalitions | Studie | English | |
ZusammenfassungNachdem der Koalitionsansatz über viele Jahre meist als wenig wirksam galt, konnte zuletzt gezeigt werden, dass gemeindebasierte Koalitionen bei Anwendung guter Praxis eine Public-Health-Wirkung erzielen. Die nächste Herausforderung ist die nachhaltige Verstetigung von Koalitionen, um langfristige Effekte zu erreichen. Die Studie untersuchte Ausmaß und Prädiktoren der Nachhaltigkeit von Communities-That-Care-Standorten (CTC) in Pennsylvania. Funktionsfähigkeit und Finanzierung von 110 CTC-Standorten wurden von 2003 bis 2006 anhand von Berichten von Vorstandsmitgliedern, Mitarbeitenden und Anbietern technischer Unterstützung erfasst. 90 % der Koalitionen bestanden über die anfängliche dreijährige Förderung hinaus fort, danach beendeten jährlich 3–8 % ihre Arbeit; rund zwei Drittel waren vier Jahre nach Auslaufen des ursprünglichen Implementierungs-Zuschusses noch aktiv. Viele Standorte warben Mittel in Höhe der oder über der ursprünglichen Förderung ein. Die Gesamtfunktionsfähigkeit der Koalition sowie die Planung für Nachhaltigkeit sagten sowohl das Fortbestehen als auch die Anschlussfinanzierung voraus. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Feinberg, M. E., Bontempo, D. E., & Greenberg, M. T. (2008). Predictors and Level of Sustainability of Community Prevention Coalitions. American Journal of Preventive Medicine, 34(6), 495–501. DOI: 10.1016/j.amepre.2008.01.030 | |||||
| 2008 | Feinberg, M. E., Ridenour, T. A., & Greenberg, M. T. | StudieThe Longitudinal Effect of Technical Assistance Dosage on the Functioning of Communities That Care Prevention Boards in Pennsylvania | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Studie untersuchte den Einfluss der Dosis vor Ort und außerhalb erbrachter technischer Unterstützung (TA) auf die Funktionsfähigkeit von Communities-That-Care-Präventionsvorständen in Pennsylvania. Daten zur Vorstandsfunktion wurden über drei Jahre von Vorstandsmitgliedern und TA-Anbietern erhoben. Pfadmodelle zeigten insgesamt nur geringe Auswirkungen der TA-Dosis auf die Vorstandsfunktion im Folgejahr. Vor-Ort-TA schien jedoch die Funktionsfähigkeit jüngerer Vorstände und bereits besser funktionierender Vorstände zu beeinflussen. Die Stabilität von Vorstandsfunktion und Off-Site-TA war mittel bis stark, die Stabilität der Vor-Ort-TA-Dosis gering; schlecht funktionierende Standorte erhielten im Folgejahr nicht mehr TA. Es handelt sich um eine der ersten quantitativen Untersuchungen zur Wirkung technischer Unterstützung auf gemeindebasierte Präventions- bzw. Gesundheitsförderungskoalitionen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Feinberg, M. E., Ridenour, T. A., & Greenberg, M. T. (2008). The Longitudinal Effect of Technical Assistance Dosage on the Functioning of Communities That Care Prevention Boards in Pennsylvania. The Journal of Primary Prevention, 29(2), 145–165. DOI: 10.1007/s10935-008-0130-3 | |||||
| 2008 | Ferić Šlehan, M., & Kranželić, V. | StudieProcjena rizičnih i zaštitnih čimbenika u zajednici: razlike između percepcije mladih i njihovih roditelja | Studie | Kroatisch | |
ZusammenfassungOriginalbeitrag aus dem istrischen wissenschaftlichen Aktionsprojekt „Zajednice koje brinu kao model prevencije poremećaja u ponašanju“, das die Fakultät für Erziehungs- und Rehabilitationswissenschaften mit der Abteilung für Gesundheit und Sozialfürsorge der Gespanschaft Istrien durchführte. In den weiteren Einzugsgebieten von Labin, Pazin, Poreč und Pula beantworteten 489 Jugendliche aus allen Sekundarschulen und 407 ihrer Eltern (insgesamt 896 Befragte) den 24 Items umfassenden Gemeindefragebogen „Upitnik o vašoj zajednici“. Eine Faktorenanalyse erster Ordnung ergab sechs Faktoren; eine Diskriminanzanalyse auf diesen latenten Dimensionen verglich die beiden Gruppen. Jugendliche schätzten die Verfügbarkeit von Alkohol und Drogen in der Gemeinde höher ein als ihre Eltern und hielten die Gemeinde für toleranter gegenüber jugendlichem Risikoverhalten; am stärksten trugen die Faktoren Verfügbarkeit von Alkohol, Toleranz gegenüber Risikoverhalten und Verfügbarkeit von Drogen zur Diskriminanzfunktion bei. Die Autorinnen sehen in solchen Wahrnehmungsunterschieden Hinweise für die Planung gemeindebezogener Interventionen zur Verringerung von Risikofaktoren. Es handelt sich um einen Querschnittsvergleich innerhalb der Bedarfsanalyse des Projekts; Interventions- oder Ergebnisdaten werden nicht berichtet. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Ferić Šlehan, M., & Kranželić, V. (2008). Procjena rizičnih i zaštitnih čimbenika u zajednici: razlike između percepcije mladih i njihovih roditelja. Kriminologija & socijalna integracija, 16(1), 33–43. Quelle: https://hrcak.srce.hr/99108 | |||||
| 2008 | Hawkins, J. D., Brown, E. C., Oesterle, S., Arthur, M. W., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. | StudieEarly Effects of Communities That Care on Targeted Risks and Initiation of Delinquent Behavior and Substance Use | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Theorie des Wandels von CTC nimmt an, dass es zwei bis fünf Jahre dauert, bis Effekte auf kommunaler Ebene bei Risikofaktoren beobachtbar werden, und fünf oder mehr Jahre bis zu Effekten auf jugendliche Delinquenz oder Substanzkonsum. Die frühen Befunde, die auf hypothetisierte Effekte von CTC bei den anvisierten Risikofaktoren und bei der Initiierung delinquenten Verhaltens hindeuten, sind vielversprechend. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J. D., Brown, E. C., Oesterle, S., Arthur, M. W., Abbott, R. D., & Catalano, R. F. (2008). Early Effects of Communities That Care on Targeted Risks and Initiation of Delinquent Behavior and Substance Use. Journal of Adolescent Health, 43(1), 15–22. DOI: 10.1016/j.jadohealth.2008.01.022 | |||||
| 2008 | Hawkins, J. D., Catalano, R. F., Arthur, M. W., Egan, E., Brown, E. C., Abbott, R. D., & Murray, D. M. | StudienprotokollTesting Communities That Care: The Rationale, Design and Behavioral Baseline Equivalence of the Community Youth Development Study | Studienprotokoll | English | |
ZusammenfassungFortschritte in der Präventionswissenschaft belegen, dass sich Gesundheits- und Verhaltensprobleme Jugendlicher durch hochwertige Präventionsangebote verhindern lassen; dennoch nutzen viele Kommunen weiterhin nicht erwiesenermaßen wirksame Strategien. Die Untersuchung der Prozesse zur Verbreitung und hochtreuen Umsetzung wirksamer Strategien ist daher ein zentraler Fokus der Präventionswissenschaft geworden. Das CTC-Steuerungssystem stellt Manuale, Instrumente, Schulung und fachliche Begleitung bereit, um Kommunen zur wissenschaftsbasierten Planung und Umsetzung von Präventionsangeboten zu befähigen. Der Beitrag beschreibt Begründung, Ziele, Intervention und Design der Community Youth Development Study, einer randomisierten kontrollierten Gemeindestudie zu CTC, und prüft die Ausgangsvergleichbarkeit der 12 Interventions- und 12 Kontrollgemeinden. Die Ergebnisse zeigen vor Beginn der Intervention vergleichbare Baseline-Niveaus von Substanzkonsum und antisozialem Verhalten. Stärken und Grenzen des Studiendesigns werden diskutiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J. D., Catalano, R. F., Arthur, M. W., Egan, E., Brown, E. C., Abbott, R. D., & Murray, D. M. (2008). Testing Communities That Care: The Rationale, Design and Behavioral Baseline Equivalence of the Community Youth Development Study. Prevention Science, 9(3), 178–190. DOI: 10.1007/s11121-008-0092-y | |||||
| 2008 | Jonkman,H., Haggerty, K.P., Steketee, M., Fagan, A.A., Hanson, K., and J.D. Hawkins | StudieCommunities That Care, Core Elements and Context: Research of Implementation in Two Countries | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Beitrag beschreibt, in welchem Ausmaß die Umsetzung des CTC-Präventionssystems in 22 Kommunen zweier Länder erreicht wurde: in den USA (12 Kommunen) und in den Niederlanden (10 Kommunen). Berichtet werden die Kernelemente von CTC sowie die Ergebnisse zweier in beiden Ländern durchgeführter Implementierungsmessungen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Implementierungsprozesses werden diskutiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Jonkman,H., Haggerty, K.P., Steketee, M., Fagan, A.A., Hanson, K., and J.D. Hawkins (2008). Communities That Care, Core Elements and Context: Research of Implementation in Two Countries. Quelle: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2712284/ | |||||
| 2008 | Quinby, R. K., Hanson, K., Brooke-Weiss, B., Arthur, M. W., Hawkins, J. D., & Fagan, A. A. | StudieInstalling the Communities That Care Prevention System: Implementation Progress and Fidelity in a Randomized Controlled Trial | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Beitrag beschreibt, in welchem Maße eine implementationstreue Umsetzung des Präventionssystems Communities That Care (CTC) in den ersten 18 Monaten der Intervention in zwölf Kommunen der Community Youth Development Study erreicht wurde – einer fünfjährigen gruppenrandomisierten kontrollierten Studie zur Wirksamkeit des CTC-Systems. Die Installation umfasste sechs CTC-Schulungen durch zertifizierte Trainer pro Standort, lokal ausgewählte gemeindebasierte CTC-Koordinatorinnen und -Koordinatoren, fortlaufendes Monitoring anhand der CTC-Meilensteine und -Benchmarks sowie proaktive technische Unterstützung und Coaching. Über drei Bewertergruppen gemittelt galten zwischen 89 % und 100 % der Meilensteine der ersten vier CTC-Phasen als „vollständig erfüllt“ oder „überwiegend erfüllt“, was auf eine hohe Implementierungstreue in den ersten vier Phasen hinweist. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Quinby, R. K., Hanson, K., Brooke-Weiss, B., Arthur, M. W., Hawkins, J. D., & Fagan, A. A. (2008). Installing the Communities That Care Prevention System: Implementation Progress and Fidelity in a Randomized Controlled Trial. Journal of Community Psychology, 36(3), 313–332. DOI: 10.1002/jcop.20194 | |||||
| 2008 | Vergeer, M., & de Vries, I. | FachbeitragCommunities that Care in Nederland | Fachbeitrag | Niederländisch | |
ZusammenfassungPraxisbeitrag in TSG, der niederländischen Zeitschrift für Gesundheitswissenschaften, von zwei zentralen Akteuren der niederländischen Umsetzung (Mieke Vergeer vom Nederlands Jeugdinstituut und Ido de Vries von Seinpost Adviesbureau) über die Entwicklung von Communities that Care in den Niederlanden. Er schildert, wie die Ministerien für Justiz und für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport das Nederlands Instituut voor Zorg en Welzijn mit der Anpassung des Ansatzes beauftragten, wie 2000 die vier Pilotprojekte in Quartieren von Amsterdam, Arnhem, Rotterdam und Zwolle begannen und wie CtC bis 2008 in rund 20 Kommunen aufgegriffen wurde. Die Zusammenfassung wertet die bisherigen Evaluationen so, dass CtC örtliche Politik, Jugendarbeit und Gemeinwesendienste dafür gewinnt, wirksame Präventionsmaßnahmen auf erkannte Risikofaktoren auszurichten und die örtlichen Ressourcen gut zu nutzen, und kündigt die 2008 begonnene Multizenterstudie zur Ergebnisprüfung an. Ein kurzer beschreibender Überblick aus der Feder von Umsetzenden, nicht von Evaluierenden; Ergebnisdaten fehlen, und die Einschätzung von CtC als wirksamem Ansatz stützt sich auf Prozessevaluationen. Zugänglich waren nur Zusammenfassung und Literaturverzeichnis; der Volltext ist kostenpflichtig. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Vergeer, M., & de Vries, I. (2008). Communities that Care in Nederland. TSG – Tijdschrift voor Gezondheidswetenschappen, 86(5), 227–230. DOI: 10.1007/BF03082085 | |||||
| 2007 | Arthur, M. W., Briney, J.S., Hawkins, J.D., Abbott, R.D., Brooke-Weiss, B.L. and R. F. Catalano | StudieMeasuring risk and protection in communities using the Communities That Care Youth Survey | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Communities-That-Care-Schülerbefragung (Youth Survey) erfasst Risiko- und Schutzfaktoren, die in früheren Studien Problemverhalten Jugendlicher wie Drogenkonsum, Delinquenz und Gewalt vorhersagen. Der Beitrag beschreibt die Entwicklung und Validierung von Cut-Points (Trennwerten) für die Risiko- und Schutzfaktorskalen der Befragung, die Jugendliche mit höherem von solchen mit niedrigerem Risiko für Problemverhalten unterscheiden. Mit diesen Trennwerten lassen sich befragte Populationen über die Anteile der Jugendlichen mit Risiko bzw. mit Schutz je Prädiktor beschreiben, was die Priorisierung einzelner Faktoren in den Kommunen erleichtert. Verglichen werden verschiedene Trennwerte und die diskriminante Validität ausgewählter Werte. Die Ergebnisse zeigen, dass sich für jede Skala Cut-Points mit ausreichender Sensitivität und Selektivität festlegen lassen und Risiko- und Schutzfaktoren als Prävalenzraten dargestellt werden können. Implikationen für die Präventionsplanung werden diskutiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Arthur, M. W., Briney, J.S., Hawkins, J.D., Abbott, R.D., Brooke-Weiss, B.L. and R. F. Catalano (2007). Measuring risk and protection in communities using the Communities That Care Youth Survey. Evaluation and Program Planning, 30(2), 197–211. DOI: 10.1016/j.evalprogplan.2007.01.009 | |||||
| 2007 | Bašić, J., Ferić Šlehan, M., & Kranželić Tavra, V. | BuchZajednice koje brinu: model prevencije poremećaja u ponašanju. Knj. 1: Epidemiološka studija – mjerenje rizičnih i zaštitnih čimbenika u Istarskoj županiji | Buch | Kroatisch | |
ZusammenfassungErster von drei Bänden, in denen das wissenschaftliche Aktionsprojekt „Zajednice koje brinu kao model prevencije poremećaja u ponašanju“ (Fakultät für Erziehungs- und Rehabilitationswissenschaften Zagreb mit der Gespanschaft Istrien, seit 2002) die kroatische Adaption von Communities That Care dokumentierte. Laut Nationalbibliothek ist es eine 240-seitige epidemiologische Studie zur Messung von Risiko- und Schutzfaktoren in der Gespanschaft Istrien, mit Kapiteln teils auf Italienisch, einem Literaturverzeichnis auf den Seiten 204–208 und einer Auflage von 1 000 Exemplaren. Die begleitenden Zeitschriftenaufsätze von 2008 zeigen, worauf die Studie beruht: die Erhebung vom Frühjahr 2004 in den zwölf beteiligten Orten mit der ersten kroatischen Übersetzung des CTC-Jugendfragebogens sowie einer Befragung von Schlüsselpersonen (151 Befragte) und einer Bürger- und Elternbefragung. Der Band steht damit für die Bedarfsanalyse des istrischen Modells, auf der die spätere Prioritätensetzung und Programmauswahl aufbauten. Der Inhalt konnte nicht direkt geprüft werden: Das Buch ist nicht online, die Zusammenfassung stützt sich auf den Katalogeintrag, die Aufsätze von 2008 und die Rezension des dritten Bandes von 2011. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bašić, J., Ferić Šlehan, M., & Kranželić Tavra, V. (2007). Zajednice koje brinu: model prevencije poremećaja u ponašanju. Knj. 1: Epidemiološka studija – mjerenje rizičnih i zaštitnih čimbenika u Istarskoj županiji. Istarska županija, Pula; Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet, Centar za prevencijska istraživanja. Quelle: https://katalog.nsk.hr/discovery/fulldisplay?docid=alma990006498680109367&vid=385BUKINET_ZANSK:VU1 | |||||
| 2007 | Bašić, J., Ferić Šlehan, M., & Kranželić Tavra, V. | BuchZajednice koje brinu: model prevencije poremećaja u ponašanju. Knj. 2: Strategija promišljanja, resursi i programi prevencije u Istarskoj županiji | Buch | Kroatisch | |
ZusammenfassungZweiter Band der Reihe zum istrischen Communities-That-Care-Projekt, im selben Jahr erschienen wie die epidemiologische Studie. Der Katalogeintrag der Nationalbibliothek beschreibt ein 239-seitiges Buch über strategische Überlegungen, Ressourcen und Präventionsprogramme in der Gespanschaft Istrien, mit Kapiteln teils auf Italienisch und einer Auflage von 600 Exemplaren. Innerhalb der kroatischen Sechs-Schritte-Adaption von CTC (Bereitschaft und Mobilisierung, Bedarf, Ressourcen, Prioritäten, Implementation, Evaluation) entspricht er der Phase der Ressourcenanalyse und Prioritätensetzung: eine Bestandsaufnahme vorhandener Präventionsprogramme und Dienste in den zwölf beteiligten Orten und die strategische Argumentation, die die Befragungsergebnisse von 2004 mit den später im Band von 2010 beschriebenen Prioritäten und Programmentscheidungen verband. Das Buch ist ein Projektdokument für Fachkräfte vor Ort und Entscheidungsträger der Gespanschaft, kein Forschungsaufsatz; Wirksamkeitsdaten enthält es nicht. Der Inhalt konnte nicht direkt geprüft werden, da der Band nicht online ist; die Zusammenfassung stützt sich auf den Katalogeintrag, das Zitat bei Serdar, Ferić und Belošević (2024) und die Rezension des dritten Bandes von 2011, die beide Bücher von 2007 als Vorgänger der Reihe nennt. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bašić, J., Ferić Šlehan, M., & Kranželić Tavra, V. (2007). Zajednice koje brinu: model prevencije poremećaja u ponašanju. Knj. 2: Strategija promišljanja, resursi i programi prevencije u Istarskoj županiji. Istarska županija, Pula; Sveučilište u Zagrebu, Edukacijsko-rehabilitacijski fakultet, Centar za prevencijska istraživanja. Quelle: https://katalog.nsk.hr/discovery/fulldisplay?docid=alma990006548640109367&vid=385BUKINET_ZANSK:VU1 | |||||
| 2007 | Brown, E. C., Hawkins, J. D., Arthur, M. W., Briney, J. S., & Abbott, R. D. | StudieEffects of Communities That Care on Prevention Services Systems: Findings From the Community Youth Development Study at 1.5 Years | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Community Youth Development Study ist eine gemeinderandomisierte Studie zum CTC-Präventionssystem. Auf Basis von Befragungen kommunaler Schlüsselinformanten (Community Key Informant Survey) aus 2001 und 2004 berichtet die Studie Veränderungen dreier kommunaler Outcomes 1,5 Jahre nach Einführung von CTC in 12 Gemeinden. Befragt wurden 534 kommunale Führungspersonen aus 24 Gemeinden über mehrere Sektoren hinweg. Mehrebenenanalysen unter Kontrolle von Befragten- und Gemeindemerkmalen zeigten: (a) CTC- und Kontrollgemeinden hatten vergleichbare Ausgangsniveaus bei der Übernahme eines wissenschaftsbasierten Präventionsansatzes, der sektorübergreifenden Zusammenarbeit und der Kooperation bei konkreten Präventionsaktivitäten; und (b) CTC-Gemeinden wiesen zwischen 2001 und 2004 signifikant stärkere Zuwächse bei diesen Outcomes auf. Die Ergebnisse legen nahe, dass CTC die proximalen Systemoutcomes verändert, die zu wirksameren Präventionsangeboten und letztlich zu weniger Risiko, mehr Schutz und besseren Jugendoutcomes führen sollen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Brown, E. C., Hawkins, J. D., Arthur, M. W., Briney, J. S., & Abbott, R. D. (2007). Effects of Communities That Care on Prevention Services Systems: Findings From the Community Youth Development Study at 1.5 Years. Prevention Science, 8(3), 180–191. DOI: 10.1007/s11121-007-0068-3 | |||||
| 2007 | Fagan, A. A., Van Horn, M. L., Hawkins, J. D., & Arthur, M. W. | StudieGender Similarities and Differences in the Association Between Risk and Protective Factors and Self-Reported Serious Delinquency | Studie | English | |
ZusammenfassungJungen berichten in der späten Adoleszenz durchgängig höhere Raten schwerer Delinquenz als Mädchen, doch die Forschung ist uneinheitlich, inwiefern männliche und weibliche Jugendliche Risiko und Schutz in Familie, Schule, Peergruppe und individuell unterschiedlich erleben. Der Beitrag untersucht Geschlechterunterschiede bei 22 psychosozialen Risiko- und Schutzfaktoren in Bezug auf schwere Delinquenz. Auf Basis von Selbstangaben von 7.829 Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse im Communities That Care Youth Survey hingen alle psychosozialen Faktoren bei beiden Geschlechtern signifikant mit schwerer Delinquenz zusammen. Bei 12 der 22 Faktoren war der Zusammenhang bei Jungen signifikant stärker, und bei 18 Faktoren berichteten Jungen höhere Risikobelastung und geringeren Schutz als Mädchen. Die stärkere Beteiligung von Jungen an schwerer Delinquenz ergibt sich somit aus der Kombination höherer Risiko- und geringerer Schutzbelastung sowie aus dem stärkeren Zusammenhang dieser Prädiktoren mit Delinquenz bei Jungen. Implikationen für die Präventionsplanung werden diskutiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fagan, A. A., Van Horn, M. L., Hawkins, J. D., & Arthur, M. W. (2007). Gender Similarities and Differences in the Association Between Risk and Protective Factors and Self-Reported Serious Delinquency. Prevention Science, 8(2), 115–124. DOI: 10.1007/s11121-006-0062-1 | |||||
| 2007 | Feinberg, M. E., Greenberg, M. T., Osgood, D. W., Sartorius, J., & Bontempo, D. | StudieEffects of the Communities That Care Model in Pennsylvania on Youth Risk and Problem Behaviors | Studie | English | |
ZusammenfassungEs wurde die erste breit angelegte quasi-experimentelle Evaluation von Jugend-Outcomes in Kommunen durchgeführt, die das Programm Communities That Care (Hawkins & Catalano, 1992) zur Reduktion jugendlicher Problemverhaltensweisen einsetzen. Bewertet wurden 15 Risikofaktoren und 6 Outcomes (Substanzkonsum und delinquentes Verhalten) bei 38.107 Jugendlichen im Jahr 2001 und 98.436 Jugendlichen im Jahr 2003 in Schulen in Pennsylvania. Mehrebenenanalysen verglichen Angaben von Schülerinnen und Schülern aus CTC-Kommunen mit vergleichbaren Kommunen ohne CTC, kontrolliert für das kommunale Armutsniveau. Die Ergebnisse fielen über das Zufallsniveau hinaus zugunsten der CTC-Kommunen aus, mit niedrigeren Raten bei einigen Risikofaktoren und Outcomes. In einer Folgeanalyse, die nur Jahrgangskohorten berücksichtigte, die von einem CTC-geförderten Programm profitieren konnten, fielen die CTC-Effekte noch deutlicher aus. Die Befunde legen nahe, dass kommunale Koalitionen jugendbezogene Public-Health-Probleme auf Bevölkerungsebene beeinflussen können, insbesondere beim Einsatz evidenzbasierter Programme. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Feinberg, M. E., Greenberg, M. T., Osgood, D. W., Sartorius, J., & Bontempo, D. (2007). Effects of the Communities That Care Model in Pennsylvania on Youth Risk and Problem Behaviors. Prevention Science, 8(4), 261–270. DOI: 10.1007/s11121-007-0073-6 | |||||
| 2007 | Feinberg, M. E., Ridenour, T. A., & Greenberg, M. T. | StudieAggregating Indices of Risk and Protection for Adolescent Behavior Problems: The Communities That Care Youth Survey | Studie | English | |
ZusammenfassungZiel war es, die Forschung zu jugendlichen Risiko- und Schutzfaktoren bei Verhaltensproblemen sowie kommunale Entscheidungen zur Mittelvergabe für Interventionsprogramme zu erleichtern, indem ein reduzierter Satz kohärenter aggregierter Indizes für Risiko und Schutz geschaffen wurde. Untersucht wurden die 31 Risiko- und Schutzfaktorskalen des Communities That Care Youth Survey (CTC-YS). Die Daten stammten aus zwei Erhebungswellen bei Schülerinnen und Schülern der 6. bis 12. Klasse in Pennsylvania (2001: n = 43.842; 2003: n = 101.988). Mittels Faktorenanalyse und Reliabilitätsberechnung wurden aggregierte Indizes der Risiko-/Schutzfaktordomänen gebildet. Theorie und Empirie führten zu sieben kohärenten Indizes: Gemeinschaftszusammenhalt, Familienzusammenhalt, Familienrisiko, schulische Förderung prosozialer Aktivitäten, antisoziale Peer-Domäne, Einstellungen zu riskantem Verhalten sowie riskante Verhaltenstendenzen. Vier Skalen wurden nicht einbezogen. Die Indizes hingen erwartungsgemäß miteinander und mit Problemverhalten (antisoziales Verhalten, Substanzkonsum) zusammen; die Ergebnisse waren über beide Wellen konsistent. Die Konstruktion theoretisch sinnvoller und empirisch belegbarer Aggregatmaße ist möglich, und ihr Einsatz wird empfohlen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Feinberg, M. E., Ridenour, T. A., & Greenberg, M. T. (2007). Aggregating Indices of Risk and Protection for Adolescent Behavior Problems: The Communities That Care Youth Survey. Journal of Adolescent Health, 40(6), 506–513. DOI: 10.1016/j.jadohealth.2006.09.002 | |||||
| 2007 | Jonkman, H. | BuchkapitelGewaltprävention in den Niederlanden. Auf dem Weg zu einer Politik effektiver Prävention | Buchkapitel | Deutsch | |
Referenz (APA 7)Jonkman, H. (2007). Gewaltprävention in den Niederlanden. Auf dem Weg zu einer Politik effektiver Prävention. Quelle: https://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs/_Band10_EarlyPrevention.pdf | |||||
| 2007 | Veerman, J. W., & van Yperen, T. A. | StudieDegrees of freedom and degrees of certainty: A developmental model for the establishment of evidence-based youth care | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Aufsatz aus Evaluation and Program Planning schlägt ein Entwicklungsmodell für die Wirksamkeitsbeurteilung von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe vor. Ausgangspunkt ist eine praktische Schwierigkeit: Die randomisiert-kontrollierte Studie gilt als Goldstandard, ist in der Jugendhilfe aber selten durchführbar, teils aus ethischen Gründen, teils weil sie an Angeboten ansetzen würde, die noch nicht ausgereift oder in der Praxis noch nicht angekommen sind. Statt der Zweiteilung in wirksam und unwirksam unterscheiden die Autoren deshalb vier Stufen. Auf Stufe 1 ist ein Angebot nur in seinen Kernbestandteilen beschrieben, also Ziele, Zielgruppen und Aktivitäten. Stufe 2 verlangt eine ausformulierte Annahme darüber, was bei wem warum wirkt, gestützt auf Literatur und Fachwissen. Stufe 3 verlangt erste Hinweise aus der Praxis, etwa aus Zufriedenheits-, Zielerreichungs-, Vorher-Nachher-, Benchmark- oder quasi-experimentellen Studien. Stufe 4 verlangt Belege dafür, dass die Intervention die beobachteten Veränderungen verursacht hat, also randomisierte Studien oder sorgfältig angelegte Einzelfallreihen. Mit der Stufe wächst die geforderte Sicherheit der Aussage, und die Freiheit bei der Wahl des Evaluationsentwurfs nimmt ab. Der Beitrag ist ein Ordnungsvorschlag, keine empirische Prüfung, und liefert selbst keine Wirksamkeitsbefunde. Die niederländische Datenbank wirksamer Jugendinterventionen und das Bewertungsschema der Grünen Liste Prävention sind nach diesem Modell aufgebaut. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Veerman, J. W., & van Yperen, T. A. (2007). Degrees of freedom and degrees of certainty: A developmental model for the establishment of evidence-based youth care. Evaluation and Program Planning, 30(2), 212–221. DOI: 10.1016/j.evalprogplan.2007.01.011 | |||||
| 2006 | Crow, I., France, A., & Hacking, S. | StudieEvaluation of Three Communities That Care Projects in the UK | Studie | English | |
ZusammenfassungBegutachteter Aufsatz im Security Journal zur Evaluation der ersten drei Communities-That-Care-Projekte in England und Wales, finanziert von der Joseph Rowntree Foundation und vollständig berichtet in Crow et al. (2004). CTC-Projekte sollen die Sicherheit im Gemeinwesen verbessern, indem sie über ein Risikofaktorenmodell, kommunale Koalitionen und evidenzbasierte Programme das Risiko senken, dass Jugendliche in Problemverhalten geraten. Die Evaluation verband Prozessforschung mit wiederholten Schulbefragungen zu Risiko- und Schutzfaktoren in den Projektgebieten und bei Vergleichsschülern. Ergebnisse: Zwei der drei Projekte wurden nicht wie vorgesehen umgesetzt, sodass dort keine Wirkung zu erwarten war; das eine umgesetzte Projekt zeigte Hinweise auf einen günstigen Einfluss auf die mit Problemverhalten verbundenen Faktoren bei Kindern aus dem CTC-Gebiet im Vergleich zu Kindern derselben Schulen von außerhalb. Die Autoren leiten Fragen für gemeinwesenbasierte Programme auf Grundlage des Risikofaktoren-Paradigmas ab, vor allem zu Umsetzungsqualität, Standortwahl und der Zeit bis zu erwartbaren Effekten, sowie Lehren für Initiativen der frühen Intervention. Die Befunde sind Hinweise, keine gesicherten Effekte; das Design erlaubte keine kausale Zuschreibung. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Crow, I., France, A., & Hacking, S. (2006). Evaluation of Three Communities That Care Projects in the UK. Security Journal, 19(1), 45–57. DOI: 10.1057/palgrave.sj.8350001 | |||||
| 2006 | Steketee, M., Mak, J., & Huygen, A. | BuchOpgroeien in veilige wijken: Communities that Care als instrument voor lokaal preventief jeugdbeleid | Buch | Niederländisch | |
ZusammenfassungHauptbericht der nationalen Evaluation, die das Verwey-Jonker-Institut von 2004 bis 2006 im Auftrag der niederländischen Ministerien für Justiz und für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport zu den damals laufenden CTC-Pilotprojekten in Amsterdam-Noord, Rotterdam-Oude Noorden, Zwolle-Zuid, Almere-Buiten und Leeuwarden durchführte, erschienen als Buch bei Van Gorcum gemeinsam mit dem Institut. Nach dem Begleitband und späteren Verwey-Jonker-Berichten enthält es den Hintergrund von CTC, das Untersuchungsdesign (Plan-, Prozess-, Output- und Outcome-Evaluation mit Milestones-and-Benchmarks-Einstufungen, Fragebögen an die Präventionsteams und wiederholten Schulbefragungen), Ergebnisse und Wirkungen sowie Schlussfolgerungen mit Hinweisen für die Zukunft. Die Befunde, wie sie die Autoren später zusammenfassten: CTC verbesserte die Qualität von Planung und Entscheidungen, stärkte die Zusammenarbeit der örtlichen Partner, machte die Programmplanung koordinierter, lenkte die Aufmerksamkeit auf Risiko- und Schutzfaktoren und erhöhte den Einsatz wirksamer oder vielversprechender Interventionen; Verhaltenseffekte ließen sich nicht nachweisen. Das Buch selbst konnte nicht geöffnet werden; die bibliografischen Angaben stammen aus dem Katalogeintrag der Library of Congress (viii, 117 Seiten, ISBN 90-232-4286-6) und dem Vorwort des Begleitbands, die Zusammenfassung ist daher aus zweiter Hand. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Steketee, M., Mak, J., & Huygen, A. (2006). Opgroeien in veilige wijken: Communities that Care als instrument voor lokaal preventief jeugdbeleid. Van Gorcum / Verwey-Jonker Instituut. Quelle: https://openlibrary.org/books/OL23068504M | |||||
| 2006 | Steketee, M., Mak, J., & Huygen, A. | BerichtCommunities that Care in de praktijk: Beschrijving van vijf pilotprojecten | Bericht | Niederländisch | |
ZusammenfassungBegleitband zu Opgroeien in veilige wijken, der nationalen Evaluation von Communities that Care, die das Verwey-Jonker-Institut 2004 bis 2006 für die Ministerien für Justiz und für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport durchführte. Er enthält standortbezogene Beschreibungen von fünf niederländischen Pilotprojekten: Amsterdam-Midden-Noord (Van der Pekbuurt, Vogelbuurt und Bloemenbuurt), Rotterdam Oude Noorden, Zwolle-Zuid, Almere-Buiten und Leeuwarden-HASW. Jedes Kapitel folgt demselben Aufbau: Verortung und stadtweite Ausbreitung, örtlicher Kontext und Lage der Jugendlichen, Organisation (Steuerungsgruppe, Präventionsteam, Projektleitung), Einbettung in Verwaltung und Politik, die Ziele für die priorisierten Risiko- und Schutzfaktoren, Umsetzung des Präventionsplans, Registrierung und Monitoring sowie erlebte Engpässe im CTC-Prozess. Grundlage sind Startberichte vom April 2005, Projektunterlagen, schriftliche Fragebögen an Projektleitungen, Coaches und Unterstützer des NIZW sowie Interviews im Frühjahr 2005 und 2006. Der Band dokumentiert die Umsetzung, er bewertet keine Wirkungen; Ergebnisse und Schlussfolgerungen bleiben dem Hauptbuch vorbehalten. Festgehalten wird etwa, dass die ersten Pilotprojekte 1999 mit noch unübersetzten Programmen und wechselnden Projektleitungen begannen und CTC allmählich als Steuerungsinstrument verstanden wurde. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Steketee, M., Mak, J., & Huygen, A. (2006). Communities that Care in de praktijk: Beschrijving van vijf pilotprojecten. Verwey-Jonker Instituut. Quelle: https://www.verwey-jonker.nl/publicatie/communities-that-care-in-de-praktijk/ | |||||
| 2005 | Bannister, J., & Dillane, J. | BerichtCommunities That Care: An Evaluation of the Scottish Pilot Programme | Bericht | English | |
ZusammenfassungVierseitige Zusammenfassung (Research Findings Nr. 79/2005, Crime and Criminal Justice) der vom Justizressort der schottischen Regierung beauftragten Evaluation der drei schottischen CTC-Pilotprojekte, die 2000 mit Kommunen, Social Inclusion Partnerships und Gesundheitsbehörden starteten und von CTC (UK) als alleinigem Lizenznehmer begleitet wurden. Methode: qualitative Fallstudien zwischen Februar 2000 und Dezember 2003 zu Bereitschaft der Gemeinschaft, Mobilisierung und Bedarfsanalyse sowie Programmumsetzung. Befunde: Die Pilotgebiete wichen in Größe und Quartiersstruktur deutlich von den Kriterien des Modells ab; die Überschneidung mit den Grenzen der Social Inclusion Partnerships hatte Vor- und Nachteile; der Prozess förderte Partnerschaft und Verantwortungsübernahme, doch die Teilnahme war unstet und nur wenige Bewohnerinnen und Bewohner, vor allem kaum Jugendliche, beteiligten sich; die Risikoanalysen stellten Vorannahmen infrage, Zweifel an der Bewertungsmethodik und an der Verlässlichkeit der Daten schwächten jedoch die Evidenzbasis; der Leitfaden Promising Approaches galt als nützlich, aber lückenhaft; die Koordinatoren waren entscheidend; die CTC-Philosophie fand bei den Fachkräften vor Ort starke Zustimmung. Schlussfolgerung: Methodische und praktische Probleme behinderten die Übertragung nach Schottland; ob Wirkungen sichtbar werden, hängt von Monitoring-Strukturen ab, die nicht erkennbar vorhanden waren. Ergebnisdaten werden nicht berichtet. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Bannister, J., & Dillane, J. (2005). Communities That Care: An Evaluation of the Scottish Pilot Programme. Scottish Executive Social Research. Quelle: https://web.archive.org/web/20130208005639/http://www.scotland.gov.uk/Resource/Doc/54357/0012332.pdf | |||||
| 2005 | France, A., & Crow, I. | StudieUsing the ‘risk factor paradigm’ in prevention: lessons from the evaluation of Communities that Care | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Beitrag diskutiert die Ergebnisse der Evaluation des britischen CTC-Programms, das die Joseph Rowntree Foundation 1997 auf Anregung von David Farrington eingerichtet hatte, um zu prüfen, ob ein risiko- und schutzfaktorbasierter Ansatz im britischen Kontext funktioniert. Hintergrund: Drei Demonstrationsprojekte in England und Wales wurden je drei Jahre gefördert; die Evaluation lief über fünf Jahre, die gemessene Interventionsphase umfasste zweieinhalb Jahre. Ergebnisse: Das Modell erscheint den Autoren „vielversprechend“, zugleich benennen sie erhebliche Umsetzungsschwierigkeiten – von der Datengrundlage über die Arbeit der lokalen Gremien bis zur Auswahl und Durchführung der Maßnahmen –, die gelöst werden müssten, damit der Ansatz über einen längeren Zeitraum erfolgreich sein kann. Fazit: Das Risikofaktoren-Paradigma lässt sich in Kommunen anwenden, verlangt aber verlässliche Daten, geschulte Koordination und Zeit; belastbare Wirkungsnachweise konnte die britische Erprobung nicht liefern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)France, A., & Crow, I. (2005). Using the ‘risk factor paradigm’ in prevention: lessons from the evaluation of Communities that Care. Children & Society, 19(2), 172–184. DOI: 10.1002/chi.866 | |||||
| 2005 | Glaser, R.R., Van Horn, M.L., Arthur, M.W., Hawkins, J.D. and R. F. Catalano | StudieMeasurement properties of the Communities That Care Youth Survey across demographic groups | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Präventionswissenschaft hat Wissen über Risiko- und Schutzfaktoren hervorgebracht, die jugendlichen Substanzkonsum und verwandtes Problemverhalten vorhersagen. Der Beitrag untersucht den Communities That Care Youth Survey, der zahlreiche Risiko- und Schutzfaktoren erfasst. Anhand einer Stichprobe von 172.628 Schülerinnen und Schülern aus Erhebungen in sieben US-Bundesstaaten (1998) wurde die Faktorenstruktur dieser Risiko- und Schutzfaktoren geprüft sowie die Äquivalenz der Faktormodelle über fünf ethnische Gruppen (African Americans, Asians/Pacific Islanders, Caucasians, Hispanic Americans, Native Americans), vier Klassenstufen (6., 8., 10., 12.) und beide Geschlechter getestet. Die Ergebnisse stützen die Konstruktvalidität der Risiko- und Schutzfaktorskalen und zeigen, dass die Maße über Geschlechter und ethnische Gruppen hinweg gleichermaßen reliabel sind. Implikationen für eine wissenschaftsbasierte Präventionsplanung werden diskutiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Glaser, R.R., Van Horn, M.L., Arthur, M.W., Hawkins, J.D. and R. F. Catalano (2005). Measurement properties of the Communities That Care Youth Survey across demographic groups. Journal of Quantitative Criminology, 21(1), 73–102. DOI: 10.1007/s10940-004-1788-1 | |||||
| 2005 | Gomez, B. J., Greenberg, M. T., & Feinberg, M. E. | StudieSustainability of Community Coalitions: An Evaluation of Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungUntersucht wurden die Zusammenhänge zwischen Koalitionsprozessen während der anfänglichen dreijährigen staatlichen Anschubfinanzierung und Indikatoren der Nachhaltigkeit nach Auslaufen der Förderung an 20 Communities-That-Care-Standorten (CTC) in Pennsylvania. Die Koalitionsprozesse wurden über Interviews mit Koalitionsmitgliedern sowie über Bewertungen des Forschungsteams und staatlicher technischer Berater erfasst. Das Wissen der Mitglieder über Prävention, die interne Funktionsfähigkeit der Koalition und die Treue zum CTC-Modell in der frühen Phase erwiesen sich als Prädiktoren für spätere anhaltende Vorstandsaktivität. Die Befunde verweisen auf Bereiche früher Koalitionsfunktion, die für das Verständnis und die Förderung von Nachhaltigkeit bedeutsam sein können. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Gomez, B. J., Greenberg, M. T., & Feinberg, M. E. (2005). Sustainability of Community Coalitions: An Evaluation of Communities That Care. Prevention Science, 6(3), 199–202. DOI: 10.1007/s11121-005-0003-4 | |||||
| 2005 | Greenberg, M. T., Feinberg, M. E., Gomez, B. J., & Osgood, D. W. | BuchkapitelTesting a Community Prevention Focused Model of Coalition Functioning and Sustainability: A Comprehensive Study of Communities That Care in Pennsylvania | Buchkapitel | English | |
Referenz (APA 7)Greenberg, M. T., Feinberg, M. E., Gomez, B. J., & Osgood, D. W. (2005). Testing a Community Prevention Focused Model of Coalition Functioning and Sustainability: A Comprehensive Study of Communities That Care in Pennsylvania. Wiley. DOI: 10.1002/9780470713624.ch11 | |||||
| 2005 | Hawkins, J. D., Kosterman, R., Catalano, R. F., Hill, K. G., & Abbott, R. D. | StudiePromoting positive adult functioning through social development intervention in childhood: Long-term effects from the Seattle Social Development Project | Studie | English | |
ZusammenfassungLangzeitauswertung des Seattle Social Development Project, einer schulbasierten Intervention nach dem Modell der Sozialen Entwicklung: Lehrkräfte wurden in Unterrichtsgestaltung und Klassenführung geschult, die Kinder in sozialen und emotionalen Fertigkeiten, die Eltern in Erziehungsfragen. Verglichen wurden drei Bedingungen an 18 öffentlichen Grundschulen in Seattle, darunter Viertel mit hoher Kriminalitätsbelastung: die volle Intervention über sechs Schuljahre, eine späte Intervention in den Klassen 5 und 6 und eine Kontrollgruppe. Befragt wurden 605 Teilnehmende im Alter von 21 Jahren, neun Jahre nach dem Ende der Intervention (94 Prozent der ursprünglichen Stichprobe). Die Studie fand breite signifikante Effekte auf das Funktionieren in Schule und Beruf sowie auf die emotionale und psychische Gesundheit, weniger signifikante Effekte auf Kriminalität und Substanzkonsum. Die meisten Ergebnisse folgen einer Dosis-Wirkungs-Beziehung, mit den stärksten Effekten in der Gruppe mit voller Intervention. Das Design ist kontrolliert, aber nicht randomisiert; die Zuordnung der Schulen zu den Bedingungen erfolgte nicht per Los. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J. D., Kosterman, R., Catalano, R. F., Hill, K. G., & Abbott, R. D. (2005). Promoting positive adult functioning through social development intervention in childhood: Long-term effects from the Seattle Social Development Project. Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 159(1), 25–31. DOI: 10.1001/archpedi.159.1.25 | |||||
| 2005 | Hawkins, J.D., Catalano, R.F. | BerichtInvesting in Your Community's Youth: An Introduction to Communities That Care System | Bericht | English | |
Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Catalano, R.F. (2005). Investing in Your Community's Youth: An Introduction to Communities That Care System. | |||||
| 2005 | Jonkman, H., Junger-Tas, J., van Dijk, B. | StudieFrom Behind Dikes and Dunes: Communities that Care in the Netherlands | Studie | English | |
ZusammenfassungDieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick über die Umsetzung des Programms Communities That Care (CTC) in den Niederlanden. Er skizziert die soziohistorische Entwicklung der Initiative und erörtert die Begründung und den Ausgangspunkt des niederländischen Modellversuchs sowie die dabei eingesetzten Instrumente. Eingegangen wird auch auf die Implementation von CTC und auf einige Probleme, die bei der Einführung des CTC-Ansatzes auftraten. Der abschließende Teil des Beitrags behandelt die wesentlichen Ergebnisse der ersten (prozessbezogenen) Evaluation des Modellversuchs. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Jonkman, H., Junger-Tas, J., van Dijk, B. (2005). From Behind Dikes and Dunes: Communities that Care in the Netherlands. Children & Society, 19(2), 105–116. DOI: 10.1002/chi.865 | |||||
| 2005 | Myers, D. L., & Arter, M. L. | StudieEvaluating the Implementation of Indiana Area ‘Communities That Care | Studie | English | |
Referenz (APA 7)Myers, D. L., & Arter, M. L. (2005). Evaluating the Implementation of Indiana Area ‘Communities That Care. Crime Prevention and Community Safety, 7(1), 43–52. DOI: 10.1057/PALGRAVE.CPCS.8140208 | |||||
| 2004 | Crow, I., France, A., Hacking, S., & Hart, M. | BerichtDoes Communities that Care work? An evaluation of a community-based risk prevention programme in three neighbourhoods | Bericht | English | |
ZusammenfassungAbschlussbericht der von der Joseph Rowntree Foundation beauftragten Evaluation der drei britischen CTC-Demonstrationsprojekte (England und Wales, ab 1997/98). Die Stiftung hatte das US-Modell für Großbritannien angepasst, eine eigene Trägerorganisation (CTC UK) gegründet und jedes Projekt drei Jahre lang mit einer Koordinationsstelle ausgestattet. Methode: Prozess- und Ergebnisevaluation über rund fünf Jahre mit einer Wirkungsperiode von zweieinhalb Jahren; Leitfragen waren, ob CTC erfolgreich umgesetzt wurde, ob sich Risiko- und Schutzfaktoren in den Projektgebieten veränderten und welchen Anteil die Projekte daran hatten. Ergebnisse: Die Umsetzung verlief in den drei Gebieten sehr unterschiedlich; die beobachteten Veränderungen bei Risiko- und Schutzfaktoren waren begrenzt und ließen sich mit dem Design nicht eindeutig auf CTC zurückführen. Fazit: Der Ansatz gilt den Autorinnen und Autoren als vielversprechend, aber erhebliche Umsetzungsprobleme müssten gelöst werden, bevor über einen längeren Zeitraum mit Wirkung zu rechnen sei. Der Bericht ist die Grundlage der zurückhaltenden britischen Bewertung von CTC bis heute. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Crow, I., France, A., Hacking, S., & Hart, M. (2004). Does Communities that Care work? An evaluation of a community-based risk prevention programme in three neighbourhoods. Joseph Rowntree Foundation. Quelle: https://core.ac.uk/download/288389332.pdf | |||||
| 2004 | Fairnington, A. | StudieCommunities that care: a case study of regeneration from Wales | Studie | English | |
ZusammenfassungAufsatz in Critical Public Health, Teil eines Themenhefts zur multidisziplinären Public Health in Großbritannien, der Communities that Care als Fallstudie für Quartiersentwicklung aus Wales vorstellt. Ausgehend von der Beobachtung, dass echte strategische Partnerschaften unter Beteiligung der Bevölkerung in Gesundheitsförderung und Stadterneuerung selten sind, zieht die Autorin die Erfahrung von mehr als 30 CTC-Partnerschaften in England, Schottland und Wales heran, mit dem walisischen Standort als Beispiel, um die Prozesse zu benennen, die solche Partnerschaften wirksam machen. Die Argumentation: Das Modell der Risiko- und Schutzfaktoren gibt den Partnern einen gemeinsamen, zusammengeführten Datensatz aus Schulbefragung und Aktenanalyse, und daraus entsteht ein Aktionsplan, der von der Gemeinschaft geführt, evidenzbasiert und über mehrere Jahre durchzuhalten ist. Eine praxisnahe Fallstudie einer am walisischen Programm beteiligten Autorin, keine unabhängige Evaluation; Ergebnismessungen fehlen, und die Aussagen zur Dauerhaftigkeit liegen vor der JRF-Evaluation von 2004 und der Schließung von CtC UK 2009. Gelesen werden konnte nur die Zusammenfassung; der Volltext ist kostenpflichtig. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Fairnington, A. (2004). Communities that care: a case study of regeneration from Wales. Critical Public Health, 14(1), 27–36. DOI: 10.1080/09581590310001647489 | |||||
| 2004 | Feinberg, M. E., Greenberg, M. T., & Osgood, D. W. | StudieReadiness, Functioning, and Perceived Effectiveness in Community Prevention Coalitions: A Study of Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Beitrag prüfte, ob kommunale Veränderungsbereitschaft (Readiness), Präventionswissen, Koalitionsfunktion und Barrieren mit der wahrgenommenen Wirksamkeit kommunaler Präventionskoalitionen zusammenhängen. Interviews wurden mit 203 Schlüsselpersonen von Communities-That-Care-Vorständen (CTC) in 21 Kommunen Pennsylvanias geführt. Die Ergebnisse zeigten, dass der starke Zusammenhang zwischen Readiness und wahrgenommener Wirksamkeit durch die interne Funktionsfähigkeit der Koalition vermittelt wurde. Die Vernetzung von CTC mit externen kommunalen Akteuren hing nicht mit der wahrgenommenen Wirksamkeit zusammen. Veränderungsbereitschaft ist somit eine wichtige Erfolgsbedingung für Präventionskoalitionen und wirkt vor allem über die Qualität der internen Funktionsfähigkeit. Mitgliederfluktuation und interne Konflikte erscheinen als bedeutsame Faktoren der internen Funktion. Die Anbindung an externe Akteure könnte für Koalitionsmodelle wichtiger sein, die stärker auf lokale Institutionen als Ressourcenquelle angewiesen sind. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Feinberg, M. E., Greenberg, M. T., & Osgood, D. W. (2004). Readiness, Functioning, and Perceived Effectiveness in Community Prevention Coalitions: A Study of Communities That Care. American Journal of Community Psychology, 33(3-4), 163–176. DOI: 10.1023/b:ajcp.0000027003.75394.2b | |||||
| 2004 | Feinberg, M. E., Greenberg, M. T., & Osgood, D. W. | StudieTechnical Assistance in Prevention Programs: Correlates of Perceived Need in Communities That Care | Studie | English | |
Referenz (APA 7)Feinberg, M. E., Greenberg, M. T., & Osgood, D. W. (2004). Technical Assistance in Prevention Programs: Correlates of Perceived Need in Communities That Care. Evaluation and Program Planning, 27(3), 263–274. DOI: 10.1016/j.evalprogplan.2004.04.001 | |||||
| 2004 | Hawkins, J.D., Catalano, R.F. | BerichtCommunities That Care Prevention Strategies Guide | Bericht | English | – |
Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Catalano, R.F. (2004). Communities That Care Prevention Strategies Guide. | |||||
| 2004 | Hawkins, J.D., Van Horn, M.L. and M. W. Arthur | StudieCommunity variation in risk and protective factors and substance use outcomes | Studie | English | |
ZusammenfassungKommunen sind der Kontext, in dem viele Präventionsaktivitäten stattfinden. Ein Ansatz kommunaler Prävention besteht darin, die am stärksten erhöhten Risikofaktoren und die am stärksten herabgesetzten Schutzfaktoren für Substanzkonsum in einer Kommune zu ermitteln und anschließend präventive Maßnahmen auszuwählen und umzusetzen, die auf diese am stärksten erhöhten Risiko- und herabgesetzten Schutzfaktoren abzielen. Dieser Ansatz setzt voraus, dass es zwischen Kommunen verlässliche Unterschiede in Risiko und Schutz gibt und dass diese Unterschiede mit Unterschieden im Substanzkonsum zusammenhängen. Der Beitrag untersucht diese Fragen anhand von Daten von 28.091 Schülerinnen und Schülern in 41 Kommunen in den USA. Mittels Intraklassen-Korrelationskoeffizienten wird geprüft, inwieweit verlässliche und bedeutsame Unterschiede zwischen Kommunen im Ausmaß der Risiko- und Schutzfaktoren bestehen. Die kommunalen Mittelwerte werden anschließend mit dem Ausmaß des Substanzkonsums korreliert. Die Befunde zeigen bedeutsame Unterschiede zwischen Kommunen sowie deren Zusammenhang mit unterschiedlichem Substanzkonsum und liefern damit eine empirische Grundlage für die Anpassung kommunaler Präventionsstrategien an die spezifischen Risiko- und Schutzprofile. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Van Horn, M.L. and M. W. Arthur (2004). Community variation in risk and protective factors and substance use outcomes. Prevention Science, 5(4), 213–220. DOI: 10.1023/b:prev.0000045355.53137.45 | |||||
| 2004 | Ince, D., Beumer, M., Jonkman, H., & Vergeer, M. | BuchVeelbelovend en effectief: Overzicht van preventieprojecten en -programma's in de domeinen gezin, school, kinderen en jongeren, wijk | Buch | Niederländisch | |
ZusammenfassungProgrammübersicht, erstellt am Nederlands Instituut voor Zorg en Welzijn (NIZW) als niederländisches Gegenstück zum amerikanischen CTC-Leitfaden vielversprechender Ansätze: eine Übersicht über Präventionsprojekte und -programme in den Bereichen Familie, Schule, Kinder und Jugendliche sowie Quartier, geordnet nach den Risiko- und Schutzfaktoren des CTC-Modells, damit Präventionsteams Interventionen für ihre priorisierten Faktoren auswählen können. Ein Entwurf des Quellenbuchs wurde ab 2000 in den vier Pilotprojekten genutzt; die DSP-groep-Evaluation von 2004 bezieht sich auf die zweite Auflage, eine vierte Auflage erschien 2007 bei SWP und dem Nederlands Jeugdinstituut. Die Übersicht gilt als Vorläufer der Databank Effectieve Jeugdinterventies; die Verwey-Jonker-Evaluationen vermerken, dass nur wenige der gelisteten Programme Wirksamkeitsstandards erfüllten. Es handelt sich um einen Katalog, nicht um eine Evaluation. Das Dokument ließ sich nicht öffnen: Gefunden wurde nur ein Bibliothekseintrag (NIZW, 2004, ISBN 90-5957-229-7, 278 Seiten, Erstautorin Deniz Ince); die vollständige Autorenliste und der Untertitel stammen aus Zitaten im Technischen Bericht des CTC-EU-Projekts und bei Vergeer und de Vries (2008). Weiterlesen →Referenz (APA 7)Ince, D., Beumer, M., Jonkman, H., & Vergeer, M. (2004). Veelbelovend en effectief: Overzicht van preventieprojecten en -programma's in de domeinen gezin, school, kinderen en jongeren, wijk. Nederlands Instituut voor Zorg en Welzijn (NIZW). Quelle: https://openlibrary.org/books/OL61421485M | |||||
| 2004 | van Dijk, B., Geldorp, M., & Tulner, H. | BerichtEindrapportage vier pilotprojecten CtC: Amsterdam, Arnhem, Rotterdam, Zwolle | Bericht | Niederländisch | |
ZusammenfassungAbschlussbericht der von den niederländischen Ministerien für Justiz und für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport beauftragten Evaluation der vier CTC-Pilotprojekte in Quartieren von Amsterdam, Arnhem, Rotterdam und Zwolle, die 2000 für drei Jahre begannen, mit dem NIZW als nationaler Unterstützungsstelle und DSP-groep als Evaluator. Methode: Prozessevaluation entlang der fünf Phasen (Interviews mit Projektleitungen, wiederholte Befragung von Schlüsselpersonen zur Unterstützung, schriftliche Fragebögen) sowie eine erste und eine abschließende Schulbefragung mit der niederländischen Fassung des CTC-Fragebogens; frühere Etappen wurden 2001 und 2002 berichtet. Ergebnisse: In drei der vier Pilotgebiete wurden die meisten Prozessziele erreicht, alle Phasen dauerten länger als geplant, und Arnhem beendete CTC nach der Erprobungsphase mangels Rückhalt in der Stadtverwaltung; es entstanden brauchbare niederländische Instrumente, Quartiersprofile und Präventionspläne wurden positiv bewertet, die Zusammenarbeit der Einrichtungen verbesserte sich, und 28 der 90 geplanten Aktivitäten (31 Prozent) standen in der zweiten Auflage des Programmleitfadens Veelbelovend en effectief; neue Projekte ließen sich schwerer einführen als bestehende Angebote zu stärken. Schlussfolgerung: Ein Jahr nach Beginn der Umsetzung waren Veränderungen bei Risikofaktoren, Schutzfaktoren oder Problemverhalten weder zu erwarten noch festzustellen; drei Kommunen führten CTC mit eigenen Mitteln fort. Weiterlesen →Referenz (APA 7)van Dijk, B., Geldorp, M., & Tulner, H. (2004). Eindrapportage vier pilotprojecten CtC: Amsterdam, Arnhem, Rotterdam, Zwolle. DSP-groep. Quelle: https://www.dsp-groep.nl/publicatie/eindrapportage-vier-pilotprojecten-ctc/ | |||||
| 2002 | Arthur, M. W., Hawkins, J. D., Pollard, J. A., Catalano, R. F., & Baglioni, A. J. | MessinstrumentCommunities That Care Youth Survey | Messinstrument | English | |
Referenz (APA 7)Arthur, M. W., Hawkins, J. D., Pollard, J. A., Catalano, R. F., & Baglioni, A. J. (2002). Communities That Care Youth Survey. American Psychological Association (APA). DOI: 10.1037/t05243-000 | |||||
| 2002 | Arthur, M.W., Hawkins, J.D., Pollard, J.A., Catalano, R.F. and A. J. Baglioni Jr. | StudieMeasuring risk and protective factors for substance use, delinquency, and other adolescent problem behaviors: The Communities That Care Youth Survey | Studie | English | |
ZusammenfassungRisiko- und Schutzfaktoren, die adoleszente Problemverhaltensweisen wie Substanzmissbrauch und Delinquenz vorhersagen, sind vielversprechende Ansatzpunkte für präventive Interventionen. Kommunale Planerinnen und Planer sollten beim Entwurf von Präventionsprogrammen Risiko- und Schutzfaktoren erfassen und gezielt adressieren. Diese Studie beschreibt Entwicklung, Reliabilität und Validität eines Selbstauskunfts-Erhebungsinstruments für Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren, das ein breites Spektrum an Risiko- und Schutzfaktoren über mehrere ökologische Domänen hinweg sowie adoleszente Problemverhaltensweisen misst. Das Instrument lässt sich nutzen, um die Epidemiologie von Risiko und Schutz in Jugendpopulationen zu erfassen und um spezifische Risiko- und Schutzfaktoren in bestimmten Populationen als Ziele präventiver Interventionen zu priorisieren. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Arthur, M.W., Hawkins, J.D., Pollard, J.A., Catalano, R.F. and A. J. Baglioni Jr. (2002). Measuring risk and protective factors for substance use, delinquency, and other adolescent problem behaviors: The Communities That Care Youth Survey. Evaluation Review, 26(6), 575–601. DOI: 10.1177/0193841x0202600601 | |||||
| 2002 | Beinart, S., Anderson, B., Lee, S., & Utting, D. | BerichtYouth at risk? A national survey of risk factors, protective factors and problem behaviour among young people in England, Scotland and Wales | Bericht | English | – |
ZusammenfassungBericht zur nationalen Schulbefragung, die die Joseph Rowntree Foundation finanzierte und Communities that Care (UK) 2001 mit der überarbeiteten britischen Fassung des CTC-Jugendfragebogens durchführte; erfasst wurden mehr als 14.000 Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen im Alter von etwa 11 bis 16 Jahren in England, Schottland und Wales. Nach dem Technischen Bericht des CTC-EU-Projekts und nach Farrington, Utting und Axford (2021), die dieselben Daten (n = 14.445) erneut auswerteten, maß die Befragung Risiko- und Schutzfaktoren in Familie, Schule, Gemeinwesen und Freundeskreis sowie selbstberichtetes Problemverhalten und lieferte die ersten nationalen Vergleichswerte, an denen örtliche CTC-Risikoanalysen gemessen werden konnten. Berichtete Muster: Delinquenz und Drogenkonsum nehmen mit dem Alter zu; Verfügbarkeit von Drogen, elterliche Duldung von Problemverhalten, geringe Schulbindung und mangelnde Aufsicht sind die wichtigsten Risikofaktoren, familiäre Beteiligungsmöglichkeiten, Anerkennung und Bindung die wichtigsten Schutzfaktoren. Das Dokument selbst ließ sich nicht öffnen: Die migrierte JRF-PDF und die Kurzfassung (Findings Nr. 432) liefern 404, der OpenGrey-Handle schlägt fehl; die Beschreibung beruht auf Sekundärquellen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Beinart, S., Anderson, B., Lee, S., & Utting, D. (2002). Youth at risk? A national survey of risk factors, protective factors and problem behaviour among young people in England, Scotland and Wales. Joseph Rowntree Foundation / Communities that Care. | |||||
| 2002 | Feinberg, M. E., Greenberg, M. T., Osgood, D. W., Anderson, A., & Babinski, L. | StudieThe effects of training community leaders in prevention science: Communities That Care in Pennsylvania | Studie | English | |
Referenz (APA 7)Feinberg, M. E., Greenberg, M. T., Osgood, D. W., Anderson, A., & Babinski, L. (2002). The effects of training community leaders in prevention science: Communities That Care in Pennsylvania. Evaluation and Program Planning, 25(3), 245–259. DOI: 10.1016/s0149-7189(02)00019-8 | |||||
| 2002 | Greenberg, M., Feinberg, M. | BerichtAn Evaluation of PCCD's Communities that Care Delinquency Prevention Initiative. Final Report | Bericht | English | |
Referenz (APA 7)Greenberg, M., Feinberg, M. (2002). An Evaluation of PCCD's Communities that Care Delinquency Prevention Initiative. Final Report. | |||||
| 2002 | Hawkins J.D., Catalano R.F., Arthur M.W. | StudiePromoting science-based prevention in communities | Studie | English | |
ZusammenfassungIm vergangenen Jahrzehnt hat sich die Präventionswissenschaft als eigene Disziplin etabliert, die Lebensverlaufsforschung, Community-Epidemiologie und präventive Interventionsstudien integriert. Grundannahme ist, dass empirisch belegbare Risiko- und Schutzfaktoren die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Gesundheitsoutcomes wie Substanzmissbrauch vorhersagen und dass diese durch Reduktion von Risiko- und Stärkung von Schutzfaktoren verhindert werden können. Trotz wirksamer Interventionen und Investitionen in kommunale Prävention setzen viele Gemeinden weiterhin auf Strategien mit begrenzter Wirksamkeitsevidenz; die Übersetzung der Präventionswissenschaft in kommunale Präventionssysteme wurde daher zur Forschungspriorität. Das Präventionssystem Communities That Care (CTC) ist eine praxiserprobte Strategie, die Gemeinden aktiviert, anhand lokaler Daten zu Risiko und Schutz erhöhte Risiken zu identifizieren und erprobte, wirksame Maßnahmen umzusetzen. Der Beitrag beschreibt Hintergrund und Anwendung von CTC sowie Ergebnisse von Implementationsevaluationen. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins J.D., Catalano R.F., Arthur M.W. (2002). Promoting science-based prevention in communities. Addictive Behaviors, 27(6), 951–976. DOI: 10.1016/s0306-4603(02)00298-8 | |||||
| 2002 | Jonkman, H., Vergeer, M. | FachbeitragCommunities that Care: Das Prinzip, die Grundlagen und das Ziel | Fachbeitrag | Deutsch | – |
Referenz (APA 7)Jonkman, H., Vergeer, M. (2002). Communities that Care: Das Prinzip, die Grundlagen und das Ziel. | |||||
| 2001 | France, A., & Crow, I. | BerichtCTC – the story so far: An interim evaluation of Communities That Care | Bericht | English | |
ZusammenfassungZwischenbericht der von der Joseph Rowntree Foundation beauftragten unabhängigen Evaluation der ersten drei CTC-Demonstrationsprojekte in England und Wales; er behandelt Aufbau und frühe Umsetzung, bevor Ergebnisdaten vorlagen – 2001 liefen bereits 23 Projekte in 15 britischen Städten, der Abschlussbericht folgte 2004. Auf Grundlage von Teilnehmerbefragungen, Interviews und Beobachtungen an den drei Standorten untersucht er die Mobilisierung der Gemeinschaft, die Beteiligung der Fachkräfte und die Rolle der örtlichen Koordinatoren, danach die Nutzung von Evidenz über Risikoanalysen, Ressourcenanalysen und Aktionspläne. Befunde: Die Standortwahl ist entscheidend, gewachsene Gemeinschaften mit vorhandener Infrastruktur erleichtern die Umsetzung; wer von Beginn an dabei war, blieb stärker beteiligt als später Hinzugekommene; die Risikoanalysen stellten Annahmen der Fachkräfte infrage und gaben Bewohnerinnen und Bewohnern Mitsprache bei Entscheidungen über Ressourcen, doch Probleme bei Datenerhebung und Analysequalität ließen offen, wie weit die Aktionspläne tatsächlich evidenzbasiert waren. Die Autoren nennen Lehren für evidenzbasierte Gemeinwesenarbeit: belastbare und verständliche Daten, normative Vergleichswerte, Schulung für Bewohner und Fachkräfte, fortlaufende Beratung. Ausdrücklich ein Prozessbericht; Wirkungen auf Risikofaktoren oder Verhalten werden nicht bewertet. Weiterlesen →Referenz (APA 7)France, A., & Crow, I. (2001). CTC – the story so far: An interim evaluation of Communities That Care. Joseph Rowntree Foundation. Quelle: https://hdl.handle.net/2134/2507 | |||||
| 2000 | Arthur, M.W., Blitz, C. | StudieBridging the gap between science and practice in drug abuse prevention through needs assesment and strategic community planning | Studie | English | |
ZusammenfassungTrotz Fortschritten im Wissen über Faktoren, die Substanzmissbrauch vorhersagen, und über Interventionen, die sich bei der Prävention von Alkohol-, Tabak- und anderem Drogenkonsum unter Jugendlichen als wirksam erwiesen haben, bleibt die Verbreitung von Drogenkonsum und -missbrauch unter US-amerikanischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen alarmierend hoch. Die US-Regierung gab 1999 2,45 Milliarden Dollar für Präventionsleistungen und -forschung im Bereich Drogenmissbrauch aus, doch gibt es kaum Belege dafür, dass diese Ausgaben bedeutsame Verringerungen der Verbreitung von Drogenmissbrauch erreichen. Der Beitrag betrachtet jüngere Fortschritte der Präventionswissenschaft und erörtert, wie diese Wissensbasis für die Entwicklung strategischer, wissenschaftsbasierter kommunaler Präventionssysteme genutzt werden kann. Methoden zur Bedarfsermittlung von Präventionsleistungen in Populationen von Kindern und Jugendlichen werden überprüft und ihr Nutzen für die strategische kommunale Präventionsplanung wird untersucht. Es wird argumentiert, dass strategische kommunale Präventionssysteme, die wissenschaftsbasierte Interventionen auf die in der Kommune verbreiteten Prädiktoren von Drogenkonsum und -missbrauch ausrichten, vielversprechend sind, um die Verbreitung von Drogenmissbrauch und damit verbundenen Problemen zu verringern. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Arthur, M.W., Blitz, C. (2000). Bridging the gap between science and practice in drug abuse prevention through needs assesment and strategic community planning. Journal of Community Psychology, 28(3), 241–255. DOI: 10.1002/(SICI)1520-6629(200005)28:3%3C241::AID-JCOP2%3E3.0.CO;2-X | |||||
| 2000 | Hawkins, J. D., Herrenkohl, T., Farrington, D.P., Brewer, D., Catalano, R.F., Harachi, T.W. Cother, L. | BerichtPredictors of Youth Violence | Bericht | English | |
ZusammenfassungDas Bulletin beschreibt zahlreiche Risiko- und Schutzfaktoren, die Jugendgewalt hervorbringen oder verhindern. Zur Bestimmung dieser Faktoren wurden die quantitativen Ergebnisse vieler einschlägiger Studien metaanalytisch zusammengeführt; die 66 untersuchten Studien stammen aus der Bibliografie von Lipsey und Derzon (1998), ergänzt um Berichte der OJJDP Study Group und Analysen des Seattle Social Development Project. Die Prädiktoren von Jugendgewalt werden in fünf Domänen dargestellt: individuell (u. a. Geburtskomplikationen, niedrige Ruheherzfrequenz, Hyperaktivität und Risikobereitschaft, Aggressivität, früher Beginn von Gewaltverhalten, deviante Einstellungen), familiär (elterliche Kriminalität, Misshandlung, ungünstige Erziehungspraktiken, schwache Familienbindung und -konflikte, Eltern-Kind-Trennung), schulisch (Schulversagen, geringe Schulbindung, Schwänzen, Abbruch), peer-bezogen (delinquente Geschwister und Peers, Gang-Mitgliedschaft) sowie gemeinde- und nachbarschaftsbezogen (Armut, soziale Desorganisation, Verfügbarkeit von Drogen und Waffen, kriminelle Erwachsene, Gewaltexposition). Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J. D., Herrenkohl, T., Farrington, D.P., Brewer, D., Catalano, R.F., Harachi, T.W. Cother, L. (2000). Predictors of Youth Violence. Quelle: https://www.ojp.gov/pdffiles1/ojjdp/179065.pdf | |||||
| 1999 | Hawkins, J.D | StudiePreventing Crime and Violence through Communities That Care | Studie | English | |
ZusammenfassungDer Autor hat mit anderen ein System entwickelt, das Gemeinden befähigt, sich für eine ergebnisorientierte Präventionsplanung zu organisieren. Dieses System der Präventionsplanung mit den Werkzeugen der Präventionswissenschaft ist Communities That Care (CTC). In einem US-Verbundprojekt wurden 22 reliable und valide Archivindikatoren für 12 zentrale Risikofaktoren gefunden, die die Raten jugendlichen Drogenkonsums auf County-Ebene vorhersagen. Dasselbe Projekt entwickelte einen validierten Schulsurvey, der Risiko, Schutz, Delinquenz und Konsum-Outcomes über Bundesstaaten und ethnische Gruppen hinweg reliabel misst. Dies erlaubt eine Diagnose der Risiko- und Schutzniveaus in jedem geografischen Raum – vom Bundesstaat bis zur Nachbarschaft. Mit diesen Werkzeugen können Gemeinden sich für eine ergebnisorientierte Präventionsplanung organisieren, ihre eigenen Risiko- und Schutzprofile objektiv erfassen und wirksame Strategien für ihre spezifischen Stärken und Bedarfe auswählen und umsetzen. In Europa wurde CTC bisher in England und Wales, Schottland und den Niederlanden eingeführt. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J.D (1999). Preventing Crime and Violence through Communities That Care. European Journal on Criminal Policy and Research, 7(4), 443–458. | |||||
| 1999 | Pollard, J.A., Hawkins, J.D. and M.W. Arthur | StudieRisk and protection: Are both necessary to understand diverse behavioral outcomes in adolescence? | Studie | English | |
ZusammenfassungDie Präventionswissenschaft legt nahe, dass präventive Interventionen Risikofaktoren reduzieren und Schutzfaktoren stärken sollten. Einige Forschende haben argumentiert, dass auf die Stärkung von Schutzfaktoren und die Förderung von Resilienz ausgerichtete Interventionen positivere Ergebnisse erzielten als risikofokussierte Ansätze; andere wenden ein, dass ein alleiniger Fokus auf Resilienz individuelle Merkmale betone und wichtige soziale und kontextuelle Risikofaktoren ausblende. Die Studie untersuchte Zusammenhänge zwischen selbstberichteter Exposition gegenüber einem umfassenden Satz von Risiko- und Schutzfaktoren und Outcomes – darunter Substanzkonsum, schulische Ergebnisse und Delinquenz – in einer Stichprobe von Schülerinnen und Schülern der Klassen 6 bis 12 aus fünf US-Bundesstaaten. Die Ergebnisse zeigen, dass Präventionspolitik und -programme sowohl auf die Reduktion von Risiken als auch auf die Förderung von Schutzfaktoren zielen sollten, wenn eine Verringerung von Substanzkonsum, Kriminalität und Gewalt bei Jugendlichen oder eine Verbesserung schulischer Leistungen erreicht werden soll. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Pollard, J.A., Hawkins, J.D. and M.W. Arthur (1999). Risk and protection: Are both necessary to understand diverse behavioral outcomes in adolescence? Quelle: https://psycnet.apa.org/doi/10.1093/swr/23.3.145 | |||||
| 1998 | Catalano R.F., Arthur M.W., Hawkins J.D., Berglund L., Olson J.J. | BuchkapitelComprehensive community and school based interventions to prevent antisocial behavior | Buchkapitel | English | |
Referenz (APA 7)Catalano R.F., Arthur M.W., Hawkins J.D., Berglund L., Olson J.J. (1998). Comprehensive community and school based interventions to prevent antisocial behavior. In Serious & violent juvenile offenders: Risk factors and successful interventions (pp. 248–283). SAGE. DOI: 10.4135/9781452243740.n11 | |||||
| 1998 | Farrington, D. | StudieEvaluating ‘Communities that Care | Studie | English | |
ZusammenfassungIn diesem Beitrag antwortet der Autor auf die kritischen Anmerkungen von Pawson und Tilley (1998) zu seinen Vorschlägen (Farrington, 1997) für die Evaluation von Communities That Care (CTC) im Vereinigten Königreich. Der Autor stimmt zu, dass der Vergleich alternativer Forschungsdesigns wertvoll ist, hält jedoch die meisten Anmerkungen von Pawson und Tilley für auf Annahmen über das Wesen von CTC gegründet, die sich stark von den Annahmen seines eigenen Beitrags unterscheiden. Während er CTC als eine ausgereifte, prüfbereite Technologie auffasste, betrachteten Pawson und Tilley es als ein iteratives, sich entwickelndes, unscharf definiertes und stark variables Verfahren, das im Wesentlichen weiterer explorativer und entwicklungsbezogener Arbeit bedürfe. Der Autor hält diese Einschätzung eher für eine Evaluation im Sinne des „scientific realism" als für CTC zutreffend und betont, dass er CTC vor allem deshalb vorgeschlagen habe, weil es das am besten entwickelte Vehikel für risikofokussierte Prävention sei. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Farrington, D. (1998). Evaluating ‘Communities that Care. Evaluation, 4(2), 204–210. DOI: 10.1177/13563899822208536 | |||||
| 1998 | Hawkins, J.D., Herrenkohl, T., Farrington, D.P., Brewer, D., Catalano, R.F. and T. W. Harachi | BuchkapitelA review of predictors of youth violence | Buchkapitel | English | |
Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Herrenkohl, T., Farrington, D.P., Brewer, D., Catalano, R.F. and T. W. Harachi (1998). A review of predictors of youth violence. In Serious & violent juvenile offenders: Risk factors and successful interventions (pp. 106–146). SAGE. | |||||
| 1996 | Catalano, R.F., & Hawkins, J.D. | BuchkapitelThe social development model: A theory of antisocial behavior | Buchkapitel | English | |
Referenz (APA 7)Catalano, R.F., & Hawkins, J.D. (1996). The social development model: A theory of antisocial behavior. | |||||
| 1996 | Catalano, R.F., Kosterman, R., Hawkins, J.D., Newcomb, M.D., & Abbott, R.D. | StudieModeling the etiology of adolescent substance use: A test of the social development model | Studie | English | |
ZusammenfassungDas Sozialentwicklungsmodell (Social Development Model) ist eine allgemeine Theorie menschlichen Verhaltens, die antisoziales Verhalten durch die Spezifikation prädiktiver entwicklungsbezogener Zusammenhänge zu erklären sucht. Es integriert die Effekte empirischer Prädiktoren (Risiko- und Schutzfaktoren) für antisoziales Verhalten und versucht, die am stärksten gestützten Annahmen der Kontrolltheorie, der sozialen Lerntheorie und der Theorie der differenziellen Assoziation zu synthetisieren. Der Beitrag untersucht die Aussagekraft von Konstrukten des Modells, gemessen im Alter von 9 bis 10 und 13 bis 14 Jahren, zur Vorhersage des Drogenkonsums im Alter von 17 bis 18 Jahren. Die Stichprobe von 590 Personen stammt aus dem Längsschnittpanel des Seattle Social Development Project, das 1985 Fünftklässler aus Stadtvierteln mit hoher Kriminalitätsbelastung in Seattle einbezog. Mit Strukturgleichungsmodellen wurde die Passung des Modells an die Daten geprüft. Obwohl nahezu alle Pfadkoeffizienten signifikant und erwartungsgemäß ausfielen, passte das ursprüngliche Modell weniger gut als erwartet (CFI = .87). Nach Spezifikation von Faktoren zweiter Ordnung für jeden Pfad passte das Modell gut (CFI = .90). Die Autoren folgern, dass das Modell eine akzeptable Vorhersage des Drogenkonsums im Alter von 17 bis 18 Jahren liefert, und erörtern Implikationen für die Prävention. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Catalano, R.F., Kosterman, R., Hawkins, J.D., Newcomb, M.D., & Abbott, R.D. (1996). Modeling the etiology of adolescent substance use: A test of the social development model. Journal of Drug Issues, 26(2), 429–455. DOI: 10.1177/002204269602600207 | |||||
| 1996 | Harachi, T. W., Ayers, C. D., Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Cushing, J. | StudieEmpowering communities to prevent adolescent substance abuse: Process evaluation results from a risk- and protection-focused community mobilization effort | Studie | English | |
ZusammenfassungTOGETHER! Communities for Drug-Free Youth erprobte die Communities-That-Care-Strategie der gemeinschaftlichen Mobilisierung zur risikofokussierten Prävention von jugendlichem Substanzmissbrauch. Das Projekt mobilisierte 35 Kommunen in Oregon, um quantitative Bestandsaufnahmen kommunaler Risikofaktoren und Schutzressourcen durchzuführen, umfassende Präventionspläne mit vielversprechenden Ansätzen für prioritäre Risikofaktoren zu entwickeln und diese umzusetzen. Am Ende der vierjährigen Demonstrationsphase waren 31 Kommunen weiterhin aktiv; Oregon hat das Projekt verstetigt. Die Strategie, die Prozessergebnisse und Fallbeispiele werden beschrieben. Implikationen für umfassende Präventionsmodelle bei jugendlichem Substanzmissbrauch und anderen Problemverhaltensweisen werden erörtert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Harachi, T. W., Ayers, C. D., Hawkins, J. D., Catalano, R. F., & Cushing, J. (1996). Empowering communities to prevent adolescent substance abuse: Process evaluation results from a risk- and protection-focused community mobilization effort. Journal of Primary Prevention, 16(3), 233–254. DOI: 10.1007/bf02407424 | |||||
| 1996 | Hawkins, J.D. (Ed.) | BuchDelinquency and Crime: Current Theories | Buch | English | |
Referenz (APA 7)Hawkins, J.D. (Ed.) (1996). Delinquency and Crime: Current Theories. Quelle: https://psycnet.apa.org/record/1996-98939-000 | |||||
| 1995 | Hawkins, J.D., Arthur, M.W., Catalano, R.F. | BuchkapitelPreventing Substance Abuse | Buchkapitel | English | |
Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Arthur, M.W., Catalano, R.F. (1995). Preventing Substance Abuse. Quelle: https://www.jstor.org/stable/1147600 | |||||
| 1992 | Hart, R. A. | BerichtChildren's participation: From tokenism to citizenship (Innocenti Essays No. 4) | Bericht | English | |
ZusammenfassungEssay für das Internationale Kinderentwicklungszentrum von UNICEF in Florenz, erschienen kurz nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention. Hart stellt darin die Leiter der Partizipation vor, eine Typologie in acht Sprossen: Die unteren drei (Manipulation, Dekoration, Alibi-Beteiligung) beschreibt er als Formen der Nicht-Beteiligung, die oberen fünf als Stufen echter Beteiligung, von zugewiesenen, aber verstandenen Rollen über Anhörung und gemeinsame Entscheidungen bis zu Vorhaben, die Kinder selbst anstoßen und mit Erwachsenen entscheiden. Er illustriert die Stufen mit Beispielen aus Schulen, Stadtplanung und Kinderkonferenzen. Hart betont, dass Kinder nicht immer auf der höchsten Stufe arbeiten müssen; entscheidend sei, dass Angebote so gestaltet sind, dass jedes Kind die höchste Stufe wählen kann, die ihm entspricht. Der Text ist ein konzeptioneller Beitrag ohne eigene Wirksamkeitsdaten; das Leitermodell ist in der Kinder- und Jugendbeteiligung bis heute das meistzitierte Ordnungsschema. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hart, R. A. (1992). Children's participation: From tokenism to citizenship (Innocenti Essays No. 4). UNICEF International Child Development Centre. Quelle: https://eric.ed.gov/?id=ED359090 | |||||
| 1992 | Hawkins, J.D., Catalano, R.F. & Associates | BuchCommunities That Care: Action For Drug Abuse Prevention | Buch | English | |
Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Catalano, R.F. & Associates (1992). Communities That Care: Action For Drug Abuse Prevention. Quelle: https://psycnet.apa.org/record/1992-98370-000 | |||||
| 1992 | Hawkins, J.D., Catalano, R.F. and J.Y. Miller | ÜbersichtsarbeitRisk and protective factors for alcohol and other drug problems in adolescence and early adulthood: Implications for substance abuse prevention | Übersichtsarbeit | English | |
ZusammenfassungDie Autoren legen dar, dass der vielversprechendste Weg zu wirksamen Strategien zur Prävention von Alkohol- und anderen Drogenproblemen im Jugendalter über einen risikofokussierten Ansatz führt. Dieser Ansatz erfordert die Identifikation von Risikofaktoren für Drogenmissbrauch, die Identifikation von Methoden, mit denen Risikofaktoren wirksam adressiert wurden, und die Anwendung dieser Methoden auf geeignete Hochrisiko- und Allgemeinpopulationsstichproben in kontrollierten Studien. Die Autoren sichten Risiko- und Schutzfaktoren für Drogenmissbrauch, bewerten eine Reihe von Ansätzen hinsichtlich ihres Potenzials zur Drogenprävention bei Hochrisikogruppen und geben Empfehlungen für Forschung und Praxis. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Catalano, R.F. and J.Y. Miller (1992). Risk and protective factors for alcohol and other drug problems in adolescence and early adulthood: Implications for substance abuse prevention. Psychological Bulletin, 112(1), 64–105. DOI: 10.1037/0033-2909.112.1.64 | |||||
| 1992 | Peterson, P. L., Hawkins, J. D., & Catalano, R. F. | StudieEvaluating Comprehensive Community Drug Risk Reduction Interventions: Design Challenges and Recommendations | Studie | English | |
ZusammenfassungUmfassende kommunale Interventionen stellen mehrere Herausforderungen für ein methodisch strenges Evaluationsdesign dar. Der Beitrag fasst die Empfehlungen für ein praktikables und zugleich rigoroses Design zusammen, die auf einer Konferenz von 1991 zur Evaluation umfassender kommunaler Interventionen formuliert wurden. Die umfassende Interventionsstrategie zur Drogenrisikoreduktion namens Communities That Care dient als Anschauungsbeispiel. Die Konferenzteilnehmenden empfahlen eine experimentelle Mehrstandortstudie mit gematchten Gemeindepaaren, die per Zufall der Interventions- oder Vergleichsbedingung zugewiesen werden, wobei die Randomisierung auf Gemeindeebene erfolgt. Die Implikationen dieses Designs für Gemeindeauswahl, Stichprobengröße und Teststärke werden diskutiert. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Peterson, P. L., Hawkins, J. D., & Catalano, R. F. (1992). Evaluating Comprehensive Community Drug Risk Reduction Interventions: Design Challenges and Recommendations. Evaluation Review, 16(6), 579–602. DOI: 10.1177/0193841x9201600601 | |||||
| 1985 | Hawkins, J.D., Weis, J.G. | StudieThe social development model: An integrated approach to delinquency prevention | Studie | English | |
ZusammenfassungDieser Beitrag beschreibt einen umfassenden entwicklungsorientierten Ansatz zur Prävention von Jugendkriminalität auf Grundlage des Sozialentwicklungsmodells (Social Development Model), einer Integration von sozialer Kontrolltheorie und sozialer Lerntheorie. Das Modell geht davon aus, dass die wichtigsten Sozialisationsinstanzen – Familie, Schule, Gleichaltrige und Gemeinwesen – das Verhalten nacheinander beeinflussen. Positive Sozialisation gelingt, wenn Jugendliche innerhalb jeder Instanz die Gelegenheit zu konformem Engagement haben, die dafür nötigen Fertigkeiten entwickeln und ihre Interaktionspartner erwünschtes Verhalten konsistent belohnen. Diese Bedingungen sollten Bindung an andere, Bekenntnis zu konformem Verhalten und Glauben an die konventionelle Ordnung erhöhen. Diese sozialen Bindungen an die konventionelle Gesellschaft hemmen den Umgang mit delinquenten Gleichaltrigen und verhindern so delinquentes Verhalten. Der Beitrag beschreibt mit dem Modell vereinbare Präventionsansätze und betont, dass eine rigorose Evaluation ihrer Wirkung auf die Delinquenzprävention erforderlich ist. Weiterlesen →Referenz (APA 7)Hawkins, J.D., Weis, J.G. (1985). The social development model: An integrated approach to delinquency prevention. The Journal of Primary Prevention, 6(2), 73–97. DOI: 10.1007/bf01325432 | |||||
Hinweis: Klicken Sie auf eine Zeile, um Zusammenfassung und Zitation einzublenden und die DOI bzw. einen BibTeX-Eintrag zu kopieren.
Verwandte Themen.
Theoretische Grundlagen
Risiko- und Schutzfaktoren, das Modell der Sozialen Entwicklung – die Basis der hier gelisteten Forschung.
LesenProgrammeGrüne Liste Prävention
114 evaluierte Präventionsprogramme – das Werkzeug für Phase 4 des CTC-Prozesses.
Mehr erfahrenAktuellMagazin
Beiträge zu aktueller Forschung und Praxiserfahrungen aus CTC-Kommunen.
Lesen